bumi bahagia / Glückliche Erde

Karma (16.7.2014)

Der PRANGER dieser Woche von Michael Winkler regt zum Nachdenken an – Dank an den Autor, sagt Luckyhans. (Quellenangabe am Ende des Artikels)

Das Karma sorgt nicht dafür, daß Sie als Regenwurm wiedergeboren werden. So gnädig ist das Karma nicht, denn das Leben als Regenwurm ist gar nicht so schlecht, wenn Sie sich von Amseln und Maulwürfen fernhalten. Der Regenwurm kennt schließlich nichts anderes. Das Karma sorgt nur dafür, daß Sie Ihr nächstes Leben als das beginnen, als das Sie dieses Leben verlassen haben. Der vormalige Roßtäuscher wird zum Gebrauchtwagenhändler, oder besser, er hat alle Chancen, ein solcher zu werden. Denn das Karma zwingt Sie nicht. Es setzt Sie an eine Wegkreuzung und bedeutet Ihnen, geradeaus zu gehen. Aber der Herr Ihres Lebens sind Sie. Nichts hindert Sie daran, den rechten Weg einzuschlagen, schon gar nicht das Karma. Oder eben links abzubiegen.

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Es gibt sie zwar nicht mehr so häufig, aber unter einem Bettelmusikanten können Sie sich sicher etwas vorstellen. Unser Beispiel-Exemplar sei männlich, habe einen Rucksack und eine Klampfe dabei. Er wandert ziellos von Ort zu Ort und lebt von der Hand in den Mund, das heißt, er gibt alles Geld, das er heute einnimmt, noch am gleichen Tag aus. Mal reichen die Einnahmen für zwei gute Mahlzeiten und eine Übernachtung mit Frühstück, mal genügt es nur für ein belegtes Brötchen und eine Parkbank. Hin und wieder nimmt ihn jemand im Auto mit, oder er hat das Geld für eine Fahrt mit dem Bus oder der Eisenbahn. Oder er spielt bei einer Hochzeit, übernachtet komfortabel und erhält am nächsten Morgen noch eine großzügige Gage. Jedenfalls durchlebt dieser Bettelmusikant alle Höhen und Tiefen, wandelt im strahlenden Sonnenschein oder kämpft sich durch strömenden Regen.

Jeder Tag ist ein neues Leben, jede Nacht ein kleines Sterben, ein Abschluß, dem ein Neuanfang folgt. Seine Kleidung, sein Rucksack und sein Instrument sind Konstanten, die er von Tag zu Tag mit sich nimmt. Wobei auch da etwas verschleißt und schließlich ausgewechselt wird, eine neue Hose, neue Schuhe – hin und wieder sind sie nötig. Tag für Tag legt er zumeist nur ein paar Kilometer zurück, er wacht morgens am selben Ort auf, an dem er abends eingeschlafen ist. Selten geht es weit voran, doch stehen bleibt er nie.

Der Bettelmusikant ist natürlich eine Analogie für einen Menschen, der sich von Leben zu Leben inkarniert. Der Mensch „erwacht“ neu geboren, hat einen langen, ereignisreichen und unvorhersehbaren „Lebenstag“ vor sich, der einträglich und erfolgreich verlaufen kann, aber auch armselig und mühevoll. Der Mensch bewegt sich, manchmal sehr weit, doch oft nur ein paar Schritte. So, wie er den Tag vollbracht hat, legt er sich abends zur Ruhe, stirbt und verbringt einige Zeit im Jenseits. Und praktisch an dem Punkt, an dem er das vorige Leben verlassen hat, tritt er in das neue ein, das ihm neue Erlebnisse und neue Erkenntnisse verheißt.

Das Karma scheint in diesem Beispiel der Rucksack zu sein, die Kleidung und das Instrument, jene Dinge, die den Musikanten alle Tage begleiten, so wie das Karma die Leben miteinander verbindet. Es paßt ganz gut, denn drückende, noch nicht eingelaufene Schuhe begleiten den Musikanten Tag um Tag, bis sich Füße und Schuhe einander angepaßt haben. Es fungiert als die Last, die wir durch mehrere Leben hindurch tragen müssen.

