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Luckys Märchenstunde / Zeitalter der Versuchung

Es war einmal, vor langer langer Zeit – genauer: es ist schon über 50 Jahrhunderte her – da versammelte sich der Rat der Weisen des Planeten GA zu seiner turnusmäßigen Beratung.

Die Weise TI und der Weise BE äußerten sich gemeinsam:
„Ihr alle wißt es – das Zeitalter des ungetrübten Glücks für uns Menschen geht zur Neige – wir treten in das Zeitalter der Versuchung ein. Laßt uns Wege der Gestaltung finden.“

Darauf erhoben die Weise AN und der Weise NU ihre Stimme:

„Wie sollen wir die Menschen in Versuchung führen? Ihr Wesen ist hell und rein, sie sind in engem Kontakt mit Mutter Natur und Vater Sonne, ihre Gedanken sind schnell und klar, ihr Charakter voller Mut und Edelmut, die Liebe ist ihr Leitbild in jeder Handlung; sie sind ständig in schöpferischer Bewegung und gestalten ihr Paradies hier auf GA.
Gesang und Tanz sind ihre regelmäßigen Freuden, gemeinsames Leben in der Familie, der Sippe und der Dorfgemeinschaft die Garantie für langfristige Stabilität. – Das wird ein hartes Stück Arbeit, diese Menschen zu verführen.“

Nun antworteten die Weise NA und der Weise KI:

„Die Zeit wird uns helfen, und die kosmischen Erschütterungen – laßt uns möglichst viele Möglichkeiten finden, die Menschen zu versuchen.“

Nach reiflicher Überlegung beschlossen die Weisen, daß sie, wie gewohnt paarweise, Versuchungs-Konzepte erdenken und beim nächsten Rat vorstellen wollen.

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Zur nächsten Ratsversammlung wurden also nacheinander, hier nur in Kürze und schematisch dargelegt, folgende Ideen präsentiert.

Zuerst traten die Weise SE und der Weise MO vor.

„Wir schlagen vor, die Menschen in ihrem Stolz zu versuchen. Dazu verkünden wir, daß sie die auserwählten Wesen seien und alle anderen Wesen ihnen zu dienen hätten.
Damit das auch richtig wirksam ist, sollen sie die anderen Wesen belügen und betrügen dürfen, ohne dafür die Folgen tragen zu müssen – nur für ihresgleichen sollen weiterhin die ein paar ethische Regeln gelten – auf 10 einfache Verbote abgeschwächt.
Die Menschen sollen sich als etwas Besseres fühlen, und alle Wesen und auch die Natur sollen sie sich unterordnen wollen – falls diese nicht willens sind, dann dürfen die Menschen ihren Zorn an ihnen auslassen.“

Jetzt waren die Weise Ha und der Weise ME an der Reihe:

„Unsere Idee ist es, die Menschen sanft zu verführen – sie sollen einige natürliche Grundregeln behalten dürfen, damit sie die neue Lehre leichter annehmen – einige Übertretungen, wie Diebstahl und Zinswucher, sollen verboten sein und sehr streng geahndet werden – dagegen soll das Kapitalverbrechen der Vielweiberei ohne Folgen bleiben.
Außerdem soll den Menschen vorgegaukelt werden, daß sie nicht wie bisher ihr Paradies hier auf GA haben, sondern daß es auf sie nach ihrem Ableben in einer „höheren Sphäre“ wartet – mit reizvollen Jungfrauen oder frischem Obst im Überfluß – so soll die Ehrfurcht vor dem Leben aberzogen werden.“

Dann kamen die Weise SU und der Weise JE an die Reihe:

„Man kann auch den Menschen ihren Stolz rauben, indem wir ihnen eine nicht zu tilgende „Schuld“ suggerieren. Sie sollen Sklaven sein und sich dabei noch gut fühlen. Ihr höchstes Ziel soll es sein, anderen zu dienen, dabei nicht nachzudenken was richtig oder falsch ist, und nur noch möglichst ärmlich und auch geistig verarmt ihr Leben zu fristen. Wenn sie auf die eine Wange geschlagen werden, sollen die die andere hinhalten. Liebe soll als bedingungslose Unterordnung mißverstanden werden.“

