Michael Kent: Ueberleben.
Steigen wir direkt ein:
Todesregel für Aufklärer Nr. 1: Etwas zwanghaft stoppen!
Der Punkt, an dem jemand durchdreht, lässt sich exakt be- stimmen. Es ist der Punkt, wo jemand beginnt, etwas zwang- haft zu stoppen.
Entdecker, Genies, Erfinder und Aufklärer erfahren natur- gemäß Anfeindung, fordern Widerspruch heraus oder se- hen sich gar mit rechtlichen Konsequenzen konfrontiert. Werden die Angriffe zuuu schlimm, kann jemand da- durch in die größte aller mög-
lichen Fallen treten und begin- nen, sich auf diese Anfeindun- gen zu konzentrieren, anstatt auf sein eigentliches Anliegen. Er kann sich z.B. so ungerecht behandelt fühlen, dass er sein Hauptaugenmerk darauf rich- tet, die Ungerechtigkeit zu stop- pen – und je mehr er sich da- rauf konzentriert, desto fixier- ter kann er dabei werden, des- to mehr Zwanghaftigkeit kann sich einschleichen.
Beispiel: Dem kleinen Ingeni- eur Müller beim großen Auto- mobilkonzern gelingt ein Durchbruch, er steht davor, Reifen zu entwickeln, deren Profil 300.000 Kilometer hält.
Vor seinem geistigen Auge sieht er sich bereits als Chefin- genieur mit Ehrentitel, Aus- zeichnungen und 280.000 Eu- ro Jahresgehalt. Um seine Ent- wicklung jedoch zur Serienrei- fe zu bringen, benötigt er eine eigene Abteilung und ein paar hunderttausend Euro For- schungsmittel. Das Konzern- management jedoch – sich des drohenden Konflikts mit der Reifenindustrie und der Werk- stättenlobby bewusst – geneh- migt diese Mittel nicht und ver- setzt Müller statt dessen „si- cherheitshalber” auf einen ganz anderen, niedrigeren Pos- ten. Anstatt sich nun weiter um die Verwirklichung seiner
Michael Kent, 10.11.2004
ÜBERLEBEN ALS AUFKLÄRER IM
»DSCHUNGEL ERDE«
Die aktuellen Geschehnisse um Martina Pflock, Dr. Hamer und Dr. Matthias Rath haben bei vie- len Depeschenbeziehern Besorgnis ausgelöst. Legten diese Fälle doch irgendwie nahe, dass es in unserer Pseudodemokratie jeden erwischen kann, sobald er eine gewisse Größe bzw. Zuhö- rerschaft erreicht. Glücklicherweise jedoch gibt es einige praktisch anwendbare Grundregeln, deren Kenntnis bzw. Anwendung das Risiko vermindern kann, in die Vernichtungs- bzw. Zer- mürbungsmühlen des Establishments zu geraten. Während natürlich keine Garantie für abso- lute Sicherheit besteht, gibt es doch gemeinsame Nenner, die sowohl bei denjenigen zutreffen, die es erwischt hat als auch bei jenen, die ihre Arbeit nach wie vor fortführen.
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Idee zu kümmern, richtet Mül- ler – und das ist die Falle – sei- ne Aufmerksamkeit auf die Be- kämpfung des – seiner Mei- nung nach – bösen Manage- ments. Als Reaktion darauf schreibt er giftige Briefe, schickt anklagende Memos durch die Firma, verteilt Hand- zettel vor den Werkstoren. Das bringt ihm – natürlich – seine erste und zweite Abmahnung ein, woraufhin er einen Rechtsanwalt einschaltet und kämpft usw. Alles dreht sich alsbald nur um seinen Kampf!
Er hat sich aufs Stoppen kon- zentriert (die Ungerechtigkeit stoppen), anstatt darauf, seine Idee weiterzuverfolgen, weiter zu forschen, zu kreieren. Und ab da passiert etwas Entschei- dendes: Sämtliche Menschen in Müllers Umgebung, die sich seinem Kampf nicht anschlie- ßen bzw. nicht anschließen möchten, mutieren – in seinen
Augen – zu seinen Feinden: Die ehemaligen Kollegen, die Mül- ler zwar verstehen, aber ihren Job behalten wollen, die Freunde am Stammtisch, die genervt sind, dass Müller nur noch ein Gesprächsthema hat, selbst die Ehefrau, die meint: „Schatz, nimm das doch nicht sooo wichtig!”
Das Ende vom Lied: Müller wird gefeuert. Doch nicht nur das: denn damit Müller seine Erfindung nicht im Rahmen ei- nes Konkurrenzkonzerns zur Serienreife bringen kann, wird vorsorglich schwarze Propa- ganda bei den Personalabtei- lungen der Konkurrenzunter- nehmen über ihn verbreitet. Egal, wo er sich auch bewirbt, er findet keinen neuen Job.
Er ist bald dazu gezwungen, seine Ersparnisse zu plündern, nicht aber, um seine Reifen weiterzuentwickeln, sondern
um seinen Kampf gegen seinen früheren Arbeitgeber weiter- zukämpfen. Er stellt trotzig ei- ne Seite ins Web, schreibt be- leidigt ein Buch über sein Schicksal, versendet Rund- emails – und findet Anhänger, die denken wie er, die gegen etwas sind oder versuchen, Unrecht zu beseitigen!
Müllers Zwischenbilanz: Job verloren, Ersparnisse aufge- braucht, Haus verkauft, Schul- den gemacht, Ehefrau davon- gelaufen, Reifenprojekt immer noch unverwirklicht.
Im Zeitalter des Internets fin- den sich zahlreiche Mitstrei- ter, private Geldgeber, bilden sich Stammtische, und zwi- schendurch leuchtet ein Sil- berstreifen am Horizont – scheinbar, denn während es nach außen hin so aussieht, als wolle Müller neue Reifen auf den Markt bringen, will er in Wahrheit etwas ganz anderes: er will Vergeltung, will das Un- recht, das ihm widerfahren ist, rächen, kurzum: er will etwas zwanghaft stoppen!
Tatsächlich aber möchte er aber nur etwas stoppen, das sich in seinem Kopf befindet, will er von seinem seelisch- mentalen Konflikt erlöst wer- den, will er, dass sein einstiger Brötchengeber zu ihm kommt und sich entschuldigt: „Mül- ler, wir haben Ihnen Unrecht angetan!” Würde das passie- ren, dann würde Müller au- genblicklich zusammenfallen, wie ein Kartenhaus.
Doch nun hat er etwas angelei- ert – und was ist dabei seine größte Angst? Natürlich, dass ihm einer seiner neuen Freun- de in den Rücken fällt!
Je stärker ein Aufklärer gegen ihm angetanes Ungerechtigkeit ankämpft und es zu beseitigen versucht, desto mehr kommt er von seiner ursprünglichen, leuchtenden Idee ab, desto mehr WIRD er, was er bekämpft, desto missmutiger wird er. Die größte Falle dabei lautet, von einem Zustand des Erschaffens in einen Zustand des Verhinderns, des Stoppens, des Bekämpfens zu geraten!! Aufklärung ist eine leichte, fröhliche Sache. Je massiver, schwerer sie wird, desto weiter ist man vom Weg abgekommen!!
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Wer das Internet nach dem Stichwort „Freiheitskämpfer” absucht, findet praktisch seiten- weise nur Waffen, Flugzeuge, Panzer, Guerillas, Streit, Schlacht, Mord und Totschlag. DAS ist die Falle, in die der Mensch getreten ist. Freiheitskampf wurde für ihn zum STOPPEN von Unterdrückung, zum Verhindern usw. Was lernen wir daraus? Wer wirklich Zustände verbessern will, richte sein Augenmerk auf das Kreieren, aufs Erschaffen, aufs Schöpferi- sche, wenn einen auch noch so viele Versuchungen dazu einladen mögen zu kämpfen!
trauen, mit Argwohn(1) begeg- nen, ihnen keine Verantwor- tung übertragen, sie vielleicht sogar ruinieren oder ihnen – auf Wahnvorstellungen beru- hende – Prozesse anhängen!
