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Geld

Was ist Geld?

thomas ramdas voegeli, September 2013

In Java bekommt ein Arbeiter an einem Tag so viel Geld, dass er damit 1Kilo Reis kaufen kann.
Das zeigt, dass da ein System herrscht, welches nur eines ist: Voll schräg.
Das heutige System ist darauf angelegt, dass Werte und Leistung zwangsläufig von unten nach oben fliessen, sodass Arme ärmer und Reiche reicher werden, sodass die Schere zwischen arm und reich sich mit exponential zunehmender Geschwindigkeit öffnet. Zudem muss das heutige Geldwesen systembedingt periodisch zusammenbrechen. Bei jedem Zusammenbruch verlieren die vielen Armen und die wenigen Reichen gewinnen beinahe alles.
Wie ein System bauen, welches sinnvoll ist?
Biete Haarschnitt für Reis.
Nach 4 Haarschnitten ein Kilo Reis.
Man muss ganz unten wieder beginnen. Auch in Europa.
Es ist dann ganz normal, dass es Wertscheine (=Geld) braucht, denn es kann ja sein, dass der Haarschneider den Reis erst 5 Monate später braucht.
Und wenn die Wertscheine anständig gedeckt sind, in diesem Falle mit der Arbeit von 4x Haarschneiden, dann besteht Vertrauen in den Wertschein, und er wird auch vom Werkzeugbesitzer akzeptiert:
Wertschein im Wert von 4 Haarschnitten gegen einen guten Hammer.
Dann gibt man den Wertscheinen eine Zahl, hier sagen wir mal eine 4, weil 4 Haarschnitte, dann wird allgemein üblich:
Wertschein mit der 4, der ist gedeckt im vorliegenden Falle mit 4 Haarschnitten.
Ein ander mal beginnt die Reise eines Wertscheines beim Hammerverkäufer. Jemand hat den Hammer gekauft und stellt dem Händler einen Wertschein im Wert von 1 Hammer (= 4 Haarschnitte = 1kg Reis = Wertschein 4) aus.
Es steht und fällt mit dem Vertrauen in den Wertschein.
Wenn ein Wertschein immer nur dann ausgestellt wird, wenn eine Arbeit geleistet (zum Beispiel 4 mal Haarschnitt) oder ein Wertgegenstand (zum Beispiel 1 Hammer oder 1kg Reis) dafür geliefert worden ist, besteht in den Wertschein Vertrauen.
Was heute geschieht, und schon lange geschieht, das ist blanker Unsinn. Milliarden vermeintlicher Wertscheine werden ohne Deckung ausgegeben. Kann nicht funktionieren.
Nur die, welche eine Menge davon ergattern (die soziale Spitze der Erde) können sich dafür etwas Richtiges kaufen, weil sie nämlich eine Unmenge der eigentlich wertlosen „Wertscheine“ haben.
Die Menschen, welche im alten System „Wertscheine“ nur in geringem Masse besitzen, können nur sich nur das Allernötigste damit kaufen, es ist ihnen unmöglich, an wirkliche Werte (Arbeitsleistung, Materialien, Land, Haus) zu kommen.
Wenn die Sache platzt, wenn die „Wertscheine“ allgemein überhaupt kein Vertrauen mehr geniessen, dann haben die, welche oben in der Pyramide leben, mittlerweile tonnenweise wirkliche Werte gegen die eigentlich wertlosen „Wertscheine“ eingehandelt, besitzen Ländereien, Fabriken und Villen.
Die, welche eine geringe Menge der „Wertscheine“ zur Verfügung gehabt haben, hatten nicht die Möglichkeit, sich mit wahren Werten einzudecken und stehen mittellos da.
Soweit ich informiert bin, haben schon verschiedene Gemeinschaften neue Wertscheine (Geld) eingeführt, sind stracks per Gesetz und Polizei wieder davon abgebracht worden.
Ich denke, es funktioniert nur, wenn wir wirklich wieder ganz unten anfangen. Kein Gesetz verbietet, einen Wertschein auszustellen, und kein Gesetz verbietet, mittels eines Wertscheines irgend eine Ware zu beziehen bei einem Händler, der Vertrauen in den Wertschein hat.
Es funktioniert nur, wenn es in kleinen Gemeinschaften beginnt.
Wenn dann zwei Dörfer weitgehend schon so funktionieren, das eine Dorf hat aber grüne, das andere gelbe Wertscheine, dann ist der Moment, dass sich zwei Dörfer zusammenschliessen, die Werte ihrer Scheine abgleichen und die alten grünen und gelben Scheine durch neue, meinetwegen violette Wertscheine ersetzen.
Man müsste dieses Geld unbedingt Wertschein nennen. Die Leute, auch die Kontrolleure sind so doof, dass sie vergessen haben, dass Geld eigentlich Wertscheine sein müssen und nie und nimmer von einer Zentralbank als Luft in die Welt gesetzt werden darf.
Ich lese soeben vom Minuto Geld. Minuto Geld folgt exakt meiner Idee. Schauen bei:

 

thom ram voe  November 2013


13 Kommentare

  1. ohnweg sagt:

    Hallo Thomas,
    habe soeben Deinen Kommentar in wirsindeins.org gelesen. Was das Zertifikat bedeutet weiss ich auch nicht. Aber ich werde diesen Link nicht mehr bekanntgeben. Zur Zeit schreibe ich mein Manuskript „Das Wildgansprinzip“ in Reinschrift. Danach werde ich es per PDF weiter verbreitern. Es dauert nicht mehr lange. Ich werde es dann in meinem Blog bekanntgeben. Vielen Dank für Deinen Hinweis.

    Das von Dir aufgesetzte System ist eigentlich fast das Gleiche wie ein Geldsystem. Nur, dass der Zins wegfällt mit dem man Luftgeld erzeugt und damit Sachwerte kaufen kann. Also glatter Betrug! Auch weil keine Leistung dahinter steht.

    Kurz mein geldloses Miteinander: Bildlich gesehen kann man alle Produkte und Dienstleistungen auf einen Haufen werfen und jeder nimmt sich davon was er braucht. Betrug ausgeschlossen, denn wem soll man die Waren verkaufen wenn kein Geld existiert. Und jeder kann sich nur auf einen Stuhl setzen und in einem Bett schlafen. Grundbedingung ist dabei, dass jeder zwei Stunden am Tag oder 10 Stunden in der Woche etwas leistet. Dies ist ja dann kein Frondienst, denn er erhält von seiner Geburt an alles was er zum Leben braucht. Im arbeitsfähigen Alter fängt dann sein Arbeitsleben an in dem Bereich wohin ihn seine Berufung hinzieht. Dies ist im Groben gesehen schon alles. In meinem Blog werde ich dann weiters auf dieses Gib-und Nimmprinzip eingehen. GIB SO WIRD DIR GEGEBEN! In dieser Reihenfolge.

    Dies funktioniert natürlich nur, wenn man alles zum Leben notwendige für alle Teilnehmer dieses geldlosen Prinzips zur Verfügung hat. In Mangelsituationen wird es zu Raufereien kommen. Wie im Kapitalismus. Bald werden wir ja die Auswüchse des Kapitalismus erleben. In meiner kleinen Weihnachtsgeschichte mit dem alten Mann, scheint dieses Prinzip des Gebens und des Nehmens hervor. Und natürlich auch der Nachteil des Kapitalismus. Egal welches Prinzip man anwendet. Auch Freigeld ist für die Katz.

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  2. thomram sagt:

    @Ohnweg
    Mittelfristig sehe ich unsere Welt ohne Geld.
    Als Uebergang sehe ich Geld, welches durch Leistung gedeckt ist.
    bumibahagia.com.geld/

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  3. weltohnegeld sagt:

    Ich bin da kompromissloser. Entweder, oder! Mit Ersatzsystemen wird immer eine Hintertüre geöffnet wo die Schmarotzerelite wieder auf den Plan treten kann. Entweder wird das geldlose Prinzip ersatzlos eingeführt oder der Garten Eden bleibt verschlossen. Ich kann warten oder erlebe die Ausführung meiner Erkenntnisse nicht mehr. Egal, ich lebe inzwischen glücklich in meinem privaten Garten Eden. Da muss halt ich dann Kompromisse eingehen. Aber das ist das kleinere Übel.

