bumi bahagia / Glückliche Erde

Archiv der Kategorie: erziehung

Eltern, Kind und Kindestube: 30. von 144 – Hoffen- Glauben – Wissen

Eltern und Lehrer sollten beim Umgang mit Kindern etwas an der Gardeobe abgeben: Ihre persönliche Voreingenommenheit

Eckehardnyk

Nun wirst du sagen: Hingabe, das ist doch was mit Gefühl, was hat das mit Denken zu tun? Richtig, Hingabe ist eine Gefühlseinstellung, die dein Denken vor Ablenkung schützt. Diesen Schutz hast du an all den Stellen, wo du „in Ruhe gelassen“ sein, wo du „ganz bei der Sache“ bleiben willst. Im Denken erreichst du Unbegrenztheit immer dann, wenn sich Gedanken frei, also ohne Ablenkung, ohne leibliche oder geistige Voreingenommenheit einstellen können. Die Stille dazu kann in der Tat durch Zudringlichkeiten körperlichen Ursprungs gestört werden.

Zu den Ruhestörern rechnen außer Lärm, grellem Licht und Gestank: Alkohol- und Drogeneinfluß, Müdigkeit, Übelkeit, Kitzeln, Jucken, Schwitzen, Schmerzen, Kälte, Hitze, Hunger und Durst. Nachhaltiger beeinträchtigt wird unser Denkvermögen durch Angreifer aus dem eigenen Lager. Die wundervolle Fähigkeit, Zusammenhänge[1] herzustellen, Hypothesen oder Theorien bis zum Entstehen-Lassen der Welt zu bilden, Detektivarbeit zur Rekonstruktion eines Tathergangs zu leisten: Diese einmalige Potenz des Menschen kann durch Denkvorgänge unterwandert werden, die sich früher einmal abgespielt haben und sich nun wie ein Virus auf einer Festplatte benehmen. Die neu zusammengestellten Daten kommen in einem durch die alte Version gestörten Zustand an die Oberfläche.

Das Schlimme daran ist, daß man die Eindringlinge für „Freunde“ oder als „zur Familie gehörig“ betrachtet und zwar deshalb, weil sie in vielen Fällen etwas gebracht haben (Alte Hasen Falle), was jeder Mensch zunächst dringender braucht als die Brillanz einer neuen Theorie: Nämlich Trost, Bestätigung und das Gefühl, nicht sinnlos zu leben. Sie sind Bauanleitungen für Denken, das seiner selbst noch nicht sicher ist und das seine Wichtigkeit und Richtigkeit aus fremden Quellen speisen lassen muß (aus Quellen, die ihm womöglich seine eigene Nichtigkeit vorkauen). Du wirst dich wundern, wenn du gleich die Namen dieser Helferlein liest: Hoffnung, Glaube und Wissen!

Dein „Hort der Hoffnung“, deine „Schätze des Glaubens“, dein „profundes Wissen“ sollen für die Katz gewesen sein? Nein – Ja. Nein, weil du soviel wissen, glauben, hoffen darfst, wie du willst und brauchst. Es sind deine Entscheidungen und hiermit prägst du deine Persönlichkeit und charakterisierst deine Bedeutung.

Doch um hier und jetzt über irgend etwas Wahrheit und Gewißheit zu erlangen, benötigst du dein eigenes Denken und einen freien, quasi experimentellen Umgang damit. Denn ist deine Denke vorgeprägt durch eine Hoffnung, der Tatbestand sollte so oder anders sein, dann besteht für deinen Gedankenakt wenig Aussicht auf inhaltliche Neuigkeit. Das gleiche Bild ergibt sich bei allen Glaubensinhalten. Und nicht einmal das Wissen schützt uns gegen Voreingenommenheit. Im Gegenteil: Wissen beeinträchtigt in fataler Weise die Objektivität. Denke im Sinne eines Kommissars, der einen Mordfall aufzuklären hat: ist jeder verdächtig und alle Spuren müssen gesichert werden.

Wissen, Glaube und Hoffnung bleiben im Vollzug einer denkerischen Analyse und Würdigung der Falten wie voreingenommene Angehörige hübsch draußen. Nur Vergessen, Absehen von dem, was du glaubst, hoffst und weißt, läßt dich vorurteilsfrei denken.

Allerdings, von Inhalten gelöst, ist Hoffen ist eines der stärksten Aggregate, das wir haben, um ein Ziel zu erreichen. Glauben an sich selbst (auch durch göttlich zugesagten Beistand) ist die Energie, die dieses Aggregat antreibt. Beim Wissen hingegen muß man immer bedenken, wie umfassend nab informiert ist. Nur eine einzige Quelle reicht meistens nicht zu einem gerechten Urteil aus! (und in jedem Fall muss eine Quelle vertrauenswürdig sein.)

©️🦄 1998 und 2020


[1] Wer einen neuen Zusammenhang sucht und sich nur auf altes Wissen verlässt, gleicht einem, der ein Geldstück unter eine Laterne sucht, weil dort Licht ist, und nicht dort, wohin es wahrscheinlich liegen könnte.

Eltern, Kind und Kinderstube – 29. von 144 – Was Aufmerksamkeit noch kann

Eckehardnyk:

Schutztruppe für unser Denken[1]

Häufig fragen Eltern um Rat wegen eines Problems mit ihrem Kind. Sie werden gebeten, ausführlich zu schildern, was ihr Kind so alles macht. Von dem Problem selbst, zum Beispiel Nägelkauen, ist wenig die Rede. Dafür von seinem Zimmer, wie es da aussieht, von seinem Schulranzen, von seinen Aufgaben, seinen Kameraden, von der Lehrerin, von seinen Angewohnheiten bei Tisch, beim Zubettgehen, und daß es nicht gehorcht. „Therapeutische“ Maßnahmen werden vorgeschlagen.

Nach einer Woche berichten dieselben Eltern, das Nägelbeißen habe aufgehört. Was sie denn gemacht hätten, will man als Therapeut wissen. Eigentlich nichts von dem, was angeraten wurde. Es ging alles wie von allein.

Ist ein Wunder passiert? Täglich ereignet sich ein solches Wunder. Doch es wird nicht für möglich gehalten. Aus der vorigen (28. von 144) Betrachtung wissen wir: Die Aufmerksamkeit hat gewirkt. Sie hat dieses Kind gestärkt, indem es umfassender beobachtet wurde und indem diese Eltern von der einschränkenden Betrachtung Nägel Kauen absehen und eine vollständigere Sicht auf ihr Kind einnehmen konnten.

Nicht immer werden wir mit Aufmerksamkeit allein durch solche Wunderheilung belohnt. Das wird dann nicht der Fall sein, wenn der Fokus isoliert auf ein unerwünschtes Verhalten gerichtet ist. Das auf der Stelle Treten mit dem Anschiss: „Laß endlich das Kauen an deinen Fingern!“ bedeutet einen Zuwachs an Bedeutung für das Kauen, aber nicht für das Kind.

Auch das Ausrufen seines vollen Namens, wenn es was anstellt, kann das Gegenteil von dem bewirken, was gewünscht ist. Der volle Name kann für ein Kind als Signal dienen, seine Lage einzuschätzen im Sinne von „Wie weit kann ich noch gehen?“ Wenn es sich damit als Individuum vollständig angesprochen fühlt, gibt ihm das Energie gerade so oder heftiger weiterzumachen. Der Ausruf des Namens ist ein multifunktionales Mittel mit geringem psychischem Aufwand eine kritische Situation zu klären. Doch das erfordert eigenes und einiges Denken, um einen brauchbaren Ausweg aus Konfliktsituationen zu finden.