Das Bild ist immerhin besser als jenes, das landläufig über das Karma verbreitet wird. Danach ist schlechtes Karma daran schuld, daß jemand behindert oder in Armut geboren wird. Ja, es soll sogar bewirken, daß jemand als Wurm oder gar als Darmbakterie wiedergeboren wird. Doch was soll daran demütigend oder Strafe sein? Für den Regenwurm ist es natürlich, im Boden herumzuwühlen. Er muß auf der Hut vor Amseln und Maulwürfen sein, so wie wir Menschen uns vor heranbrausenden Lkw und lügnerischen Politikern in acht nehmen müssen. Und die Darmbakterie verrichtet ihre Arbeit, das ist für sie die übliche, ihren Bedürfnissen angemessene Umgebung. Könnte sie antworten, würde sie sich darüber nicht beschweren.

Karma ist das, was wir von diesem Leben ins nächste mitnehmen. Deshalb ist die Übernachtungsgelegenheit das bessere Beispiel. Wer sein Tagesleben auf der Parkbank beendet, beginnt sein nächstes Tagesleben auf eben dieser Parkbank. Durchnäßt, durchfroren, vielleicht sogar ein wenig eingeschneit – auf jeden Fall nicht so angenehm wie im Gasthaus, wo am Morgen auch noch ein Frühstück serviert wird. Der Rucksack hingegen zählt wie die anderen materiellen Habseligkeiten zur geistigen Entwicklung einer Seele. Die läßt sich in dem Bettelmusikanten schlecht abbilden. Darauf einzugehen, würde einen eigenen Aufsatz erfordern.

Bleiben wir bei der Übernachtung, beim Karma. Der Bettler ist auf die Großzügigkeit seiner Mitmenschen angewiesen, auf sein Glück. Trifft seine Musik auf Liebhaber, wird er besser entlohnt, hat er Pech, wird er davongejagt. Insofern stößt das Beispiel an seine Grenzen, denn für unser Karma sind wir ausschließlich selbst verantwortlich. Der Arme, der aus Not zum Dieb wird, mag dies auf sein Schicksal zurückführen, doch es ist seine Entscheidung, ob er sich mit Mundraub zum reinen Überleben begnügt oder als Räuber seine Mitmenschen überfällt. Der Reiche leidet keine materielle Not, doch auch er kann leicht zum Räuber werden, nicht vor dem Gesetz, aber als Ausbeuter seiner Angestellten. Es ist keinesfalls das Karma, das uns zwingt, böse zu werden.

Unser Bettelmusikant kann geradeaus gehen, sich nach rechts oder links wenden, er hat keine Termine, er darf nach Lust und Laune voranschreiten. Und wir? Wir sind ebenfalls frei in unseren Entscheidungen, und erst, wenn wir uns entschieden haben, sind wir an diese Entscheidungen gebunden. Anders ausgedrückt: Niemand hat Sie gezwungen, eine kaufmännische Lehre zu absolvieren und Buchhalter zu werden. Niemand hat Sie gezwungen, zu heiraten und zwei Kinder zu zeugen. Aber jetzt haben Sie, wegen Ihrer eigenen Entscheidungen, einen Beruf, den Sie nicht mögen, und die Pflicht, Frau und Kinder zu ernähren. Alles im Stich lassen, abhauen und „aussteigen“ können Sie tatsächlich, doch damit drücken Sie sich vor den Konsequenzen Ihrer Entscheidungen und belasten sich mit Karma.

Der Himmel und der liebe Gott bestrafen Sie nicht für Ihre Taten. Sie bekommen nur die Konsequenzen zu spüren. Wenn Sie das warme Ehebett gegen eine Parkbank tauschen, sind Sie eben Wind und Wetter ausgesetzt, das ist die Folge Ihres Handelns. Es wartet kein wohlgefüllter Kühlschrank und kein gedeckter Frühstückstisch mehr auf Sie, weil Sie, und nur SIE, das so gewollt haben. So funktioniert Karma.

So, wie Sie Ihr Leben beenden, gehen Sie ins Jenseits ein. Sie werden nicht mit dem Paradies belohnt oder in die Hölle verdammt, sondern Sie landen in der geistigen Entsprechung Ihres eigenen Wesens. Ihr Leben entscheidet, ob Sie in der Suite im Grandhotel nächtigen oder unter einer Brücke. Leider muß ich es materiell ausdrücken, obwohl es nichts mit Geld und Gut zu tun hat. All sein Geld kann einem Multimilliardär nicht den „Himmel“ erkaufen, wenn sein Lebenswandel ihm den Platz unter der Brücke zuweist. Er besitzt jedoch alle Eigenschaften, um in dem Feld des Jenseits, in dem er landen wird, bestens zurecht zu kommen.