    Es hilft nichts wegen geistiger Blockaden ein Übergangssystem einzuführen. Das ist meine tiefste Feststellung und Überzeugung. Man sollte mutig und gerade sein. Und hiermit stelle ich meine Meinung offen dar.Das Hinbiegen hat noch niemals etwas gebracht.

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  4. thomram sagt:

    @Weltlohngeld
    In einer solchen Frage will ich nie und nimmer recht haben.
    Doch möchte ich dir als Anregung sagen:

    Wie wäre es mit (meinem Mantra) ABSICHT?
    Die Absicht ist, deine Absicht ist (meine auch), einen Umgang mit unsern wunderbaren Gütern und mit unseren Leistungen zu finden, wo Geld überflüssig wird. Jeder tut, was er gut machen kann, frei, froh, dienend – und allen ist mehr als genug gedient.

    Wie wäre es zu akzeptieren, dass es eine Ent wick lung bis da hin braucht?

    Klar werden wir irgend wann mal wieder x Beliebiges im Handumdrehen materialisieren können.
    Irgend wann mal.

    Bis da hin brauchen wir die klare Absicht. Und das, was wir beabsichtigen und täglich im auge behalten und verfolgen, das stellt sich als Realität ein …… mit zeitlicher Verzögerung.

    du sein ungeduldig Mensch welcher sein gross Idealist?
    Wunderbar. haha, ich auch.

    Doch lässt sich nix übers Knie brechen.

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  5. weltohnegeld sagt:

    Es ist mir klar, dass eine neue Welt ohne Geld nicht im Hau-ruck-Verfahren durchgeboxt werden kann. Deshalb greife ich jetzt etwas vor und werde zukünftig auch Vorschläge in meinem Blog unterbreiten die grössere Gruppen und auch regional, oder gar überregional ausprobiert werden können. Sofern man sie lässt. Ansonsten bleibt nur noch der Untergrund. Nein, nicht zum Kämpfen sondern zum Auflösen und Unterwandern der heutigen Betrugssysteme. Dies sind dann allerdings keine Kompromisse von mir. Denn entsprechende geldlose Gruppen dürfen so wenig wie möglich mit dem heutigen Geldschwindel in Berührung kommen. Nun, ist das nicht ein Angebot um uns den Diskussionsnivel zu erhalten? Mit dem privaten Garten Eden will ich einen Anstoss geben. Mit diesem kann man vieles Boykottieren. Auf jeden Fall sich geistig auf den weltweiten Garten Eden einschwingen. Der gewiss, wenn nicht mehr Verschiedenheit des Zusammenlebens provoziert wie heute mit dem Kapitalismus/Kommunismus, oder besser gesagt: Dem Konkurrenzübel. ,

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  6. Hans-im-Glück sagt:

    @ weltohnegeld:
    Das Konkurrenzübel resultiert aus dem gegenwärtigen Geldsystem.
    Wie wir wissen, wird fast alles Geld als sog. Schulden geschaffen, d.h. fast alles existierende Geld ist Kreditgeld. (bis auf das Bargeld – das ist kein Kreditgeld und läßt sich sauber kontrollieren – daher bemüht „man“ sich auch intensiv um dessen Abschaffung…)
    Da aber bei der Kreditschöpfung nur die Kreditsumme als solche geschöpft wird, bleibt der Zins erstmal „in der Luft hängen“.
    Da das Geld für den Zins nicht mit-geschöpft wurde, fehlt es im Geldsystem.

    Was bleibt den Kreditnehmern also anderes übrig, als sich diese Zinsen gegenseitig abzujagen? Daher die Konkurrenz als Prinzip.

