bumi bahagia / Glückliche Erde

Gesellschaft

aus der Reihe „Theo-Logisches“ – von Theo dem Logiker

Das Wort „Gesell-schaft“ setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen – „Geselle“ und „schaffen“ – ein Geselle schafft etwas – viele Gesellen schaffen sich.

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Nun ist ein Geselle schon kein Lehrling mehr – auch wenn man angesichts so mancher Handlungen heutiger Politiker-Darsteller extrem oft an den ollen Herrn Geheimrat und seine Ballade vom Zauber-Lehrling erinnert wird („… die ich rief, die Geister, werd ich nicht mehr los.“)

Aber der Geselle ist meist schon ein guter Arbeiter – aber noch lange kein Meister.

Es fehlt ihm an Erfahrung, an Perfektion, an vielfältigem Wissen um die unterschiedlichen „Techniken“, an Selbstbeherrschung, am „letzten Pfiff“ – denn all das macht einen wahren Meister aus.

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Und was „schaffen“ wir? –

„Schaffe, schaffe, Häusle baue“ – vor allem schaffen wir meist etwas an.

Darin finden viele von uns ihre Erfüllung – Kaufrausch, wenn einem zu anderen Drogen der Mut fehlt: Frauen – Schuhe, Männer – Werkzeug – alles Dinge, die nur extrem selten ihrer eigentlichen Verwendung zugeführt werden … 😉

Noch seltener schaffen wir etwas ab – egal wie nervig es uns schon geworden ist – wir können uns nur schwer von etwas „lieb gewordenem“ (welch sonderbarer Ausdruck – es kann doch nichts „lieb werden“, sondern wir können etwas immer mehr „lieb haben“ – ob das wohl die richtige Verwendung für unsere Liebe ist?) trennen.

Obwohl: bei der Mülltrennung waren wir schon mal Weltmeister…

Aber wir waren ja auch schon viele Jahre lang „Export-Weltmeister“ – leider haben unsere Kunden nur selten unsere Lieferungen auch mit realen Gegenwaren bezahlen können, sondern meist nur mit stinkenden kleinen grünen bedruckten Baumwoll-Läppchen oder Zahlen im Computer – am Ende lief es jahrelang in hohem Maße auf ein Beschenken der Menschen in aller Welt hinaus – wie wir Deutschen nun mal sind: gutherzig und leichtgläubig…

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Wenn wir uns also unsere jetzige „Gesellen-schaft“ ansehen, dann werden uns genau diese „noch fehlenden“ Eigenschaften deutlich – an allen Ecken und Enden – wir sind noch sehr weit von einer meisterlichen Organisation unseres Zusammenlebens entfernt.

Wie lange wir noch als Gesellen herumstümpern werden? – Wer weiß.

Es liegt nur an uns, wie intensiv wir uns um die wahre Meisterschaft im Miteinander bemühen… 😉

P.S. einfach toll, wie unangenehm deutlich doch meist diese stets präzise deutsche Sprache uns auf die wahren Hintergründe hinweist…  😉


3 Kommentare

  1. Vollidiot sagt:

    Wir sind alle Gesellschafter. Mitglieder der Gesellschaft – pompöser.
    Ich suche G.
    Ich finde G.
    Ich leiste Gesellschaft.
    Der wirkliche Sinn dieses Wortes ergibt sich aus dem Kontext.
    Der Eisame sucht sie, er mag sie finden.
    Weil vielleicht ein Barmherziger ihm G. leistet.
    Leistet – man sagt nicht schenkt.
    Man schenkt seine Anwesenheit…………
    Ist vielleicht gar Buhlschaft.
    Immer braucht es noch den Kontext (Bei Buhlschaft weniger, das ist eine konkrete „schaft“).

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  2. Dude sagt:

    Gesellen?? Öhm, also die meisten heutigen Biozombies wären nicht mal den Status des Adepten wert… 😉

    Ps.

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  3. Das Wort ‚Geselle‘ kommt von ‚Saal‘.
    Wer sich wo hinzu gesellt, betritt also den selben Saal wie andere.
    Man kann sich allerdings auch wieder „ent-sellen“, indem man diesen besagten Saal wieder verläßt.
    Dadurch wird klar, daß für ein natürliches Gemeinwesen eine „Gesellschaft“ nicht wirklich nötig ist, denn ein solches ist ein von der Natur hervorgebrachtes Gemeinwesen, in das man also hineingeboren worden ist, dem gegenüber ein jeder also eine Schuld trägt, eine Schuld im ursprünglichen und einzig wahren Sinne dieses Wortes, nämlich eine Bringschuld.
    Aus dieser kann sich niemand „entsellen“, wie auch niemand sich dazu gesellen kann, der nicht von Natur aus schon hinzugehört.

    Gunnar

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