Nun traten die Weise AN und der Weise NU vor:

„Unser Gedanke ist, die Menschen mit vielen völlig widersprüchlichen Regeln zu konfrontieren, auf daß sie die geistige Orientierung verlören und vergessen, weshalb sie hier auf GA sind, sowie sich in Ritualen ergehen, die ihren Sinn, ihre Verbindung zur Natur verloren haben.
Damit das Ganze stabil bleibt, wollen wir die Menschen rigoros in Gruppen trennen, zwischen denen jegliche Kontakte strengstens verboten sind.“

Und auch die Weise NA und die Weise KI kamen noch mit einem Konzept:

„Die Menschen sollen dazu verführt werden, ihr jetziges Leben als einzigartig anzusehen, als einzige Chance, ihre Bedürfnisse auszuleben – das „Rad der Leben“, die Reinkarnation, soll aus ihrem Gedächtnis verdrängt werden – so wird ein zutiefst materiegebundenes Denken und Handeln hervorgerufen – Geiz, Gier und Neid werden die bestimmenden Faktoren im Zusammenleben sein – die Ellenbogen werden im Umgang miteinander die Stelle der Fingerspitzen einnehmen.“

Auch TI und BE brachten noch eine eigene Idee vor, die Menschen dergestalt zu verwirren, indem sie einem extrem hohen Ziel, einem fernen Zustand der allseitigen Zufriedenheit zustreben sollten, der sie angeblich auf ein höheres geistiges Niveau führen würde – weg vom Paradies auf GA und seinem real zu schaffenden und zu lebenden Glück.

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Nach sorgfältigem Nachdenken kamen die Weisen zum Schluß, daß alle diese Konzepte noch zu einfach und zu durchsichtig seien, und sie bezweifelten stark, ob es so gelingen würde, die Menschen zu versuchen und von ihrem reinen Weg abzubringen.

Also befanden sie, daß die Konzepte alle nicht nur zwischen den Menschen und den anderen GA-Wesen (Elfen, Gnome, Baumwesen, Tiere, Pflanzen, Kristalle etc.) gelten sollten, sondern es sollten Trennungen auch zwischen den menschlichen Rassen und Völkern, zwischen den Geschlechtern, den Alten und den Jungen sowie nach jeglichen anderen Kriterien möglich sein.

Und sie befanden, daß eine Vermischung der Konzepte, da wo möglich, durchaus den Zweck besser erfüllen könnte. Auch sollten keinesfalls Widersprüche fehlen, damit die Menschen mit etwas gutem Willen die Verlogenheit aller Konzepte erkennen können.

Dafür sollten jegliche Abarten dieser Ideen sich auch in eigenständigen kleinen Gruppierungen manifestieren können, wo die Menschen jeweils ihrem örtlichen kleinen Führer, Gu-ru genannt, folgen dürften.

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Vor allem aber legten sie fest, daß für fast alle Konzepte eine übergeordnete Wesenheit zu erfinden sei, welche in dieser oder jener Form, jeweils leicht unterschiedlich, zu implementieren ist und die als Lenkungs- und Steuerungsmittel dient, um Widersprüche zeitweilig zu überdecken und eine allgemeine Unterordnung der Menschen unter alle Konzepte und deren Verkünder zu gewährleisten.

Und auch für eine Lehre, die sich scheinbar gegen diese übergeordnete Wesenheit wenden sollte, wurden noch einige Ideen eingebracht – so sollten nur rationale Überlegungen und reine experimentelle Nachweisbarkeit als einziges „Kriterium der Wahrheit“ dienen – alles was auf Spiritualität hinwies, sollte einfach dogmatisch hinweggefegt werden – und alles was nicht in die derzeit gültigen Ansichten und Theorien paßte, sollte ignoriert oder mit allen Mitteln bekämpft werden.

Durch all diese Irrlehren sollten die Menschen daran gewöhnt werden, nicht mehr ihrer natürlichen inneren Steuerung aus Verstand, Instinkt, Intuition, Inspiration und Liebe zu vertrauen, sondern sie sollten in einen mystischen Glauben verfallen, auf daß sich die starke Verbindung zu Mutter Natur und Vater Sonne löse und die Menschen von außen steuerbar würden.