    Dazu gibt es dreierlei zu sagen:
    a) Voraussetzung dafür, daß das Geld für die Zinsen überhaupt im Geldsystem auftaucht, ist die Neu-Schöpfung als Geld, und das kann nur über neue Kredite erfolgen.
    Daher MÜSSEN stets neue Kreditnehmer gefunden werden.
    Fallen der Einzelne und der Unternehmer mangels Konjunktur aus, muß der „Staat“ als Kreditnehmer „aushelfen“ – die Finanzlobby wird immer ihre Zinsen bekommen – egal von wem.
    Das ist auch der Grund dafür, daß regelmäßig Kredite an Leute ausgereicht werden, die diese gar nicht bedienen können.
    Wegen der „Sicherheiten“, die im Wert den Kredit ja immer übersteigen, kann die Bank aber gar nicht verlieren – sie trägt also KEIN Risiko – der Zins ist also KEINE Risiko-Prämie, wie manch einer nicht müde wird, uns immer zu erzählen.

    b) Eine Folge ist auch, daß damit im gegenwärtigen System das Geld immer knapp ist, egal wieviel davon „geschöpft“ wird.
    Was bedeutet das in einer Marktwirtschaft, wenn eine Ware knapp ist?
    Ihr Preis steigt. D.h. es wird noch bequemer für die Geld-habenden…
    Und was beobachten wir? Steigen die Zinsen? Im Gegenteil, oder?
    Also sind die Zinsen auch nicht „der Preis des Geldes“, wie uns immer gesagt wird – es ist alles nur ein „Spiel“.

    c) Die wichtigste Folge aber ist, daß die Konkurrenz den Menschen heute schon soweit „in Fleisch und Blut übergegangen“ ist, daß wir uns ein KOOPERATIVES Miteinander als Lebensgrundlage schon gar nicht mehr vorstellen können – wir mißtrauen allen und jedem tief in unserem Innern.

    Last but not least:
    Der Kredit des einen ist das Guthaben des anderen. Jeder „Schuld“ steht also immer ein gleich großes Guthaben gegenüber.
    Daher gibt es streng genommen auch keine Schuld, denn erstens ist die Bank keinerlei Risiko eingegangen, zweitens hat die Bank die Kredisumme nicht aus den vorhandenen Guthaben der Kunden bestritten, sondern per Bilanzverlängerung einfach neu erzeugt – es handelt sich also bei einem heutigen Kredit in Wahrheit um einen Wechsel auf die Zukunft. Und drittens entsteht der Bank kein Nachteil oder Verlust, wenn jemand seinen Kredit nicht mehr bedienen kann – Luftgeld bleibt Luftgeld.
    Viertens werden die Zinsgewinne der Banken ja irgendwo hin transferiert – wohin?
    Rcihtig: in die Taschen derjenigen, die sowieso schon zuviel haben, um es in ihrem ganzen Leben und in den Leben ihrer Kinder überhaupt ausgeben zu können. Also sind die Schulden des „Staates“ gar keine Schulden, denn wenn der Staat diese bezahlt, dann kann er sie ehrlicherweise nur von den Reichen nehmen – diese sind einerseits Gläubiger des Staates (per Staatsanleihen), andererseits aber auch „Schuldner“ – als Steuerzahler.
    Irrer geht es kaum.

    Wir sehen also auch hier wieder dasselbe Strickmuster: Privatisierung der Gewinne, Sozialisierung der Verluste.
    Genau daran wird der Kapitalismus zugrunde gehen.

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  7. Uli sagt:

    @Weltohnegeld:

    Ich sehe wie du in allen Systemen, wo das Geld noch ein Tauschmittel ist, keine Lösung. Egal ob ohne Zins (z.B. Umlaufgesichertes Geld) und auch wenn vom Staat geschöpft, Geld als Tauschmittel wird immer Probleme machen (Gier, Bereicherung, Neid usw). Vielleicht würde es etwas besser werden, aber ich sehe das wie du: wenn schon, dann gleich richtig.