Die Zahl derer, die so jemand mit sich in den Abgrund zieht, ist oft immens. Und wer oder was war Adolf Hitler? Auch er war davon besessen, das Deutschland mit dem Vertrag von Versailles zugefügte Un- recht wieder gutzumachen. Das war SEIN Kampf! Und wie er ausging – wie er ausgehen musste – wissen wir heute alle!
Ich könnte Ihnen nun auf An- hieb 20 Namen aus der Aufklä- rungsszene nennen, die in ge- nau diese Falle getreten sind, Menschen, die von Monat zu Monat unmöglicher werden, aggressiver, die mit Leiden- schaft ehemalige Weggefähr- ten bekämpfen. Und würde ich diese Namen nennen, wäre damit keine Anklage verbun- den, keine Beschuldigung, le- diglich eine gewisse Trauer.
Aus diesem Grund ist es wich- tig, dass wir nicht blind neue Denkmäler oder Götzen an- himmeln, sondern wir uns auf die Sache konzentrieren. Un- terstützen wir also nicht „Mis- sionen”, sondern fördern wir einfach die Verbreitung von an- wendbarem Wissen oder un- terstützen Mitmachaktionen, die uns sinnreich erscheinen. Und damit wären wir beim zweiten Punkt.
(1) Argwohn: (ahd. argwan, eigentlich „ar- ger Wahn”): seelische Einstellung, Nei- gung, hinter dem Tun oder dem Verhalten eines anderen eine gegen die eigenen In- teressen gerichtete, feindselige oder un- redliche Absicht zu vermuten; Misstrauen, Verdacht, schlimme Vermutung.
Und selbstverständlich werden sich speziell solche Leute um ihn scharen, die wie Freunde aussehen, aber nur an seinem Patent interessiert sind, Spione der Industrie, die darauf war- ten, bis seine Reifen fertig sind, damit sie sich das Patent unter den Nagel reißen und es ver- schwinden lassen können. Da- her darf Müller niemandem trauen, kann nichts abgeben oder loslassen – natürlich be- kommt er seine Entwicklung nicht fertig, da er sich laufend um alle Kleinigkeiten selbst kümmern muss.
Kurz nachdem Müller seine Reifen mit Hilfe von Hundert- tausenden vertrauensvoll gege- benen Spenden schließlich doch zur Serienreife bringt und zu vertreiben versucht, überrascht ihn „Machelin” mit der Markteinführung eines identischen Modells. Nun glaubt Müller, dass „Machelin”
ihm sein Patent gestohlen hat. Die Welt steckt voller Lügner und Betrüger. Natürlich ent- lässt Müller sogleich alle Mit- arbeiter, die jemals Machelin- reifen gefahren haben!
Aus einem einzigen Feind, den Müller zwanghaft zu stoppen versuchte, wurden am Ende „alle Leute”: alle sind schlecht, jeder hat etwas mit seinem ehe- maligen Arbeitgeber oder mit „Machelin” zu tun! Und jene, die noch normale Reifen be- nutzen, „sind die schlimms- ten”, denn „sie fördern durch ihre Dummheit das Macht- system der Reifenlobby”.
Die wenigen wahren Freunde, die Müller weiter treu zur Seite stehen, die kleinen Heinzel- männchen, die still und emsig im Hintergrund an der Förde- rung seiner (Reifen-)Idee ar- beiten, wird Müller nicht mehr erkennen, wird ihnen miss-
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Todesregel Nr. 2: Absoluter Alleingültigkeitsanspruch.
Es gibt einen Unterschied zwi- schen jemandem, den ich ei- nen verbissenen Missionar oder Eiferer nennen will und je- mandem, der ein aufrichtiges Aufklärungsansinnen verfolgt.
Beleuchten wir dazu die Her- kunft des interessanten Wortes „Eifer”: Unter dem Begriff wird heute meist ein „ernsthaftes Be- mühen” oder ein „leiden- schaftliches Verfolgen eines Zieles” verstanden. Ursprüng- lich (vor Martin Luther, um ge- nau zu sein) verstand man un- ter darunter aber etwas ganz anderes, denn das Wort leitet sich von „eibar/eivar” ab, was „scharf, bitter, widerwärtig, heftig, herb” bedeutete, im Sin- ne des heutigen Sprachge- brauchs von „Erbitterung” und „Bitterkeit”. Ursprünglich war „yfer” die „Eifersucht” und un- ter dem Verb „eifern” verstand man „heftig und mit blinder Leidenschaft für oder gegen et- was sprechen”, was früher gleichbedeutend mit „eifer- süchtig sein” war und einen ta-
delnden Beiklang hatte, denn „Eifersucht” ist das „kranke Streben nach Alleinbesitz”.
Aufklärung hingegen bedeu- tet: jemandem (frei von eige- nen Vorteilen) Kenntnisse und tiefere Einsichten zu vermit- teln. Das Wort stammt aus der Seemannssprache und bedeu- tete ein Aufklaren, also freund- licher werdendes, aufhellen- des Wetter; später dann auch übertragen gebraucht als ein Aufhellen des Gemüts. Und hieraus ergibt sich der sicht- barste Unterschied zwischen einem Eiferer und einem Auf- klärer: denn während Sie sich im Kontakt mit einem Eiferer unwillkürlich schlechter füh- len, beschert einem wahrhafte Aufklärung unwillkürlich ein gutes, eben klareres Gefühl.
Der christliche Eiferer ver- sucht, Menschen zu seinem Glauben zu bekehren, ver- sucht also, sie zu besitzen, während der Aufklärer nützli- ches Wissen zu den Menschen bringen möchten, damit es ihnen besser gehe.
Seit Anbeginn der Geschichte finden wir Eiferer und Aufklä- rer in jedem erdenklichen Be- reich. Heute nicht anders. Auch in der Neuen Medizin (NM) gibt es sie: Die Eiferer, die versuchen, Menschen zur NM zu bringen und die Aufklärer, die den Nutzen der NM zu den Menschen bringen!
Erkennen Sie den Unter- schied? Der Eiferer möchte Menschen zu einer Sache brin- gen, der Aufklärer möchte die Sache zu den Menschen brin- gen! Und ob es ihm bewusst ist oder nicht, strebt der Eiferer an, dass es ihm selbst besser ge-
he, während der Aufklärer möchte, dass es dem anderen besser gehe.
Wenngleich dies in Buchsta- ben und Worten ähnlich aus- sieht, stellt es in der Praxis des Lebens einen maximalen Un- terschied dar: denn der Auf- klärer vermag es mit Gelassen- heit hinzunehmen, wenn Men- schen das angebotene Wissen nicht annehmen können oder möchten (er überlegt sich höch- stens, ob er Fehler gemacht hat bzw. besser werden könnte), ihm macht es nichts aus, wenn Menschen außer dem angebo- tenen Wissen auch noch ande- res gelten lassen (im Gegenteil, es ist das, was er begrüßt), der Eiferer hingegen mag „keine an- deren Götzen neben sich” er- dulden, sieht in jedem, der sein Wissen nicht annehmen möchte oder anderes Wissen gelten lässt, einen Feind.
Wenngleich auch der Aufklä- rer naturgemäß (beim heutigen Zustand der Menschheit) leicht enttäuscht oder entmu- tigt werden kann, vermag er aber sein Feuer wieder zu ent- zünden. Er erholt sich schnell. Der Eiferer hingegen gerät sehr leicht in eine Falle, aus der es kein Entrinnen mehr gibt. In die Falle nämlich, die wir unter Punkt-1 beschrieben haben. Er erschafft nichts Positives mehr, sondern geht zwanghaft gegen „all die bösen Anderen” vor. Und während er dies tut, wird er zu dem, was er be- kämpft! Er wechselt das Lager, ohne es selbst zu bemerken.
