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Vor Jahresfrist

In der vergangenen Woche gab es eine neue Sitzung des „Klubs der Pravda-Straße“, mit einem sehr interessanten Kurzvortrag von M.Chasin, den ich gerade übersetze. Damit der Fortschritt (?) in der Position klar wird, sei hier nachfolgend nochmal der analoge Vortrag Chasins vor Jahresfrist gezeigt.
Daß meine Meinung an vielen Stellen nicht mit Chasins Ansicht übereinstimmt, braucht der Stammleserschaft wohl nicht in Erinnerung gerufen werden… – Hans Ludwig (LH), 26. Oktober 2026 – – – – –

M. Chasin: Erst nach dem Fall des Systems kann neu gebaut werden

Institut für Russische Politische Kultur, 21. November 2025
Sitzung des „Clubs der Pravda Straße“ vom 20. November 2025

Die aktuelle Situation in der Politik vom Standpunkt dessen, wie alles arrangiert ist

Auf dem politischen Feld gibt es zwei orthogonale Koordinaten. Die eine wird „Links-Rechts“ genannt, die andere – „Konservative-Liberale“. Dementsprechend gibt es vier Quadranten, in denen sich Politiker theoretisch befinden können: linke Konservative, rechte Konservative, linke Liberale, rechte Liberale. Und heute sind sie alle auf dem Feld der Politik präsent.

Tatsache ist jedoch, daß sowohl bei uns als auch im Westen – aus verschiedenen Gründen, aber der Mechanismus war derselbe – eine Abwertung der politischen Regierungsführung stattfand.
Wer „Die Leiter zum Himmel“ gelesen hat, der weiß, daß Macht ein System der Konkurrenz-Wechselwirkung von kleinen organisierten Gruppen, den sog. Machtgruppen, ist.

Und dieses System geht davon aus, daß jeder Mensch, der zu einem Machtmenschen werden will, von unten in die Machtgruppe eintreten und dann allmählich nach oben wachsen muß.
Wenn Sie die Biografien verschiedener politischer Akteure lesen, dann werden Sie sehen, daß diese immer von unten gestartet sind. Diejenigen, die von oben kooptiert wurden, endeten gewöhnlich schlecht, einfach weil sie nicht verstanden, wie das System funktionierte. 1)

Jeder beliebige Mensch, der zwanzig Jahre lang gearbeitet hat und diese Leiter hinaufgestiegen ist, versteht, wie alles funktioniert und wie die Papiere bei den Beamten laufen. Aber jene Chefs, die sofort Chefs wurden, verstehen noch nicht, wie dies genau vor sich geht, und erfahrene Beamte können sie so dre­hen, wie benötigt.

Wir haben eine Abwertung der politischen Regierungsführung aufgrund der Tatsache, daß die Menschen – ob im Jahre 1991, oder in den 2000er Jahren – zu schnell an die Macht kamen. Im Westen geschah dies aufgrund der Tatsache, daß die Angst vor der UdSSR in den 1970-80er Jahren dazu gezwungen hatte, in die Macht zu kooptieren – und zwar sofort Finanzleute, die überhaupt nicht verstehen, wie das politische System aufgebaut ist. Sie denken, daß man alles kaufen kann.
Das ist ein fundamentaler Fehler.

Infolgedessen erwiesen sich die Machtgruppierungen(-Pyramiden) als kurz. Das heißt, jene Leute, die in die Macht kooptiert worden waren, wissen nicht, wie sie ihre Vasallen vorbereiten sollen; infolgedessen sind zahlreiche dieser Ketten abgerissen. Es gibt natürlich Ketten, die lang sind, aber dies sind nur wenige.

Eine grundlegend wichtige Sache. Die staatliche Verwaltung erfolgt durch die Ketten der Machtgruppierungen, nicht entlang der administrativen Vertikalen.
Weil der Minister aus der einen Machtgruppierung stammt, der erste Stellvertreter aus einer anderen, der zweite Stellvertreter aus der dritten, die Bereichsleiter aus einer vierten, und die Abteilungsleiter sind überhaupt unklar woher.
Die einen davon sind Machtmenschen, andere reine Darsteller.

