bumi bahagia / Glückliche Erde

Startseite » Beitrag verschlagwortet mit 'prometheus'

Schlagwort-Archive: prometheus

Zum x-ten Mal / Was können wir tun?

Was können wir tun.
Die Frage steht permanent im Raum.

Weil wir alle unter den herrschenden Umständen leiden, und weil wir lieber gestern als heute gute Zustände hier wünschen, und weil wir die Masse der Schlafenden sehen, welche sich manipulieren lassen, und weil wir daraus folgern, dass Aenderung angesichts der grossen Masse der Trägen schwierig ist, weil wir nämlich unsere Zaubersäbe im Jenseits haben liegen lassen, mit denen wir, schwuppdich, bumi bahagia erstehen lassen könnten, aus all diesen Gründen neigen wir immer wieder zu Hoffnungslosigkeit.

Die Frage ist: Haben wir unsere Zauberstäbe tatsächlich im Jenseits liegen lassen?

Der Held im Archipel Gulag von Solschenizyn, befand am Schluss des Buches, also am Schluss des Arbeits – Slaven – Tages: Eigentlich war es ein guter Tag.

Ich meine nun nicht, dass wir uns einreden sollen, ein Sklavendasein sei gut, und sich vergewaltigen lassen sei prima.
Ich meine aber: So ich im Jetzt das Jetzt sehe und erlebe, habe ich es in der Hand, daraus ein Jetzt nach meinem Willen zu gestalten. Das ist der Zauberstab.

So lange ich am Jetzt herummäkle, herumtoktere, mich darob begeile oder mich darob gräme (beides dieselbe Münze), so lange bin ich Gefangener. Mein Zauberstab ist weg.

In vielen Ohren klingt das nach Esogewäsch, ich weiss. Es ist meine Ueberzeugung und ich mache Schritt für Schritt diese Erfahrung: Wenn ich hier jetzt bin, einfach mit restlos allem ver- eint, dann ist mein nächster Schritt frei.

Ich bin in Ohnwegs Sinne frei, etwas von dem, was so dringend angesagt ist, zu TUN, ganz egal, was das dann auch immer ist. Und alles, was ich denke und tue, das strahlt aus, zieht Aehnliches nach sich. Das ist unser Zauberstab. Nota bene: Das TUN kann durchaus auch mal NICHTS tun sein, das machen, was den Tieren vom Herrgott natürlich gegeben ist, einfach nichts tun und atmen.

Und es kann sein, dass ich dann etwas tue, was ich sonst nie und nimmer täte, weil ich innere Widerstände dagegen aufgebaut habe.

Den idiotischen Nachbarn auf eine gute Art ansprechen. Ich glaubs gar nicht, er hat herzlich gelacht!

Den schwierigen Brief schreiben. Ich glaubs gar nicht, die Antwort war offen und gut.

Das Ding in Angriff nehmen, was unmöglich ist. Ich glaubs gar nicht, es ging ganz einfach.

Grad heute bin ich in einem Loch, weil ich mir nochmal Deutschland gründlich reingezogen habe. Das Loch hilft niemandem, daher sollte ich es wegmachen?

Nö!

Ich gehe hinein ins Loch, es ist ja da, was soll ich mich dagegen wehren? Und wetten, sobald das Loch ganz integiert ist, in einer Stunde, in einem Tag, ist es immer noch da, das Loch, aber es schränkt mich, mein Denken und Handeln, nicht mehr ein, es ist Teil des Ganzen, ohne dieses Loch würde im Kosmos etwas fehlen.

Diese Art, ein Tief anzugehen, ist mit anderen Worten das, was Prometheus im Komm Strang „Hier ein letztes Mal…“ von Thich Nhat Hanh zitierst.
Ich kopiere es grad nochmal hier rein. Es ist gut.

thom ram, 21.07.2014

.

Nenne mich bei meinem wahren Namen, Berlin 1997,S.155f

Entschärft mich
Wenn ich eine Bombe wäre,
jederzeit bereit zu explodieren, wenn ich zu einer Gefahr
für euer Leben geworden bin,
dann müsst ihr euch um mich kümmern.
Ihr glaubt, ihr könntet mir entfliehen,
aber wie?

Ich bin hier, mitten unter euch.
(Ihr könnt mich nicht aus eurem Leben entfernen.)
Und jederzeit könnte ich explodieren.
Ich brauche eure Zuwendung.
Ich brauche eure Zeit.
Ich brauche euch, damit ihr mich entschärft.
Ihr seid für mich verantwortlich,
denn ihr habt gelobt (und ich habe es gehört),
zu lieben und Sorge zu tragen.

Ich weiß, dass ihr viel Geduld braucht,
wenn ihr euch um mich kümmern wollt,
viel Besonnenheit.
Ich merke, dass auch in euch eine Bombe tickt,
die es zu entschärfen gilt.
Warum also helfen wir einander nicht?

Ich brauche es, dass ihr mir zuhört.
Niemand hat je zugehört.
Niemand versteht mein Leid,
auch die nicht, die sagen, sie lieben mich.
Die Qual in meinem Inneren
erstickt mich.
Sie ist das TNT,
aus dem die Bombe besteht.
Es gibt sonst niemand,
der mir zuhören will.
Deshalb brauche ich euch.
Ihr aber scheint euch mir zu entziehen.
Ihr wollt euch retten, Sicherheit finden,
diese Art von Sicherheit, die es nicht gibt.

Ich habe meine eigene Bombe nicht geschaffen.
Ihr seid es.
Die Gesellschaft ist es.
Es ist die Familie.
Es ist die Schule.
Es ist die Tradition.
Macht also nicht mich dafür verantwortlich.
Kommt und helft;
tut ihr das nicht, werde ich explodieren.
Das ist keine Drohung. Es ist ein Hilferuf.
Ich werde euch auch zur Seite stehen,
wenn ihr so weit seid.

Jodelihoo! D‘ Schwiizer Firma Nestlé macht jetz „Allround“

In der sauberen Schweiz (ich habe CH Pass, ich bin Nestbeschmutzer) gibt es ein paar nette Firmen. Syngenta zum Beispiel. Syngenta hat einen schönen Namen für ihr Unkrautvertilgungsmittel: Roundup. Klingt nach: Alles drin, alles perfekt.
.
Syngenta scheint mir besser zu sein als Nestlé, Nestlé hat keine guten Namen. Ich drücke den Nestlé Entwicklern alle Daumen, dass sie mit ihrer neuen Nahrung schnell schnell ganz ganz erfolgreich sein werden. Gerne steuere ich den guten Namen bei. Die schönen Schachteln sollen mit „Allround“ beschriftet sein, und zwar Allround 1, Allround 2 und Allround 3.

1 Isch ’s z’Morge, 2 isch ’s Mittagässe und 3 isch ’s Nachtässe.
.
Ich rege an, Nestlé schaffe die Gerichte so, dass sie kalt ebenso wie warm gut schmecken, damit ist Gewähr geleistet, dass sie im kalten Norden ebenso gut geeignet sind wie in den Tropen.
Ich vertraue tief in die Firma Nestlé, dass sie bereits daran sind, die Folgenahrung zu entwickeln, welcher ich auch schon den Namen spende, nämlich „Setup“.
Klingt auch gut, oder? Alles wiederherstellen, wie es war.
.
Also das geht so:

(mehr …)

%d Bloggern gefällt das: