bumi bahagia / Glückliche Erde

Das 1600 Euro Haus

Mich alten Hüttenbauer elektrisiert der Artikel. Was ich nicht verstehe: 1600 Euro? Für 1600 Euro kauft man, so ich mich richtig erinnere, in Europa schon mal nie und nimmer nur das Holzgerüst. Also das mit den 1600 Euro müsste mir erst jemand erklären.

Ansonsten: Ja klar. Unterlüftet. Ich würde noch viel über Isolation mittels Luftschichten nachdenken und mich schlau machen wollen. Hab ja hier in den Tropen gebaut, aber hier sind die Erfordernisse an ein Wohngebäude bei 30 Grad konstant und bei 75% Luftfeuchtigkeit konstant und bei total wechselnden Windverhältnissen komplett anders als in der deutschen Heide oder den schweizerischen Voralpen.

Na, wie auch immer.

Vielleicht findet der Eine oder der Andere Anregung!

thom ram, 30.11.2014

http://www.ithaka-journal.net/kon-tiki-die-demokratisierung-der-pflanzenkohleproduktion

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Für 1600 EURO hat er sich ein Haus gebaut, mit dem er nie wieder lästige Rechnungen zahlen muss. Wie, zeigen wir hier.

Auf „Geniale Tricks“ posten wir täglich clevere Tricks, die das Leben leichter machen. Wenn du keinen Trick verpassen willst, dann like „Geniale Tricks“ auf Facebook oder klicke oben auf „Gefällt mir“.

LaMar Alexander führte ein Leben in mittelständischem Wohlstand – Haus, Autos, Pool. Aber durch eine Krankheit und seine Scheidung hat er alles verloren, bis auf einen Wohnwagen und ein kleines vererbtes Grundstück. Ohne richtiges Obdach lebte er dort für 2 Jahre im Wohnwagen und arbeitete daran, seinen Traum zu verwirklichen: Ein eigenes Haus, für dass er keinen Kredit und keine Hypothek brauchte und wo er sich selbst versorgen konnte. Er sparte 2000 Dollar und baute sich davon ein Haus, gerade so groß, wie er es ohne Baugenehmigung bauen durfte. Was er mit dem kleinen Budget angestellt hat, ist ziemlich beeindruckend. Eine bei Wind und Wetter bewohnbare Hütte mit 2 Etagen und Terrasse.

Den Anfang bildet ein Punktfundament mit Betonfüßen. Darauf wird ein Balkenrahmen aufgebaut. Das Haus „schwebt“ quasi über dem Boden. Wobei die Ränder später noch verkleidet werden.

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Es wird ein Lattengerüst gebaut und mit einer Plastikisolierung am Boden und darüber mit Dämmstoffen versehen.

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Dann wird der Boden mit Grobspanplatten abgedeckt. Die kommen auch an die Ständerwände.

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Unter der Wandverschalung, die von Außen aufgetragen wird, kommt Dachpappe oder eine andere Feuchtigkeitsbarriere.

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Für die 2. Etage wird eine ähnliche Konstruktion wie für den Boden gebaut, auf die Spanplatten geschraubt werden.

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Dann geht es an die Dachkonstruktion. An dieser Stelle hat sich LaMar zum ersten Mal Hilfe geholt.

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Wenn die Türen und Fenster eingebaut sind, nimmt die Hütte langsam wirklich Form an.

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Das Dach wird auch wieder mit Spanplatten bedeckt und anschließend mit Dachpappe dichtgemacht. Darüber werden Schindeln gelegt.

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Erstaunlich, was alles in die kleine Hütte passt. Auf ca. 18 Quadratmetern ist eine komplette Einrichtung untergekommen – inklusive Küche und Bad. Das Wasser dafür stammt aus einem Brunnen, den sich LaMar gegraben hat.

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Das Schlafzimmer ist in der oberen Etage. Und es sieht sogar im Rohbau schon echt gemütlich aus.

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LaMar hat sich an die Stirnseite noch eine Terrasse angebaut, auf der er mit seinen 2 Hunden gemütlich den Sonnenuntergang genießen kann.

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Und so sieht das vollendete Häuschen aus, inklusive eigenem Gemüsegarten. Über der Terrasse befindet sich eine Solaranlage. Das Haus ist nicht an das Stromnetz angeschlossen. Aber durch Sonnen- und Windenergie und mit dem Brunnenwasser lebt LaMar komplett unabhängig von Strom- und Wasseranbietern.

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LaMar Alexander ist glücklich in seiner kleinen, unabhängigen Welt. Mittlerweile sind seine Ideen richtig beliebt und er verkauft Bücher über dieses und weitere Bauprojekte. Damit hilf er Leuten, die wie er in Not geraten sind. Aber auch wenn man eine Wohnung hat, kann seine Anregung nützlich sein. Beispielsweise für eine wirklich schöne Gartenlaube oder ähnliches. Teile diese geniale Hütte.


9 Kommentare

  1. ewald1952 sagt:

    Hat dies auf Der Geist der Wahrheit.. rebloggt und kommentierte:
    Selbstgebaut ,Preißwert und Urgemütlich 🙂

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  2. ehrliche Propaganda sagt:

    Hat dies auf ehrliche Propaganda rebloggt.

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  3. Ludwig der Träumer sagt:

    Versuche mal bei uns in D selbst in einer Kleingartenkolonie, wo solche Hüttengrößen erlaubt sind, dir einen festen Wohnsitz einzurichten. Da knallt dir die ganze erbärmliche Bürokratie entgegen. Es ist verboten außerhalb ausgewiesener Wohngebiete, sich für mehr als drei Monaten anzusiedeln. Hab da bereits einschlägige Erfahrung. Eine Postadresse wird dir auch nicht gegönnt.

    Grundsätzlich gilt, dass Wohnwagen, Mobilheime, Ferien- und Wochenendhäuser nicht für das dauerhafte Wohnen geeignet und zugelassen sind. Daher ist diese Nutzung auch baurechtlich nicht genehmigungsfähig. Manche Gemeinden dulden es. Man kann jedoch nie sicher sein vor einem durchgeknallten Beamten, der zwangsräumen läßt, egal ob du anschließend unter der Brücke deine neue Heimat finden mußt. Wo kämen wir auch hin, wenn jeder gerade macht was er will. Für was haben wir denn sonst unsere Gesetze?

    Besonders pervers wird diese Regelung am Beispiel der Ferienhäuser; diese dürfen nämlich sehr wohl das ganze Jahr bewohnt werden, aber nur von verschiedenen Personen. Viele Gemeinden haben eine 75%-Regelung. D. h., neun Monate im Jahr muß an wechselnde Personen vermietet werden, und nur drei Monate darf der Eigentümer selber sein Haus nutzen. Dabei ist es auch völlig unerheblich, ob es auf einem gepachteten oder auf einem eigenen Grundstück steht. Die Gemeinde kann verlangen, dass die Vermietung mit Mietverträgen und nachgewiesener Mietzahlung belegt wird.

    Diese Hütte würde ich sofort mit meinem Wohnwagen tauschen. Alles drin, was man zum Wohlfühlen braucht. Die kann ich aber leider nur schwer mitnehmen, wenn ich zwangsgeräumt werde. Mit dem Wowa kann ich einfach weiterziehen, wenn die mir blöd kommen.

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  4. thomram sagt:

    @ LdT
    Du sagst es.
    Vor 25 Jahren, als ich mich voll neu orientierte, erlebte ich es erstmals, als ich mit dem Ansinnen auf die Gemeinde ging, auf dem Campingplatz der Gemeinde zu wohnen. Im Zelt. Einfach dort wohnen.
    Hahahahahaha.
    Campen und Wohnen ist nicht das Gleiche, hahahahaha.

    Ich hab alle Details vergessen, aber ich erinnere mich genau, wie ich die Glocken läuten hörte – was man so alles darf und vor allem nicht darf und vor allem MUSS.

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  5. dresd86 sagt:

    zumal er ein grundstück geerbt hat. Er hat also eine EIGENE Fläche. Allen anderen nützt das mit de m Häuschen weniger. Ich wohne auch schon ü 4 Jahre in einer Art „notunterkunft„- ich würde mich sogern anmelden, aber ohne „offizielle„ Anschrift (richtige Wohnhäuser) läuft das nicht. So albern und kommt mir eher wie skalvenabhandlung vor. KEINER IST FREI. Man muss einen festen Wohnraum (registrierte Wohnungen) vorweisen- damit man wohl hübsch im System der ausbeute (Vermieter bereichern, Strom- Wasseranbieter bereichern, die ganzen anderen Kosten) verwielt. Alles, jeder Mensch wird verwaltetet. Freiheit, eigenes Leben nicht erlaubt. Rein einfach nur, um uns Systematisch in die Taschen zu langen. Ist halt so. Nur registrierte Bewohner im System können ordentlich bealangt und unter Kontrolle gehalten werden. Ein Bürger, der sich vom Geldsystem wegbewegt ist ein Ausfall für die taschen der großen. Die mächtigen leben von den kleinen Menschen. Die alle am besten noch wie das Vieh auf der Weide gebrandmarkt werden sollten (sowas ist schon im Umlauf und am Beginn, siehe RFID Chip, Bibel sagts voraus „Mal des Tieres„). Jeder sollte frei leben können und selbst entscheiden, was er braucht oder nicht braucht. Diese Zwnagssteuer „Haushaltsabgabe„ ist sowiso noch mal ein absolutes Highlight. Du lebst- also zahlst du. Denn ums Fernsehen, Radio geht es schon lange nicht mehr. Ausserdem habe ich mich bei der Geschichte immer gefragt, weshalb die Fotos so immens unscharf sind. Das kann doch heutzutage, besonders beim Stolz eines Hausbauers, nicht der Ernst sein. Wie gesagt, ohne eigenes Grundstück (wogegen die 1.600 extrem lächerlich sind) klappt sowiso nichts. Und selbst mit Grundstück ist so ein Haus hier in D fast unmöglich, bzw. mit 1000 Auflagen verbunden.

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  6. luckyhans sagt:

    Für den kalten deutschen Winter ist so ein Haus wohl auch nur wenig geeignet – ich habe keinen Ofen oder eine ähnliche Heizungsmöglichkeit gefunden, und nur elektrisch – das geben die paar Solarzellen auf keinen Fall her – außerdem ist die Isolation der Wände dafür zu schlecht.

    Aber das Problem ist in allen Staaten, die älter als ein paar Jahre sind, dasselbe: das Amtsschimmel wiehert immer öfter – die Bürokratie hat eine stetige Tendenz zur Selbstreproduktion und zum ungebremsten Wachstum – einmal angefangen, läßt sich deren Entwicklung nicht mehr aufhalten. Siehe das Buch „Das Peter-Prinzip“ aus den 60er Jahren…

    Das ist wohl auch der Grund, warum alle Bestrebungen, daß Menschen sich selbstverantwortlich verhalten können, weltweit von allen Bürokraten einhellig und konsequent bis aufs Messer bekämpft werden – sie fühlen instinktiv, daß damit ihr eigenes schönes Leben auf Kosten der Allgemeinheit dann in Gefahr gerät… 😉

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  7. chaukeedaar sagt:

    So nah sind Freude und Frust, wenn ich die Artikel und Kommentare lese. Es gibt auch noch Zwischenlösungen, ein Kompromiss halt: Sich relativ billig eine sehr alte Hütte mit ein bisschen Land kaufen, die möglichst abseits steht (in der Schweiz relativ einfach, wenn man ein bisschen sucht). Dann braucht man nur noch schauen, dass man die wahrscheinlich benötigten, leichten Renovationen selber finanziert und ausführt, und schon hat man mit einem stark reduzierten Sklaven-Pensum seine Ruhe. In abgelegenen, ländlichen Regionen lässt man die Leute eher noch in Ruhe, wenn ich so die Hütten bei uns im Schwarzenburgerland oder die Alphütten in den Bergen angucke. Ganz aus dem System geht nur in den Weiten Russlands und bedingt Kanadas, aber mit Familie und Sozialgeflecht eher schwer machbar.
    Ich denke, über kurz oder lang werden viele von uns zwangsweise oder freiwillig in Wohnwagen lebe 😉

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  8. Helga Schumann sagt:

    Gefällt mir super. Hätte gern mehr davon. Aber wie gesagt in unserem System leider nicht machbar Hier muss alles teuer bezahlt werden.

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  9. Besucherin sagt:

    Wenn solche Lösungen interessieren, mittlerweile gibts auch lustige Wohncontainer um kleines Geld.
    Was machen die, wenn man das erst mal als Feriensitz deklariert, und sich dann abmeldet und offiziell z.B. nach Ungarn umzieht. Kann einem ja keiner verbieten, das weiterhin zu nutzen, und bevor sie die Stromrechnung nach Ungarn schicken, klappts ja vielleicht doch mit dem Postkasten.
    In diese Richtung gibts ja auch allerhand lustige Ideen: abmelden, weil man auf Seereisen geht, und schon gibts einen nimmer.

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