Zwecks übersichtlicherer Gestaltung der Themen in der Seitenleiste schuftete ich einen Artikel mit
Thema: . (Punkt)
und Text:…………….(Punkte)
um unter Zuhülfenahme desselben bessere Gestaltung zu erreichen, indem ich . (Thema Punkt) als Zwischenräume einsetzete.
Ich setzete den Artikel auf Datum Sept.2014, doch ungeachtet dessen stiessstösst er auf Inter Esse und wecket der kreativen Kräfte und lässet geneigte Mitwirkende sich an sehr kreative Kräfte erinnern, so an unsern grosser Bruder Tucholsky selig, der damals mal zu sprechen anhub:
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“Zur soziologischen Psychologie der Löcher
Daß die wichtigsten Dinge durch Röhren gethan werden.
Beweise: erstlich die Zeugungsglieder, die Schreibfeder
und schließlich unser Schießgewehr.
(Lichtenberg)
Ein Loch ist da, wo etwas nicht ist.
Das Loch ist ein ewiger Kompagnon des Nichtlochs: Loch allein kommt nicht vor, so leid es mir tut. Wäre überall etwas, dann gäbe es kein Loch, aber auch keine Philosophie, und erst recht keine Religion, als welche aus dem Loch kommt. Die Maus könnte nicht leben ohne es, der Mensch auch nicht: Es ist beider letzte Rettung, wenn sie von der Materie bedrängt werden. Loch ist immer gut.
Wenn der Mensch »Loch« hört, bekommt er Assoziationen: Manche denken an »Zündloch», manche an »Knopfloch« und manche an Goebbels.
Das Loch ist der Grundpfeiler dieser Gesellschaftsordnung, und so ist sie auch. Die Arbeiter wohnen in einem finstern, stecken immer eins zurück, und wenn sie aufmucken, zeigt man ihnen wo der Zimmermann es gelassen hat, sie werden hineingesteckt, und zum Schluß überblicken sie die Reihe dieser Löcher, und pfeifen auf dem letzten. In der Ackerstraße ist Geburt Fluch; warum sind diese Kinder auch gerade aus diesem gekommen? Ein paar Löcher weiter, und das Assessorexamen wäre ihnen sicher gewesen.
Das Merkwürdigste an einem Loch ist der Rand. Er gehört noch zum Etwas, sieht aber beständig in das Nichts, eine Grenzwache der Materie. Das Nichts hat keine Grenzwache: während den Molekülen am Rande eines Lochs schwindlig wird, weil sie in das Loch sehen, wird den Molekülen des Lochs … festlig? Dafür gibt es kein Wort. Denn unsre Sprache ist von den Etwas-Leuten gemacht; die Loch-Leute sprechen ihre eigne.
Das Loch ist statisch; Löcher auf Reisen gibt es nicht. Fast nicht.
Löcher, die sich vermählen, werden ein Eines, einer der sonderbarsten Vorgänge unter denen, die sich nicht denken lassen. Trenne die Scheidewand zwischen zwei Löchern: Gehört dann der rechte Rand zum linken Loch? oder der linke zum rechten? oder jeder zu sich? oder beide zu beiden? Meine Sorgen möcht ich haben.
Wenn ein Loch zugestopft wird: wo bleibt es dann? Drückt es sich seitwärts in die Materie? oder läuft es zu einem anderen Loch, um ihm sein Leid zu klagen – wo bleibt das zugestopfte Loch? Niemand weiß das: unser Wissen hat hier eines.
Wo ein Ding ist, kann kein anderes sein. Wo schon ein Loch ist: kann da noch ein anderes sein?
Und warum gibt es keine halben Löcher –?
Manche Gegenstände werden durch ein einziges Löchlein entwertet; weil an einer Stelle von ihnen etwas nicht ist, gilt nun das ganze übrige nichts mehr. Beispiele: ein Fahrschein, eine Jungfrau und ein Luftballon.
Das Ding an sich muß noch gesucht werden; das Loch ist schon an sich. Wer mit einem Bein im Loch stäke und mit dem andern bei uns: der allein wäre wahrhaft weise. Doch soll dies noch keinem gelungen sein. Größenwahnsinnige behaupten, das Loch sei etwas Negatives. Das ist nicht richtig: der Mensch ist ein Nicht-Loch, und das Loch ist das primäre. Lochen sie nicht; das Loch ist die einzige Vorahnung des Paradieses, die es hienieden gibt. Wenn sie tot sind, werden sie erst merken, was Leben ist. Verzeihen sie diesen Abschnitt; ich hatte nur zwischen dem vorigen Stück und dem nächsten ein Loch ausfüllen wollen.
Peter Panther”
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Danke, Lücki, für den Hinweis.
thom ram, 17.09.2015
Hochverehrter lieber Kurt, hier allerdings als Peter umkleidet,
wir grüßen Dich, Meister der deutlichen, also deutschen, Sprache!!
Wer hätte das seinerzeit, besser Deinerzeit, sich wagen können auszudenken, dass im Jahre zweitausendundfuffzehn im September diese Deine Abhandlung zur Löchrigkeit des Seins wieder erscheint.
Erscheint in und auf einem Medium namens blog und zwar mit dem tiefgreifenden Namen bumi bahagia.
Weeste nich, was das heißt, klar doch.
Ikke ooch nich.
Es ist wie so Vieles hier: mußte glauben.
Außer Du bist eingeweicht in die Sprache, die dort gesprochen wird, wo der blogwart läbt.
Jaja, Du hast richtig gehört und gelesen, die bekannten Wörter sind wieder da, bissel anders geschrieben…….
Also, um auf den eben erwähnten Glaubensinhalt zurückzukommen: soll heißen: Erde welche glücklich….
Du siehst, Dein seinerzeitiges (Würgen) Wirken hat die schlimmen Zeiten überdauert, heißt durchlebt, und setzt nun seine klammen Füße an den wabernden Rand des Loches…….
Wir sind grad im Übergang, d.h. wir übergehen einFach..
Du weißt ja, manchmal ist richtig, weniger linear….
Also mehr von der Übergangsseite her zu komman, kommen..
Seit heute schreibt mein KommPjuter bei dem Wort „kommen“ immer „Komm a n“
Und was een Kompjuter is, wirste bald mitkriegn…ach wie falsch… mit-be-komm-an heest das neuerdings.
Liiba, nu is Schluß.
Dir wie imma vabundn
Freu-Lein
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