Nimm von einem Büchertisch ein Buch und denk voraus, was es dir bieten könnte. Im selben Moment vergisst du mal eben die Menge der anderen Bücher und denkst nur die Möglichkeiten des einen, das du zwar in Händen hältst aber mit deinem Denken behandelst.

Oder verliebst dich. In deiner Phantasie entsteht ein Roman um diesen Menschen, den du nur aufgrund eines liebenswürdigen Details in dein Denken aufgenommen hast. So gehst du denkerisch mit den Tatsachen um. Darin liegt Verzicht auf alles, was im Moment noch alles um dich herum passiert. Du bist bei dem einen Phänomen und bleibst dabei, bis du ein erschöpfendes oder befriedigendes Bild erhalten hast.

Dieses Gebilde ist nun in deinem Denken zu Hause. Es kann die Grundlage zu weiterem Handeln bilden. Wie schützest du diesen, deinen kostbaren Besitz vor den Angriffen, einer blinden, rücksichts- und gedankenlosen Umwelt? Durch Konzentration! Du kannst das auch Hingabe nennen.

[1] In Abenteuer Erziehung 2013 von Seite 72-77 wird das entsprechende Kapitel, Schutzfunktionen für unser Denken, mit folgendem Satz eingeleitet: „Unsere wichtigsten inneren Güter verringern sich durch Nichtgebrauch; bei Anwendung nimmt ihre Potenz jedoch zu, als da wären: Liebe, Freiheit und Denken!“ Das hier als 30. von 144 Kapitel folgende Kapitel Hoffen – Glauben – Wissen ist dort integriert.

©️🦄 1998 und 2020

Dr. Aaron Brückner / Zwei Beispiele aus seinen Interviews mit guten Geistern

Wichtige richtige Fragen zu stellen führen zu wichtigen und richtigen Antworten. Dem Hinweis unserer Kommentatorin Palina folgend, habe ich bei Dr. Aaron Brückner reingeschaut, und ich rege an, dass du, guter Leser, Gleiches tust, hier: (mehr …)

Eltern, Kind und Kinderstube: 28. von 144 – Wieviel Aufmerksamkeit haben wir dazugelernt?

von Eckehardnyk

Wer oder was heilt alle Wunden?

Viele Jahre ist dein Leben bestimmt durch dein Kind.

Warum ist dann Aufmerksamkeit so wichtig? Denk dir Folgendes: Du hast ein Gefühl von Beklemmung in der Herzgegend. Der Atem geht schwer, dir wird etwas schwindlig, Flimmern, schwarz vor Augen, Panik. Jemand in deiner Nähe ruft den Notarzt. Bis der Arzt kommt, ist alles vorbei und er kann nichts mehr feststellen, außer daß es dir peinlich ist, daß du ihn hast kommen lassen. Das oder Ähnliches passiert aber ständig und in jedem Alter. Kinder haben plötzlich ein Bauchweh. Spricht man davon, zum Arzt zu fahren oder ist man auf dem Weg dorthin oder kurz vor der Untersuchung, ist alles schon vorbei.

Aufmerksamkeit, nicht Zeit, heilt alle Wunden! Es scheint, als habe nur Zeit vergehen müssen, bis das körperliche Symptom wieder verschwunden ist. Aber mit der Zeit allein werden wir nicht immer diesen Erfolg haben. Zeit ist abstrakt und vor allem relativ; aber sie hat allen anderen nicht materiellen Phänomenen etwas voraus: Zeit läßt sich messen. Dadurch ist sie ein Baustein für die Naturwissenschaft und ihre Beweiskultur geworden. Bedenke, wie unterschiedlich lang fünf Minuten sein können, wenn du auf jemanden wartest, den du lieb hast, oder wenn du vor einer Reise Koffer packst! Gehen wir aber in Wildnisse, Wüsten, Einsamkeiten, so merken wir die Zeit dort nicht. Aber wir, unsere Denkweisen, Gefühlslagen und Willensregungen drücken sich für andere und besonders für unsere Kinder in der Zeit aus. In diesen Zuständen spüren wir nämlich unsere Anwesenheit. Und das ist es, was wir wahrnehmen und was unser Kind wahrnimmt.

Schon durch Wahrnehmen oder Diagnostizieren kann ein Arzt Heilungen bewirken.[1] Er läßt sich schildern, was vorgefallen ist und beobachtet aufgrund der Erzählung. Er wird aufmerksam und lenkt und vergrößert unsere Wahrnehmungskraft. Es kann sein, daß die Heilung durch eine verbesserte Aufbereitung der von seinen Patienten aneinandergereihten Fakten erfolgt und es dafür ein zusammenfassendes Medikament oder ein sonstiges Heilmittel gibt. Dadurch wird unsere Immunabwehr konzentriert auf die Anwendung des Mittels (oder der entscheidenden Aussage des Arztes), und das kann in vielen Fällen schon die Heilung in Gang bringen. Die gezielte Hervorhebung der medizinisch relevanten Merkmale entlastet den Patienten von seiner „Todesangst“.

In unserem Beispiel zu Anfang zeigte sich, daß wir selbst diese Leistung bewirken und uns scheinbar entlastend „heilen“ können. In Wahrheit haben Aufmerksamkeitskräfte jedoch Erfolg gehabt, dadurch daß sie umfassend konzentriert, vollständig gebündelt auf mehr Leben gerichtet wurden. In Panik dagegen greift Aufmerksamkeit nur einen Teilaspekt heraus, und dieser wird ins Riesenhafte vergrößert, bis Angst entsteht. Durch die Besprechung mit dem Arzt, dem „Fachmann“, (oder nach Einwirkung der „Droge Arzt“) reduziert sich das Problem auf den „Punkt“ seiner Entstehung, der, einmal erkannt, auch behandelt und geheilt werden kann. Unser Bewußtsein kann wieder aufmerksam und gezielter eingreifen.[2]

©️🦄 1998 und 2020


[1] Mit der weitgehend unerforschten „Pharmakologie der Droge Arzt“ hat sich Michael Balint in seinem Buch:“The Doctor, his Patient and the Illness“ (London 1964) deutsch “Der Arzt, sein Patient und die Krankheit“ (7. Auflage, Stuttgart: Klett-Cotta, 1988) sehr lesenswert auseinandergesetzt. Schon die Einbandtexte zeigen, dass es bei Ärzten genau um das hier Besprochene geht. Leider wird dank der staatlich reglementierten Gesundheits“verwaltung“ die Umsetzung in die Praxis ebenso behindert wie die Kultur der hier geschilderten Elterneinstellung durch die staatlich gelenkten Kinderverwahranstalten, welche angeblich die „Vereinbarung von Beruf und Arbeit“ bahnen.

[2] Diese hier publizierte Urschrift von „Abenteuer Erziehung“ von 1998/99 mutet gerade in diesem Kapitelchen gegenüber der auf http://www.eahilf.de vorgestellten verlegten Ausgabe etwas „wild“ an (Seite 70-72). Behauptungen erschienen dann dort relativiert oder erklärlicher dargestellt. Doch die Urschrift verdient es in dieser Form zur Kenntnis genommen zu werden, da in ihrem Entstehen ein spontaner Strom von Erkenntnis entstand, der sich insgesamt für den erfahrenen Leser genauso segensreich auswirkt, wie die „gepflegtere“ Ausgabe des tredition-Verlages von 2013.

Montessori-Kinderhaus / Ein Schlaglicht

bb-Leser Kunterbunt war drei Tage in einem Montessori-Kinderhaus zu Besuch, um – wie er schreibt – das Prinzip kennenzulernen.

Höchste Zeit ist es, dass ich auf bb mal wieder etwas einfach nur Aufbauendes einstelle. Kunterbunts Rapport leuchtet in diesem Sinne. Danke, Kunterbunt. (mehr …)

Der alte weisse Mann / Und so weiter / Sind nun alle verrückt geworden?