Angenommen, Sie sind Raubanwalt. Ursprünglich wollten Sie für die Gerechtigkeit kämpfen, doch dann haben Sie festgestellt, daß Sie mit Abmahnungen viel leichter Geld verdienen können. Sie sind erfolgreich und allgemein gefürchtet, doch eines unschönen Tages parken Sie Ihr Cabrio mit 120 km/h unter einem Lkw-Auflieger, den Sie übersehen haben. Im Jenseits können Sie nahtlos weitermachen. Sie leben dort in einem Bürogebäude und schreiben den ganzen Tag Abmahnungen. In Ihrer Post finden Sie allerdings auch nur Abmahnungen. Sie sind Täter und Opfer zugleich, müssen sich als Raubanwalt ganzer Scharen Raubanwälte erwehren. Für mich wäre das die Hölle, aber ich werde nie dorthin gelangen, solange ich nicht plötzlich selbst zum Raubanwalt werde. Es ist Ihre Entsprechung, nicht meine. Und wiedergeboren werden Sie, oh Wunder, als Sohn eines Raubanwalts.

Sie haben sich freiwillig in die Koje mit der Aufschrift „Raubanwalt“ gelegt, folglich wachen Sie am nächsten Lebensmorgen in eben dieser Koje auf. Der Bettelmusikant zieht weiter, ergreift seine Chance, schläft an diesem Abend woanders. Als Sohn eines Raubanwalts ist es Ihre Entscheidung, das väterliche Handwerk zu erlernen, Politiker zu werden, Mafiaboß – oder etwas völlig Anderes. Sie dürfen geradeaus gehen, aber auch nach links oder rechts abbiegen. Das Karma hat Sie bis an die Wegkreuzung geführt, welchen Weg Sie wirklich wählen, ist Ihre Entscheidung.

Im Neuen Testament gibt Jesus dem Sünder die Anweisung: „Kehre um und sündige nicht mehr!“ Das ist schon alles. Aufhören und eben diese Dinge nicht mehr tun, das verändert das Karma. Sie können jederzeit den falschen Pfad verlassen. Wobei, eine kleine Einschränkung gibt es. Nur, weil Sie als Schiffbrüchiger 20 Jahre auf einer einsamen Insel leben, haben Sie nicht aufgehört, ein Raubanwalt zu sein. Der Raubanwalt steckt trotzdem noch in Ihnen, auch wenn Sie keine Gelegenheit gehabt haben, eine Abmahnung zu schreiben. Sie sind ja nicht umgekehrt, Sie wurden nur auf einem Parkplatz abgestellt, gegen Ihren Willen.

It’s nice to be a Preiß, but it’s higher to be a Bayer. Okay, blöder Spruch, zumal er noch weitergeht: But nevertheless, the best is the Hess. Damit möchte ich nur darauf hindeuten, daß es selbst innerhalb Deutschlands unterschiedliche Mentalitäten gibt. Engel Aloisius aus dem Münchner Hofbräuhaus möchte bestimmt nicht auf einem preußischen Kasernenhof wiedergeboren werden. Der klischeehaft bodenständige Westfale paßt nicht so recht in den Kölner Karneval, der sparsame Schwabe nicht zum Frankfurter Feierbiest. Auch das gehört zum Karma. Der Bettelstudent wacht da auf, wo er sich zum Schlafen niedergelegt hat. Dazu gehört die nationale Mentalität ebenso wie der Beruf.

Es hat seinen Grund, wieso eine Seele in Hinteranatolien wiedergeboren wird, oder in Nigeria, oder eben in Düsseldorf. Sie bringen eine gewisse Grundqualität mit ins Leben, und entsprechend dieser Grundqualität treten Sie in ein neues Leben. Wobei dies selbstverständlich die „natürlichen“ Bewohner betrifft, eine „rheinische Kolonie“ in Pukhet mag durchaus Seelen anlocken, die sich sonst für Düsseldorf entschieden hätten.

Das Karma bewirkt eine Art innere Führung. Sie sorgt dafür, daß sich bestimmte Eigenschaften eines Volkes erhalten, über das Biologische und die Erziehung hinaus. Banater Schwaben, Siebenbürger Sachsen – sie haben ihr Volkstum nicht nur durch ihre Sprache und Gebräuche bewahrt, sondern auch durch das Karma, durch die Anziehungskraft des Gleichen, welche eine Wiedergeburt steuert.