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Und so erdachten die Weisen einen ganzen Komplex von Versuchungen, Irrungen und Wirrungen, um der kosmischen Aufgabe gerecht zu werden. Denn allzu stabil und unerschütterlich waren die Menschen in ihrem Glück.

Und die Weisen scharten um sich Schüler für ihre neuen Lehren, und diese zogen dann aus in alle Himmelsrichtungen, auf daß sie zu Verkündern eines neuen Heils werden.

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Und wenn sie nicht gestorben sind, dann ziehen sie noch heute…

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Tja, das ist aber nicht das Ende unseres Märchens.

Denn die Menschen ließen sich viele Jahrhunderte lang so wenig auf die neuen „Heilslehren“ ein und kamen nicht in Versuchung, so daß eine kosmische Katastrophe her mußte: ein kleinerer Himmelskörper wurde auf die GA-Umlaufbahn geschickt und kollidierte mit dem Planeten.

Dabei wurde GA natürlich nicht vollständig zerstört, aber genau das geistige Zentrum des Planeten, „heiliges Land“ genannt, wurde in eine trostlose Wüste verwandelt und alle Weisen das Rates sowie deren beste Schüler und Nachfolger kamen dabei um.

Nur so konnte es geschehen, daß der ursprüngliche höhere Sinn dieser weisen Konzepte verloren ging, und die Menschen durch die wortgewaltigen Agitatoren immer tiefer in die Abgründe des Glaubens hineingezogen wurden – die Konzepte wurden Selbstzweck und, nach und nach, bloßes Machtinstrument.

Als neue „Weise“ traten jetzt die Priester der Konzepte auf, deren Trachten es nur noch war, die Menschen noch tiefer hinab in die Versklavung zu drücken und damit ihre Macht zu festigen. Sie ließen die Menschen in tiefem Unwissen, enthielten ihnen die Lehren der Ahnen vor und vernichteten weitgehend das traditionelle Denken.

In Kunst, Kultur, Literatur, Philosophie und allen anderen Bereichen menschlichen Lebens wurden nur noch „Lehren“ zugelassen und verbreitet, die auf die eine oder andere Weise in die Herrschaftskonzepte der Priester paßten – alles irgendwie abweichende wurde unterdrückt, verfemt, dem Vergessen anheim gegeben.

Die Priester benutzten weltliche „Herrscher“ als „Sichtschutz-Vorhang“ und ließen diese als äußerlich „Mächtige“ erscheinen – in Wirklichkeit wurde die gesamte Menschheit in ihrem Abstieg von den sog. „Hohepriestern“ gesteuert – auch später, als scheinbar die „Herren des Geldes“ die Rolle der Machthaber übernommen hatten und ein weiterer Vorhang des Scheins mit Hilfe von willfährigen Schwatz-Marionetten zwischen Volk und Priester-Macht vorgezogen worden war.

Und die Menschen ließen sich tatsächlich von den Irrlehren einfangen. Sie verloren ihre Verbindung zur Natur und ließen sich einreden, daß sie nicht hier auf GA ihr Paradies finden sollten, sondern IRGENDWO – in einer anderen Welt, auf einer anderen Ebene, in einer anderen Dimension – egal: WOANDERS.
In den folgenden Jahrhunderten der systematischen Lüge wurden sie so daran gewöhnt, fremden Menschen und Gedanken mehr zu vertrauen als sich selbst und ihren eigenen.
Und so kamen sie immer weiter fort von ihrem natürlichen Leben und ihrem Glück – und sie nannten das „Fort-Schritt„…

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Ende schlecht – alles schlecht?

Nun, es wäre kein Märchen, wenn nicht eine optimistische Perspektive am Horizont erschiene.

Denn das Zeitalter der Versuchung geht nun wieder zu Ende und es beginnt ein neues Zeitalter des ungetrübten Glücks.

Zwar wird es einige Zeit dauern, bis die Menschen ihre Verstrickung in die erdachten Konzepte erkennen und sich aus den Fängen des blinden Glaubens gelöst haben werden – und dann wieder in ihre eigenverantwortliche, selbständige und ungebundene Denk- und Verhaltensweise zurück gefunden haben werden.

