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Verlorene Generation?

In Gesprächen und neuerdings auch in den MVM ist zu hören/lesen, daß die Generation, die heute zwischen 15 und 40 Jahre alt ist, eine verlorene sei: arbeitsscheu, lernunwillig, nur Ansprüche stellend, aber keine Pflichten haben wollend. Freilich ist das Unsinn… –
Hans Ludwig (LH), 15. August 2026 – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

Die heutige Gesellschaft hat sogar für diese Gruppe zwischen 15/16 und 24/29 Jahren (jeder legt die Grenzen fest, wie er es grade braucht) eine ‚gängige‘ Abkürzung gefunden: NEET, und laut OECD, der Internationalen Arbeitsorganisation der UNO, gehören über 257 Millionen junge Menschen in diese Kategorie.
D.h. sie seien weder beschäftigt noch in Aus- oder Weiterbildung, lebten daheim bei Eltern oder Großeltern und – so der unausgesprochene ‚offizielle‘ Verdacht – würden den ganzen Tag im Weltnetz rumhängen und spielen.

Sie würden überall nur Ansprüche stellen und wären nicht bereit, Verantwortung zu übernehmen…
Nun, sollte das so sein, dann wäre doch zuerst zu hinterfragen, was man diesen Kindern damals in der Schule erzählt hat: ob mn ihnen nur beigebracht hat, welche RECHTE sie hätten, aber nicht, daß damit auch Pflichten verbunden sind… das wäre zumindest eine plausible Erklärung – und stimmt mit meinen eigenen Erfahrungen als Vater überein…

Von Land zu Land unterschiedlich, stellen sie angeblich zwischen 27% (Türkei) und 7% (Norwegen) der Gesamt-Bevölkerung, für Germanien werden 10% angezeigt (2025). Wobei wir den zweifelhaften „Wert“ solcher und anderer Statistiken kennen: sie sind eher Propaganda- und Manipulations-Werkzeuge im Dienste der jeweiligen Pulle Tick.

Abgesehen davon, daß man dem „übrigen“ Teil dieser Generation mit solchen Pauschal-Bewertungen gewiß Unrecht tut, denke ich, daß hier ein differenziertes Herangehen gefordert ist.
Tun wir’s.
Sinnvollerweise erstrecken wir dabei den Zeitrahmen auf alle jungen Leute, die heute zwischen 15 und 40 Jahren sind.

Viele dieser jungen Leute, die – mehr oder weniger gezwungenermaßen – noch bei Eltern oder Großeltern wohnen, machen sich dort unterstützend in Haus und Garten nützlich; viele gehen ungeregelt, ohne Steuerkarte, dieser oder jener Beschäftigung nach, oft bei Kleinstunternehmern, die sich einen ‚offiziellen‘ Angestellten steuerlich nicht leisten können; andere eignen sich im Weltnetz bei Vorträgen, Kurzvideos und Fern-Lehrgängen Wissen und Fertigkeiten an, die sie dann im täglichen Leben einsetzen, ohne dafür einen „Abschluß“ zu haben, und so weiter.
Alle diese (und die anderen, Nicht-NEETs selbigen Alters) so „über einen Kamm zu scheren“, kann nur falsch sein.

Freilich gibt es in jeder Generation auch „geborene Parasiten“, meist aus reichem Elternhaus, das sich nicht um ihr Heranwachsen gekümmert hat (außer vielleicht ihnen alle möglichen „geforderten“ Gimmicks zu kaufen) – junge Leute, welche nie den Zusammenhang von Rechten und Pflichten, von Ursachen und Folgen, von Worten/Taten und Verantwortung kennengelernt haben und ihre wertvolle Lebenszeit teilweise „wegwerfen“.
Aber diese sind nicht kennzeichnend für die jeweilige Generation. Und meist bringen entsprechende Ereignisse auch diese Jugendlichen rechtzeitig auf einen besseren Weg…

Die entscheidende Frage ist doch aber: wie kommt es, daß junge Leute nicht „jobben“ wollen, nicht im jetzigen „Bildungssystem“ verdummt werden wollen und keinen Bock haben, sich im Sozialamt oder von den Agenten der Kapitals in den sog. Arbeitsagenturen erniedrigen zu lassen?
Welches sind – möglicherweise oder wahrscheinlich – die Gründe?