Das genaue Gegenteil erleben wir in den USA. Was dort einst englisch gewesen ist, hat sich weitgehend aufgelöst. Die „White Anglo-Saxon Protestants“ (WASP) sind zur zahlenmäßigen Minderheit im eigenen Land geworden. Die Werte und die Ethik der WASP wurden gezielt aufgelöst. Daß immer noch „In God we trust“ auf den Dollarscheinen steht, ist ein Relikt aus vergangenen Zeiten, die USA sind weitgehend gottlos geworden. Das Ergebnis ist eine gemischte Unkultur, die selbst auf der Kinoleinwand keine Helden mehr hervorbringt. Der moderne amerikanische Krieger ist kein John Wayne oder George Patton, der im Jeep die eigenen Truppen von vorne führt, sondern ein unbekannter Weichling mit Kindergesicht, der eine Drohne steuert, die 18.000 Kilometer entfernt Hochzeitsgesellschaften beschießt.

Amerika hat seine Seele verloren, deshalb zieht es nur noch Seelen an, die auf einer niederen Entwicklungsstufe stehen. Als Reaktion auf den eigenen Niedergang stimuliert Amerika die ganze Welt dazu, ebenfalls ihr Gesicht zu verlieren, sich kulturell aufzulösen und ins Nichts zu verschwinden.

Eine Kultur entsteht dort, wo Überfluß herrscht, denn nur, wenn die Grundbedürfnisse gesichert sich, haben die Menschen Muße und Muse, sich über die Probleme des Alltags zu erheben. Wer den ganzen Tag auf dem Feld arbeitet, hat nicht die Zeit, zu Forschen, zu Philosophieren, zu Komponieren oder zu Malen. Eine Kultur ähnelt zudem einer Pyramide: je breiter die Basis, desto höher kann sie emporwachsen, desto einzigartiger wird sie herausragen. Eine multikulturelle Gesellschaft hingegen besteht aus einzelnen Sandhaufen, wo nichts herausragt, wo Wind und Wetter sie abtragen, sie noch weiter abflachen, bis sie zur Unkenntlichkeit verschwunden sind.

Derzeit tobt ein karmischer Krieg. Die schöpferischen Kräfte, die Freiheit soll ausgelöscht werden, zu Gunsten einer gleichförmigen, einheitlichen, leicht zu regierenden Menschheit. Höher entwickelte Seelen fänden dann kaum noch Möglichkeiten zu inkarnieren. Die Erde würde zum Sklavenplaneten, bis der Ruf nach Freiheit übergroß wird und ein Aufstand die Sklavenhalter hinwegfegt. Das Ziel der Sklavenhalter ist jedoch, derartige Anwandlungen zu unterdrücken, sie im Vorfeld auszuschalten. Dies gelingt nur, indem ein solcher Impuls auf der karmischen Ebene ausgeschlossen wird.

Das 20. Jahrhundert war eine Zeit des Abstiegs. Zwar haben sich Wissenschaft und Technologie entwickelt, doch Kultur und Freiheit sind Stück für Stück verlorengegangen. Das einst christliche Abendland ist zum jüdisch-christlichen Abendland degeneriert, zu dem der Islam ebenso gehört wie der Atheismus. Toleranz heißt heute nicht mehr das Zulassen anderer Meinungen, sondern die erzwungene Akzeptanz der vorgegebenen Einheitsmeinung. Bildung bedeutet nicht mehr, breite Kenntnis möglichst vieler Dinge, um daraus eigenständig zu denken und Schlüsse zu ziehen, sondern das Auswendiglernen einer begrenzten Anzahl Dogmen, um daraus schlüssig die vorgegebene Einheitsmeinung belegen zu können.

Dies ist aber auch eine Hochzeit der Menschheit, denn noch nie in der bekannten Geschichte waren derart viele Seelen gleichzeitig inkarniert. Denken Sie an den Bettelmusikanten – inkarniert, wach, lebendig im Fleisch, bestimmen Sie den Weg, den Sie einschlagen. In jeder Sekunde dieses Lebens können Sie umkehren und nicht mehr sündigen, oder sich ganz bewußt dafür entscheiden, den Weg der Sünde zu gehen. Raubanwälte und Bankberater, Politiker und Gebrauchtwagenhändler haben in dieser Welt alle ihren Platz. Jedem steht frei, allein das Geld anzubeten, sich an die materielle Welt zu klammern und das Spirituelle völlig aus seinem Leben zu verbannen. Sie dürfen das! Es gibt keine himmlische Strafe dafür, nur wird Ihre Zukunft dann so aussehen, wie Sie sich entschieden haben.