Aber der Kosmos unterstützt diesen Prozeß mit seinen veränderten Schwingungen – und wenn es sein soll, auch wieder mit entsprechenden Einflüssen – der aktuelle Zyklus der Sonnenaktivität ist schon deutlich verlängert, und die Menschen kommen langsam wieder in sinnvolle Bewegung.

Und weil sie nicht gestorben sind, werden sie auch morgen noch leben… 😉


6 Kommentare

  1. Avatar von Senatssekretär FREISTAAT DANZIG Senatssekretär FREISTAAT DANZIG sagt:

    Hat dies auf Aussiedlerbetreuung und Behinderten – Fragen rebloggt.

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  2. Avatar von Thom Ram thomram sagt:

    Ausgezeichnet, Lücki

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  3. Avatar von Vollidiot Vollidiot sagt:

    Luck

    ..es beginnt ein neues Zeitalter des ungetrübten Glücks.
    Das setzt Du so ab.
    Gibt es da Erläuterungen dazu?

    Das Gras ist verdorret
    und die Blume abgefallen……………..

    So ist es – immer wieder.
    Was kommt nach dem jetzt anbrechenden Zeitalter des ungetrübten Glücks?
    Fragt Ketzer G.V. Vollidiot.

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  4. Avatar von luckyhans luckyhans sagt:

    @ Volli:

    Ist halt nur so ein komisches Märchen – die sind selten wahrer als andere Geschichten…
    Aber wie wär’s, wenn wir einfach mal unsere Gedanken schweifen lassen – in diese oder jene Richtung – Gras verdorrt, Gras wächst wieder…

    Vielleicht kommt in 25600 Jahren ja wieder ein Zeitalter der Versuchung – wer weiß… aber bis dahin könnten wir doch erstmal unser „ungetrübtes Glück“ gestalten, oder? Was halt ein/e jede/r darunter so verstehen mag…

    Oder weiter ketzen… 😉

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  5. Avatar von heureka47 heureka47 sagt:

    Der wahrhaft erwachsene Mensch ist nicht so – schlimm – verführbar, wie es dem „zivilisierten“ Menschen widerfahren ist – wie es in den Heiligen Schriften in der Sprache Gottes dargestellt wird.
    Es war ein NICHT wahrhaft erwachsener Mensch, der so verführbar war – bzw. ursprünglich eine Gruppe solcher Menschen; evtl. eine Sippe, ein Stamm, ein Volk.
    Und wie konnte es geschehen, daß eine solche Gruppe von Menschen nicht wahrhaft erwachsen war?
    Durch eine KOLLEKTIVE TRAUMATISIERUNG. Vermutlich infolge einer größeren Naturkatastrophe.

    Aus ein solchen kollektiven Traumatisierung vor 15.000 oder 20.000 oder auch 40.000 oder 60.000 Jahren entstand die „Kollektive NEUROSE“, wie die Wissenschaft (Soziologie) die kollektive psychische Störung der zivilisierten Gesellschaft heute nennt. Es wird nur kaum darüber geredet.

    Und: Die allermeisten Wissenschaftler – und sonstigen Menschen, die davon wissen – können die wahre Schwere / Tragweite der Kollektiven Neurose nicht erkennen. Denn die Neurose trennt die Menschen von ihrem Erwachsenen-Bewußtsein, dem „Höheren / wahren Selbst“, der Seele, dem „erkennenden Bewußtsein“ bzw. „dritten Auge“.

    Da liegt der Grund für die Verführbarkeit. Es ist eine KRANKHEIT. Und zwar die schlimmste Krankheit, die überhaupt vorstellbar ist. Weil sie den Menschen von der HEIL-Kraft / Selbst-Heilungs-Kraft (ab-)trennt.

    DENNOCH ist (die) grundlegende Heilung in jedem Einzelfall möglich: Indem der Befallene die (Ab-)Trennung überwindet.

    Die Schritte dazu habe ich veröffentlicht im Text „Wahre Heilung“; nachzulesen auf meiner HP http://www.Seelen-Oeffner.de.

    Herzlichen Gruß!
    Wolfgang Heuer
    Projekt Seelen-Oeffner

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  6. Avatar von Cimi Cimi sagt:

    Lieber Wolfgang, ich bewundere deine Unermüdlichkeit und danke dir dafür 🙂

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