Dazu schauen wir uns – ganz freud-haft – deren Kindheit und frühe Jugend an. Denn die Wirklichkeit – die ständige Veränderung – läßt sich nur in ihrer Dynamik verstehen.

Diese jungen Menschen wurden zwischen 1986 und 2011 geboren, anfangs in ein Land hinein, das nicht in der Lage war, die historische Chance einer Neugestaltung, die sich vor allem durch die gesellschaftliche Entwicklung in der UdSSR bot, aber z.T. auch im Grunzgesetz ‚vorgeschrieben‘ war, zu nutzen und einen Neuanfang zu wagen.
Es wäre doch möglich und sinnvoll gewesen zu versuchen, aus beiden – recht unterschiedlichen – Gesellschaftssystemen das jeweils Beste zu übernehmen und etwas wirklich Neues auszuprobieren…

Klar, die Mächtigen im Westen (und damit meine ich nicht die Beauftragten der Verwaltungs-‚Organisation der Modalität einer Fremdherrschaft‘ in Bonn) hatten an solch einer Entwicklung keinerlei Interesse – sie lebten weiter in den Dogmen des – angeblich grad gewonnenen – 45jährigen Kalten Krieges 1.0 und waren im (irrtümlichen) Siegestaumel, träumend vom „Ende der Geschichte“…
Und deren Handlanger in Bonn waren zu blöd, die damit verbundenen Chancen (auch für ihre eigene geopolitische ‚Karriere‘!) zu erkennen und die schrittweise Befreiung von der Fremdherrschaft zu wagen: wohl zu lange waren sie daran gewöhnt worden, daß andere für sie denken – und entscheiden…

Ja, in dieses Chaos hinein wurden diese Menschen geboren. Die Euphorie der – sich später als ‚vergiftet‘ erweisenden – ‚Vereinigung‘ und der gewonnenen Fußball-WM war ihnen entgangen.
Was sie wachsend erlebten, war der schnelle Niedergang in ‚Neufünfland‘, die verzweifelte Job-Wanderungsbewegung in den Westen, die Übernahme aller Ost-Führungspositionen durch unfähige Leute, die im Westen nichts geworden waren (da alle ehemaligen SED-Genossen und alle ehemaligen DDR-Staatsapparat-Mitarbeiter einfach per politischer Entscheidung aus dem Wettbewerb um diese Posten ausgeschlossen wurden) und der langsam einsetzende Sozialabbau im Westen, nachdem die Gewinne aus dem Verspeisen der materiellen Werte der ehemaligen DDR aufgebraucht waren.

Sie sahen anfangs als Kinder, wie die ‚Ossis‘ sich den ‚Wessis‘ unterordnen mußten und manchmal – offen oder schlecht versteckt – als Menschen 2. Klasse behandelt wurden.
Sie sahen später als Kinder, wie die verkündeten „unverrückbaren“ Grundsätze – darunter die Moral und Ethik, die ‚Menschenrechte‘ aus dem Grunzgesetz und viele andere Normen und ‚Gewohnheiten‘ – von immer weniger Menschen beachtet wurden.
Sie sahen als Kinder zunehmend, wie wichtige Werte, wie Ehrlichkeit, Verläßlichkeit und Wahrhaftigkeit zur Beliebigkeit mutierten, wie Gier, Neid, Haß und Geiz von den Menschen Besitz ergreifen, bis die letzten Hemmungen fallen…