Finden Sie eine Welt voller Sklaven erstrebenswert? In der Sie natürlich Sklavenhalter sind? Oh, auch die Stalin-Zeit war wunderbar, für ein paar wenige Auserwählte. Zumindest solange, bis sie bei Stalin in Ungnade gefallen sind. In einer Sklavenwelt gibt es keine Garantie, im nächsten Leben wieder zu den Privilegierten zu gehören. Selbst, wenn Sie in der richtigen Familie geboren werden, Ihr Karma seine Pflicht tut – sechs Jahre später wird Ihr Vater hingerichtet und Sie landen ganz unten. Dafür kann das Karma nichts, Ihr Vater ist falsch abgebogen und Sie sind noch zu jung, um den Weg selbst zu gehen.

Aber noch ist der Krieg nicht entschieden. Noch gibt es das Deutsche Reich, noch gibt es Menschen, welche die Wahrheit erkennen und die Lügen durchschauen. Und immer wieder gibt es Bekehrungen, durchbricht jemand das Lügengespinst, dringt vor zu den alten Werten, zu dem Bewährten. Dagegen hilft keine Re-Education, dagegen hilft keine Dauerberieselung im Fernsehen, dagegen helfen nicht einmal amerikanische Baller-Filme. Die Kraft ist in uns, sie läßt sich nicht auslöschen. Die Gesetze des Karmas wirken.

Das Karma ist eine zeitliche Kraft, keine ewige Verdammnis. Sie erzeugen in jeder Sekunde Ihres Lebens neues Karma und überwinden altes. Das Karma setzt Sie an einem bestimmten Punkt in die Welt, der in etwa dem entspricht, an dem Sie die Welt zuvor verlassen haben. Wohin Sie dann gehen werden, ist Ihre eigene Entscheidung. Sie tragen den Rucksack früherer Leben mit sich, Erinnerungen, derer Sie sich nicht bewußt sind. Diese Erinnerungen leiten Sie, wenn Sie diese zulassen. Es sind Gefühle, die Sie veranlassen, umzukehren und nicht mehr zu sündigen.

Die Lüge hat selbst dann noch nicht gesiegt, wenn sie die Wahrheit völlig aus der Welt verdrängt hat. Lügen sind Menschenwerk, ein paar Kartenhäuser im Sturm der Ewigkeit. Entscheidend sind nicht die Geschichtsbücher, sondern die Menschen. Mag der Sieger noch so viel in die Geschichtsbücher schreiben, seine Geschichten werden aufgedeckt und widerlegt werden.

Glauben Sie bitte nicht, daß es Zufall ist, daß Sie gerade jetzt leben. Glauben Sie auch nicht, daß dies eine Strafe wäre. Sie leben jetzt, am Wendepunkt der Geschichte, um das Zünglein an der Waage zu sein. Ein paar Aufrechte können jetzt, und nur jetzt, das Schicksal der Welt als Ganzes verändern. Nicht mit der Waffe in der Hand, nicht als Führer revolutionärer Brigaden, sondern mit ihrer Aufrichtigkeit. Jeder von uns erzeugt eine Welle im Karma seiner Mitmenschen, und alle zusammen entscheiden wir den karmischen Krieg. Mag es auch jetzt noch so dunkel aussehen, mögen uns noch so blutige Zeiten bevorstehen – am Ende erschaffen wir alle die goldene Zukunft!

© Michael Winkler

http://www.michaelwinkler.dehttp://www.michaelwinkler.de/Pranger/Pranger.html


9 Kommentare

  1. Petra von Haldem sagt:

    **** Höher entwickelte Seelen fänden dann kaum noch Möglichkeiten zu inkarnieren. Die Erde würde zum Sklavenplaneten, bis der Ruf nach Freiheit übergroß wird und ein Aufstand die Sklavenhalter hinwegfegt. Das Ziel der Sklavenhalter ist jedoch, derartige Anwandlungen zu unterdrücken, sie im Vorfeld auszuschalten. Dies gelingt nur, indem ein solcher Impuls auf der karmischen Ebene ausgeschlossen wird.****

    °°°° Dies gelingt nur, indem ein solcher Impuls auf der k a r m i s c h e n Ebene ausgeschlossen wird.°°°°

    Frage an alle Karma-Wissenden:
    Was heißt das?

    Was heißt, dass höher entwickelte Seelen kaum noch Möglichkeiten zur Inkarnation hätten?

