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Freude, schöner Götterfunken III

(Ludwig der Träumer) Mein dem Aufruf von hier und von thom bereits kommentierter Gedanke, ist eigentlich zu kurz für einen weiteren Artikel, muß ich dennoch einstellen damit dieser Tag nicht vergessen wird.

Denkt daran, morgen 21.Juni 19:19 MEZ ist Aufstand angesagt – je nach Sonnenaufgang in den anderen Ländern früher, der bereits in den nächsten Minuten beginnt. oder später. Singt euch die schöpferische Seele wieder in euer Leben, die ihr teilweise der Krake des Gott Mammon geopfert habt. Holt sie zurück. Mit diesem Lied könnte es gelingen, wenn ihr eure Herzen dafür öffnet.

Wer nicht selbst (schön) singen kann, möge sich eine CD einlegen und die Stereoanlage bis zum Anschlag aufdrehen – natürlich bei offenem Fenster. Wozu ist die sonst da? Stelle mir vor, aus jeder Wohnung ertönt dieses wunderbare Werk. Noch schöner wäre es, wenn allem Büro- und Maschinengeheule eine Art Schweigeminuten hätten um diese Klänge zu hören. Einfach auf den Autostraßen anhalten und die sonst sinnentleerte Bumm-Bumm Anlage in den Rotzlöffelkisten oder SUVs zu dem machen, was sie m.E. sein sollten. Musik vermitteln, die uns rückbesinnt auf unsere Schöpferkraft. Was macht sie statt dessen? Das ist jetzt nicht das Thema.

Es gibt sie noch, die Studenten, die sich an das Menschsein erinnern. Wirklich und wie lange? Bis sie qualifiziert  konditioniert für ihr Hamsterrad sind. Ich habe genug solche Typen kennengelernt. Für die hat das nur Unterhaltungswert. Genauso könnten die heroische Kriegslieder singen. Manche haben auch eine schöne Melodie. Sauflieder – mehr leider nicht. Wissen nicht, was sie von sich geben, aber das um so perfekter nach ihrem Studium. Genausogut könnten die Helene Fischer mit ihrer Botschaft vom gegenseitigen Körpersaftaustausch reinziehen. Ist genauso lustig für die Sauflaune.

https://www.youtube.com/watch?v=_qjiVm6Lzdc

Ich setze daher auf den kleinen Bunzel, der endlich die Musik entdeckt, die radikal sein Leben verändern kann. Also los ihr kleinen Arschlöcher – einschließlich mich – dreht den Hahn auf. Ihr könnt nur gewinnen.


6 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  2. Vollidiot sagt:

    Mein Gott, diese Musik ist doch viel zu intensiv – im Sinne von aufwühlend.
    Mir persönlich ist der langsame Satz (3.) lieber, nicht weniger intensiv, dafür aber ins Innere zielend, das in einen Dialog mit dem Unendlichen eintreten kann.

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  3. thom ram sagt:

    Volli 13:52

    Diese Musik sei zu intensiv, sagst du. Ich muss lachen, denn grad heute hat mir meine Schwester auch etwas über diese berühmte Komposition geschrieben, äh, im nicht höchst wertenden Sinne, dazu noch findet sie Schillers Gedicht nicht eine seiner äh besten Dichtungen, sagt, Schiller habe es „zurückzeiehen“ wollen. Was leider nicht geht.

    Anlässlich eurer beiden Einwürfe sage ich nun auch was.

    Schiller/Beethovens Ode an die Freude gefiel mir zeitlebens nicht besonders, irritierte mich mehr. Doch dachte ich nie darüber nach.

    Erst jetzt, da wir uns so intensiv damit befassen hier, habe ich meinen Analytiker befragt, und der hat mir sehr schnell sehr einleuchtend geantwortet.

    Die Melodie ist denkbar schlicht, lauter Sekundschritte, einmal eine sanfte Terz, als Gipfel von Spannungsmomen die aufsteigende Quinte. Rhythmus: Keiner, lauter gleiche Schritte, mit Bewegungshüpfern lediglich an sechs Stellen.

    So, also eine schöne, wirklich schlichte Melodie, in klassischer Form einer Periode: AABA.
    Um sie wiederzugeben bedarf es weichen Klanges, bedarf es sanfter agogischer (leise Temposchwankung) und dynamischer (lautstärke) Schwingung. Ein Quartett oder grösstenfalls ein Mozartorchester wären der Melodie adaequat, innig gespielt wäre angesagt, sanft kraftvoll freudig.

    Nun hat Bruder Beethoven aber Pomp in seine Melodie hineingepumpt, und viele Dirigenten hauen noch eins drauf und verlangen von möglichst grossem Orchester und Chor fortefortissimo, reissen der Knospe die Blätter auf, blasen den Ballon zum schieren zerplatzen auf, posaunen statt singen.

    Macht aber nix. Ich summe sie für mich dahin, die Delomie, Lodemie, Dielomeo, Melodie.