‚Clever sein‘ wurde gleichbedeutend mit ‚unehrlich sein‘, ‚andere ausnutzen‘, und so weiter. Die häßliche Fratze des Raubtier-Kapitalismus, von der ihnen kein Parteisekretär je erzählt hatte, blickte ihnen offen ins junge Gesicht.
Nein, es möge bitte keiner daherkommen und sagen, daß sie das alles nicht sehen konnten: Kinder haben sehr feine „Antennen“ für die Stimmung der Eltern, Nachbarn und Verwandten. Sie hören den Gesprächen still zu und verarbeiten das später…

So wuchsen sie auch in die Resignation der Älteren hinein, die sich gegen diese systematische Niederhaltung der Deutschen (wir erinnern uns: auch dazu war jener Kriegspakt 1949 gegründet worden – keep germans down) nicht wehren konnten, obwohl sie gerade in diesen Jahren – und in den darauffolgenden – viele erstaunlichen Fakten und aufschlußreiche historische Tatsachen aus dem Weltnetz „ausgraben“ konnten, bevor auch dort – ab 2014, spätestens mit dem Kronenwahn – die durchgängige Gleichschaltung der Interpretationen einsetzte.

Aber gegen die Ignoranz der meisten indoktrinierten ‚Satten‘, den massiven Druck der LMVM und das brutale Vorgehen der BRvD-Gesellschaft gegen alle offen auftretenden Andersdenkenden – wir erinnern uns an jene Menschen im hohen Alter, welche für ihre einfachen Aussagen zum hohlen Klaus für mehrere Jahre ins Gefängnis geworfen wurden – war für die wenigen Erwachenden nicht anzukommen.

Das alles beachtend, scheint es doch gar nicht mehr so verwunderlich, daß diese jungen Menschen auch ohne tieferes Wissen um die historischen Zusammenhänge mit diesem Land, seiner Verwaltung, seinen Besetzern und Besitzern nichts zu tun haben wollen.
Weshalb sollten sie fleißig arbeiten gehen, wenn doch der größte Teil der erarbeiteten Mehrwerte ihnen vorenthalten wird?

Weshalb sollten sie sich in einer ‚Arbeitsagentur‘ melden, wenn sie dort ja doch immer nur ‚Jobangebote‘ offeriert bekommen, die so schlecht bezahlt sind, daß man davon auch als Einzelner kaum leben kann, geschweige denn sich Familie, Häuslein und Gärtlein anzuschaffen?
Im Gegenteil, dort wird ihnen für die Ablehnung dieser verlogenen „Knochenjobs“ noch die „Stütze“ – die doch das Existenzminimum darstellt und auf keinen Fall verringert werden darf – gekürzt: wer, der noch bei Troste ist, wird da wieder hingehen?

Weshalb sollten sie sich in ein sichtbar degradierendes Bildungssystem „einordnen“, wenn am Ende jeglicher Aus- und Weiterbildung – trotz guter Abschlüsse – anstelle einer lohnenden Arbeit ja doch nur diese eben beschriebene aussichtslose Frust-Erniedrigung stehen wird?
Weshalb sollten sie versuchen, ein eigenes ‚Geschäftchen‘ aufzumachen, wenn auf offiziellem Wege da schon lange kein Weg mehr hineinführt, weil Vorschriften, Steuern und EU-Vorgaben jegliches Wachstum desselbigen von vorn herein unmöglich machen?

Seht euch doch um, wie die Realität dieser Syphilisation ausschaut: menschenfeindlich, ausbeutend, parasitär, unterdrückend, paranoid, mit ‚Führungspersonal‘, das rücksichtslos und psychopathisch ist…
Und „dank“ dem kleinen Viereck sind ja auch alle ständig überwacht, kontrolliert, werden beobachtet und ihr Dossier vervollständigt, DAS sehen sie schon, denn doof sind die jungen Leut keinesfalls… Es gibt daher auch keine Freiräume für eine ‚innere Emigration‚, wie sie die DDR-Wirklichkeit noch bot.