    Sind die sogenannten höherentwickelten Seelen doch genau w e g e n dieser entzückenden Gesamtlage hier!!

    ich weiß, ich sollte Herrn Winkler fragen 😉
    hab aber Lust, hier zu fragen 😉

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  2. Lo Cypher sagt:

    …sehr romantische Erzählung.
    Ob bzgl. Karma, was Karma ist, ein Wunschdenken steht?
    Die Beschreibungen und Analogien sind doch sehr auf den menschlichen Horizont begrenzt.
    Auch hier wird wieder ein Gesichtspunkt vertreten, der unterschwellig mehr eine Fremdbestimmung als Selbstbestimmtheit verkündet.

    Das Wissen um fortwährende Existenz und die eigene Wiedergeburt in einen Körper ist das älteste Wissen der Menschheitsgeschichte.
    Die Art und die Umstände, weshalb ein Wesen wiedergeboren wird, besser gesagt wiedergeboren werden will, begründet sich auf Die Ursächliche Betrachtung, die das Wesen einst selbst erschaffen hat und sich ihr unterwarf.

    Zum Thema Seele:
    Solange irgendjemand glaubt, die Betrachtung hegt oder überzeugt sei, er habe eine Seele, ist er in einer Falle, durch die er beherrschbar und manipulierbar wird.
    – Dass eine Seele existiert,
    – dass der Mensch eine Seele hat und dennoch nicht besitzt,
    – dass „seine“ Seele sein Leben protokolliert,
    – dass die Seele weiter existiert, während der Mensch stirbt,
    – dass der Mensch irdische Führer braucht, damit er weiß, wie er wegen seiner Seele zu leben hat, was er denken darf, was er tun darf und nicht,
    – dass über „seine“ Seele ein Gott oder irgendeine, ihm übergeordnete Macht nach Gutdünken verfügt und ihn verurteilt oder belohnt,
    – dass der Mensch nach seinem Tode dennoch im Himmel glücklich oder in der Hölle schmoren kann,
    all dies sind menschliche Erfindungen und etwa 1500 Jahre alt.

    Was für ein schreckliche „Tatsache“, mit dem Gedanken durch das Leben zu gehen, dass man etwas in sich trägt, welches alles protokolliert.
    Jeden Gedanken, jedes Streben, jedes Gefühl, jede Tat – das ganze Leben! Es gibt keine eigene Intimität.
    Zu wissen, dass die Seele einen jederzeit verraten kann. Im Guten wie im Bösen und garantiert nach dem Tode.
    Wer daran glaubt, hat jede Selbstbestimmtheit verloren.

    Jene Erfindungen verfolgte nur einen Zweck, Furcht und Unterwerfung zu erzielen. (Hat ja auch ganz gut geklappt)
    Generation für Generation wurde diese irre Botschaft mit brutalen, manchmal auch mit „sanften“ Methoden in uns eingebrannt.
    Doch ganz überzeugen konnte diese Botschaft nicht.
    Der Wunsch und die Vorstellung, es gibt das eigene Weiterleben nach dem Tode, ging nie verloren.

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  3. muktananda13 sagt:

    Karma ist das Gesetz der Einheit , übertragen auf die Welt der Individuen, der Teilen. Die Einheit , welche vergessen und nicht mehr wahrgenommen wird ergibt Ursache und Wirkung.

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  4. muktananda13 sagt:

    Wer es nicht weiß, sollte sich lieber Zeit nehmen, um ZU PRÜFEN, bevor man es ablehnt.

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  5. muktananda13 sagt:

    Glauben ist nicht Wissen, der Käfig nicht der Freiheitsflug.

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  6. muktananda13 sagt:

    Auch eine Seele, welche die eigene Perfektion erklommen hat, kann jederzeit an jeder Ort wieder inkarnieren. Doch nicht mehr weil sie MUSS, sondern OB , Wo und wann sie sich wünscht.

    Ja, jede Seele ist Spiegelung , die Reflexion der Ganzheit. Auch Seelen sind letztendlich illusorisch.ES GIBT NUR EINHEIT. Doch innerhalb der Illusion wirken Vielfalt, Gesetze und Ordnung. Unwissen lehnt alles ab.

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  7. muktananda13 sagt:

    FREIHEIT IST DAS LOSLASSEN ALLER KONZEPTE. BEGINNEND MIT DEM, WAS DICH AUSMACHT.

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  8. muktananda13 sagt:

    Man kann nicht frei sein(wollen) und den Kopf samt Herz im Konzepten-Gefängnis stecken lassen.

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