    Es gibt aber meiner Meinung nach ein System, das als Übergangslösung absolut taugt, sofern man Lösungen für die nötigen Buchungen findet:

    http://www.informationsgeld.info/informationsgeld1.html

    Dieses Geld ist kein Tauschmittel, und somit auch nicht Geld im heutigen Sinn. Wie gesagt, ich weiss noch nicht wie man es umsetzen will, aber evtl. wären davon mehr Menschen zu überzeugen als von einem System ganz ohne Geld. Mit den Jahren würde das Informationsgeld Schritt für Schritt in eine Geldlose Gesellschaft ohne Tausch führen. Es wäre von Anfang an ein Geben und Nehmen ohne direkte Gegenleistung, also eine super Sache in meinen Augen. Evtl. könntest du dich auch im Forum einbringen? Meine Fragen und Ideen wurden leider noch nicht beantwortet.

    Auf deinem Blog muss ich mich noch einlesen. Deine Version als PDF ist noch nicht fertig oder? Hab sie jedenfalls auf die schnelle nicht gefunden 😉

    LG Uli

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  8. thomram sagt:

    @Uli
    Sei willkommen hier, in bumi bahagia, Uli 🙂

    Ich danke dir für deinen Hinweis auf das Informationsgeld.

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  9. thomram sagt:

    @Uli
    Ich lese:
    Wir haben heute die Möglichkeit, elektronisches Vollgeld zu erschaffen, bei dessen Schöpfung keine Schuldbuchung mehr anfällt. Vollgeld bedeutet dabei, dass die Bits & Bytes nicht mehr nur eine Forderung auf Geld (i.S. eines gesetzlichen Zahlungsmittels) darstellt, sondern bereits das gesetzliche Zahlungsmittel selbst repräsentiert. Dieses bleibt aber stets im Eigentum der Kunden, die Bank stellt nur noch ihre Computer als Treuhänder zur Verfügung (so wie früher den Tresor für die Goldmünzen der Kaufleute).

    Wer immer heute Geld zur Bank trägt, verliert daran sein Eigentum. Die Bank ist neuer Eigentümer, dem Kunden verbleibt nur eine „Forderung auf Geld“!

    Ich habe Mühe, das zu verstehen.

    Eine entsprechende Vollgeldreform wird heute auch von einem Beraterstaab des IWF gefordert.
    Wenn etwas nach IWF riecht, bin ich oberstskeptisch.

    Durch diese Reform wäre ein Geldsystem möglich…
    … ohne Schuldbuchung bei der Geldschöpfung…
    … ohne Anfall von Zinsen…
    … ohne Insolvenzen und Enteignungen…
    … ohne Steuern…
    … ohne Inflation!

    Elektronisches Vollgeld kann jederzeit auch ohne Schuldbuchung („Forderung an Verbindlichkeit“) geschöpft werden.
    Der entsprechende Buchungssatz lautet einfach:
    kassa an eigenkapital
    In der Kassa entstehen dann die elektronischen Zahlungsmittel (sie sind bereits das „Geld“ und stellen keine „Forderung auf Geld“ mehr dar) und im Eigenkapital wird sichtbar, dass wir alle (Bürgerinnen und Bürger) MiteigentümerInnen der „Demokratischen Zentralbank“ sind. Diese Geldschöpfungsbuchung „Kassa an Eigenkapital“ beruht auf einem demokratischen, gesetzlichen Beschluss, der die gesamte Bevölkerung mit Kaufkraft versorgt („bedingungsloses Grundeinkommen“).

    Es wird jedoch wichtig sein, dass zugleich auch ein neuer Mechanismus für die Preissetzung entwickelt wird, denn das „Gesetz von Angebot und Nachfrage“ würde sofort wieder zu Verknappung von Gütern und Leistungen (und damit zu Inflation) führen, falls Kaufkraft im Übermaß der Bevölkerung zur Verfügung gestellt wird. Ein zugleich auch preisreguliertes bedingungsloses Grundeinkommen wird nachfolgend als „bedingungslose Grundversorgung“ bezeichnet.

    Kann mir jemand erklären, wie ich beim Bäcker Brot kaufe?
    Hier ist zwar schon vorgerückte Stunde, aber ich bin nur mit Wasser besoffen. Um dieses System zu verstehen, braucht mein Bauernverstand konkrete Beispiele des Handelns.