Wie ist es möglich, dass Leute auf jede neue Verrücktheit hereinfallen, ihr frönen und sie mit Klauen und Zähnen verteidigen? Der alte weisse Mann sei an allen Missständen schuld. Die Luft erwärme sich auf Grund von Zunahme von CO2, und die Zunahme werde vom Menschen verursacht. Ausgereifte Diesel seien schlecht, die Umwelt katastrophal belastende E-Mobile seien gut. Frauenquoten. Mediale Hysterie wegen des Corona Virus.

Indes wirkliche Gefahren dabei übersehen werden. (mehr …)

24.01.2020 / Donald Trumps Rede / March for Life

Mir fehlen die Worte. Höre selber, guter Leser. (mehr …)

Eltern, Kind und Kinderstube: 27. von 144, Tagebuch über das Kind?!

 

Beim Bildungsprozess für das Menschengeschlecht

Von Eckehard

Segelst du gern? Dann wird dich eine Anekdote erfreuen. Ein bekannter Segler aus Berlin wurde bei einer Regatta, die er schon gewonnen glaubte, von einem Wettbewerber überholt. Kurz vor der letzten Boje rief er dem unliebsamen Konkurrenten zu: Wenden Sie…!? Woraufhin dieser prompt eine Wende machte, und der andere wieder an die Spitze und so als Erster ins Ziel kam. Nach dem Rennen hat der genarrte Zweite dann begreiflicherweise protestiert und den Sieger wegen unfairer Wettkampfführung vor ein Sportgericht gebracht. Der jedoch wußte sich zu helfen und obsiegte noch einmal. Er habe, sagte er, dem Unterlegenen ja nur eine Frage: – Wenden Sie? – zugerufen. Dagegen konnten die Kampfrichter nichts einwenden. Deshalb die Frage an dich, [die jedoch um die Anekdote widerzuspiegeln in der Sieform (der Urausgabe dieser Schrift) gestellt werden muss]:

Führen Sie Tagebuch über Ihr Kind? (mehr …)

Rochaden in Russland / Die Maer vom Machtkampf im Kreml

Ich kann nicht genug deutlich darauf hinweisen, was da in Moskau gespielt wird, da die Grossklopapiere des Westens offenbar einhellig verzapfen, Putin habe seine Machtbefugnisse erweitert. Er hat seine Machtbefugnisse nicht erweitert. Er hat sie eingeschraenkt. Und er hat eine ellen-ellenlange Liste von faelligen Massnahmen vorgestellt, von denen westliche Voelker nur traeumen koennen. Nicht wie in der EU, da „Reformen“ stets zum Nachteil von 99,99% und zum Nutzen von 0,1% dienen, sondern so, wie es sein soll: Putin sorgt fuer sein Volk.

Hier nochmal eine vorbildlich klare Zusammenfassung, auf dass wenigstens in unseren Aufklaererkoepfen Klarheit herrsche, wenn sich das Gros der Leute von den Massenmedien schon falsch informieren laesst.

Thom Ram, 18.01.NZ8 (mehr …)

Rochaden in Russland / Die angebliche Machtgier Putins

Westliche Kwalitaetsmedien wissen zu berichten, dass Putin dem Staatspraesidenten, also sich selber, zuzaetzliche Macht zugeschaufelt habe.
Es ist eine Luege. Man entbloedet sich nicht, einfach das Gegenteil der Wahrheit zu schreiben.  In Tat und Wahrheit hat Putin die Befugnisse des Praesidenten beschnitten.
Jedermann kann die Rede Putins hoeren und wird eben dies selber feststellen.
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Ich koennte Luckyhans knuddeln. Er hat die Arbeit geleistet, welche zu leisten ich nicht willens bin und hat wichtige Punkte aus Putins Rede zu Papier gebracht. Danke, Luckyhans!
Guter Leser! Wo im Westen hoert man solche Toene, kein leeres Geschwafel, sondern handfeste, sinnreiche Anstoesse und Weisungen? Darunter weit- und Tiefgreifende!  Wo nur, wo?
Gesegnet ist Russland mit diesem Mann. Schau dir die Liste seiner Verordnungen an! Ha, das ist Musik! Ich druecke unseren grossen Bruedern im Osten alle Daumen, dass es ihnen gelinge, dass kluge, frohe, gebildete Kinder heranwachsen, und dass In- und Auslaendischen Vampiren das Handwerk gelegt wird.
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Mich macht die Botschaft aus Moskau froh.
Thom Ram, 17.01.NZ8 (Neues Zeitalter, Jahr acht)
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Unter der Arbeit Luckyhansens: Chaukeedaars Feststellungen.
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Putzi und kein Ende?
An bestimmten Wendepunkten der Geschichte kann man genau ablesen, wer woher seine Informationen (und Instruktionen?) bezieht. Gestern hatte Putzi seine“teuerste Botschaft“ verkündet, heute sind sich alle „Oppositionellen“Rußlands, von ganz links außen bis ganz rechts vorn, darin einig, daß er sich damit die Macht auf Lebenszeit gesichert hat… Oder mit anderen Worten: es folgen ALLE, wirklich ALLE den Vorgaben der Westpresse (Bloomberg u.a.)
Daß die Lizenz-Medienhierzulande nur transatlantisch tröten dürfen, ist ja nun bekannt genug, aber daß sich auch die Kommunisten nicht entblöden, den gleichen Unsinn auszuposaunen, macht schon betroffen: wer soll sie denn dann noch „wählen“? Scheint ihnen egal zu sein.
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Sehen wir uns das Ganze mal rein quantitativ an, d.h. auf wieviel Seiten Botschaft was zu welchem Thema „verkündet“ wird
da kann sich dann jeder selbst einen Eindruck verschaffen, nachlesen und überlegen, was das bedeuten mag. Basis ist der russische Originaltext von der Kreml-Seite, direkt als pdf ausgedruckt.
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Seite 1: kurze Einführung.
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ab Seite 2 geht es um die Geburtenzahlen, um Kinderkrippenplätze, um Familien mit geringen Einkommen, die sich im Kapitalismus besonders schwer tun mit dem Kinderkriegen. (klar, die erweiterte Reproduktion der „Ware Arbeitskraft“ haben die Unternehmer per ordere mufti an die Familien weitergegeben…)
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Also wird auf Seite 4 verkündet, daß ab sofort, d.h. ab Januar 2020, die russischen Mütter mit Kindern im Alter von 3 – 7 Jahren eine monatliche Zahlung erhalten, wenn deren Einkommen pro Kopf (im Russischen: pro Seele!) das staatlich festgelegte Sozialminimum(SM) unterschreitet. Auf einfachen Antrag hin, per Internet-Portal – in diesem Jahr in Höhe von einem halben SM, d.h. 5,5 Tausend Rubel (TR), und ab nächstem Jahr ein ganzes SM, d.h. ca. 11 TR, abhängig von der jeweiligen Region.
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Seite 5: der in der Vorjahrs-Botschaft festgelegte Sozial-Vertrag wird angemahnt, daß er bis spätestens 2021 in allen Regionen eingeführt sein muß. Damit soll einkommensschwachen Bürgern der Schritt in die Selbständigkeit erleichtert werden.
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Ab Seite 6 geht es um das sog. Mütter-Kapital (ab 2020: 466,6 TR), das bisher Müttern ab dem 2. Kind ausgezahlt wurde (zwecks Wohnungskauf usw.) – dies wird bis Ende 2026 verlängert. Und es wird ab diesem Jahr auf 616,6 TR aufgestockt und künftig weiter indexiert. Und mit dem dritten Kind übernimmt der Staat zusätzlich 450 TR Tilgung (!) von einem laufenden Hypothekendarlehen.
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Ab Seite 7 wird vorgeschlagen, bis Beginn des Schuljahres 2023 (1. September) alle Kinder der ersten 4 Klassen mit einem kostenlosen warmen Mittagessen zu versorgen; die entsprechende Infrastruktur (Küchen, Buffet) ist bis dahin zu schaffen.
Auch ab Seite 9 geht es weiter um das Wohl der Kinder und Familien: mehr Schulen, bessere Ausstattung (Internet, Musikinstrumente); mehr und besser versorgte Lehrer (Klassenleiter bekommen ab 1. September 2020 mindestens 5 TR Gehaltszuschlag).
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Seite 11: es soll die kostenlose Hochschulbildung ausgebaut und verbessert werden.

