bumi bahagia / Glückliche Erde

Der Fehler

Christliche Fabel, gepostet von LH

Ein junger Mönch hatte das Gelübde abgelegt, und eine seiner ersten Aufgaben im Kloster war es, den anderen Mönchen zu helfen, die Handschriften mit den kirchlichen Gesetzessammlungen, Psalmen und Vorschriften abzuschreiben.

Nachdem er eine Woche so gearbeitet hatte, bemerkte der Mönch, daß alle ihre Unterlagen von der vorhergehenden Kopie abschrieben und nicht vom Original.
Sehr verwundert darüber, wandte er sich an den Klostervorsteher.

Padre, es ist doch so, wenn jemand bei der ersten Kopie einen Fehler gemacht hat, dann wird sich dieser ewig wiederholen, und kann nie berichtigt werden, weil nichts zum Vergleichen da ist!“

Mein Sohn“, antwortete der Klostervorsteher, „das haben wir seit Jahrhunderten so gemacht. Aber im Prinzip ist an deinen Überlegungen etwas dran.“

Mit diesen Worten begab er sich in die Kellergewölbe, wo in riesigen Truhen, die schon seit Jahrhunderten nicht mehr geöffnet worden waren, die Originale lagerten.
Und kam nicht wieder.

Als fast ein ganzer Tag seit der Zeit seines Verschwindens vergangen war, begab sich der beunruhigte Mönch auf der Suche nach dem Padre in den Keller. Er fand ihn recht bald.
Der Padre saß vor einem großen geöffneten, in Kalbsleder eingebundenen dicken Band, schlug mit dem Kopf immer wieder gegen die spitzen Steine des Kellergewölbes und gab irgendwelche unartikulierten Laute von sich. Sein beschmutztes, zerschrammtes Gesicht war blutüberströmt, die Haare waren zerzaust und der Blick leicht irre.

Was ist mit euch, heiliger Vater?“ rief der erschütterte Mönch. „Was ist passiert?“

Celebrate*“, stöhnte der Klostervorsteher, „das Wort war «celebrate» und nicht «celibate»**!

——

29.05.2005

* celebrate — feiere, freue dich;

** celibate — enthalte dich (die sexuelle Enthaltsamkeit, das Zölibat, ist eine der Grundlagen des Katholizismus)
– – – – – – – – –

© für die Übersetzung aus dem Russischen by Luckyhans, 25.März 2017

Quelle: http://pritchi.ru/id_965


17 Kommentare

  1. Pieter sagt:

    🙂 Wenn das alleine des Übels Wurzel wäre. Wunderbar dieses Gleichnis, trifft es doch auf alles in unserem Leben zu

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  2. Renate Schönig sagt:

    Nur weil´s passt 😉 😉 😉

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  3. Der neue evangelische Pfaffe lädt die Hohloratioren im Dorf zum Amtsantritt per E-Mail ein und bittet ausdrücklich auch ihre Frauen mitzubringen.

    Der katholische Pfaffe mailt zurück: Geht nicht, wir haben Zölibat.

    Dann bringen sie doch einfach auch ihren Kleinen mit. Wir sind ein kinderfreundliches Haus.

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  4. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  5. haluise sagt:

    haaaahhahahahhaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaahhhiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiihihihuhuhuhuhu …………………

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  6. haluise sagt:

    hihi … wo ist mein reinster lacher ?

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  7. kleine hexe sagt:

    ja so sollte es heißen – wieviel leid wäre dann wohl erspart geblieben?
    kleine hexe

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  8. Kann der kleinen Hexe nur zustimmen – es wäre uns ganz viel erspart geblieben ohne den zölibatären Zwang.

    das elfte Gebot beim Staubisaugen finden…..grins….hab eben gerade gestaubsaugt 😀

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  9. Der Staubisaugi erheitert mich auch ungemein. Statt Staub zu saugen ein schlaued Gebot entdecken, harhar.

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  10. ALTRUIST sagt:

    Sehr gut gefunden und auf BB gepostet .

    Vielen Dank .

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  11. Tja damit bist du auch bei mir raus, Thomas. Du weißt ja wie ich zu Zensur stehe.
    (gelöscht, da persönlicher Angriff – LH)
    Du kannst das hier auch wieder löschen.
    Es bleibt aber trotzdem im Netz.

    Für allenfalls irritierten Mitleser:
    Frau Teutoburgswälder findet Zensur nicht gut, so interpretiere ich ihre Worte.
    Ich habe einen Kommentarstrang gelöscht, darinne Frau Teutoburgswälder auch zwei Kommentare stehen hatte.
    Frau Teutoburgswälder lässt mich nun, so ich richtig verstehe, in ihrem Blog nicht mehr kommentieren.

    Nur der Klarheit halber. Unschön, doch kratzen braucht es niemanden, mich inklusive.
    thom ram

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  12. luckyhans sagt:

    zu LdT um 21:26
    … noch was kasimulisches dazu – bitte beachte die vorletzte Strophe:

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  13. Vollidiot sagt:

    Mal ne Frage, idiotisch, aber vonnem Menschen.
    Was issen Sex?
    Nur einmal rein, einmal raus, fertig ist der kleine Klaus, oder ebbes anneres?
    Do werd oifach nur babblet.
    Ohne Definischion werd des nix, gell.

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  14. Luckyhans sagt:

    zu Renate um 21:13
    … wieder nur die halbe Wahrheit gezeigt: Selbiger ER hat auch noch das zwölfte Gebot gefunden!
    Es lautet: „Höre auf deinen Ehepartner!“ 😉

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  15. luckyhans sagt:

    zu Volli um 17:47
    … mein Bester, das ist ganz einfach: Sex ist das, was übrigbleibt, wenn man der Liebe die Gefühle nimmt…
    So ähnlich wie Spaß: das was übrigbleibt, wenn man dem Humor den Sinn nimmt… 😉

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  16. Vollidiot sagt:

    Luck

    Also sind beim Sex Instinkte erlaubt, wenn schon keine Gefühle……….
    Also Brunft, Röhren, Jagen und Erlegen, Schaum vorm Mund und so…………….
    Sklave seines Rückenmarks, z.B..

    Das 12. Gebot hat sich überholt – wer heiratet denn noch.
    Denn in genauer Übersetzung heißt dieses: Höre auf deine Ehefrau!
    Die Emanzipation des Mannes (durch die Frau) gab diesem die Freiheit.
    Wer einmal die Freiheit gelöckt hat gibt sie nicht mehr her.
    Jetzt hat der Mann die Wahl: Niederes Ich (siehe oben) oder Höheres Ich (nicht mehr zölibatär, (leider verneinend)), dazu muß er aber eine geeignete Ehefrau finden (wegen der Freiheit!!).
    Ich weiß nicht ob „Parschipp“ das aufm Schirm hat.

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  17. Zölibat wird falsch übersetzt, bedeutet nur Ehelosigkeit, nicht sexuelle Enthaltsamkeit. Viele Priester haben Kinder , diese werden in Eliteschulen ausgebildet, soweit ich weiß. Warum heiraten sie nicht? Weil nur das dumme Volk , besonders aber die Frauen mit den Sakramenten geknechtet werden. Zu Atlantis Zeiten gabs das alles nicht. Denkt an Herr der Ringe, da wirds gesagt: …. sie zu knechten und zu binden -> ans Steuersystem.

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