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  4. Vollidiot sagt:

    Thom

    Von dem allerwertesten Glenn Guuld kenn ich auch sone Bewertungen der späten Musik Beethovens.
    Warum wird er so sparsam in seinen letzten Werken, Sonaten 110, 111, die kleinen Klavierstückchen?
    Man kanns so lösen wie Guuld, alles Prestissimo spielen oder einschlafen.
    Vielleicht konnte der kein Deutsch.
    Schiff meinte, daß wer Kompositionen spielt sollte eine gewisse Ahnung von der Sprache des Komponisten haben.
    Was lebt in dem Komponisten, wie denkt er?
    Wie schreibt Beethoven in der letzten Zeit?
    Die große Fuge z.B..
    Er hat nun mit Absicht eine Sinfonie und kein Streichquartett verfaßt.
    Vielleicht wäre es hilfreich sich gedanklich mit dieser Fuge zu beschäftigen oder den späten Bagatellen beim Entwickeln der Interpretation, natürlich gibt es auch den Text der Ode, der ja auch mehr umfaßt als das was vertont ist.
    Das Vertonte könnte ja auch das textlich nicht Berücksichtigte mit einschließen. Wer weiß das schon – und dann kommen nicht selten noch die zarten Anmaßungen des Historisierens.
    Da kann man viel zu sagen.
    Auch zum Gehalt der 9. Sinfonie.
    Ich hab sie mir auf Platten 1962 gekauft, das Stück für 25,00 Westmark mit Bruno Walter und seitdem ist sie für mich etwas Besonderes – ich habe seitdem erfahren, daß viele Leute nicht viel damit anfangen können.
    Seis drum.
    Ist nicht auch der schöpfende Geist eindimensional?
    In der bildenden Kunst wäre das der Punkt – von dem alles ausgeht.
    Kandinsky sprach von Punkt, Linie und Fläche.

    Wenn schon die Ode als Hymne Europas gespielt wird – daran wird doch deutlich wie man diese Musik und die Idee dahinter manipulativ einsetzen kann oder nicht verstehen.
    Und viele Musiker gehen mir mit ihren Interpretationen am Arsch vorbei.
    5 Minuten hören reicht oft, um dann den Sender zu wechseln.

    Wie in der Psycho anal yse kommt man mit Anal yse in der Musik nicht sehr weit.
    Die Synthese ist gefragt, wie im Menschsein.

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  5. Tabburett sagt:

    In TEuropa, resp. in Taeuschland ist jetzt Sommerzeit, man beachte daher MESZ, und nicht MEZ! –
    Nicht dass noch Eine/r zu spaet anfaengt zu arie-rn..! 😉

    PS@Thom: Pennst Du heute ein wenig vor, oder stellst den Wecker? Oder summst (schnarchst) Du die Ode(liemo) dann im Schlaf mit..? :-))

    PPS: Da ich auch nicht singen kann, gebe ich uns die Ode um 00:19 Uhr per Tube. –
    Die Nachbarn werden sicher auch Freude haben, denn das – zu „Unzeiten“ laute Musik abspielen – gehoert hier nur zum „guten Ton“.., ha ha ha!

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  6. thom ram sagt:

    Volli 16:15

    Und viele Musiker gehen mir mit ihren Interpretationen am Arsch vorbei.
    Möcht plaudern. Nicht wichtig, fällt mir nur dazu ein:

    Mir ging als junger Mann mal etwas so sehr am rAsch vorbei, dass ich mich senkrecht im Bett sitzend wiederfand. Ich liess mich damals von DRS2 per Radiowecker jeweils morgens um sex wecken. War immer was Klassisches, für mich meist bestguter Tagesbeginn.
    Kam doch mal eines meiner Leibstücke von Bach, nämlich die grosse D-Dur Fuge (Orgel), die Virtuose, mit den schnellen Sechzehnteln, verspielt, grandios, mit dem rasanten Pedalsolo am Schluss, BWV hab ich nie auswendig.
    Eines der Werke, welche ich liebte, virtuos zu spielen fähig war und jedesmal neu hineinhörte, wie das so richtig oberlebendig gemacht werden kann, kam also diese D – Dur Fuge.

    Ich habe selber über mich gestaunt, denn das ging mir so arschkalt in die Knochen, dass ich wirklich senkrecht im Bett sass, knallwach, und bis zum letzten Ton mir das anhören musste, ungläubig. Wie kann man dieses Stück so spielen? Nicht zu fassen. Gerade so gut könnte man es von Synthesizer abspielen lassen. Null Gestaltungswille, null Idee, null Aussage.Ich bewunderte den Organisten für seine kapitale Unfähigkeit.

    Gipfel war…nach dem Stück wurde der Organist benannt. Da haute es mich um, denn ich hatte den Jahre zuvor mal kurz gehört und mich königlich gelangweilt. Na ja, hatte halt nix dazugelernt, oder, einen Besenstiel im Hals bringt man nicht so leicht weg.

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