Die Inquisitoren, die gegen den Teufel kämpften – sie wur- den zu lebenden Teufeln! Wa- rum, glauben Sie, sind Polizis- ten gefährdet, selbst kriminell
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Wozu ein absoluter Alleingültigkeitsanspruch führt, zeigt uns nicht nur katholische Kirche, sondern nahezu die gesamte Geschichte der Menschheit.
der Impfaufklärer dann aber- mals leicht macht, ihre Ab- sichten bloßzustellen und ihre plumpen Versuche als neues Argument für die Impfaufklä- rung zu verwenden.
Impfaufklärung ist dann abge- schlossen, wenn Impfungen nur noch als medizinischer Irr- tum in den Geschichtsbüchern zu finden sind. Wir wissen, dass wir einen Weg eingeschla-
(2) Zum Thema der „allgemeinen Impfflicht” hier ein Kurzbeitrag aus dem aktuellen Newsletter von AEGIS in der Schweiz:
Kinder- und Jugendärzteverband fordern Impfpflicht in Deutschland Am selben Tag, an dem in Chemnitz unsere Veranstaltung stattfand, trafen sich in Berlin die deutschen Kinder- und Jugendärzte. Der Präsident des Verbandes, Dr. Wolfram Hart- mann, möchte, dass in Deutschland so wie in den USA kein Kind einen Kindergarten oder eine Schule besuchen darf, ohne dass die El- tern einen vollständigen Impfstatus der Kin- der vorlegen. Er befürchtet, dass in Deutsch- land wieder größere Epidemien von poten- tiell tödlichen Krankheiten auftreten werden, sollte sich die Tendenz zu weniger Impfun- gen nicht schnell ändern. Gernot Rasch, Mit- glied der STIKO sagte, dass nur 50 Prozent der Kinder eine zweite MMR-Impfung (Ma- sern-Mumps-Röteln) hätten. Scheinbar sank in den ersten neun Monaten dieses Jahres die Zahl der verkauften MMR-Impfstoffe im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent. Auch die Zahl der verkauften Impfstoffe gegen Te- tanus und Polio habe sich gegenüber dem Vorjahr verringert. (Deutsches Ärzteblatt, 1.11.2004)
Kommentar: Die Forderung des Kinder- und Jugendärzteverbandes ist nicht mit einer For- derung der deutschen Kinder- und Jugend- ärzte zu verwechseln. Denn Verband und Mit- glieder sind sich selten einig was ihre Ziele anbelangt. Diese Forderung nach einer Impf- pflicht ist das Resultat der nimmermüden Ar- beit der Impfkritiker. Um sie endlich zum Schweigen zu bringen, möchte man eine Impfpflicht einführen. Man vergisst dabei aber, dass die große Mehrheit der Kinder- und Jugendärzte nicht mitmachen werden. Deutschland hat keine Tradition in einer Impf- pflicht für Infektionskrankheiten (von den un- glückseligen Pocken einmal abgesehen). In der STIKO werden seit der Vereinigung Deutschlands die Stimmen auch immer wie- der laut, die eine Impfpflicht fordern. Es sind aber lediglich die STIKO-Mitglieder aus der ehemaligen DDR, die diese Forderung stel- len. Ausserdem müsste dieses Vorgehen rechtlich noch abgeklärt werden, da für keine der zu impfenden Krankheiten ein Notzu- stand herrscht. Wir sehen keine große Ge- fahr, dass es in Deutschland jemals zu einer Impfpflicht kommen wird.
zu werden? Warum findet sich ein beträchtlicher Prozentsatz aller Brandstifter in den Rei- hen der Feuerwehr? Warum werden Psychiater eher früher als später selbst verrückt? Der Mensch neigt dazu, zu dem zu werden, was er bekämpft – wenn er verliert! Daher lebt der Eiferer riskant! Wer sich auf seinen Kampf einlässt, läuft Gefahr, in den Strudel sei- ner Abwärtsspirale hinein- gesogen zu werden, sieht sich damit konfrontiert, bald selbst „gegen all die anderen Bösen” kämpfen zu müssen oder an- dernfalls zu den „Bösen”, den „Feinden” gezählt zu werden. Ein Spiel, bei dem jeder nur verlieren kann. Und damit zur:
Todesregel Nr. 3: Auf halbem Weg einhalten
Neulich erhielten wir eine email, die sinngemäß besagte, dass der Tag der Impfaufklä- rung bzw. die allgemeine Impf- aufklärungsaktivität auch ei- nen Negativeffekt haben könn- te, sie sozusagen ein Schuss nach hinten sein könnte, denn derjenige habe vernommen,
dass nun von offiziellen Stel- len über die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht dis- kutiert würde(2). Wenn ich al- lerdings lese, dass offizielle Stellen heute (also nach dem Tag der Impfaufklärung) über die Einführung einer allgemei- ne Impfpflicht diskutieren, le- se ich dies als gute Nachricht.
Warum? Wenn wir in einen un- terdrückerischen Bereich hin- einstoßen, lösen wir damit logi- scherweise eine Kette von Fol- gegeschehnissen aus. Wer ins Wespennest sticht, rechnet da- mit, dass es bald turbulent zu- geht, nicht wahr? Man be- trachtet so etwas als zweiten Schritt in der logischen Abfol- ge der Ereignisse.
Die Impfer fliegen nun also wild herum und wollen ein Ge- setz, damit niemand mehr in Wespennester stechen darf. Da sie es aber als RE-Aktion tun und nicht als Aktion, da sie überrascht wurden und in Auf- ruhr geraten sind, werden sie aufgrund mangelnder Vorbe- reitung und Koordination Feh- ler machen, was es der Seite
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gen haben, auf dem es kein Zu- rück mehr gibt. Der Weg zur Wahrheit muss immer bis zum Ende gegangen werden. Mitten drin stehen zu bleiben, wäre Selbstmord – für die Beteilig- ten wie auch für die Sache. Und was auf dem Weg passiert, passiert eben. Man nimmt es zur Kenntnis, bleibt dabei und macht weiter.
Ein Sprichwort sagt: Was Dei- ne Feinde nicht schaffen, das erledigen Deine besten Freun- de! Gerade im Hinblick auf die Fortsetzung eines eingeschla- genen Weges ist das von Be- lang, vor allem dann, wenn es ein wenig brenzlig wird.
„Lass die Welt doch brennen, lösche nicht, Du könntest in den Flammen umkommen.” Oder: „Du legst Dich da mit Leuten an, die nicht möchten, dass Du löschst! Sie könnten Dir gefährlich werden.” Oder: „Wenn wir zu sehr löschen, könnte ein Gesetz gegen das Lö- schen verabschiedet werden!”
Doch, wenn Sie auf halbem Weg stehen bleiben, dann ver- wendet der Gegner Ihre bisher verwendete Energie gegen Sie und die Sache – und dann wird es Ihnen erst richtig schlecht ergehen!
Und was tut ein Mensch, der beispielsweise über AIDS auf- klären möchte, zu viele An- feindungen erfährt und dann allen beweisen möchte, dass er doch Recht hat? Auch er hat da- mit seinen ursprünglichen Weg der Aufklärung verlassen und ab genau diesem Moment den Weg in die Hölle des Rechthabenmüssens beschrit- ten. Erkennen Sie, wie fein die Trennlinie sein kann?
Die Lösung ist, den eingeschla- genen Weg nicht abzuändern, wenn man angegriffen wird, und max. 10 % seiner Mittel/ Kapazitäten für die Bereini- gung von Angriffen zu verwen- den, während man 90 % seiner Kraft weiterhin auf das ur- sprüngliche Ansinnen richtet.