    @Uli
    Bitte verstehe mich richtig. Du bist neu hier und könntest denken, dein Hinweis sei wenig willkommen.
    So ist es nicht!
    Das System, auf welches du weisest, ist mir neu, mich interessiert es, und einige Leuts hier wird es interessieren!

    Bloss eben – ich kann mir (noch) nicht vorstellen, wie das funzt.

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  10. Uli sagt:

    @thomram
    Gerne geschehen 🙂 Auch hier werde ich mich noch viel umsehen, da gibts ja Unmengen zu lesen 😀 Bin schon länger daran, Bekannten eine Welt ohne Geld zu erklären, es ist aber sehr schwierig. Aber immerhin rund ein Drittel findet das sehr interessant, eigentlich gar nicht mal wenig.

    Wahrscheinlich kommen wir tatsächlich nicht darum herum, in einem relativ kleinen Gebiet einfach anzufangen so zu leben. Aber auch das ist nicht gerade einfach. Ich grüble schon lange an Lösungen, um so etwas zu starten, aber es ist richtig richtig schwierig.

    Franz Hörmann, das ist der Hauptakteur des Informationsgeld, versucht zur Zeit gegen Banken zu klagen. Er glaubt, dass, egal ob man den Fall verliert oder gewinnt, man letztlich nur gewinnen kann, da dann viel mehr über das heutige Betrugssystem Bescheid wissen (klar, das wird von grossem Medieninteresse sein):

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/03/02/oesterreicher-planen-sammelklage-gegen-kredit-system-der-banken/

    Ich vermute mal, dass er sich zur Zeit vor allem auf diese Sammelklage konzentriert, und dann später versuchen wird, das Informationsgeld einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Bin mal gespannt, ob die Strategie tatsächlich aufgeht, ich glaube noch nicht so recht daran.

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  11. thomram sagt:

    Ja hallo Uli.
    Hörmann is für mich – auf Grund dessen, was ich von ihm schon reingezogen habe – ein Gütesiegel.

    Du scheinst mir – schneller erster Eindruck – jemand zu sein, welcher guten Willens ist und unvoreingenommen forscht. Prima. Passt. In bumi bahagia (ich meine die reale Erde, nicht den Blog, lach) werden alle Menschen so handeln.

    Ich habe eine Anlaufzeit von 5 Jahren gebraucht, bis ich das herrschende Geldsystem (so hoff ich) endlich verstanden habe. Was mir dabei auffällt:
    So idiotisch blöd bin ich – auch andere Mönschs bestätigen mir das – eigentlich nicht, warum hab ich so lange gebraucht?

    Ich muss wirklich und wahrhaftig annehmen, dass 999Promille der „Fachleute“ das herrschende System selber nicht verstehen, sonst wäre ich in meiner Suche innert Tagesfrist drauf gekommen, wie es funzt.

    Oder aaaaaaber das Netz ist zu 999Promille mit verwirrendem Geschwafel von Leuts, welche das System verstehen und per irrlichternden Ansagen verstecken verstopft. Wohl eher das.

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  12. Uli sagt:

    @thomram

    Also ehrlich gesagt, weiss ich auch noch nicht so genau, wie es funzt 😀 Ich hab dem Herrn Hörmann auch geschrieben, dass noch viel Feinschliff nötig ist, damit es jeder versteht. Auf jeden Fall hat es so gut wie nichts mit Vollgeld im herkömmlichen Sinn zu tun, es ist etwas total anderes.

    Den Grundansatz habe ich wohl verstanden, aber bei den Details weiss ich nicht, ob sich das Hörmann so denkt wie ich. Ich sehe das ungefähr so:

    Nehmen wir mal an, wir würden es tatsächlich schaffen, das System im ganzen Deutschsprachigen Raum, als DACH einzuführen. Als erstes würde man eine demokratische Bank gründen, dessen Eigentümer das Volk ist. Dazu würde man bestehende Bankinfrastruktur verwenden. Dann würde man aus Luft Unmengen an „Geld“ schöpfen. Alle Häuser, Fabriken, öffentliche Anlagen, Rohstoffe und alle Grundstücke würden von der Bank (also vom Volk) abgekauft, und den ehemaligen Besitzer (nach einer Formel die ich noch nicht kenne) Guthaben (Kaufkraft) gutschreiben.