Und es gibt keine echte äußere Alternative mehr, da auch Kuba und Nord-Korea nach und nach an den Rand des Abgrunds gedrängt werden: „mach doch rüber“ geht nicht mehr, denn ein echtes „drüben“ gibt es nicht mehr.

Gut, der Iran wäre noch eine lohnende ‚offene Gesellschaft‘, die unabhängig von Glauben und Überzeugungen jedem eine Chance bietet, aber Krieg als Alltag (bis auf weiteres) ist nicht für jede/n akzeptabel…
Und in der heutigen RF ist noch lange nicht sicher, ob sie bis zum (angeblich bereits im Wochenbereich, also in 4 – 40 Wochen) bevorstehenden Zusammenbruch des Welt-Finanz-Systems BWS sich selbst wird behaupten können, ohne in einen mörderischen Krieg gegen die EU-Nato hineingezogen zu werden… Obwohl: Sibirien wäre wohl weit genug weg vom möglichen „Schauplatz“, der sich wohl auf Mitteleuropa konzentrieren wird…
Und China ist ein Land „nur für Chinesen“, das muß man schon mögen, als ‚Langnase’…

In meiner recht einfachen Weltsicht ist momentan kaum ein gangbarer Fluchtweg sichtbar, was bedeutet, daß jede/r sich dem Umschwung stellen muß.

„Bleibe im Lande und nähre dich redlich“ ist eine gute grobstoffliche Empfehlung.
Nicht nur für jene hier besprochene Generation, die sich – aus meiner Sicht – sehr vernünftig verhält…

Darüber hinaus hilft m.E. nur, sich mit dem wahren Menschenbilde, das aus physischem Leib, feinstofflicher Seele und deinem Geistanteil besteht, vertraut zu machen.
Dann eröffnen sich weitere Wege, ja ganze Welten…
– – – – – – –

P.S.
Freilich ist heute auch der „esoterische“ Bereich fest in den Händen der Manipulateure, daher obacht, immer schön überlegen, was da wirklich gewollt/ getan wird…
Ein Beispiel zur Veranschaulichung:
Wenn versiegelte Tonträger aus Nordamerika zum Verkauf angeboten werden, auf denen angeblich jene hilfreichen Schwingungen für die Herstellung einer besseren Verbindung zwischen den beiden Gehirnhälften aufgespielt sein sollen, dann komme ich stark ins Nachdenken.

Denn zum einen sind diese Verkäufer bei diesem ‚Geschäftsmodell‘ in keinerlei Hinsicht für irgendwelche Folgen haftbar zu machen, denn niemand ist verpflichtet, die Dinge, die er verkauft/ vertreibt, auch an sich selbst auszuprobieren.
Zum anderen sollte jede/r sich gut überlegen, ob er sein Hirn und seine Seele der Einwirkung irgendwelcher Frequenzen öffnet, die direkt aus jenem Land kommen, in welchem schon vor 50 Jahren (gockele Project MK-Ultra) die Beeinflussung/ Lenkung des Menschen unterhalb der Bewußtseinsschwelle zu einer gewissen Perfektion gebracht worden war…
Und wer daran glaubt, daß jenes Projekt für ein solches absolutes Machtinstrument mal soeben eingestellt (und nicht heimlich fortgeführt) wurde, der möge bitte dem Osterhasen und dem Weihnachtsmann einen schönen Gruß von mir bestellen.
Klar, jede/r ist selbst ‚Person‘ genug, um das für sich zu entscheiden; die wichtige Frage ist nur, ob das immer Veränderungen sind, die mensch ggf. wieder rückgängig machen kann… jede/r entscheide mit der eigenen Risiko-Bewertung…

N.B. freilich gibt es jene „binaural beats“ auch auf dem Durohr, aber dort gilt – erst recht und noch viel mehr – exakt dasselbe… Vertrauen mag gut sein, gesund bleiben ist aber gewiß besser.


