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Licht für die Welt

Licht für die Welt

(Mit welcher Stimme hörst du dich am liebsten? 5. Szene 46)

Eckehardnyk Dienstag 28. Januar NZ 13 – Ich habe nun doch einen Weg gefunden, mein Schreibprogramm so zu überlisten, sodass es mir weiterhin die Herausgabe einzelner Szenen aus den insgesamt 144 heraus zu picken erlauben wird. Lächel.

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Lass uns noch etwas bei den übersinnlichen Bereichen verweilen. Es geht ja um unser Inneres, Geistig-Seelisches, und bei dem fühlen sich eventuell die Geistlichen dieser Welt auf den Plan gerufen. Es gibt auch Menschen, die durch ihre Nähe zu Psychologie, Psychiatrie und Psychotherapie von ihrer noch verbliebenen Gläubigkeit weggeholt werden können. Das Problem unserer Menschheitsphase ist, dass die fortgeschrittenste Klasse in der Naturwissenschaft, ob theoretische Physik oder Gehirnforschung, bereits längst eingestehen musste, dass sie nur für den Teil der Wirklichkeit zuständig sei, der sich messen und berechnen ließe (Max Planck, Religion und Naturwissenschaft. Vortrag gehalten im Mai 1937. 14., unveränderte Auflage, Barth-Verlag, Leipzig 1958). Aber wir sind noch weit von einer Öffentlichkeit entfernt, die dem Menschen seine geistige Herkunft „durchgehen lässt“.

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Durch Max Planck ist wenigstens aus berufenem Munde eingeräumt, dass andere Methoden, als die durch Wiegen und Messen einen sicheren Weg erlauben, Wirklichkeit darzustellen, der über das naturwissenschaftliche Beweisen hinaus führt, aber deswegen genauso exakt sein muss, wie Mathematik, Logik und Grammatik, deren Vorkommen eben auch nur durch intellektuelle Leistung, also rein geistig wahrgenommen werden kann.

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Es ist nun doch erstaunlich, dass immer mehr Kinder geboren werden mit Fähigkeiten, die auf Erfahrung eines Geistes beruhen, die Kant „a priori“ genannt hat. Manche Eltern wundern sich, meiden aber die Gefahr, sich lächerlich zu machen. Ihnen sei anstelle einer Internetseite der Satz 2,19 von Lukas zugeflüstert:

Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen

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Wir finden in der älteren Kunst durchaus Zeugnisse, die mit dem selbständigen Innenleben des Menschen rechnen. Ich denke sowohl an Sprüche oder Märchen als auch an Romane wie Dantes „Göttliche Komödie“, Bilder wie Rafaels zwei Jesusknaben und Opern wie Mozarts „Zauberflöte“ oder Wagners „Walküre“, aus denen uns plötzlich eine Erleuchtung geboten wird. An einen Spruch von Angelus Silesius aus dem „Cherubinischen Wandersmann“ (Schlesisches Barock) sei hier erinnert, in manchen Familien auch als Tischgebet geläufig:

Das Brot ernährt uns nicht. Was uns im Brote speist, Ist Gottes ewiges Licht, Ist Leben und ist Geist

Meine Eltern sagten anstelle von Licht immer Wort; erst viel später entdeckte ich, wo der Dichter mit dem bürgerlichen Namen Johann Scheffler eine ganze Sammlung solcher Sprüche zusammengetragen hat, die „richtige“ Fassung, die auch vom Reim her besser passt. Wie auch immer:

Brot und Licht in einer Formel:

In einem Wort kann mehr Licht sein als in einem Stück Brot

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Brot für die Welt ist nach Christus gleich Licht für die Menschheit. Wer physisch satt wurde, aber seelisch hungern muss, wird nach (geistigem) Licht suchen, wie jene Tausende von in den Evangelien genannten Hungernden, deren Sehnsucht nach innerem Licht befriedigt wurde.

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Die Sicht auf unser Inneres führt zu unserer „inneren Sonne“. Dieser Weg ist oft auch angedeutet in Märchen aus den verschiedensten Volkskulturen, zum Beispiel in den Slowakischen Sonnenmärchen.1 Bei uns bekannter ist das von den Brüdern Grimm gesammelte Erzählung von Frau Holle. Der Sturz durch einen Brunnen endet in einer „Unterwelt“, die voll von Licht und fantastischen Prüfungen ist. Durch Frau Holle spricht das Gewissen.

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Es wird dich interessieren, was man heutzutage mit dem Gewissen anfangen kann. Man nennt es gern anders, weil das „Moralin“ in diesem Wort mitklingt. Mobilität, Teamfähigkeit, Einsatz- und Kooperationsbereitschaft, Kreativität; Konsequenz und Kontinuität auf der einen und Arbeitsstörungen, Null Bock, Desinteresse, Neidkultur, Chaos und Mobbing auf der anderen Seite bezeichnen im heutigen Zeitgeist jenen Sachverhalt, mit dem Goldmarie und Frau Holle die positive, dagegen Pechmarie und ihre Mutter die negative Seite der Gewissensmedaille darstellen.