Talente sollen in Wettbewerben und Olympiaden gesucht und gefördert werden. Die auf 73 Jahre angewachsene Lebenserwartung soll durch ein erweitertes kostenloses Gesundheitswesen weiter steigen, auch in ländlicher Gegend. Für den Aus.- und Umbau von Gesundheitseinrichtungen werden ab 1. Juli aus dem Bundeshaushalt fast 500 Milliarden Rubel bereitgestellt. Entsprechende Ausbildungen werden erweitert und verbessert.
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Auf Seite 13 geht es um die Versorgung mit Medikamenten.
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Ab Seite 14: auf der Basis des wiederholten Haushaltsprofizits sollen die Investitionen in Infrastruktur, Industrie, Landwirtschaft und Dienstleistungen im Anteil am BIP von 21% auf 25% im Jahre 2024 steigen. Dazu sollen die Investitionen in Großprojekte für 20 Jahre vor Gesetzesänderungen geschützt werden, u.a. damit die Föderationssubjekte ihre Möglichkeiten von Steuernachlässen für KMU besser nutzen, soll ihnen 2/3 der daraus resultierenden Steuerausfälle aus dem Bundeshaushalt kompensiert werden. Und manches andere: Infrastrukturprojekte, langlaufende Kredite, Umweltschutz, neue Technologien, geschlossene Kreisläufe…
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Ab Seite 17 werden als zu fördernde Hauptrichtungen der technologischen Entwicklung benannt: Genetik, KI, neue Materialien und Energiequellen, Digitalisierung. Die Regierung soll ein entsprechendes Technologie-Gesetzespaket vorlegen, schon in diesem Jahr sollen rechtliche Regelungen dazu in Kraft treten. Dazu Weiterführung von staatlicher Venture-Finanzierung auf Weltniveau, Innovationen, Export von Hochtechnologie, Digitalisierung der Realwirtschaft, eigener Software usw., aber auch Digitalfernsehen, Internet für alle, eigener „sozialer Netze“, wobei wichtige nationale Internet-Services vollständig kostenlos erreichbar sein sollen.
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Ab Seite 18 geht es um die weitere Förderung der Volontärs-Bewegung, die Feiern zum 75.Jahrestag des Sieges. Kurz angerissen werden internationale Fragen und die gestiegene Verteidigungsfähigkeit.
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Erst ganz unten auf Seite 20 (von 27) kommt er zu den notwendigen Veränderungen in der 1993er Verfassung (nach 26 Jahren). Und zwar:
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1. Souveränität des Landes: Beendigung der Usurpation von staatliche Machtfunktionen durch oligarchische Clans, Widerstand gegen äußere Einflüsse, Beendigung des Primats internationaler Gesetze und Verträge gegenüber den inländischen.
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2. Anforderungen an führende staatliche Funktionäre (Führer der Föderationssubjekte, Mitglieder des Föderationsrates, Abgeordnete der Staatsduma, Regierungschef, dessen Stellvertreter, Bundesminister, Leiter anderen Bundeseinrichtungen sowie Richter) sind in der Verfassung festzuschreiben, dar. (hier ist ein Fehler im Text. Ich habe Lucky gebeten, ihn mir verbessert zu schicken) keine ausländische Staatsbürgerschaft oder Dauer-Aufenthaltsgenehmigung oder beliebige andere Dokumente, die ein ständiges Aufenthaltsrecht im Ausland gewähren.
Noch höhere Anforderungen sollen an die Bewerber für das Präsidentenamt gestellt werden: mindestens 25 Jahre dauerhafter Aufenthalt auf dem Territorium Rußlands, gleichfalls keine ausländischen Aufenthaltsrechte, auch nicht früher (!), d.h. vor der Wahl.
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Dann Seite 22 unten wörtlich:“Знаю также, что в нашем обществе обсуждается конституционное положение о том, что одно и то же лицо не должно занимать должность Президента Россиискои Федерации болеедвух сроков подряд. Не считаю, что этот вопрос принципиальныи, но согласен с этим.““Ich weiß auch, daß in unserer Gesellschaft die Verfassungsnorm dazu, daß dieselbe Person die Funktion des Präsidenten der RF nicht länger als zwei Perioden nacheinander bekleiden darf, diskutiert wird. Ich halte diese Frage nicht für prinzipiell, aber ich bin damit einverstanden.“
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Weiter geht es um die National-Projekte zu Bildung und Gesundheitswesen. Und es soll inder Verfassung ein einheitliches System der öffentlichen Macht festgeschrieben werden, damit überall in Rußland die Bürger dieselben Rechte haben.
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Seite 23 wird die soziale Verantwortung des Staates betont: der Mindestlohn darf nicht unter dem Sozial-Minimum liegen – das muß in die Verfassung.
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Viertens soll die Rolle der Gouverneure gestärkt werden und diese stärker an den Entscheidungen auf Bundesebene beteiligt werden. Der im Jahr 2000 auf Initiative Putins geschaffene Staatsrat habe seine Effizienz bewiesen und gehört samt seinem Status die die Verfassung.
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Fünftens: alle Fraktionen der Duma haben zugestimmt, die Rolle der Bundesversammlungbei der Formierung der Regierung zu stärken. Und auch für deren Politik die Verantwor-tung zu übernehmen.Dazu sind an Abänderung der Artikel 111 und 112 der Kandidat für den Regierungschef, aber auch seine Stellvertreter und Bundesminister durch die Duma zu bestätigen – der Präsident ernennt sie dann nur, ohne Einspruchsrecht.
Der Präsident soll weiterhin die Aufgaben und Prioritäten der Tätigkeit der Regierung festlegen, er soll den Regierungschef, dessen Stellvertreter und Bundesminister entlassenkönnen, wenn diese ihre Aufgaben nicht kompetent erfüllen oder das Vertrauen gestört ist.Ebenso soll der Präsident der Oberbefehlshaber über die Streitkräfte und das gesamte Rechtsschutzsystem bleiben. Dazu soll allerdings mehr Ausgeglichenheit kommen:
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Als sechstes sollen die Chefs der Machtorgane erst nach Konsultation mit dem Föderationsratvom Präsidenten ernannt werden. Dies soll zu mehr Transparenz führen. Selbiges Prinzip soll auch bei der Ernennung der Staatsanwälte der Regionen angewendet werden, die heute nur von den jeweiligen regionalen gesetzgebenden Versammlungenernannt werden. Diese rein regionale Abhängigkeit ist zu beenden.
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Siebtens und letztens: das Verfassungsgericht und das Oberste Gericht müssen nicht nur fachlich hochprofessionell sein, sondern auch Vertrauen genießen. Die Verfassung muß deren Unabhängigkeit schützen, daß sie nur der Verfassung und der Bundesgesetzge-bung unterstehen. Dabei ist in der Verfassung festzulegen, daß sie durch den Föderationsrat (auf Vorschlag des Präsidenten) entlassen werden, wenn sie Handlungen, die gegen das Gesetz oder gegen Ehre und Würde verstoßen, ausführen. Dies folgt aus der gegenwärtigen Praxis, wo dieses nicht vorgesehen ist. Das Verfassungsgericht (VG) hat auf Anfrage des Präsidenten das Recht, alle Gesetzent-würfe der Bundesversammlung noch vor deren Unterzeichnung durch den Präsidenten aufVerfassungskonformität zu prüfen. Auf andere Gesetze und Rechtsakte der regionalen und Bundes-Staatsorgane können genauso vom VG bewertet werden. Zu diesen Vorschlägen ist eine öffentliche Diskussion zu führen, in der Vereinigungen, Parteien, Regionen, die Juristengemeinde und die Bürger sich äußern können. Da jedoch grundlegende Fragen der Veränderung des politischen Systems betroffen sind, ist eine Abstimmung durch alle Bürger des Landes zum gesamten Paket der Verfassungskorrekturen durchzuführen, wonach die endgültige Entscheidung fällt.
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Schlußzitat:
„Die Meinung der Menschen unserer Bürger, des Volkes als Träger der Souveränität und Hauptquelle der Macht muß das Bestimmende sein. Alles entscheiden letztendlich die Menschen – heute und in Zukunft, und in der Auswahl der Entwicklungsstrategie des Landes und in den alltäglichen Fragen des Lebens in jeder Region, Stadt, Gemeinde. Ein starkes, glückliches, modernes Rußland können wir nur aufbauen auf der Grundlage der bedingungslosen Achtung der Meinung der Menschen, der Meinung des Volkes.“
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Es folgen noch einige Schlußformeln… „gemeinsam verändern wir das Leben gewiß zum Besseren“…
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Chaukeedaar :