    Auch alle ehemaligen Bankguthaben würden als Informationsgeld neu verbucht, und alle Schulden erlassen. Auch Menschen ohne jegliches Eigenkapital erhielten ein Mindestmass an Kaufkraft gutgeschrieben.

    Wie wird gearbeitet:

    Z.B. ein Bäcker holt sich die Rostoffe kostenlos in einem Verteilzentrum, und produziert damit das Brot. Für seine Arbeit erhält er Kaufkraft gutgeschrieben. Wer das Brot kauft, löscht auf seinem Konto den entsprechenden Betrag, der Bäcker erhält dafür aber nichts, denn er hat den Lohn für die Arbeit ja schon bekommen.

    Beispiel Bauer:
    Er arbeitet so viel wie er mag, und bekommt für jede Stunde Arbeitszeit Kaufkraft (also das Informationsgeld) gutgeschrieben. Er kann auch nur 1 Tag die Woche bauern, und vielleicht noch 1/2 Tag betagte betreuen, wie er gerade mag und je nach dem wie viel Kaufkraft er benötigt (das gilt natürlich für alle anderen Berufe auch, und eben auch Altenpflege und Kinderbetreuung usw. werden entlöhnt). Wenn nun der Bauer etwas zu ernten hat, kann er dies selten alleine bewältigen. Er kann z.B. online Arbeit ausschreiben, wo man sich dann eintragen kann. Jeder, der bei der Ernte hilft, bekommt ebenso wie der Bauer von der Bank wieder für jede Stunde Kaufkraft gutgeschrieben. Die Ernte wird kostenlos bei Verteilzentren abgegeben. Die Kunden, die z.B. Äpfel kaufen, löschen den Kaufbetrag von ihrem Konto. Der Bauer erhält wiederum nichts dafür, denn er wurde ja schon für die Arbeit bezahlt.

    So läuft das in allen Berufen, Rohstoffe sind immer kostenlos bei Verteilzentren zu bekommen, da ja die Hersteller/Förderer/oderwieauchimmer bereits ihren Lohn für die geleistete Arbeit bekommen haben. Bezahlt werden nur Endverbraucherprodukte wie Pkw, Essen, Kleider, usw.

    Wohnen ist kostenlos, und man kann auch frei den Wohnort wechseln, sofern was passendes frei wird und niemand etwas einzuwenden hat. Reperaturen, Neubauten, Renovationen funktionieren nach dem gleichen System: Jeder der daran arbeitet, bekommt umgehend seine Kaufkraft, die nötigen Rohstoffe können kostenlos bei Verteilzentren geholt werden.

    Wie kaufen wir Rohstoffe, die nicht genügend oder gar nicht in DACH zu gewinnen sind: Als wichtigste Rohstoffquelle sehe ich das Recyceling und das Vermeiden von Plastik. Wir werden wahrscheinlich Lebensmittel vermehrt offen kaufen, oder in Mehrweggläser abgefüllt. Um Erdöl für Treibstoff zu kaufen, werden wir vielleicht Güter produzieren (z.B. Solarpanels) und diese dann tauschen (solange nicht die ganze Welt mitmacht, werden wir für solche Güter noch tauschen müssen). Vielleicht werden wir auch einfach Geld aus Luft erzeugen wie bisher, und hoffen dass es niemand merkt 😀 . Wir werden wohl auch deutlich weniger Treibstoff verbrauchen, da wir viel mehr regional produzieren und verarbeiten werden. Ausserdem werden wir evtl. versuchen, sehr viel Solarstrom zu erzeugen, und die Autos und Lkws auf Wasserstoffbetrieb umrüsten, und später mehr und mehr den Wasserstoff direkt mittels Brennstoffzellen im Fahrzeug wieder in Strom umwandeln.