8 Kommentare

  1. Avatar von Ost West Divan Ost West Divan sagt:

    Die jungen Leute sehen den Selbstbetrug der sogenannten Erwachsenen. Das System lässt keinen Wandel zu. Durch den technologischen Fortschritt steigt die Arbeitslosigkeit, die großen Konzerne fressen die Kleinen, aber das System suggeriert weiter, es gibt Arbeit für alle. Man muß nur zum Arbeits“amt“ gehen, und schon hat man einen Job. So denken auch weiter viele Leute. Aber das ist eine Illusion. Und diese Illusion wird weiter aufrecht erhalten, allein durch die Verwaltung der Arbeitslosen. Und das ist nur ein Beispiel, wie das System keine Erneuerung zulässt, was unabdingbar in den Ruin des Systems führen wird. Leider geschieht das sehr langsam. All diese Dinge sind den jungen Leuten wahrscheinlich bewusst. Innerlich verachten wahrscheinlich Viele davon dieses korrupte System.

    Gleichzeitig gibt es aber auch die „Gewinner“ in dieser Generation, die gelernt haben sich anzupassen und vollkommen unpolitisch sind. Sie tun alles für das berufliche Fortkommen . Fast wie in den 50 ziger Jahren des letzten Jahrhunderts!? Man könnte meinen, diese jungen Leute der „Gewinner „sind spießiger und angepasster als ihre eigenen Eltern. Aber sie sind auch nur ein Teil des großen Ganzen.

    Das System ist der Stillstand pur, so geht das seit Kohl immer nur in eine Richtung-nach unten. Wo wir hingehen werden, weiß niemand zu sagen. Wenn die Menschen das Heft selbst in die Hand nehmen würden und ein Ziel hätten, dann könnte man wissen , was man will und wo es hingeht in der Zukunft. Aber die Leute werden getragen von äußeren Einflüssen, die andere bestimmen.

    Aber jeden Tag kann etwas passieren, das etwas in den Menschen auslöst., und sie beginnen etwas Neues und Schöneres aufzubauen.

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  2. Avatar von Ost West Divan Ost West Divan sagt:

    Seneca-Vom glückseligen Leben.

    „Beim Lesen dieser Zeilen existieren nicht die 2000 Jahre dazwischen, es ist erstaunlich, wie beredt diese Leute waren, die Verantwortung hatten für etwas wie einen Staat, und wie weit wir heute davon entfernt sind… sage ich mal wie ich es empfinde und ich empfinde weiter, dass wir heute in totaler Sittenlosigkeit leben, was nichts mit der Kirche zu tun hätte…sondern Sittenlosigkeit in Bezug auf Verdummung und Verblödung und Gleichgültigkeit.-.man muß sich schämen Angesichts solcher Gedanken, die vor langer Zeit gedacht wurden, und denen wir heute nicht das Wasser reichen können)