Was ich bisher erlas, spricht mir von folgender Strategie:
Russland soll gegen Regenbogen-Einflussnahmen von Aussen gehärtet werden.

1. Mehr Macht den Regionen und dem Parlament, weniger Macht dem Präsidenten: Falls es der Kabale gelingen sollte, einen Soros-Mann zu platzieren, hätte der weniger Hebel. Zudem ist es doch so: Die Ära Putin wird fast allen Russen für Jahrhunderte in sehr guter Erinnerung bleiben. Die Bevölkerung steht hinter ihm, und noch viel wichtiger, hinter der Idee des verantwortungsvollen und fairen Patriotismus. Dieser Schicht gibt er mehr Macht über die Regionen und das Parlament, zementiert damit also ein wenig das Erreichte.

2. Präsidenten müssen neu anstatt 10 die letzten 25 Jahre in Russland gelebt haben – Rückkehr von Oligarchen direkt an die Macht ist damit verhindert.

3. Präsidenten dürfen nie einen anderen Pass als den Russischen gehabt haben. Ist in den USA ja nicht wirklich anders.

4. Der neu vorgeschlagene Ministerpräsident ist wie eine Hardcore-Variante Putins mit Spezialgebiet Wirtschaft. Falls dieser sogar als neuer Präsident vorbereitet wird, zeigte das die Marschrichtung Russlands für die nächsten 20 Jahre auf. Stärke durch wirtschaftliche Unabhängigkeit.

Der Zeitpunkt ist auch bemerkenswert: Die USA sind grad voll mit Impeachment und Iran beschäftigt.

https://www.anti-spiegel.ru/2020/nach-putins-rede-an-die-nation-russische-regierung-erklaert-ihren-ruecktritt/
https://www.anti-spiegel.ru/2020/putins-rede-an-die-nation-verfassungsaenderungen-angekuendigt-regierung-zurueckgetreten-was-nun/
https://www.anti-spiegel.ru/2020/neuer-russischer-premierminister-wer-ist-michail-mischustin/

Eltern, Kind und Kinderstube, 26. von 144: Impfen mit „Vitamin B“?

„In Dank verschlingt sich alles Sein“ (Goethe)

von Eckehard

B? Das hat mit Beziehung zu tun. Gemeint ist aber eigentlich D, D wie Dankbarkeit oder Diplomatie. Oder P wie Patenschaft. Aber nun mal eins nach dem andern. Außer „Talent“ ist noch was anderes wichtig, um Karriere machen zu können. Etwas, das mit Dankbarkeit zu tun hat. Zuerst aber wollte ich schreiben: Mit Beziehung, besser gesagt mit Beziehungen! Das nennt man im Volksmund „Vitamin B“. Mal ehrlich: Was nützen die besten Beziehungen, wenn dafür die Fundamente fehlen? Und was ist denn dabei Fundament?

Wenn da zum Beispiel jemand Bürgermeister einer Kreisstadt ist und plötzlich von dir Besuch bekommt, und du sagst: Hör mal, mein Sohn, der braucht einen Posten als Oberarzt, du hast doch nicht gerade so was in eurem Krankenhaus frei? Was glaubst du, wie da die Antwort ausfällt? Ich sag’s dir ehrlich: Je nach dem. Und das hängt nämlich nicht von B, sondern von D ab, deshalb sage ich dir: dein Sohn oder deine Tochter braucht D wie Dankbarkeit. Der Bürgermeister sollte nämlich für irgendetwas dir ein Leben lang dankbar sein, zum Beispiel im Gedenken an glückliche mit dir erlebte Zeiten, sonst erinnert er sich nicht an den zu vergebenden Posten. Sonst kennt er nämlich nur die Vorschrift und die besagt, so eine Stelle gehört ausgeschrieben.

So weit die Geschichte aus einem x-beliebigen Drehbuch. Statt Bürgermeister können wir auch „Pate“ setzen; es geht nur um das Prinzip, wie Karrieren zu starten sind. Es beruht auf der als Schmiermittel oft denunzierten Fähigkeit „seine Beziehungen spielen zu lassen“. Beziehungen-haben plus Karriere-machen ist aber eine der menschlichsten Angelegenheiten überhaupt. Demokratie, die heilige Kuh eines Staates, oder dessen Verfassung, sind dagegen kümmerliche Nebensachen. Schert ein Hund sich um Karriere? Nein, aber ein Schweinehund schon, und gerade das macht ihn zum Menschen. So verdreht kann unsere Welt sein. Mögen die Betroffenen sittlich daran reifen. Das Unvorstellbare an einer erfreulichen Laufbahn ist aber wohl doch, daß Dankbarkeit an ihrem Ende zur Sprache kommt.: In einer Denkmalsenthüllung für jene Leute, die angeregt, informiert, finanziert, korrigiert, Zeit geopfert und am Anfang Pate gestanden haben. Warum geschieht so was? Und warum freiwillig?

Schon wahr, daß in manchen Fällen Geld, Nötigung oder sogar Erpressung mitspielt. Aber solche Karrieren haben weder eine begründete Genese noch eine dauergründende Prognose. Die auf „Beziehungen“ gebauten Berufserfolge können nur auf echter Währung fußen. Das „Vitamin“ darf nicht angeklatscht sondern muß lebendig wirksam sein. In 23. von 144 hatten wir gesehen, daß Verzeihen im kindlichen „ehernen Zeitalter“ zu Weisheit wird und diplomatisches Können begründen hilft. Dankbarkeit und Verzeihen-können sind auch eng und miteinander verknüpft. Verzeihen konnte ein Kind nur einem Freund, dem es sich zart verbunden gefühlt hat. Eine durch „Beziehungen“ vermittelte Verbindung partizipiert an „Zärtlichkeiten“, die du mit dem „alten Freund“ einst ausgetauscht haben könntest. Dein Kind wird sich darüber im Klaren sein: Die Zärtlichkeit, die zwischen euch, den „alten Freunden“, herrschte, geht auf es über. Es wird sich klugerweise die Tatsache verzeihen, durch deine „Patenschaft“ (oder Protektion) einen Posten erhalten zu haben. Der „Pate“ wird weise genug sein, den neuen „Sohn“ (der auch ein Fräulein sein könnte) dies nicht aufdringlich spüren zu lassen. Der Umgang zwischen beiden beruht auf Diplomatie. Hätte dein Nachwuchs seine „Vitamine“ nicht schon als Kind von seinen Eltern bekommen, so würde es seinen Posten bald verlieren, den es auf diplomatischem Wege erhalten hat. Es besäße nicht die Weisheit, die vorgeschaltete Macht der Beziehungsvermittlung anzuerkennen, wenn es nicht schon als Kind mit Dankbarkeit „geimpft“ worden wäre, wie einst auch du und dein Freund, der „Pate“. Und dennoch: Der Erhalt des Platzes muß durch das erwachsene Kind selbst, seine eigenen Fähig- und Fertigkeiten erhalten und gesichert werden. Auch hierzu nochmals Goethe: Was du ererbt von deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen.

© 1998 und 2020

Eltern, Kind und Kinderstube: 25. von 144 – Spiel und Beruf

 Was kann Geschicklichkeit, Karriere ?

Von Eckehard

Geschicklichkeit ist eine Voraussetzung für Gleichberechtigung.[1] Und wann und wo beginnt Karriere? Wenn die Startchancen gewahrt wurden? Doch langsam: Denken wir daran, daß  Geschicklichkeit einer jener Weggefährten ist, die aus dem Kindesalter mitgebracht werden, aber in unserer früheren Aufzählung noch nicht erschienen sind. Ich vermute, es werden noch weitere solcher Kameraden auftauchen, die durch die Reifeperiode im jugendlichen Menschen ein geschäfts- und gesellschaftsfähiges Profil erreichen können.

Hast du dich schon gewundert, wie geschickt ein Kind es anstellt, an Sachen heranzukommen, die es nicht haben soll? Plötzlich hantiert es mit Schere, Meißner Porzellantasse oder dem Parfüm seiner Mutter, hat sich Stecknadeln ins Leibchen gespickt oder probiert im Mund aus, wie Reißnägel schmecken. Und in der Regel passiert nichts. Erst Schreckensschreie lassen Kinder Reißnägel verschlucken.

Einst beobachtetest du bei seinen Gehversuchen, wie klug es umsinkt und gleich wieder aufsteht. Hör auch, welche neuartigen Wörter es erfindet, um ein neues Phänomen zu begreifen.[2]

Geschicklichkeit ist einer der ersten Begleiter jedes Lebewesens. Geschlecht oder Rasse spielen keine Rolle. Doch Freizügigkeit ist Voraussetzung. Geschicklichkeit wird ständig geübt. Auf daß sie als Übung nicht langweilig werde, hat die Natur das Spiel „erfunden“. Spielend lernen Tier und Mensch alles; ich meine, auch Pflanzen kommen spielend auch durch Asphaltdecken ans Tageslicht. Man muß sie nur lassen. Einem Katzerl brauchst du nicht befehlen: Spiel jetzt! Seine eigene Schwanzspitze, eine leere Garnrolle oder ein Filmdöschen reichen um dahinter wie einer „Maus“ nachzujagen. Deinem Kind braucht hoffentlich niemand zurufen: Spiel! Das macht es von selbst, aber womit? Als Neugeborenes mit seinen Händchen und Fingerchen. Dazu sollte es freilich auf dem Rücken liegen dürfen.

Mit den einfachsten Mitteln wird am ausdauerndsten gespielt. Vermeide allzu fertige Sachen. Dein Kind soll selber etwas fertigen – davon bekommt es seine „Fertigkeit“, ein anderes Wort fürs Geschicktsein. In jeder Lebensphase erlernt dein Kind spielerisch etwas hinzu, wenn du es nicht mit Neuigkeiten überfütterst. Du machst das gewiß nicht, aber das Fernsehen (und inzwischen die Smartfone). Ein junger Hund hat es in dieser Beziehung besser, er braucht und kann nicht fernsehen (oder smartfonieren), deshalb wird er immer gerade soviel Neues aufspüren, wie er nötig hat, um weiter zu kommen. Und „Weiterkommen“ ist die Übersetzung für das romanische Wort „Karriere“ (französisch carrière, von italienisch carriera).

Aus irgendeiner besonders nachhaltig gepflegten kindlichen Geschicklichkeit kann in der Pubertät ein bleibendes Interesse werden, und daraus sich ein Berufswunsch entwickeln. Aus den Übungsspielen an Klavier oder Klarinette könnten professionelle Veranstaltungen werden. Das erste Geld wird damit heim geschafft und eine Karriere zeichnet sich ab. (Natürlich auch umgekehrt: Aus dem Nichtspielen eine nihilistische) Überall das gleiche Bild: Ein Spiel wird Profession. Natürlich hängt das mit Talent, Begabung oder Anlage zusammen; alles Begriffe, die heran gezaubert werden, um etwas Unerklärliches mittels Unbegreiflichem zu deuten wie, daß der Regen vom Niederschlag komme (und die Armut von der Povertät). Je nun: Es gibt hervorragende Genies, denen weder in Schule noch Hochschule Talent oder Begabung, sogar Denkfaulheit nachgesagt wurde wie dem Mathematiker Gauss. Solche einstigen Kinder haben allerdings etwas überwintern lassen, was zahllosen Kindern, deren Talent bewundert aber unter dem Eis der Pubertät abhanden kam: Neuigkeiten wittern, auskundschaften, ausprobieren, weiter wollen und unablässig, spielerisch Geschicklichkeit in professionelle Meisterschaft verwandeln. Und noch etwas kommt hinzu; das hat mit Dankbarkeit zu tun.

© EAHilf 1998 und 2020


[1] Ein kühner Satz, der in der Buchform von ABENTEUER ERZIEHUNG unter den Augen einer lektorierenden Pädagogin abgeschwächt wurde durch den Klammersatz:“(Wer hätte das gedacht?)“

[2] Beim Anblick eines pyramidenförmig großen Springbrunnens machte ein Kind in Baden-Baden seine Mutter auf einen „Wasserbaum“ aufmerksam. Ein anderes Kind im Frankfurter Zoo rief einmal angesichts eines Okapi zu seinem Vater: Kuck mal, ein Zebra-Esel!

Eltern, Kind und Kinderstube: 24. von 144

Von Eckehard

Und was aus Selbstsicht wird. Etwa Liebe?

Alle Tugenden der kindlichen Zeit haben wir noch gar nicht aufgeführt. Aber was daraus wird, soll uns hier weiter beschäftigen. Ist es denn wirklich so, daß aus diesen im Kindesalter erworbenen, gelernten Eigenschaften die schon (zum Beispiel in 18. von 144) genannten Errungenschaften werden? Ist jemand, der als Kind keine Achtung vor Wesen und Dingen erworben hat, als Erwachsener nicht liebesfähig? Manche mögen das umdrehen und sagen: Wenn ein Kind keine Achtung bekommen habe, könne es später nicht lieben. Was daran stimmt, ist schwierig zu sagen, weil wir unter Liebe zu viel einander Widersprechendes verstehen.