    Laut Hörmann werden alle Produkte, die im Überfluss existieren (also z.B. Brot) kostenlos sein. Güter die nicht im Überschuss vorhanden sind, werden versteigert. Wir werden also versuchen, so viel wie möglich im Überfluss (oder besser nach dem nötigen Bedarf, das reicht) zu produzieren, so dass sehr schnell nur noch Luxusgüter kostenpflichtig sind. Mit der Zeit werden sogar diese kostenlos sein, und dann haben wir dann die Welt ohne Geld.

    Was in meinen Augen noch nicht gelöst ist:

    Wer und wie schreibt die Guthaben auf dem Konto gut, wenn ich eine Arbeit geleistet habe? Wer und wie kontrolliert man Missbrauch? Ich habe im Forum schon einen simplen Vorschlag gemacht, und vermute, dass es sogar funktioniert. Fraglich ist nur, ob das von Kritikern so geduldet wird, denn im Grunde könnte so jeder buchen wie er will (quasi schon eine Welt OHNE Geld).

    Laut Hörmann würde man Drecksarbeit besser belohnen als schöne Arbeit. Die verschiedenen Ansätze würde man demokratisch online bestimmen, auch dazu habe ich schon Gedanken im Forum gepostet. Aber eben, ich weiss zur Zeit überhaupt nicht, ob ich vieles falsch sehe. Ich habe viele Interviews und Vorträge von Hörmann angeschaut, und dadurch immer etwas mehr verstanden. Auf jeden Fall wäre eine viel bessere Erklärung des Systems sehr wichtig, und ich hoffe sehr dass da was kommt. Ich würde da auch gerne mithelfen, aber im Forum hat noch niemand reagiert.

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  13. Uli sagt:

    Zitat:
    „Ja hallo Uli.
    Hörmann is für mich – auf Grund dessen, was ich von ihm schon reingezogen habe – ein Gütesiegel.

    Du scheinst mir – schneller erster Eindruck – jemand zu sein, welcher guten Willens ist und unvoreingenommen forscht. Prima. Passt. In bumi bahagia werden alle Menschen so handeln.

    Ich habe eine Anlaufzeit von 5 Jahren gebraucht, bis ich das herrschende Geldsystem (so hoff ich) endlich verstanden habe. Was mir dabei auffällt:
    So idiotisch blöd bin ich – auch andere Mönschs bestätigen mir das – eigentlich nicht, warum hab ich so lange gebraucht?

    Ich muss wirklich und wahrhaftig annehmen, dass 999Promille der “Fachleute” das herrschende System selber nicht verstehen, sonst wäre ich in meiner Suche innert Tagesfrist drauf gekommen, wie es funzt.

    Oder aaaaaaber das Netz ist zu 999Promille mit verwirrendem Geschwafel von Leuts, welche das System verstehen und per irrlichternden Ansagen verstecken verstopft. Wohl eher das.“

    Bei mir war es so, dass ich mich gar nie damit beschäftigt habe, bis ich irgend wann das Buch „Ami der Junge von den Sternen“ gelesen habe. Darin wird u.A. auch eine Welt ohne Geld beschrieben, und da hat es bei mir Klick gemacht. Aber ich hatte nie einen Plan, wie man sowas einführen könnte. Mir war schnell klar, dass unser Geldsystem eine Katastrophe ist, aber eben, ich wusste nicht, wie man eine Gesellschaft ohne Geld einführen soll.

    Dann hab ich irgendwann Plan B von der Wissensmanufaktur entdeckt, und mich lange damit befasst. Ich finde Plan B viel besser als das heutige System, darum wurde ich da Mitglied, auch wenn es mich sehr störte, dass man in diesem System immer noch mit Geld arbeitet.

    Erst vor ca. 2 Monaten hab ich dann Hörmann entdeckt. Am Anfang hatte ich keinen Plan, was er überhaupt will. Mehr und mehr wurde mir aber die Genialität dieses Mannes bewusst. Er denkt viel weiter als man denkt. Sein Ziel ist definitiv die Geldlose Gesellschaft ohne Tausch.

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