    „I. (1.) Glückselig zu leben, mein Bruder Gallio, wünschen Alle, aber um zu durchschauen, was es sei, wodurch ein glückseliges Leben bewirkt werde, dazu sind sie zu blödsichtig. Und zu einem glückseligen Leben zu gelangen ist eine so gar nicht leichte Sache, daß Jeder sich um so weiter davon entfernt, je rascher er darauf losgeht, wenn er einmal den Weg verfehlt hat; denn führt dieser nach der entgegengesetzten Seite, so wird gerade die Eile der Grund einer immer größeren Entfernung. Man muß daher zuerst vor Augen stellen, was es sei, worauf man sein Streben richtet; sodann hat man sich darnach umzusehen, auf welchem Wege man am schnellsten dazu gelangen könne, indem man schon auf dem Wege selbst, wenn er nur der rechte ist, einsehen wird, wie viel davon täglich zurückgelegt werde und um wie viel näher man dem Ziele gekommen sei, zu dem uns ein natürliches Verlangen hintreibt. (2.) So lange wir freilich überallhin herumschweifen, keinem Führer folgend, sondern dem verworrenen Gelärme und Geschrei der uns nach ganz verschiedenen[120] Seiten hin Rufenden, wird unser so kurzes Leben unter [stetem] Irregehen verfließen, auch wenn wir uns Tag und Nacht um eine richtige Ansicht bemühen. Daher entscheide man sich, sowohl wohin man wolle, als auf welchem Wege, und nicht ohne einen kundigen [Führer], der das, worauf wir zuschreiten, [bereits] erforscht hat, weil hier nicht dasselbe Verhältniß Statt findet, wie bei den übrigen Reisen. Bei jenen lassen uns ein Fußpfad, den man festhält, und Bewohner [der Gegend], die man befragt, nicht irren, hier aber täuscht gerade der betretenste und besuchteste Weg am meisten. (3.) Deshalb haben wir auf Nichts mehr zu achten, als daß wir nicht nach Art des Viehes der Schaar der Vorangehenden folgen, fortwandernd nicht, wo man gehen soll, sondern wo [von Andern] gegangen wird. Und doch verwickelt uns Nichts in größere Uebel, als daß wir uns nach dem Gerede der Leute richten, indem wir das für das Beste halten, was mit großer Zustimmung angenommen ist und wovon wir viele Beispiele haben, und daß wir nicht nach Vernunftgründen, sondern nach Beispielen leben: daher jene gewaltige Zusammenhäufung von Leuten, die Einer über den Andern hinfallen. (4.) Was bei einem großen Menschengedränge der Fall ist, wo das Volk sich selbst drückt, daß Niemand fällt, ohne noch einen Andern sich nachzuziehen und die Vordersten den Folgenden verderblich werden, das kannst du im ganzen Leben sich ereignen sehen: Niemand irrt nur für sich allein, sondern er ist auch Grund und Urheber fremden Irrthums. Denn es ist schädlich, sich den Vorangehenden anzuschließen; und während ein Jeder lieber glauben, als nachdenken will, so wird über das Leben nie nachgedacht; immer glaubt man nur [Andern], und ein von Hand zu Hand fortgepflanzter Irrthum lenkt uns und stürzt uns [in’s Verderben]; durch fremde Beispiele gehen wir zu Grunde. (5.) Wir werden geheilt werden, sobald wir uns nur vom großen Haufen absondern; so aber steht der Volkshaufe, der Vertheidiger seines eigenen Verderbens, der Vernunft feindlich gegenüber. Und so geht es denn wie in den Wahlversammlungen, wo sich dieselben Leute darüber verwundern, daß Einer Prätor geworden, die ihn selbst dazu gemacht haben, wenn sich wandelbare Volksgunst gedreht[121] hat. Eben dasselbe billigen, eben dasselbe tadeln wir: das ist der Ausgang eines jeden Gerichtes, wobei nach der Mehrzahl entschieden wird.“

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  3. Avatar von Texmex Texmex sagt:

    Meine 22 Cent zum Beitrag vom Hans :

    Ich kann dem nicht wirklich zu stimmen, ja, verschiedene Dinge, die die junge Generation treibt, mag Ich nicht, aber das lief auch so in den 60ern, als Ich jung war und unsere Eltern in den Wahnsinn getrieben haben, Stichworte Haare, Musik, Kleidung, Autos

    Den Krach, den die Jungen heute Musik nennen, dürfte Ich mir gerade gestern auf einem grossen Familienfest anhoeren, morgen kaufe Ich mir einen Satz neuer Ohren.

    ABER, unser Sohn ist 16, lebt mit uns auf dem Rancho, geht zur Schule, eigentlich gerne. In den aktuellen Ferien geht’s zur Grossfamilie in einen anderen Bundesstaat, jede Menge Onkel und Tanten, die Oma, Cousins, wird dort verwoehnt. Keinerlei Verpflichtungen.