Und im Ergebnis, wenn eine Anweisung gegeben wird – zum Beispiel der Minister befiehlt etwas seinem Stellvertreter – dann wird dieser Stellvertretende Minister zuerst seinen Souserain anrufen und fragen: ‚Was ist das? Müssen wir das tun?‘ Dieser antwortet: „Oh, das sind die Feinde, wir sabotieren dies.“
Das ist alles, Punkt.

Die Frage ist, wie geht das? Ist etwa der Minister nicht in der Lage, seine Weisung durchzusetzen?

Es gibt viele Bereiche im Ministerium. Der Minister kann jeder Aufgabe jedes Bereichs einige Minuten am Tag widmen.
Aber der Bereichsleiter zum Beispiel hat mindestens 2 – 3 Tage Zeit, um über die Aufgabe nachzudenken. Und der Minister wird ihn nicht übergehen können. Wenn der Bereichsleiter meint, daß die Aufgabe erledigt werden muß, wird er das tun. Aber wenn sein Souserain diese Aufgabe als schädlich bezeichnet, dann wird er nur so tun als ob.

Wenn diese Kette zerrissen wurde, dann fühlt sich der Mensch, bei dem sie en­det, auch wenn er in einer hohen Position ist, als „fehl am Platze“, weil er nichts tun kann. Und als Ergebnis wird die Vasallenkette durch angestellte Mann-Nager ersetzt, die mit Geld bezahlt werden.

Jede Machtgruppierung wendet bestimmte politische Methoden an – von links-liberalen bis rechts-konservativen. Jede Gruppierung hat politische Aufgaben, Projekte usw.
Aber die Methodik basiert immer auf der einigen ideologischen Basis der Macht­gruppierung. Und wenn der Vasall immer, relativ gesehen, ein Schatten seines Souserains ist und dessen politische Position annimmt, dann ist dem angestell­ten Mann-Nager die Ideologie aus der Sicht des Geldunterhalts völlig wurscht.

Wir hatten ein Modell der Weltkontrolle, das Bretton Woods Modell (BWS) genannt werden kann. Es wurde auf einer Monopol-Ressource aufgebaut – der Emission der FED. Wobei diese Ressource so groß war, daß sie fast jeden sich unterordnen konnte. Die UdSSR hielt sich am längsten, aber auch sie war schließlich „geschafft“.

Und jetzt ist diese Ressource alle. Die Apologeten dieser Ressource waren rechte Liberale. Der politische Liberalismus ist ein totalitäres System.
Warum ‚rechter‘? Wegen des Privateigentums. Warum Liberalismus: weil er Freiheit von Verantwortung für gewöhnliche Menschen und Beamte meint.
Aber dort, wo es bereits Machtgruppierungen gibt, kann es keine Freiheit von der Verantwortung geben. Du bist immer verantwortlich vor deinem Souserain und deiner Machtgruppierung.

Der Traum eines jeden Beamten und im Allgemeinen von jedem Menschen, der Karriere machen möchte, ist es, ein Machtmensch zu werden. Aber du kannst nicht aus eigener Initiative ein Machtmensch werden – du mußt eingeladen werden.
Die Schwierigkeit des modernen Lebens ist, daß sehr viele potentielle Machtmensch nicht dazu werden können, weil sie keinen Zugang zu wirklichen Machtmenschen haben – sie sind zu hoch. Früher gab es Ketten, aber jetzt ist von diesen Ketten fast nichts mehr übrig.

Ein Machtmensch weiß immer, was Verantwortung ist, im Gegensatz zu einem ideologischen Liberalen. Angestellte Mann-Nager verstehen die Verantwortung nicht wirklich. Ihre Besonderheit ist, daß sie genau verstehen, daß der Kontrakt eingehalten werden muß, sie wissen genau, daß es KPIs und Fristen für die Einreichung von Berichten gibt. Ihre Hauptaufgabe ist es, den Bericht zu schreiben.
Aber das ist keine Verantwortung!