Unterdrückung
Auf Planet Erde regiert die Un- terdrückung. Wussten Sie, dass der Mensch deshalb in Fesseln liegt, weil er sich davor fürchtet, gegen Unterdrückung aufzubegehren?
Wie letzte Woche beschrieben, besteht der Trick der Unter- drücker darin, hilfreiches Wis- sen, hilfreiche Dinge, hilfrei- che Menschen öffentlich mit Negativassoziationen zu bele- gen, die verachtenswert genug sind, dass sich niemand mehr getraut, sich öffentlich dazu zu bekennen. Unterdrückerische Elemente sorgen dafür, dass das, was den „Hexen” angetan wird, schlimm genug ist, so dass niemand mehr wagt, mit „Hexen” in Kontakt zu sein.
Wenn wir also aufklären, wis- sen wir, dass wir auf dem Weg mit Unterdrückung konfron- tiert werden (Begleiterschei- nung)! Da wir aber mit der Wahrheit handeln, brauchen wir uns keine Sorgen zu ma- chen. Es wird nicht mehr sein als das Gebell von Straßenkö- tern, die sich darüber be- schweren, dass der Feuerwehr- wagen ihren Weg kreuzt.
Während das Gebell laut und lästig werden kann, ist seine Absicht ausschließlich die, uns dazu einzuladen, stehen zu bleiben, d.h. von unserer ei- gentlichen Arbeit abzulassen. Fahren wir aber weiter, werden wir gewinnen. Bleiben wir ste- hen, werden wir gefressen. Kurzum: Wenn wir also einmal einen Weg einschlagen, gehen wir ihn auch zu Ende. Und dies erklärt gleichzeitig, wa- rum die Depesche eben keine Zeitung ist, sondern ein Pro-
Der fanatische Eiferer oder Missionar versucht, Menschen zu einer Idee oder Sache zu bringen, der Aufklärer tut das Gegenteil: Er möchte die Idee oder Sache zu den Menschen bringen !
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jekt, um die hier vorherrschen- de Unterdrückung umzukeh- ren – was uns allen – auch gut gelingt. Denn wir tun es nicht, indem wir eifern, wir tun es nicht mit Alleingültigkeitsan- spruch, wir tun es nicht als Missionare, wir kämpfen nicht gegen, wir wollen nicht zwanghaft Zustände stoppen, sondern wir kreieren und hel- fen mit Leidenschaft im Her- zen, erschaffen Positives, bau- en eine neue Zukunft – freiwil- lig und selbstbestimmt! Des- halb funktioniert es.
Regel 4: Kämpfen Sie nicht gegen Einzelpersonen
Generell gilt, dass man bei der Aufklärungsarbeit nie gegen Einzelpersonen ankämpft!
Nehmen wir an, Behörde-X will Ihnen eine neue Mobil- funk-Sendestation direkt vor die Haustür setzen. Nehmen wir weiter an, vor allem der Be- amte-Y treibe die Sache voran. Sie haben herausgefunden, dass Y heimlich saftige Provi- sionen dafür einsteckt. Nun können Sie den Sendemast da- mit zwar u.U. stoppen – vor- ausgesetzt, Sie besitzen genü- gend Ressourcen (Finanzmit- tel, Fakten, Unterstützung) – gleichzeitig sollten Sie aber wissen, dass Sie eine harte Zeit haben und eine Schlamm- schlacht auslösen werden!
Generell aber schließt allge- meine Aufklärungsarbeit (z.B. Gefahren von E-Smog, Sende- masten, UMTS usw.), den Kampf gegen Einzelpersonen aus, und das umfasst auch – wenn irgend machbar – die Nennung konkreter Namen. Der Grund: Eine angegriffene Person muss sich verteidigen.
Und wenn eine angegriffene Person Dreck am Stecken hat, muss sie zu ihrer Verteidigung lügen. Wenn Sie der Angreifer sind, heißt das, dass der Ange- griffene über Sie lügen muss!! Dann sehen Sie sich also damit konfrontiert, auf Lügen gegen Ihre Person einzugehen, und bald schon kommt es zum typi- schen Szenario A gegen B, bei dem ein Außenstehender kei- ne Chance hat herauszufin- den, wer lügt bzw. die Wahr- heit sagt. Das Ganze erscheint entsetzlich verworren und die Aufklärungsarbeit ist dahin, denn niemand will sich mit so einer Schlammschlacht aus- einandersetzen müssen.
Der Kampf gegen Einzelperso- nen zieht zudem häufig Klagen nach sich, z.B. wegen Ver- leumdung oder übler Nachre- de. Ein einziges falsches Wort kann da sehr teuer werden. Sol- ches Geld wäre besser in wei- tere allgemeine Aufklärung in- vestiert worden. Wenn Sie und Ihr Nervenkostüm überleben wollen, klären Sie sachlich und fair auf und kämpfen nicht gegen andere.
Regel 5: Beschuldigen Sie nicht, hetzen Sie nicht
Und damit wären wir bei einer weiteren allgemeinen Regel, ge- gen die viele Aufklärer mit Hin- gabe verstoßen.
Aufklärungsaktivität entsteht meist durch das Erkennen un- haltbarer Zustände. Verständ- lich, dass da anfangs Zorn im Spiel ist. So schlimm die Ver- brechen sein mögen, jede Me- daille hat zwei Seiten. Es gibt diejenigen, die Verbrechen be- gehen und jene, die sie zulas- sen. Wir alle haben es soweit
kommen lassen. Wenn wir also in Begriffen von Schuld spre- chen, dann können wir es mit demjenigen halten, der gesagt haben soll: „Wer frei von Schuld ist, werfe den ersten Stein!” Wer beschuldigt, sagt damit, dass er sich von der Last seiner eigenen Schuld frei- sprechen möchte. Denken Sie an das Dreifingerprinzip aus der letzten Depesche.
Tatsächlich geht es nicht um Schuld, Beschuldigung, An- klage usw. Das sind Begriffe, die wir die Toilette hinunter- spülen können. Es geht näm- lich nur um Ursache und Wir- kung sowie um Verantwor- tung. Fangen wir endlich da- mit an, unseren Teil der Verur- sachung der hiesigen Szenerie anzuerkennen oder schauen wir weiter zu, wie alles den Bach hinuntergeht? Aufklä- rung und Beschuldigung sind zwei entgegengesetzte Pole. Wer beschuldigt, ist in diesem Maße kein Aufklärer.
Vermeiden Sie also, beschuldi- gend mit einem Finger auf an- dere zu zeigen. Schreiben Sie nie: „X ist schuld, dass…” In Wahrheit degradieren Sie sich selbst mit einer solchen For- mulierung zu einem Nichts und erhöhen den, den Sie an- klagen, zu einem Alles. Den- ken Sie einmal darüber nach! Dieselbe Regel gilt für alles, was Hass in anderen Men- schen fördert.
Zu Beginn meiner Schreiber- karriere, als Vieles noch neu und die Wut in mir frisch war, glaubte ich noch an Schuldige. Heute denke ich in Begriffen von ethischem und unethi- schem Verhalten, denke daran, was ich tun kann, um den-
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»Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen!«
gen (lat. diffamare, zu: dis-: ent- zwei, auseinander und fama: Gerede, Ruf; also Gerede, das Menschen entzweit).
