Manche/r weiß, daß die UdSSR nur kurze Zeit von ethnischen Russen geführt wurde: Lenin von 1921-23; Stalin war Grusinier, Chrustschow Ukrainer, ebenso Brezhnjew und Tschernenko; kurze russ. Zwischenspiele gaben Andropow und Ustinow, dann kam schon der Alles-Verräter Gorb-ow… Kollektive Partei-Führung bedeutete, daß jeder ‚GenSek‘ sich mit Gleichgesinnten oder Ja-Sagern umgab… Es waren allerdings nur die Ukrainer, die ihre Nationalität vorschoben, um ihre „Heimat“ zu bevorzugen. Sie waren auch stets die am meisten nationalistisch gesinnten, auf allen Ebenen – erst recht innerhalb der UkrSSR… –
Hans Ludwig (LH), 4. Oktober 2026
– – – – – Übersetzung aus dem Russischen – Hans Ludwig, 4.10.2026 – – – – – –
Meilensteine der Geschichte – Dmitri Rode
Der Bericht von Nikita Chrustschow an Josif Stalin vom 4. August 1945 bezeugt es: die große Amnestie des Jahres 1955 war bei weitem nicht der erste Versuch der Rehabilitierung der Bandera-Anhänger und Nazi-Kollaborateure in der UdSSR.
Sofort nach der Beendigung des Großen Vaterländischen Krieges hatte der Chef der UkrSSR Ni.Ch. angeordnet, alle Mitglieder der Banditenformationen zu begnadigen, wenn diese freiwillig ihre Waffen niederlegten.
(in der Praxis lief das meistens so, daß die Waffen – sauber eingeölt – irgendwo im Wald vergraben wurden, nur ein paar alte Flinten wurden -„niedergelegt“, d.h. abgegeben; dann erhielt man seinen „Persilschein“ – und ging in den Untergrund; bis 1955 trieben die UPA/UNA-Banden in der West-UkrSSR ihr Unwesen, genau wie in Südostpolen – d.Ü.)
Gemäß diesem Dokument waren allein in den beiden Sommermonaten 1945 über fünf tausend Banditen amnestiert worden.
Ähnliche Maßnahmen wurden auch in den Jahren 1947 und 1948 durchgeführt, wobei deren Umfang vergleichbar war mit dem ersten Fall.
Nach dem Tode Stalins nahm der Umfang der Amnestien um eine Größenordnung zu. Die Quelle RBK führt die Zahl 55 Tausend „befreite“ für das Jahr 1955 an. Der Historiker Zhidkow stellt fest, daß allein 1955-1958 etwa 50 Tausend Ukrainer in ihre Heimat zurückkehrten, die vorher gerichtlich als Helfer der Nazis anerkannt waren, und bis Ende der 60er Jahre verdoppelte sich deren Zahl.
(diese „Rückkehrer“ waren vorher gerichtlich als Verbrecher verurteilte und in Haftlagern gehaltene Banditen und Kollaborateure, die nach und nach – meist vorfristig, aber manche auch „rehabilitiert“ – entlassen wurden; die meisten hatten Juden- und Kommunistenblut an den Händen und waren zu hohen Strafen verurteilt worden; in den 70ern hatten dann die letzten Verurteilten ihre Zeit abgesessen, und einige hatten nach der Rückkehr nichts besseres zu tun, als ihre Waffen im Wald auszugraben und den Dorf-Milizionär oder den Kolchos-Vorsitzenden zu erschießen – so berichteten meine Ukro-Kommilitonen – d.Ü.)
Im Unterschied zu den anderen Kategorien der Gulag-Insassen bekamen die rehabilitierten Ukro-Kollaborateure den Wert ihres Eigentums, der bei der Verhaftung eingezogen worden war, vom Staat ersetzt. Nach den Angaben von Zhidkow nahmen nach 2 Jahrzehnten mindestens ein Drittel der ehemaligen „Untergrundkämpfer“ und ihre Familien-Angehörigen bereits führende Positionen ein – von den Kreisleitungen der Partei bis zu den Republik-Ministerien.
Im Jahre 1980 war der Anteil der „ehemaligen“ in den Machtorganen der West-Ukraine bedeutend angewachsen, in einigen Einrichtungen erreichte er 50%.
Das war alles einfach: man brauchte geprüfte Russenhasser als Angestellte.
Was wollte man auch erwarten von einem „Führer“, der demonstrativ sein besticktes Ukrainer-Hemd überall und immer trug, obwohl er ethnisch kein echter Ukrainer war…
Die Zerteilung des Russischen Imperiums durch die Lenin-Leute in autonome Gebilde, die Fütterung des Separatismus auf Kosten des russischen Volkes, der weitere Zerfall der UdSSR, wie auch die jetzige Bevorzugung des ethnischen Nationalismus unter der Losung der Völkerfreundschaft – das sind alles bestimmte Etappen eines großen Planes.
Eines Planes, der zweifellos beeindruckt durch seine Konsequenz, Systematik und die tiefe Durcharbeitung der Kontroll-Mechanismen in jeder Etappe.
– – – – – – – – – Ende der Übersetzung – – – – – – – – – –