Liebe, sagen wir vorläufig, soll uns eine Art der Verbindung und des sich angehörig Fühlens zwischen Menschen sein. Daß dies gelingt, sind einige Voraussetzungen erforderlich. Ohne Freiheit ist überhaupt keine Liebe denkbar, wohl aber Abhängigkeit in verschiedenster Form, sexuell, finanziell, emotional, intellektuell. Aber wie erringt ein Kind Freiheit? Indem es Achtung vor anderen Personen erwirbt. Solange es eine andere Person achtet, kann diese machen was sie will, das Kind wird ihr folgen. Die andere Person hat dadurch dem Kind gegenüber einen unbegrenzten Freiheitsspielraum und ist in der Lage, den Spielraum des Kindes zu bestimmen. Doch bei ihr (oder solchen achtbaren Personen) mischen sich Gefühle ein, Einstellungen, die sich beteiligt empfinden bei dem, was das Kind in seiner Freiheit macht. Dieses sich beteiligt Empfinden ist bereits Liebe. Es geschieht aus Achtung vor dem Freiheitsbereich des Kindes. Es ist mit Verantwortung und Macht verbunden.

Das Kind bekommt durch Achtung eine Voraussetzung für Liebe. Die Liebe, die es dabei wohl schon empfindet, ist so lange keine eigenständige, als es von der geliebten Person abhängig ist. Erst das Verschwinden der Abhängigkeit durch selbständiges verantwortlich Werden für sein eigenes Tun durch die Geschlechtsreife läßt Liebe blitzartig in der ihr eigenen Weise entstehen.

Nun ist es also nötig, unsere Abhängigkeiten zu überdenken, wenn wir vorhaben, auf irgend einem Gebiet oder mit einer anderen Person liebesfähig zu werden. Das spielt sich im Leben eines Erwachsenen tatsächlich ab. Du kannst zu deiner Erziehungsaufgabe keine Liebe entwickeln, so lange du nach irgend jemandes Meinung fragen mußt, um handeln zu können. Seien wir an dieser Stelle ganz offen mit uns: Ein Austausch, mit deinem Mann oder deiner Frau über die Erziehung eurer Kinder wird ja wohl erlaubt sein, oder? Darunter ist keine Abhängigkeit zu verstehen. Austausch bedeutet Dialog 1), Abhängigkeit dagegen – „weisungsgebunden“ zu sein. Was? rufst du, ich soll mir von meinem Mann oder meiner Frau befehlen lassen? Niemals! Recht hättest du.

Dennoch läßt du dir unbemerkt Weisungen erteilen und orientierst dich daran. Du verbuchst die daraus entsprungenen Taten sogar als Handlungen aus eigener Vollmacht. Überprüfen wir das in Ruhe.2) Wir benötigen nur unser Denken und unsre Bereitschaft, danach zu handeln. Um dieses Denken in sich zu finden, sollten wir es in seiner ganzen Freiheit und Wildheit kennen und achten gelernt haben.3) Dann können wir es lieben und unwillkürlich in Taten umsetzen. Lieben wir, was wir tun? Lieben wir, was wir tun!

1)Siehe das entsprechende Kapitel Dialogische Selbsterziehung in Abenteuer Erziehung, Seite 60-62. www.eahilf.de

2)In der hier rekonstruierten Urfassung von Abenteuer Erziehung (Seite 24) steht als Beispiel: „Vor wenigen Jahren konnten Ehefrauen ohne eigenes Einkommen oder Vermögen für ihren Mann eine selbstschuldnerische Bürgschaft übernehmen. Heutzutage sind solche Bürgschaften nichtig, weil die Gerichte die Abhängigkeit dieser betreffenden Ehefrauen anerkannt und sie juristisch als nicht handlungsfähig eingestuft haben. In Erziehungsfragen, wo sich die Juristerei in der Regel so detailliert nicht einmischt, verhält es sich allerdings genau so.“

Eltern, Kind und Kinderstube: 23. von 144 – Selbstgestaltung

23. von 144 – Wie sieht man sich selbst?1

Lebensentwürfe fangen im Eisernen Zeitalter an, bewußt zu werden. Innerliche Spiegel werden neben den äußeren aufgehängt und intensiv befragt: Wie bin ich? Wer bin ich? Was bin ich? Einer Mutter mit einem jugendlichen Sohn, der unter Akne litt, hat Milton Erickson einmal geraten, während eines vierzehntägigen Skiurlaubs auf einer Hütte sämtliche Spiegel zu entfernen, auch ihren Taschenspiegel. Der Junge soll nach dieser Kur geheilt gewesen sein. Warum entsteht denn Akne und warum könnte sie aufgrund einer so banalen Maßnahme an Umgebung überwunden werden?

In der Pubertät schauen wir auf unser äußeres Bild und sagen mehr oder weniger bewußt: Das bin nicht ich! Mädchen versuchen, mit vorgeschobenen Schultern ihre Brüste zu verstecken. Jungen ziehen sich zurück, werden blaß und leben in einer Traumwelt von Idolen, von Batman bis zur Kelly Family. Verkleidungen mit schwarzem Leder, Entstellungen durch farbige Perücken oder Glatzen, Piercings oder Tattoos sind „in“. Alles soll vom Kern des Wesens ablenken, das entweder sexy, cool, soft oder kraß in die Arena tritt und laut oder leise zu verstehen gibt: Seht, wie ich nicht bin! Ohne Spiegel – wozu auch der Beifall der Kameraden gehört – würde diese Welt von Scheinauftritten zusammenbrechen wie die Akne jenes jungen Mannes.

Je mehr Mut Jugendliche haben, die eigene Wirklichkeit zu sein, desto weniger Mummenschanz, desto weniger jugendliche Körperbeschwerden sind nötig. Kinder bringen oft die schönsten Begabungen mit. In der Pubertät wird das durch die von den anderen übernommene Wirklichkeit so stark verfremdet, daß von der Anfangsgenialität nicht viel übrig bleibt. Vielleicht ein wehmütiges: Ach ja, ich hab auch mal gedacht, ich sei was Besonderes. Kommt dann eine Verbindung aufgrund sexueller Bedürfnisse zustande, wird dieses mal vorhandene Besondere „bis zur Unkenntlichkeit verheiratet“, wie ein mir befreundeter Maler zu sagen pflegte.

Also, besser ist es schon, nicht pubertär zu werden. Erwachsen sein bedeutet nach einem Ausspruch des Zürcher Kinder- und Jugendpsychiaters Stefan Herzka, die Defizite nach verkonsumierter Kindheit zu verwalten.2 Als Kinder waren wir alle vollständiger. Uns fehlte nur Wissen und Einfluss. Verzichten wir auf diese, dann müßten wir als törichte und erfolglose Menschen ohne Ansehen und Kenntnisse durch die Welt irren und unbeachtet aus dieser einst verschwinden, Kanonenfutter für die Bevölkerungsstatistik.

Du siehst selbst, wie wichtig es ist, die Kinder mit innerlich verarbeiteten Daten groß werden zu lassen. Die Selbstbewußtheit, die Eigenart, die Besonderheit eines Kindes muß nicht verschwinden, wenn sie zuvor nicht gebrochen wurde. Das geht dann vom Infragestellen unbeschadet in die Pubertät über. Das Selbstbildnis wird nicht im Anschauen der Person, die der Reisepaß dokumentiert, zur Wirklichkeit erhoben. Sondern es wächst durch eigene Überzeugungen, Verständnis von Zusammenhängen, Aufdecken von Hintergründen.

All die Tugenden der kindlichen Zeitalter wie Mut, Treue, Verzeihen können, Zärtlichkeit, Ehrfurcht, Fürsorglichkeit, Fleiß, Entdeckungs- und Bewegungsdrang werden im Eisernen Zeitalter zu etwas Persönlichem umgeschmolzen. Aus dem Schreiben können wird die Handschrift, aus Achtung wird Liebe, aus Treue Verantwortung, aus Fleiß Selbstmotivation, aus Mut Macht (sich Freiraum zu verschaffen), aus dem Verzeihen Diplomatie oder Weisheit.