Ich kann sagen, daß ich ein Papier auf der Netzseite habe, das die Wirtschaftsabteilung vorbereitet hat. Das, was heute nationale Projekte genannt wird, wurde bei Tschubais als die 12 Hauptsachen der Regierung bezeichnet. Und die Wirtschaftsabteilung hat einen Bericht geschrieben darüber, wie sie gearbeitet hat: während des Tätigkeitszeitraums wurden offizielle Dokumente mit einem Gesamtvolumen von 3 627 527 237 Buchstaben gedruckt.

Das Schreiben von Berichten ist ein separates Genre, ein separates Geschäft und so weiter. Jetzt hat jedoch die sog. künstliche Intelligenz fast schon gelernt, dies zu betreiben. Und hier ist die „Freiheit“: wenn du das Geld genommen hast, dann schreibst du in einer halben Stunde Zugang zu KI-Systemen locker einen Bericht darüber, was du getan hast, egal ob du es getan hast oder nicht.
Und der KI kann dieselben drei Milliarden Buchstaben auch schreiben.

Im Mai 1998, als die Regierung von Kirijenko kam, wurde eine Vereinbarung zwischen der Regierung und der Präsidialverwaltung geschlossen, in der geschrieben wurde, daß die Regierung rechtzeitig zu allen Anweisungen des Präsidenten eine Antwort geben wird, und die Präsidialverwaltung wiederum verpflichtet sich, diese Antwort nicht zu lesen.
Soweit ich weiß, hat sich dieses Konkordat seitdem nicht geändert.


Infolgedessen entstand eine höchst bemerkenswerte Konstruktion, aus der die politische Ideologie vollständig verschwand. Denn alle Journalisten, Blogger, Politologen, zum größten Teil die stellvertretende Minister, die mit der Presse kommunizieren, sind keine Machtmenschen.
Machtmenschen sind überhaupt nicht geneigt, öffentlich aufzutreten, sie wissen zuviel und sie tragen zuviel Verantwortung. Und alle diese anderen sind – im Gegenteil – glücklich, wenn ihnen die Möglichkeit gegeben wird, zu quasseln – schließlich: je mehr du schwätzt, desto höher ist der entsprechende KPI, desto mehr kennt man dich, desto wahrscheinlicher wird man zu dir kommen, einen „Bakschisch“ bringen und so weiter.
Und als Ergebnis ist die Vorstellung davon, wer wohin und woher, vollständig verloren gegangen.

Früher waren alle Präsidenten Machtmenschen. Sie machten eine politische Karriere, und die kann nicht gemacht werden, ohne ein Machtmensch zu sein.
Aber was ist Macrons politische Karriere? Er war nur zwei Jahre, bevor er ‚Präsident‘ wurde, noch Angestellter einer Investmentbank.

Trump könnte aus einem anderen Grund kein Machtmensch sein. Er ist Bauherr in New York. Und ein Bauunternehmer in New York ist eine Person, die direkt mit dem Bürgermeister von New York Geschäfte macht. Eine Person, die dieses Spiel spielt, kann nur ein Politiker sein, denn wenn sie kein Politiker ist, dann wird sie ziemlich schnell gefressen.

Der Machtmensch braucht kein Geld, ihm wird alles gebracht, was er braucht. Er nutzt die Ressource der Machtgruppierung. Und die Machtgruppierung in den höheren Etagen hat viel mehr Geld, als er braucht. Wenn die Machtgruppierung also entscheidet, daß sie etwas braucht, dann gibt sie eine solche Ressource, die gebraucht wird. Er braucht kein Privatflugzeug zu kaufen – wenn er es benötigt, wird er ein Privatflugzeug gestellt bekommen.

Machtmenschen kommunizieren miteinander, weil sie verstehen, was Verantwortung ist. Bei ihren Treffen ist zu erkennen, daß dies Machtleute sind – Putin, Trump, Modi, Xi.
Aber wenn Merkel erklärt, daß „wir nicht die Absicht hatten, unsere Verpflichtungen zu erfüllen“, bedeutet das, daß sie kein Machtmensch ist. Sie ist eine angestellte Mann-Nagerin. Daher ist es sinnlos, mit ihr etwas zu besprechen. Weil sie ein Kommando erhält, und sie wird es ausführen.

