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Moringa Oleifera im kalten Norden – 2

Wie hier bereits berichtet, sind Versuche im Gange, diese tolle Pflanze auch bei uns irgendwie heimisch werden zu lassen, und sei es als Zimmerpflanze.
Nachdem der Sommer nun langsam zu Ende geht, wurden die 12 aufgegangenen Moringas von der diesjährigen Aussaat und die eine übrige Pflanze vom Vorjahr ausgetopft, durchgesehen und auf die Überwinterung im warmen Zimmer an heller Stelle vorbereitet.

Trotz sorgfältiger Vorgehensweise gab es beim Umtopfen einige Überraschungen.
Auf dem ersten Bild sehen wir links zwei der diesjährigen frisch „ausgetopft“ und rechts die vorjährige.

dsci0240b

Damit es deutlich wird, nochmal die Wurzeln aller drei Pflanzen von Nahem. Der helle Bereich unter den beiden linken Pflanzen ist Sand, bei der rechten Pflanze ist fast alle Erde entfernt.

dsci0241

Was fällt uns auf? Richtig, KEINE Pfahlwurzel – zwar eine senkrecht abgehende Wurzel, aber die ist nicht die „Hauptwurzel“ – sondern eine Wurzelknolle – bei der rechten Pflanze fast faustgroß, bei der mittleren gut daumengroß, bei der linken etwas „unterentwickelt“.

Klare Schlußfolgerungen:

  1. Ein hoher Topf für den Anfang: ja – dabei die Pflanze unbedingt mit Stützen versehen, wenn sie im Sommer nach draußen kommt – dort eine warme aber nicht total sonnige Stelle suchen (die Blätter bekommen sonst Brandflecken).
  2. Umtopfen extrem vorsichtig – die Pflanzen mögen nicht lange mit der Wurzel an der Luft sein und trocken werden – gleich wieder eintopfen und schön mit Erde-Sand-Gemisch vorsichtig andrücken und gleich wieder wässern.
  3. Sobald die Pflanzen größer werden – man merkt es vor allem am „Stamm“-Durchmesser -, dann in einen breiteren Topf umsteigen, der aber auch hinreichend tief sein sollte.
  4. Ab dem zweiten Jahr beginnt der „Stamm“ zu verholzen und steht dann von allein, und wenn die Knollenwurzel kräftig (groß, schwer) genug ist, sowieso.

Ernten tue ich wie gehabt nur ein bis zwei Blättchen pro Tag von verschiedenen Pflanzen, von unten nach oben.

Eine Pflanze ist beim Umtopfen abgebrochen – habe die Wurzel trotzdem eingesetzt und ihr gut zugeredet – Erfolgsaussichten jedoch (nach bisheriger Erfahrung) gering – Mimöschen sind sie…

Die Spitze einer Pflanze „abzuernten“, habe ich mich noch nicht getraut – erstmal schaun, wie die über den Winter kommen – falls bis nächstes Jahr mehrere Pflanzen kräftig weiterwachsen, wird das die nächste Etappe… 😉

Euer Gärtner Lucky.


14 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  2. Danke für die schöne interessante Dokumentation.
    Bei uns haben sich die Samen nicht in die Welt getraut…………………

    Gefällt 2 Personen

  3. Hat dies auf Manfred O. rebloggt.

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  4. Pieter sagt:

    Gratuliere, bin schon gespannt wie groß die alle werden.
    Bei mir wars heuer nichts mit erfolgreich gärtnern. Tomaten sind allesamt seltsam gewachsen, Paprika ging erst garnicht an hatte dann soviel Blattläuse dass ich ohne spritzen nicht auskam. Hab sie alle dann doch entsorgt, kein Geschmack. Gurken bekamen Mehltau, also auch weg damit. Einzig Buschbohnen und Feuerbohnen waren ok, aber auch nicht umwerfend.
    Auf ein neues nächstes Jahr.

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  5. inge09 sagt:

    die gehen immer ein, egal was man macht.

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  6. Oh, Pieter, wie schade, dass es bei Dir so unglücklich zugegangen ist…

    Ich kann da genau in diesem Jahr andersherum als bei Dir von großer toller Ernte erzählen.

    Knapp zwei Zentner Kartoffeln , fünf verschiedene Sorten,
    Möhren ohne Möhrenfliegenbewohner bolzgerade und kräftig,
    gelbe und grüne Bohnen (leider viel zu wenig gesetzt, so gerne wie wir Bohnen essen 🙂 )
    Lauch, der immer noch draußen steht, supertolle Fenchel, Mangold in Fülle,
    Hokkaido massig, Gurken, mittlerweile in Gläsern (25),
    Sellerie, der auch noch draußen steht, große schöne Knollen,
    ungezählte Kilo diverse Sorten Tomaten, die zusammen mit Paprika und Pepperoni im Folienhaus gewachsen sind.
    Der Neuseeländer Spinat erobert außerdem den ganzen Garten, genauso die wilden Erdbeeren.

    Ohne sie gesät zu haben, sind Physalis in unseren Garten gekommen (vermutlich über den Kompost, da wir ab und zu welche gekauft hatten) und erfreuen uns täglich gemeinsam mit den Herbsthimbeeren.
    Weintauben haben wir in rot, weiß und rose während unser Traubenfastenkur für drei Wochen genossen,
    nun sind sie alle weg…………….
    Die Zwetschgen und die Kirschen haben es in diesem Jahr schwer gehabt, da gab es für uns keine Ernte.
    Dafür hat der Hasel und mit Nüssen beglückt.
    Die vielen Kräuter, Salate und Blumen wünschen gerade auch, erwähnt zu werden. Und ebenso die kleine Sauerkirsche, die Schlehe und der Weißdorn…und gerade melden sich noch die längst abgeernteten Johannisbeeren, rot und schwarz, die Josta und die Stachelbeeren……meine Güte….