Regel Nr. 6: Strafgesetzbuch
Wo wir bei Straftatbeständen sind: Es gibt Dinge, die darf man in Deutschland nicht aus- sprechen! Und es gibt histori- sche Zeitabschnitte, in denen man zwar herumstöbern darf, sobald man aber zu mehr als ei- nem über seine Erkenntnisse spricht, macht man sich u.U. der Volksverhetzung schuldig. Es stellt eine beachtenswerte Tatsache dar, dass in Deutsch- lands Strafgesetzbuch (§130) vorgeschrieben wird, was als historische Wahrheit zu gelten hat, was man also sagen darf und was nicht. Es heißt dort un- ter Punkt (3): »Mit Freiheitsstra- fe bis zu fünf Jahren oder mit
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Jean-Jacques Rousseau
jenigen, die sich der Unethik(3) hingeben zu helfen, davon ab- zulassen. Ich muss nicht mehr beschuldigen, denn es ist mei- ne Welt, es sind meine Zustän- de – Zustände, die ich erschaf- fen habe (durch meine Untä- tigkeit). Also: wenn Sie einen Schuldigen für die Übel dieser Welt suchen, hier ist er: Ich bin es! Der Kent ist „schuld”! Aber während Sie mit Ihrem Finger auf mich zeigen, achten Sie da- rauf, was Ihre anderen Finger machen! Packen wir uns doch also bitte endlich einmal selbst bei der Nasenspitze, beenden unseren Urlaub und machen uns an die Arbeit.
Unser Ziel sollte sein, gute Ge- danken zu fördern, positive Emotionen auszulösen usw. Wenngleich dies bei manchen Themen definitiv nicht immer machbar ist, so sollten Aufklä- rer zumindest darauf achten, dass durch ihre Aktivitäten kein Hass entsteht. Die Aufsta- chelung zu Hass stellt übrigens einen Straftatbestand dar. Ver- meiden Sie also Hetze, Ver- leumdung, Verunglimpfung, Diffamierung usw. Und damit es keine Missverständnisse gibt, hier gleich einmal, was die Wörterbücher dazu sagen:
Hetze: unsachliche, gehässige, verleumderische, verunglimp- fende Äußerungen und Hand- lungen, die Hassgefühle,
(3) Unter dem Begriff ETHIK wird hier Vernunft verstanden: Vernunft in Rich- tung auf das bestmögliche Leben bzw. Überleben der größtmöglichen Anzahl von Menschen. Ethik ist nicht das, was ANDERE sagen, es ist, was in einem SELBST liegt (griech. ethos = Ge- wohnheit; Gesittung, Charakter).
feindselige Stimmungen und Emotionen gegen jemanden oder etwas erzeugen (hetzen: jagen, aufwiegeln, eigentlich „hassen machen”, also bewir- ken, dass jemand oder etwas ge- hasst wird bzw. allg. zu Bösem, zu Hass aufwiegeln).
Verunglimpfen: schmähen, be- leidigen, mit Worten herabset- zen, diffamieren, verächtlich machen.
Verleumden: über jemanden Unwahres verbreiten mit der Absicht, seinem Ansehen zu schaden.
Diffamieren: besonders übel verleumden; in üblen Ruf brin-
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Geldstrafe wird bestraft, wer ei- ne unter der Herrschaft des Na- tionalsozialismus begangene Handlung … [ ] … öffentlich oder in einer Versammlung bil- ligt, leugnet oder verharmlost.«
Das liest sich zwar zuerst ganz OK, wenn ich nun aber auf- zählen würde (was ich nicht tue), wie weit dieser Abschnitt schon gedehnt und strapaziert wurde, wer deswegen mit wel- chen Begründungen ins Ge- fängnis wanderte, welche For- mulierungen teils für eine An- klage herhalten mussten, wel- che Historiker (weit jenseits na- tionalsozialistischer Gesin- nung) deswegen eingesperrt wurden, wie viele Hunderte Bücher deswegen in Deutsch- land zensiert, verboten oder verbrannt (ich mache keine Scherze) wurden, würde Ih- nen klar werden, dass es kein heißeres Eisen gibt, mit dem man gegenwärtig herumhan- tieren könnte.
Daher wäre es nicht schlau, sich ausgerechnet dieses The- ma als Spielfeld auszusuchen, denn Ihre Fähigkeiten und Ih- re Talente als Aufklärer nutzen niemandem etwas, wenn Sie im Knast sitzen!!
Es gibt so vieles, was dringend verbessert werden muss, was mit dem Hier und Heute zu tun hat, mit dem Leben unserer Kinder, mit der Bedrohung un- serer Freiheit usw., dass ich partout nicht verstehen möch- te, wieso sich so viele mit die- sen ollen Kamellen herum- schlagen! Mann, Deutschland hat den Krieg verloren! Kriegs- verlierer sind immer die Idio- ten! So ist das nun einmal! Und das wird dadurch nicht besser, dass man beleidigt ist
oder in den Verbrechen der an- deren herumwühlt.
Wer wirkliche Zustandsver- besserung möchte, widme sich Themen, wo es um Zustands- verbesserung geht! Sorgen wir lieber dafür, dass unsere Kin- der eine gute Schulausbildung bekommen, dass sie lernen, selbst zu denken, dass Men- schen gesund sein und sich selbst verwirklichen können, dann nämlich erledigt sich das oben erwähnte Thema von ganz alleine. Verstehen Sie? Es ist die falsche Reihenfolge! Ver- schwenden Sie sich nicht, in- dem Sie sich mit Dingen be- schäftigen, die nichts nützen und zweitens nur dafür sor- gen, dass man Sie ohne größe- re Anstrengung ins Gefängnis werfen kann.
Abgesehen davon kann ich fest- stellen, dass Menschen, die sich mit den „historischen Wahrheiten” Deutschlands be- schäftigen, durchaus dazu nei- gen, auch den klassischen Un- wahrheiten auf den Leim zu ge- hen, wie beispielsweise dem nationalsozialistischen Ras- senwahnsinn. Und wo wir ge- rade dabei sind: Diese eine, be- stimmte Gruppe da, von der manche immer noch glauben, sie seien das Unglück der Menschheit … nun … erstens sind es immer nur Einzelper- sonen, fatale oder fantastische, welche das Gesamtschicksal der Menschheit beeinflussen – niemals Gruppen! Wer das ein- mal verstanden hat, hat wirk- lich viel verstanden! Und zwei- tens: Es bringt nichts, Schuld zuzuweisen! Weder so herum noch anders herum.
Wann endlich werden wir ver- stehen, dass es nicht darum
geht, anzuklagen, sondern selbst zu unserer Verantwor- tung zu stehen! Hören wir auf damit, in der Vergangenheit festzustecken! Kommen wir im Heute an und erschaffen im Hier und Jetzt bessere Bedin- gungen. Das Herumwühlen in alten Verbrechen hat nur ein mögliches Resultat: Jemand, dem es schlechter geht; je- mand, der abwärts geht, der mürrischer wird, der sich ver- schließt. Ich keine keinen ein- zigen fröhlichen Menschen in den Reihen jener, die sich mit „historischen Wahrheiten” be- schäftigen. Und das sollte ei- nem schon zu denken geben!
Langer Rede kurzer Sinn: Wenn Sie Zustandsverbesserer sein möchten, dann verbessern Sie einfach Zustände und be- schäftigen Sie sich nicht mit Dingen, die Sie in den Knast bringen! Ich will Sie nicht kri- tisieren, sondern aufzeigen, dass es nicht der Weg zu einem glücklichen Leben ist!
Eines fernen Tages, wenn die Zustände hierzulande besser sind, dann, wenn Menschen ei- ne gute Erziehung genießen und selbst denken können, dann werden wir alle lachen über das, was früher alles auf Planet Erde abgelaufen ist, und es wird keine Rolle mehr spie- len, wie die Namen der größ- ten Erzverbrecher lauteten.
Worauf Sie Ihre Aufmerksam- keit richten, das werden Sie be- kommen! Wollen Sie sich wei- ter mit Lügen, Verleumdung, Intrige, Massenmord und Heimlichtuerei herumschla- gen oder wollen Sie ein glück- liches Leben leben?
Und das bringt uns zu …
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… einem extra Kapitel: Politisches Engagement
Menschen, die sich heutzutage in der Politik engagieren, ha- ben nicht verstanden, was Poli- tik ist. Ob in Deutschland Rot- Grün oder Schwarz-Gelb das Zepter in der Hand haben, än- dert nichts. Vollkommen be- langlos! Die Zeit, die Sie da- rauf verwenden, sich politisch zu engagieren, würden Sie bes- ser investieren, wenn Sie im Wald spazieren gingen.