Ein typisches Beispiel ist Selenskij. Ist es notwendig zu erklären, daß Selenskij die Ukraine gar nicht kümmert? Ich brauche dazu nicht einmal sagen, daß er die israelische Staatsbürgerschaft, die britische Staatsbürgerschaft, ein Haus in Israel und ein Haus in Großbritannien hat, wo seine Eltern leben…

Woher kommen die Ressourcen der Machtgruppierung?
Jede Machtgruppierung hat eine „Handkasse“/Gemeinschaftskasse. Und viele angestellte Mann-Nager sind Leute, welche die Gemeinschaftskassen auffüllen. Was wir Diebstahl nennen, ist in neun von zehn Fällen nicht Diebstahl, sondern das Auffüllen der Gemeinschaftskasse. Er nimmt das nicht für sich, sondern für die Kasse.

Das Hauptproblem der Arbeit ist, daß ein Mitglied der Machtgruppierung, der Machtmensch, sicher weiß, daß er nicht zuviel nehmen darf, weil sein Status bereits defniert ist und nirgendwohin verschwinden kann, er hat automatische Garantien – außer in jenen Fällen, wo die ganze Gruppierung liquidiert wird, aber in solchen Fällen hilft eh nichts mehr.

Aber angestellte Mann-Nager beginnen oft, mehr zu nehmen, als ihnen zusteht, weil sie an die Zukunft denken: es ist notwendig, Kinder zu versorgen, ebenso die Enkelnder, man muß sich freikaufen, wenn jemand Ansprüche stellt oder in den Westen fliehen.
In fünf Jahren werden wir sehen, was man ihnen allen lassen wird.

Aber das Hauptproblem ist, daß die Gemeinschaftskassen aufgrund der Krise immer schlechter und schlechter aufgefüllt werden. Das sind objektive Gründe. Außerdem ist seit Beginn des internen Krieges klar, daß sich die Versorgungs­basis verengt, was bedeutet, daß die Konkurrenz wächst und mehr Geld für den Krieg benötigt wird.

Macht ist ein System der Konkurrenz-Interaktion.

Und in einer guten Welt, wie in unserem Land in den 2000er Jahren im Ergebnis der Reformen von Geraschtschenko, gab es eine Menge Geld, es reichte allen. Einige interne Regeln wurden erarbeitet, die alle befolgten, so daß Geld für den Krieg (untereinander) praktisch nicht erforderlich war.
Aber jetzt, wo dieser Krieg wirklich begonnen hat, braucht man Geld für diesen Krieg.

Nicht genug, daß die Gemeinschaftskassen schlechter aufgefüllt werden, sie werden noch schneller ausgegeben.
Und was hat all dieses angestellte Gewusel in dieser Situation gemacht – hier wie dort? Es sah, daß die Möglichkeiten der Bereicherung weniger geworden sind, weil mehr an die Gemeinschaftskasse abgegeben werden muß, denn wenn der Krieg läuft, wächst die Nachfrage nach Disziplin.

Aber sie sind alle innerlich Liberale, sie mögen das nicht. Das Verantwortungsgefühl als Ganzes akzeptieren sie nicht.
Das ganze System war rechts-liberal. Recht bedeutet das Recht auf Privateigentum, liberal heißt keine Verantwortung.
Und all dies Gewusel von eingestellten Mann-Nagern – von kleinen Beamten bis hin zu Ministern, Abgeordneten usw. – begann, gegen diese internen Regeln zu verstoßen.

Sie können die Menge ihrer Einnahmen nicht reduzieren – sie haben Ehefrauen und Schwiegermütter, die in verschiedenen Ländern leben, und eine Finanzierung benötigen. Und aus diesem Grund beginnt nun ein völlig verzweifelter Krieg auf der ganzen Welt, weil die Krise weitergeht.
Und dieser Krieg geht nicht ums Leben, sondern um den Tod, weil es keine Ressourcen mehr gibt.