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Unser Fleiß, unsere Hilfsbereitschaft, unsere dauerhaft hinreichende Liebe zu unserem Tun hängt mit dem immer noch vorhandenen Gewissen zusammen, mit dem auch unsere Kinder ausgestattet sind. Deshalb empfehle ich zum Beispiel die Grimmsche Sammlung als eine Art Erkenntnishilfe zur Erarbeitung der inneren Strukturen des Menschen. Finde deinen eigenen Weg, denn selbstverständlich führt heutzutage auf geistigem Gebiet allgemein nur freies Denken zu Wahrheit, und insbesondere dein Freisein zu deiner Wahrheit.

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Pechmarie, nur des Goldes wegen von ihrer Mutter zu Frau Holle geschickt, wird mit den gleichen Aufgaben betraut wie Goldmarie, ihre Stiefschwester. Doch Pechmarie scheut die Arbeit, sie zeigt allerdings, dass sie diese, genauer gesagt das „Innere“ kennt, aber die Zusammenarbeit damit fürchtet. Somit bleibt dieses Innere für die Welt draußen mit Pech behaftet und düster. Durch den Fleiß von Frau Holle und ihrer Goldmarie-Assistentin werden die „inneren Aufgaben“, das heißt, die eigentlich geistvoll und -reichen, bewältigt. Das sind an der Tagesoberfläche Werte, die aus dem Nichts von einem Ich geschaffen werden und nach denen gehandelt wird, wenn es von Frau Holle geschüttelte Bettfedern „schneien“ soll. Auf die Weltversorgung bezogen sollte das Einiges mehr heißen als nur Vollbeschäftigung und satte Gewinne.

© eah „Abenteuer Erziehung“ 2012 und als 2. Auflage „Bündnis mit Kindern“ 28. Januar 2025

1 Siehe Joseph Wenzig in „Westslawischer Märchenschatz“: Die Reise zur Sonne oder Das Sonnenross (1857)


11 Kommentare

  1. Avatar von palina palina sagt:

    @ecky

    „Eckehardnyk Dienstag 28. Januar NZ 13 – Ich habe nun doch einen Weg gefunden, mein Schreibprogramm so zu überlisten, sodass es mir weiterhin die Herausgabe einzelner Szenen aus den insgesamt 144 heraus zu picken erlauben wird. Lächel.“

    Ahriman kann man auch überlisten – lächel.

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  2. Avatar von eckehardnyk eckehardnyk sagt:

    @palina

    Du sagst es. – Soeben hatte ich einen Kommentar über seine Wirksamkeit und bekam prompt von „WordPress“ die Antwort, „dieser Kommentar kann leider nicht veröffentlicht werden“. Noch Fragen?

    Gefällt 1 Person

  3. Avatar von palina palina sagt:

    @ecky

    ja die Elemenatarwesen machen halt was sie wollen………..

    Wie ich mich einlogge bei bb:

    1. anklicken liken egal wo
    2. anmelden
    3. nochmal anklicken liken
    4. Seite mindestens 5 mal aufrufen
    5. dann funktioniert es.
    6. elendich aber es geht.

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  4. Avatar von eckehardnyk eckehardnyk sagt:

    @palina

    „Elendich aber“ es geht (bei mir) nicht, das Anmelden schon, aaber nach 20 mal Aufrufen – kein Ergebnis. Na, ja, du weißt, dass ich deine Kommentare wertvoll finde, und es wäre schön, wenn wir uns mal live begegnen könnten. Meines Wissens wohnst du in der West-Pfalz und nicht weit von Ludwig, dem Träumer. Ihn würde ich auch mal wieder gern besuchen, es liegt auf dem Weg nach Heidelberg, wo ich am 12. Februar wieder einen Termin habe.

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  5. Avatar von eckehardnyk eckehardnyk sagt:

    Der soeben verfaasste Kommentar wurde nicht mal mit einem „Leider nicht möglich“ behandelt

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  6. Avatar von palina palina sagt:

    welchen Browser benutzt du?

    Ich habe Firefox.

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  7. Avatar von eckehardnyk eckehardnyk sagt:

    Den verwende ich auch

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  8. Avatar von eckehardnyk eckehardnyk sagt:

    den Feuerfuchs verwende aucch ich

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  9. Avatar von eckehardnyk eckehardnyk sagt:

    Denselben wie du (diese Antwort geb ich jetzt zum dritten Mal, mal sehen, ob einmal wieder was ankommmt)

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  10. Avatar von palina palina sagt:

    ist ja echt zum Verzweifeln.

    Da weiss ich auch keinen Rat.

    Was anderes – du hattest in irgend einen Strang hier was geschrieben von Treffen und das du demnächst in Heidelberg bist.

    Ich finde das nicht mehr.

    Vielleicht kannst du das nochmal schreiben.

    Vielen Dank.

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  11. Avatar von palina palina sagt:

    und sieh an – ich habe es gerade gelesen. Das war hier.

    So was Blödes, dass ich das hier übersehen habe.

    Ich wohne in Neustadt/Wstr.

    Gerne können wir uns mal treffen.

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