Während es für einzelne Grup- pierungen innerhalb der Be- völkerung von Bedeutung sein kann, wer an der Regierung ist, spielt es gesamtgesellschaft- lich keine Rolle, da Politik nicht von Politikern gemacht wird, sondern vom Großkapi- tal. Jede Wahl ist eine Farce!
Wenn ich sehe, wie viel Zeit und Geld in Amerika dafür draufgegangen ist, ob nun Bush oder Kerry drankommt mannomann … welch‘ un- glaubliche Verschwendung!! Hätten sich dieselben Millio- nen von US-Bürgern in dersel- ben Zeit darum gekümmert, dass es jeweils zwei oder drei
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Nachbarn etwas besser geht, dann wäre es allen Menschen besser gegangen und vielleicht hätte das dazu geführt, dass sich die Amis bessere Politiker verdient hätten, verstehen Sie? Die Menschen bekommen nur die Politiker, die sie verdienen! Wenn Sie also Menschen hel- fen, sich zu verbessern, dann machen Sie damit Politik!
Es wird Zeiten geben, da wird sich politische Arbeit wieder lohnen. Heute jedoch ist dies- bezügliches Engagement Zeit- verschwendung! Heute geht es um individuelle Hilfe, um die individuelle Erhöhung des Be- wusstseins. Politisches Enga- gement macht erst wieder Sinn, wenn es wieder Politik gibt. Momentan gibt es aber gar keine, sondern nur Show fürs „dumme Volk”!
Regel 7: Laden Sie andere nie zu Un-Ethik(3) oder gar Ungesetzlichem ein
Und damit sind wir schon beim nächsten Punkt: Dr. Matt- hes Haug aus Tübingen zeigt, dass man selbst über so heikle Themen wie den Rechtsstatus Deutschlands nach dem Zwei- ten Weltkrieg und speziell nach der Wiedervereinigung aufklären kann, dass man selbst über ein derart unglaub- liches Thema sachlich infor- mieren kann. Doch er ist so ziemlich der Einzige, den ich kenne, dem dies gelingt.
Wer aufzeigt, dass die Behör- den der BRD seit der Wieder- vereinigung wohl nicht mehr zuständig sind (siehe Depe- sche 4/2002), dass wohl keine BRD-Behörde seit 1990 mehr dazu berechtigt ist, von Deut- schen Bürgern Steuern und an-
dere Abgaben – einschließlich Bußgeldern usw. – einzufor- dern, muss sich bewusst sein, dass er einen Drahtseilakt voll- führt, bei dem er jede Sekunde tödlich abstürzen kann. Wa- rum? Diese Information ist so brandheiß, dass Menschen da- durch regelrecht zur Unethik eingeladen werden – gerade in heutiger Zeit, wo BRD- Behörden den Bürgern das Le- ben nicht gerade leicht ma- chen. „Na, wenn mir keine BRD-Behörde ‘was kann’, dann zahle ich auch keine Steuern mehr!” Oder: „Wozu soll ich noch Strafzettel bezahlen?” Die Deutschen (und natürlich nicht nur sie) wurden so lange unterdrückt, dass das Be- kanntwerden dieser Informati- on zu einer lawinenartigen Ket- tenreaktion und damit zum völ- ligen Verlust der „gesellschaft- lichen Ordnung” führen könn- te. Wer nun sagt, dass genau dies wünschenswert sei, hat das Szenario noch nie zu Ende gedacht und kennt vor allem seine Mitmenschen nicht!!
Der einzige Zweck, zu dem die Information über den ungülti- gen Rechtsstatus der BRD ge- braucht werden darf, ist der, um der Forderung Nachdruck zu verleihen, dass Deutsch- land einen Friedensvertrag be- kommt und ein souveräner Staat mit einer eigenen, gülti- gen Verfassung wird. Ein wei- terer Zweck könnte noch darin bestehen, unethischen BRD- Beamten aufzuzeigen, dass sie besser ihre Ethik ein klein we- nig korrigieren, wenn sie wei- terhin an der „Macht” bzw. im Amt bleiben wollen.
Man benutzte diese Informa- tionen also zum Zwecke von mehr, nicht für weniger Ethik!!
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Man benutze sie, um seiner For- derung nach mehr Demokra- tie, nach echter Demokratie, nach Lauterkeit usw. Aus- druck zu verleihen – und wenn man das tut, hat man ein wahrhaft machtvolles Werk- zeug in seinen Händen. Wer das Wissen aber dazu miss- braucht, um keine Steuern mehr zu bezahlen oder um Strafzettel herumzukommen, der hält damit eine Atombom- be in den Händen, die ihn selbst in Stücke reißen wird. So jemand hat noch großes Glück, wenn er nur im Gefäng- nis landet!!
Das grundlegende Prinzip lau- tet: Laden Sie nie zu Unethik ein! Je heißer, je machtvoller das Thema, desto mehr muss an das Verantwortungsgefühl des Lesers appelliert werden, desto gezielter muss das Publi- kum ausgewählt werden!
Mit der eigenen Ethik lassen sich keine Kompromisse ma- chen. Jeder weiß selbst, was sein Gewissen zu ihm sagt! Und als Tipp am Rande: im- mer dann, wenn man etwas rechtfertigen muss, wenn man zurechterklären muss, warum man etwas tut, sagt man damit gleichzeitig, dass man es las- sen sollte. „Warum schlagen Sie Ihr Kind?” – „Nun, ich habe festgestellt, dass es das ab und zu braucht usw. usw.!” Müsste er erklären, wenn er gefragt würde: „Warum helfen Sie Ih- rem Kind bei den Hausaufga- ben?” Nein, er würde verdutzt erwidern: „Äh, wie? Tun Sie das etwa nicht?”
Menschen, die andere zur Un- ethik einladen, waren es, wel- che die Aufklärung in Verruf brachten. Kennen Sie Leute,
die Sie immer darüber aufklä- ren wollen, wo Sie alles kos- tenlos bekommen oder wie Sie durchs Nichtstun ein Onassis werden? Kennen Sie Aufklä- rungsbriefe per eMail, die zum „Euro-Lotto” einladen, das oh- ne Arbeit dicken Reibach ver- spricht? Tricks, wie man mit ausländischen Kreditkarten, ausländischen Firmenbeteili- gungen … usw. Oder die „Auf- klärung” über Wunderpillen und -methoden, mit denen sich aaalllles heilen lässt?
Die Gesetze eines Landes sind die Übereinstimmungen, mit denen die öffentliche Ordnung aufrechterhalten wird. Es hat Vorteile, in einem Land zu le- ben, wo man nicht gleich tot- geschlagen wird, wenn man zur Haustüre hinaustritt, nicht wahr? Wenngleich es nicht nur ungerechte, sondern vor allem viel zu viele Gesetze gibt, stellt es eine leicht beobachtbare Tat- sache dar, dass Menschen ihr Lebensglück verlieren, wenn sie sich absichtlich nicht an die Gesetze halten, egal, wie vernünftig oder unvernünftig dieselben sein mögen!
Unsere Steuergelder bezahlen teilweise auch nützliche und gute Dinge, wie z.B. Straßen, öf- fentliche Parks, Instandhal- tung der Infrastruktur u.v.a.