    ABER, bevor er ging, fragt er mehrfach, ob er mir nicht doch lieber auf dem Rancho helfen soll. Er sieht die Arbeit, die zu tun ist. Und bei der Grossfamilie fragt er auch, wie – nicht ob – er helfen kann.

    Kein Zwang dazu, selbstverstaendlich, das gehoert sich so.

    Sein Freund hier im Dorf, der Sohn eines selststaendigen Bauschlossers, hilft am Samstag im Betriebe seines Vater, selbstverstaendlich, ob der Vater dazu die Stimme anschaerfen muss, weiss Ich nicht, geht mich auch nichts an, aber er hilft. Soziale Arbeit wird seitens der Schule gefordert, er bringt im Dorf den Kinderspielplatz in Ordnung, ohne zu murren, in der Freizeit.

    Die Cousins in der Grossfamilie sind auch so unterwegs, kein Verrecker, kein Assi darunter. Und ich denke, das ist in vielen Familie

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  4. Avatar von Texmex Texmex sagt:

    Fortsetzung

    In vielen Familien so, nicht in allen, klar. Aber die Familie ist nicht so zerstritten und zerstoert wie in der sogenannten BRiD, das würde ganz bewusst so gesteuert, durch den sogenannten BUND, um das Deutsche Volk, und generell die Weissen auszurotten, am besten durch einen Bruder Krieg, wie seit mindestens 500 Jahren in Deutschland ( Luther im Auftrag), vorher lief das Ganze auch schon in anderen Gegenden der Welt. Die Blaupause zur aktuellen Situation in Europa war die Zerstoerung des afrikanischen Grossreiches mit der Hauptstadt Timbuktu. Schroeder hat mal darüber geschrieben, ein Glück für ihn, dass er das nicht mehr erleben muss.

    Nichts Neues unter der Sonne. Seit 5768 Jahren.

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  5. Avatar von luckyhans luckyhans sagt:

    … genau das zeigt doch der Artikel, daß viele junge Menschen diesem Propa-Pauschalurteil – zu unserm Glück – nicht entsprechen… wobei Mexico mit seinen funktionierenden Großfamilien sicher ein Sonderfall ist.
    Hier in Beerdenien ist das eher selten… dennoch ist es falsch, über hiesige junge Menschen so herzuziehen, wie das teilweise in den MVM geschieht…

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  6. Avatar von Bubi Bubi sagt:

    Eine etwas andere Sichtweise

    Das Video ist auf Holländisch. Da ich gerade keine Zeit habe, es Wort für Wort zu übersetzen, gebe ich stattdessen eine kurze Zusammenfassung.

    Ein holländisches Mädchen liest aus ihrem Tagebuch vor. Sie ist 20 Jahre alt und studiert Psychologie. Sie denkt gerne „kritisch“, und ihre Hobbys sind Debattieren und Polemik. Sie hält sich selbst für aufgeklärt, „erwacht“ (woke), da sie vieles, was auf Twitter verbreitet wird, liest. Doch dann läuft etwas schief. Im Beisein ihrer „aufgeklärten“ Freunde lacht sie versehentlich über einen Witz über Behinderte, woraufhin sie aus ihren streng gläubigen Freundeskreis verstoßen wird. Im Grunde genommen ist der Puritanismus und der jugendliche Eifer in seinen verschiedenen Erscheinungsformen nichts Neues unter der Sonne.

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  7. Avatar von Bubi Bubi sagt:

    Mein Eindruck ist, dass viele junge Menschen in Westeuropa sehr wohl wissen, dass hier etwas schief läuft, ohne jedoch zu wissen, was es ist. Rufe wie „Bau auf, bau auf“ ziehen bei denen immer noch, aber nicht mehr im alten Sinne.

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