Und gleichzeitig ist er eine Katastrophe für die Machtmenschen, die versuchen, diese Situation irgendwie zu regeln, wobei sich herausstellt, daß sie dazu nicht in der Lage sind, sie haben diese Vertikalen nicht, sie sind nicht ausreichend.

Und auf der anderen Seite funktioniert auch auf den Verwaltungslinien und sogar auf Vertragslinien nichts, denn von dort aus beginnt man Ansprüche zu stellen: „Ich bin ein angestellter Mann-Nager, ich habe einen Vertrag, ich schulde dir nichts außer dem Vertrag. Und du erfüllst den Vertrag nicht. Du gibst mir nicht das nötige Einkommen, also bin ich frei. Willst du mich feuern? Warum? Wofür? Und wie willst du das machen?“

Das ist die Situation, in der wir uns heute befinden. Aber das Wichtigste ist: jene Leute, die an der Spitze stehen – bedingt „Demiurgen“ oder „Brahmahnis“ genannt –, können nichts anbieten, weil die Sprache gestört ist.
Wir wissen nicht mal, wer wer ist. Ein linker Konservativer? Entweder rechter Konservativer oder linker Liberaler, oder rechter Liberaler. Unverständlich.

Das ganze Problem des modernen Lebens ist, daß nichts getan werden kann, und dieses Modell gestoppt werden muß, solange der Fall noch nicht bis Null ist. Dieses ganze System, in dem die Machtgruppierungen nur an der Spitze stehen und darunter beginnt eine kolossale Schicht angestellter Mann-Nager, muß zusammenbrechen.

Ich mache darauf aufmerksam, daß nicht die Wirtschaft zusammenbrechen muß, sondern das System der Lenkung/Verwaltung der Gesellschaft – damit neue Machtgruppierungen von unten aufkeimen können.
Einige alte mögen bleiben, aber dann müssen sie lernen, neue Vasallen aus neuen Leuten in sich aufzunehmen, und dann allmählich diese Pyramide aufbauen.
Das ist ein langer Prozess, daher wird die Krise mehrere Jahrzehnte dauern.

Gleichzeitig kann sich die Situation wirtschaftlich leicht verbessern, irgendwo kann sogar ein Wirtschaftswachstum beginnen.
Aber dieses Wirtschaftswachstum wird extrem instabil und sehr schwierig sein, weil es von einer sehr kleinen Anzahl von Menschen verwaltet wird.

Machtgruppierungen bleiben dabei, aber sie sind nur an der äußersten Spitze. Und das System weiter als diese Verwaltungs-Ebene fehlt.
Das wird alles einstürzen. Ohne Blut ist das unmöglich. Sie werden einander wie Löwen bekämpfen, um jeden Cent. Und die Gemeinschaftskassen werden immer weniger und weniger.

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1) laut Chasin sind die Machtgruppierungen intern wie im Feudalismus strukturiert, d.h. es gibt Herren (Fürst / Souserain) und Vasallen darunter; letztere erschaffen sich ihre eigenen Vasallen, und so wächst die Machtgruppierung wie eine Pyramide nach unten; im Maße der natürlichen Alterung rücken dann die „fähigsten“ (oder rücksichtslosesten) Vasallen in die Führungspositionen nach; die Beziehung Souserain-Vasall ist eine wechselseitige Verantwortlichkeit, während die angestellten Mann-Nager in den Apparaten völlig ohne Verantwortung tätig sind (das unterscheidet sie von den Vasallen / Machtmenschen) und beliebig ausgetauscht bzw. fallengelassen werden können (‚gestürzte‘ Vasallen tauchen immer wieder auf)
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Original Quelle: https://telegra.ph/M-Hazin-Novoe-mozhno-budet-stroit-tolko-posle-razrusheniya-sistemy-11-21

Übersetzung aus dem Russischen: Hans Ludwig, 25.11.2025
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