Menschen, die sich Unethik hingeben, stoßen sich damit selbst eine Abwärtsrutsch- bahn in die Hölle der Einsam- keit hinunter. Zustandsverbes- serung funktioniert nur, wenn man eine unerschütterliche Ba- sis hat, wo man sich an die allgemein übereingestimmten Gesetze hält und ein ethisches Leben führt. Diese Basis macht einen sodann unangreifbar,
man besitzt damit ein Funda- ment, von dem aus man die Dinge angehen kann, die im Sinne aller dringend verändert werden müssen. Ohne einen solchen stabilen Rückhalt kann man keine Zustandsver- besserung betreiben – oder, wie Jesus es ausdrückte: „Man baue sein Haus nicht auf Sand!” Wenn Sie also jeman- den sehen, der sich „Aufklä- rer” oder „Zustandsverbesse- rer” nennt, aber schreiende Un- ethik im Leben an den Tag legt, Termine, Zusagen und Ver- sprechungen generell nicht ein- hält, chronisch bei der Steuer schummelt, schwarz arbeitet, laufend alles umsonst will, im- mer die neuesten, besten „Tricks” auf Lager hat, wäh- rend er in einem Meer von Chaos schwimmt, dann wis- sen Sie gleichzeitig, mit wem Sie ganz sicher nicht zusam- menarbeiten werden!
Ausnahmen von der Regel: Wann man gegen etwas kämpfen muss – wann man etwas stoppen muss!
Es reicht nicht, nur an das Gu- te zu glauben, das Positive zu erschaffen. Auf dieser Welt zu dieser Zeit ist Wachsamkeit an- gesagt. Die Freiheit muss kon- stant verteidigt werden (siehe „Der Preis der Freiheit” aus De- pesche 01/2003). Es gibt also auch eine Ausnahme von der allgemeinen Regel, es gibt Mo- mente, wo man kämpfen und die Freiheit verteidigen muss!
Zu solchen Momenten kommt es, wenn man vorher zu viel ge- faulenzt, sprich frühere Chan- cen verschlafen hat! Da der Mensch dazu neigt, alles auf die letzte Sekunde aufzuschie- ben, begegnen wir derartigen
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»Nur der verdient sich die Freiheit wie das Leben,
der täglich sie erobern muss!« Johann Wolfgang von Goethe
Situationen heutzutage leider relativ oft. Steht uns also ein hungriges Krokodil mit aufge- rissenem Maul gegenüber, wä- re es relativ unvernünftig, eine öffentliche Diskussion über die Gefährlichkeit von Kroko- dilen anzustreben! Besser – zu- mindest für das eigene Überle- ben – wäre, ein großkalibriges Gewehr dabei zu haben!
1956 beispielsweise brachten psychiatrische Lobbygruppen während der Sommerpause ein Gesetz durch den US- Kongress (wenn ich mich recht erinnere, waren nur 12 – ge- kaufte – Abgeordnete bzw. auch nicht mehr Senatoren an- wesend). Dieses Gesetz – die sog. „Alaska Mental Health Bill” – hat es jedem Psychiater in den USA erlaubt, jeden be- liebigen Bürger in ein Camp nach Alaska verbringen zu las- sen. Heimlich still und leise wurde also von der Öffentlich- keit unbemerkt ein neues Ge- setz lanciert. Im Gesetz selbst wurde ein „einfaches Einwei- sungsverfahren” vorgeschla-
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gen, das tatsächlich so simpel war, dass es Gerichtsverfahren und rechtlichen Widerspruch ausschloss und jedem Polizis- ten, Freund, Mediziner und selbstverständlich Psychiater er- laubte, Einweisungsanträge für angeblich Geisteskranke problemlos durchzusetzen!!!
Ganz Amerika schlief. Ein ein- ziger Mann aber wachte. Er hat- te als ehemaliger Drehbuchau- tor Hollywoods (z.B. für „Das Geheimnis der Schatzinsel”) weitreichende Beziehungen, unter anderem auch zu einer berühmten Hollywoodschau- spielerin. Diese wiederum kannte den Präsidenten und je- ner wiederum machte von sei- nem Vetorecht Gebrauch – wenn ich korrekt informiert bin. Tatsächlich aber war es ein Kampf, an dem sich schließlich zahlreiche Aufklä- rer und sogar die Presse betei- ligte, die den heimlichen Ge- setzesentwurf bald „Sibirien in Alaska” nannte, was ein tref- fender Name dafür war (später, 1969, versuchten psychiatri- sche Lobbygruppen dasselbe noch einmal im abgelegenen Neuseeland, wo sie hofften, weit genug vom Blick der Welt entfernt zu sein).
Hätte es diesen einen wachsa- men Menschen nicht gegeben, dessen Namen wir übrigens in der letzten Depesche relativ häufig erwähnten, hätte der gu- te Bush heute keinen solchen Ärger mit „aufsässigen Subjek- ten” – die wären einfach sang und klanglos in Sibirien, äh Alaska, verschwunden.
Dies mag uns als Beispiel dafür dienen, wann man gegen etwas oder jemanden kämpfen muss. Dann nämlich, wenn man vor- her zu lange gefackelt hat und nun Gefahr im Verzug ist.
Wie aktuell z.B. beim Kodex Alimentarius, beim Verbot von homöopathischen Heilmit- teln, bei der Abschaffung des Bankgeheimnisses, der Chip- pflicht bei Haustieren. Wäh- rend diese Dinge eigentlich schon „den Bach na sind” wie wir hierzulande sagen, moti- viert uns solcherlei gegenüber neuen Veränderungen wach- samer zu sein, wie z.B. bei der Einführung der Windpocken- impfung. Daher wachen wir mit Argusaugen über die Dis- kussion zur Einführung der sog. Bürgerversicherung, über die Diskussion um die Einfüh- rung einer allgemeinen Impf- flicht usw. Wir behalten diese Dinge im Auge, denn nur dann, wenn wir vorher zu we- nig Aufklärung geleistet ha- ben, heißt es hinterher: Alle Mann sofort antreten zur Mit- machaktion!
Genau aus diesem Grund kann ich mich so für die Aktivitäten der CBG, der Coordination ge- gen Bayer-Gefahren begeis- tern, deren Infoschrift der heu- tigen Depeschenausgabe bei- liegt. Solchen Gruppen haben wir es zu verdanken, dass uns schon einige Notrettungsmaß- nahmen erspart geblieben sind. Alles, was wir vorher spenden, alles, worum wir uns rechtzeitig kümmern, spart uns hinterher eine Menge Arbeit und vor allem Geld!! Und das bringt uns zum Abschluss der heutigen Diplomarbeit bzw. zum positiven Prinzip.
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Das positive Prinzip:
Eines meiner Lebensmottos klingt folgendermaßen: When a motion comes in, use it and win! Diesen Satz habe ich den Schriften von L. Ron Hubbard entnommen. „Wenn eine Bewe- gung hereinkommt, benutze sie und gewinne!” Dahinter steckt große Weisheit, ein funk- tionierendes Prinzip. Es bedeu- tet, dass man jede Bewegung, jede Energie, die herein- kommt, benutzen kann. Alles, was geschieht, kann in einen Vorteil verwandelt werden. Alles ist nützlich, wenn man es richtig verwertet!!
Beispiel: Nachdem mein Buch „Psychopolitik – Herren und Sklaven” öffentlich verkauft wurde, erhielt ich wöchentlich gut 20 Zuschriften, die – meist recht umfassend – beantwortet werden wollten, Berge von Ma- terialien, ja ganze Bücher, bis es so viel wurde, dass es meine normale Arbeit beeinträchtig- te. Dann wendete ich das o.g. Prinzip an, benutzte die ein- treffende Bewegung – und so (!) entstand die Depesche!
Ganz egal, was auf mich zu- kommt: ich frage mich, wie ich es verwenden kann, um damit zu gewinnen, um damit allge-
meine Verbesserung zu erzie- len. Es funktioniert immer!
Dr. Hamer wird ins Gefängnis gesperrt. Sie grämen sich darü- ber? Dann überlegen Sie, wie dieser Umstand dazu führen kann, dass alle gewinnen bzw. dass die negative Energie in po- sitive Energie verwandelt wird! Welcher Nutzen kann aus dem Sachverhalt gezogen werden? Vorschlag: Warum nutzen wir die daraus entste- hende Energie, den Wunsch der Menschen zu helfen, nicht z.B. dazu, um Dr. Hamers Habi- litationsverfahren an der Uni- versität zu Tübingen endlich durchzuboxen? Es funktio- niert immer. When a motion comes in, use it and win.
