bumi bahagia / Glückliche Erde

Eine Anti-VT

Wir hatte kürzlich eine nette kleine VT betrachtet, die leider wenig wahrscheinlich klang. Heute nun der Anfang vom Gegenstück: ein Beitrag, der anfangs wie eine VT klingt, aber ab Teil 2 doch sehr wahr ist… –
Hans Ludwig (LH), 9.8.2026 – – – – – – – – – – – – – – – – – –

Mancher hält sich heute noch an den hinkenden Vergleich vom Schachspiel, jenes polnischen Youden namens Brez-i, das in der Welt Pulle Tick angeblich abläuft.
Hinkend deshalb, weil es nicht nur das ganz große Schachbrett „Welt“ oder die „kontinentalen“ Spielfelder gibt, wie – in letzter Zeit hell aufgeschienen – das karibische, das mitteleuropäisch-balkanische, das nahöstliche (korrekter: arabisch-westasiatische), das asiatisch-fernöstliche, das südost-asiatische usw., sondern weil es bei jedem der genannten (und ungenannten) „Bretter“ drumherum – wie im Simultan-Schach – eine Vielzahl von kleineren Spielfeldern gibt, an denen oft drei und mehr „Spieler“ ihre Figuren ziehen.
„Old Zbig“ hat uns also ein stark vereinfachtes Bild hinterlassen…

Der wichtigste Grund, weshalb das Gleichnis für uns völlig ungeeignet ist, die aktuellen Prozesse exakt zu beschreiben, liegt darin, daß das Schachspiel selbst in seiner Ziel-Logik darauf ausgerichtet ist, den (alle) anderen „matt“ zu setzen, d.h. die Macht-Komponenten des gesamten Spielfeldes auf einen Spieler zu vereinen, ggf. um den Preis der Vernichtung des größten Teils aller Figuren (materiellen Werte), aber auf jeden Fall des „Gegners“.
Das paßt nur in das Konzept der Parasiten, die nicht aufbauen, sondern nur zerstören können.

Als Konzept für die Betrachtung menschlichen Zusammenwirkens in jeglicher Form ist dieses Spiel daher grundsätzlich ungeeignet, weshalb auch alle darauf beruhenden strategischen Planungen und Handlungen bald an ihre Grenzen stoßen, was jede/r jeden Tag sogar in den LMVM verfolgen kann.
Einzelne taktische Episoden sind natürlich so modellierbar, mehr aber kaum.

Wenn wir nachstehend dennoch das Bild vom Schachspiel benutzen, dann vor allem deshalb, weil die meisten Menschen dieses kluge, intelligenzfördernde Spiel kennen, zumindest einiges davon gehört haben und sich bei Bedarf jederzeit mit Hilfe des Weltnetzes dort hineinarbeiten können, d.h. sich ein Basis-Verständnis von ‚Strategie‘ und ‚Taktik‘ und den oft nicht gleich ersichtlichen Zusammenhängen, Folgen und Wechselwirkungen erarbeiten können.
Zur Verdeutlichung der entsprechenden geopolitischen Strukturen ist es allemal geeignet.

Also sehen wir uns das Gleichnis mal genauer an.
Darin sind die meisten Menschen einfache Zuschauer, und je nachdem, wie sie zum Spielfeld stehen, sehen sie selbst mehr oder weniger gut, was da vor sich geht.
Die wenigsten von ihnen begreifen allerdings, daß und wie sich die Züge auf dem „Brett“ auf ihr eigenes Leben auswirken…
Tatsächlich sind jedoch fast alle auf Gerede, Gerüchte, Berichte und Interpretationen angewiesen, welche ihnen von anderen – oft selbsternannten – Kommentatoren (meist gedungene Profis in der Manipulation) übermittelt werden.
Und die sehr oft mit dem wahren Spielverlauf und den sich dabei bietenden Möglichkeiten kaum etwas zu tun haben.

Sodann haben wir die Figuren, die da hin und her geschoben („gezogen“) werden – das sind schon deutlich weniger, aber immernoch so einige.
Sie halten sich für besonders wichtig, da sie für alle sichtbar sind und scheinbar von ihrem Tun der Verlauf des Spieles abhängt.
Wobei nichts falscher sein könnte als dies… anschauliches Beispiel für eine solche angeberische Figur ist der amtierende Präsi eines „großen, mächtigen“ Landes.
Zur Bewegung all dieser Schachfiguren gibt es diverse Werkzeuge – Institutionen, Organisationen, Einrichtungen usw., mit deren Hilfe die „Züge“ ausgeführt werden, d.h. welche die jeweilige Figur zu diesen oder jenen Handlungen zwingen können.

Daneben gibt es an jedem Brett die wenigen Spieler, von denen die einen mit einer gewissen Berechtigung (Legitimität, da ‚vom Volk gewählt‘) am Spielfeldrand sitzen, Züge erdenken und ausführen, andere können jedoch einfach aus dem Hintergrund hineingreifen und diese oder jene Figur verschieben, wegnehmen, festkleben oder hinzufügen.
Auch diese Spieler oder – da oft ‚kollektiv‘ – deren Vertreter sind sehr von sich und ihrer Wichtigkeit eingenommen, stolzieren blasiert umher und verkünden allen möglichen Unsinn, der ihnen grade ins Hirn kommt. Oft entgehen ihnen die Züge ihrer Gegner, vor allem aber die Tricksereien der ‚Hintergründigen‘, und sie sehen sich plötzlich auf der Verliererstraße, obwohl sie doch grad noch eine sooo gute strategische Stellung hatten.

Auf die Einhaltung der Regeln achten die Aufpasser, die allerdings nur die Möglichkeit haben, Verstöße fstzustellen, nicht aber diese zu verhindern oder zu bestrafen. Und je nachdem, wer da gegen welche Regel verstößt, machen sie diese Handlungen laut oder sehr diskret (oder gar nicht) publik, in der Absicht, für sich und die seinen dadurch ein paar kleine ‚Vorteile‘ abzufassen.
Denn Spieler und Aufpasser sind ja nicht von selbst in ihre Positionen geraten, sondern sie wurden von mächtigen Interessengruppen dort placiert und sind denen „bis auf den Tod“ verpflichtet…

Ja, und dann haben wir noch die Zweit-Wichtigsten bei diesem Spiel: jene, welche die Regeln machen und verändern können, wenn dies erwünscht ist.
Freilich tun auch sie dieses stets auf Wunsch und im Interesse gewisser Kräfte, über deren Existenz und Beschaffenheit die meisten Menschen nicht mal im Traum nachsinnen können: der wahren Lenker dieser Welt.

Soweit für heute. In den weiteren Teilen werden wir uns mit einigen der genannten Kräfte näher befassen, zuerst mit denen, welche die Regeln machen, durchsetzen und verändern können…

(Fortsetzung folgt)


Hinterlasse einen Kommentar