    So.
    Das war ein Angeberbeitrag von unseren fleißigen Gartenwesen,
    angeregt durch Luckys Moringazucht und Pieters diesjähriges Trauergärtchen………..
    Pieter, im vorletzten Jahr war es uns ebenso gegangen wie Dir.
    Du siehst: es kann besser werden 🙂 🙂

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  7. Pieter sagt:

    Wau Petra das ist ja sagenhaft, ich könnt glatt neidisch werden. Ich glaub ich hab aber ein paar gravierende Fehler gemacht. Die Tomaten hatten viel zuviel Wasser, meine automatische Bewässerung hats zu gut gemeint und ich hab viel zuenig kontrolliert weil ich mit meiner Antennen Anlage beschäftigt war. Auch die Erde hab nicht sorgfältig gemischt. und hab diesmal noch nicht fertige Terra Preta verwendet und auch kein EM hergestellt.
    Das rächt sich, ich wüsst sonst keinen Grund, denn meine Treibhäuschen sind alle gut kontrolliert und im Freien hab ich nichts. Wenn meine elektronik heuer endlich steht und ich den Saustall in meiner Hütte beseitigt habe, dann ist nächstes Jahr wieder frei fürs gärtnern, schaff aber alleine nicht soviel .
    So ists jedenfalls angedacht, man weiß ja nie.
    Danke für den Bericht, spornt mich wieder an 🙂

    Gefällt 1 Person

  8. luckyhans sagt:

    @ PvH:
    „Bei uns haben sich die Samen nicht in die Welt getraut“ –
    habt ihr die (dunklen) Samen vorsichtig von ihrer dunklen Hülle befreit? Daß sie dann fast weiß waren?
    Sonst keimen sie nicht…

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  9. luckyhans sagt:

    @ Pieter:
    Da siehste mal, wie unterschiedlich die Gartenergebnisse sein können, obwohl wir doch nun nicht sooo weit auseinanderliegen… Tomaten bei uns auch seltsam, fast Totalausfall, Gurken im (neuen selbstgebauten) Hochbeet erstklassig, wie auch Zucchini; Bohnen dagegen fast nix, Kartoffeln auch nix, ebenso Kirschen und Birnen; Äpfel wenig und fast alle madig, Pfirsiche wenig und mit Flecken. Bei Beeren war’s eine durchschnittliche Ernte, jetzt nur noch Gojis in Fülle (alte Sträucher) täglich frisch – hmmm… 😉

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  10. Till sagt:

    Bei uns haben wir festgestellt, das dieses Jahr weniger Obst dran ist, aber das was dran ist, größer als sonst geworden ist. Die Äste unsere kleinen Apfelbäume, weil erst 5 Jahre alt, krümmen sich unter der Last der großen Äpfel. Was mich erstaunt hat, war die gewachsene Höhe der sonstigen Planzen, wie Heckengewächse…unsere Berberitze und Feuerdorn sind fast die doppelte Höhe als sonst in diesem Jahr gewachsen. Derzeit leidet alles, seit 5-6 Wochen kein Regen. Natürlich wässern wir, aber das ist nur der berühmte Tropfen.

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  11. Für die europäische Kälte ist Luckys Rezept mit dem Knacken der Samen hilfreich. Wenn ich dort leben müsste würde ich:
    Im Sprossentopf keimen lassen und die Sprossen samt Samen futtern. Herrlich frischer Meerittichgeschmack! Ist von den Inhaltsstoffen nahe dem großen, erwachsenen Baum in den heißen Anbau-Ländern. Ansonsten außer im Sommer ins Minifolienzimmerzelt, zuzüglich tagsüber Halogenanstrahlung. Draußen Sommers auch nur Gewächshaus mit vielen schwarzen Wärmespeichersteinen. Hilft die Nachtkühle zu mildern . . .
    Das mit dem Sprossendauertopf ist aber die wohl bequemste Lösung, täglich frisch zu mampfen. Ich meine, Thomram kann ganze Tonnen von Samen verschicken. Sogar zuvor Geknackte im Brief. 365 Samen pro Jahr sind sicher auch bezahlbar. Übrigens ess ich auch die nichtgekeimten Körner nach 7- 8 Tagen. Das natürlichste Zartbitter-Antibiotikum der Welt . . .

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  12. Bin erst sehr spät an diesen Beitrag gekommen, ist bei den vielen vielen Abonnements wohl untergegangen 😦 Aber nun wurden einige Mitlese Abo’s bis auf Weiteres ausgesetzt und nun darf ich an dieser Fülle an wunderbaren Dingen teilhaben.
    Freue mich mit Euch über all das was so gut gewachsen ist….
    Freue mich auch darauf irgendwann selbst wieder säen, pflanzen und ernten zu können.

    Unsere Mutter hatte den grünen Daumen, sie hat zwei Drittel des Gartens und des unteren Terrassenabhangs selbst bepflanzt, da das Geld dazu fehlte es zu kaufen.
    Hat alle Nachbarn gefragt ob sie ihr Ableger geben.
    Auch die Hecke wurde so gesetzt.

    Ich hoffe ich hab von der Mutti was abbekommen an grünem Däumchen.

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  13. Dude sagt:

    Chapeau! @Hans

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