Ganz egal, was es ist, was pas- siert – man kann es immer be- nutzen (!), um damit zu gewin- nen. In der Verkäufersprache heißt dies: „Einen Nachteil in einen Vorteil verwandeln”, bloß haben die aller meisten nie verstanden, was damit ge- meint ist. Beispiel: Der Kunde sagt: „Ich weiß nicht, dieser Kühlschrank … er ist doch schon ziemlich teuer!” – Ver- käufer (echter Verkäufer): „Ja, genau deshalb (!) sollten Sie ihn gleich mitnehmen!!” – Kun- de: „Äh, wie? … was?” – „Der
Preis des Kühlschranks beruht einerseits auf der guten Quali- tät, andererseits besitzt er die- ses neue Aggregat, durch das sich der Stromverbrauch hal- biert. Wie vorher schon ausge- rechnet, haben Sie die Mehr- kosten bereits nach sechs Mo- naten wieder drin. Je früher Sie also diesen Kühlschrank besitzen, desto früher sparen Sie die Hälfte des jetzigen Ver- brauchs! Sollen wir ihn mor- gens anliefern oder lieber am späten Nachmittag?” *grins*
Sie können alles, alles, alles, was Ihnen widerfährt immer in eine positive Energie, in eine positive Bewegung verwan- deln. Das ist ja gerade die Kunst, die ureigenste Fähigkeit eines lebendigen Geistes – je mehr man sich darin übt, desto lebendiger wird man!! Es ist der reinste Zauber! Probieren Sie es aus! Und das bringt uns abschließend zu
Regel Nr. 8: Tun Sie nur Dinge, hinter denen Sie voll und ganz stehen
Es gibt diese eine Regel, die al- len anderen übergeordnet ist. Gutes Verhalten ist nicht bra- ves Verhalten, nicht dieses oder jenes, es bedeutet auch nicht, still, taten- bzw. tadellos in der Ecke zu sitzen. Gutes Verhalten ist das, wohinter Sie voll und ganz stehen kön- nen. Und wenn Sie nur diese Regel mit Selbstehrlichkeit (und ohne Rechthaberei) be- herzigen, werden Sie (a) ohne „unerwünschte Nebenwirkun- gen” durchs Leben gehen, es wird Ihnen (b) aber auch gar nichts widerfahren, das Sie nicht wünschen und Sie wer- den (c) der beste und effekt- ivste Aufklärer sein, den die
Es ist ja gerade die ureigenste Fähigkeit eines lebendigen Geistes, schlechte Energien in positive umzuwandeln!
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Welt je gesehen hat. So (!) machtvoll ist diese eine Infor- mation. Alle Schwierigkeiten, die jemand sich jemals einge- handelt hat, stammen von der Verletzung dieses obersten Grundprinzips. Doch anstatt nun lange herumzuschwafeln, bitte ich Sie einfach, es auszu- probieren bzw. es jeden einzel- nen Tag Ihres Lebens neu zu üben! Es kann hart sein, NEIN zu sagen, es kann verdammt hart sein, keine Übereinstim- mung von anderen zu erhal- ten, aber es ist der einzige Weg zu Glück und Gesundheit, der existiert (was nicht bedeutet, dass man nicht auch seine Mei- nung ändern könnte!)
Ein Schlusswort
Im Falle Martina Pflocks ergibt sich aus dem Vorgenannten, warum geschehen musste, was geschehen ist, denn man muss leider sagen, dass sie praktisch gegen sämtliche Regeln gleich- zeitig verstoßen hat. Während es entsetzlich ist, so etwas nüchtern, kalt und in Sachver- waltermanier zu notieren, möchte ich betonen, dass in meinen Worten keine Gleich- gültigkeit, keine Anklage oder gar Besserwisserei liegt. Natür- lich empfinde ich Mitgefühl, natürlich war ich geschockt. Und natürlich geht es darum, der Familie jetzt zu helfen. Gleichzeitig aber sollten wir die Bereitschaft mitbringen, aus solchen Geschehnissen zu lernen, denn dann hat Martina Pflocks Schicksal wenigstens einen Sinn gehabt!
Goethes Geist, der „stets das Gute will und doch das Böse schafft”, ist leider noch viel zu häufig in der Aufklärungssze- ne anzutreffen. Nun wissen
wir, wie wir das ändern kön- nen, indem wir nämlich (a) nicht in die Falle geraten und versuchen, etwas zwanghaft zu stoppen, sondern mit Liebe und Wahrheit im Herzen bei der Sache bleiben, indem wir (b) anwendbares, nutzbringen- des Wissen zu den Menschen bringen und nicht die Men- schen zu dem Wissen, also kei- nesfalls als Eiferer mit Abso- lutheitsanspruch wirken; in- dem wir (c) einen begonnenen Weg immer zu Ende führen, in- dem wir (d) niemals Einzelper- sonen bekämpfen, sondern oh- ne Hetze und Beschuldigung allgemeine, sachliche Aufklä- rungsarbeit leisten, indem wir (e) nicht zu Unethik oder zu Straftatbeständen einladen und uns zudem immer das po- sitive Prinzip vor Augen halten also alles, was eintrifft, in et- was Positives verwandeln und indem wir generell nur das tun, wohinter wir zu 100 Pro- zent ohne Einschränkung ste- hen können!
Je mehr Aufklärer es gibt, die so vorgehen, desto schneller wird sich ihre Zahl insgesamt vermehren und desto unge- fährlicher wird es wiederum für den Einzelnen. Auf diese Weise werden wir uns selbst und unseren Enkeln eines Ta- ges eine Welt schenken, in der zu leben sich wirklich lohnt.
Im Endeffekt sehen wir uns heutzutage also nur zwei Auf- gaben gegenüber:
(1) Alles bekannt zu machen, zu unterstützen und zu för- dern, was die Wachheit, die Be- wusstheit, die Fähigkeit, die Ethik und den Gesamtzustand des Menschen verbessert, wäh- rend wir (2) gleichzeitig alle
Versuche, die Freiheit des Men- schen weiter einzuschränken, unterbinden bzw. Freiheiten „zurückerobern”!
Beurteilen Sie alles, was Sie tun, unter diesen beiden Aspekten! Trägt es (1) dazu bei, die Wachheit, Bewusstheit Ihrer Mitmenschen zu för- dern? Ja oder Nein? Unterstüt- zen Sie die Sache bei „Ja” so gut Sie können und geben Sie sich nicht damit ab, wenn Ihre Antwort „Nein” ausfällt.
Und was (2) betrifft: Aus die- sem Grund ist jeder Leserbrief, der geschrieben wird, GOLD! Daher ist jeder Brief an einen Politiker nicht vergebens, da- her ist Ihre Wachsamkeit und die Unterstützung jeder dies- bezüglichen Mitmachaktion oder jeder erfolgreichen Grup- pierung derart wichtig.
Gemäß meiner Einschätzung werden wir es schaffen! Wäre ich davon nicht überzeugt, würde ich kaum die Depesche herausgeben, sondern meine vermeintlich „letzten halb- wegs freien Tage” faulenzend zu genießen versuchen.
Wir werden es also mit größter Wahrscheinlichkeit schaffen. Was uns aufhalten könnte, wä- re der Umstand, dass wir uns noch mit zu vielen Dingen be- schäftigen, die nicht wirklich zu den Punkten (1) oder (2) bei- tragen. Wenn Sie diese Depe- sche bis hierher durchgelesen und nicht schon vorher zur Sei- te gelegt haben, gehören Sie zu den tapfersten Menschen, die wir auf der Welt haben! Dafür möchte ich mich bei Ihnen von Herzen bedanken!
Michael Kent
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