Wie hast du dich selbst gesehen, als deine Sturm- und Drangzeit dich bedrängte? Hast du gelitten unter einem Gefühl, weniger wert zu sein als andere? Das kannst du jederzeit (auch sofort) korrigieren. Denn das eiserne Zeitalter in uns, das alle Werte umformt zu bleibenden Errungenschaften, läßt dich immer selbst das sein, was du sein willst, solange du lebst.

1In Abenteuer Erziehung Seite 58 „Selbstgestaltung“

2 Vergleiche später 86. von 144: ‚Wie wirkt sich das Klonen aufs Menschsein aus?‘ In Abenteuer Erziehung Seite 220 „Tischgepräche“ (www.eahilf.de)

ELTERN KIND UND KINDERSTUBE: 21. von 144 Entwicklung und Fähigkeiten

Von Eckehard

Mitunter denkst du: Kann man denn alles planen? Gibt es denn nicht auch ein Schicksal, eine Vorsehung, göttliche Fügung? Sicherlich, aber auch das nicht durch irgendeine unbekannte äußere Macht, sondern in erster Linie durch dich selbst! Deine Macht auf diesem Gebiet ist ursprünglich, unbegrenzt. Wann, an wen und wieviel davon hast du davon abgetreten?


Man müßte miteinander diskutieren, was Schicksal ist. Manche sagen, es sei blind, andere, es sei gerecht, wieder andere nennen es Schrecken erregend. Wolltest du einer so unberechenbaren Einrichtung das Wohlergehen deines Kindes anvertrauen? Oder die Vorsehung: Was sieht sie denn vor? Weißt du, wer einst von der Vorsehung nicht nur zufällig in seinen Reden Gebrauch gemacht hat? Möchtest du Weltkrieg und Untergang blühender Landschaften für dein Kind als Hypothek aufnehmen?

Und die göttliche Fügung! Hören wir nicht ständig reden, daß Gottes ewige Ratschlüsse unergründlich seien? Bei jeder Katastrophe fragt jemand: „Wie konnte Gott das zulassen?“ Das Unrecht, das täglich millionenfach passiert: Hat sich dessen jemals ein Gott erbarmt? Oder die „heiligen Kriege“, die im Namen Gottes geführt wurden! Möchtest du dein Kind von solcher Fügung lenken lassen? Die Frage muß viel eher heißen: Wie kann der Mensch das zulassen? Er ist die Exekutive, und zwar eine mit freiem Willen!

Du wirst dich vielleicht jetzt ärgern, vielleicht, weil dein Gott Erbarmen hat und die Kindlein liebt und auch dir selbst Wohltaten erwiesen hat. Schau, das ist eben dein Gott. Und wenn du den Eindruck hast, dieser Gott halte die Trümpfe auch deines Kindes in der Hand und werde sie ihm eines Tages zuspielen, dann bewahre dir dieses Wissen oder deinen Glauben in Dankbarkeit auf! Es wird sich zum gegebenen Zeitpunkt und durch dich mit Wirklichkeit füllen.

Die Existenz Gottes ist durch jede Person selbst mit Leben zu füllen. Wie hast du das gemacht? Ist er mit dir gewachsen, oder hast du dir den Gott deiner Kindheit zu erhalten gesucht, oder übernommen, den Eltern und Geistliche damals für dich „entworfen“ haben? In höchst eigener Angelegenheit hast du es für richtig befunden, daß du einen Gott hast und daß dieser auch deinem Kinde hilft. Und so soll es auch geschehen. Dann wird es heranwachsen, einen Beruf erlernen, eine Familie gründen oder Karriere machen und alles ruhmreich vollenden. Mag sein, daß dein Kind den hierfür mitverantwortlichen Gott ebenso übernimmt wie du und wie ungezählte Kinder vor ihm von anderen Eltern. Es kann sich aber auch einen eigenen Gottesbegriff schaffen[1]. Seine Sache!

Wenn das alles nicht unser Problem ist, dann sind wir doch wieder am Anfang der Frage: Welche Stufen soll eigentlich ein Kind erklimmen? Machen wir ein Experiment: Hast du schon einmal vor einem Umzug gestanden und dir die neuen Zimmer vorgestellt? Genauso visualisierest du jetzt die Fähigkeiten und Berufswünsche deines Kindes.

Sieh es einige Jahrzehnte älter: Erwachsen, in einem Anzug, mit anderen Menschen umgeben und im Besitz einer Art von Professionalität, die dich erstaunen läßt. Tage später fragst du dein Kind, wie es sich denn selbst so sieht, wenn es älter ist. Notiere mit aktuellem Datum und Uhrzeit seine Antwort und behalte das Bild.[2]

Mag sein, daß aus deinem Kind etwas Anderes wird, als du vorausgeschaut hast. Aber du wirst empfinden:

„Was es werden wird, liegt bereits in ihm begründet. Ich habe es gespürt.“

 Und dieses Gespür wird wie ein Vitamin wirken, es wird die Daten, die dein Kind heute sammelt, speichern und sein Gewissen bilden. Es wird nicht „egal was“ werden und sterben, sondern sein Geheimnis entdecken, indem es Stufen erklimmt und Ziele erreicht: Die Weisheit seines Lebens.

Goethe formulierte das in seinem Gedicht Urworte orphisch unter dem Titel Daimon:

keine Zeit und keine Macht zerstückelt

geprägte Form, die lebend sich entwickelt.


[1] Oder eine ganz andere Überzeugung entwickeln

[2] Ohne dass Ihr Kind es in dem Moment weiß!

 

Sandmännchen / Bali anders rum

Heute morgen war ich sehr müde, weil ich besonders viel sändelen musste in der Nacht. So viele Leute haben so viele Sorgen. Es tut mir so leid, und ich sändele immer mehr.

Da bin ich auf Bossis Schoss gekrochen und dann freute ich mich, weil Bossi gut aufgelegt war und mir eine gute Geschichte erzählen wollte.

Ich versuche jetzt so zu reden wie Bossi redet, aber ganz so reden kann ich nicht, aber ich denke, das macht nichts.

Er sagte: (mehr …)

Eltern, Kind und Kinderstube, 20. von 144

20. von 144: Datenbänke und Dekaden

von Eckehard

Für welche Einteilung bei den Phasen, die dein Kind durchläuft, entscheidest du dich? Im Angebot sind die Phasen der Psychoanalyse nach Freud, der Entwicklungspsychologie nach Piaget, der Waldorfpädagogik nach Steiner, oder ganz einfach: Jahrfünfte oder Dekaden. Du findest gewiß noch andere Denkmodelle. Das hier vorgestellte mit den Zeitaltern ist vielleicht nicht neu, jedoch extra für uns entwickelt. Wir werden daran weiter zusammen arbeiten.

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Die geplante NWO kracht zusammen / Und wie wo kaufe ich dann Brot für mich und meine Kinder? / Die Menschheit organisiert sich neu / 3

Ich komme zum entscheidenden Teil. Ich bespreche die Basis einer jeden neuen Organisation der Menschheit. Ohne diese Basis sind die schönsten Ideen, wie wir uns neu aufstellen wolen, nicht die Tinte und das Papier wert. Ich kann es gar nicht genug betonen: Was ich hier darlege, ist Voraussetzung für jede entscheidende Veränderung weg von indoktrinierten, kontrollierten, gegängelten, missbrauchten, dem Geld für Brot und Dach hinterherhechelnden, im Hamsterrad rotierenden Menschen hin zu einer Weltgemeinschaft, hin zur Menschheitsfamilie, welche sich nach ganz bestimmten Prinzipien neu organisiert.

Die Prinzipien und damit die Organisationsform wird in Teil 4 folgen. Jetzt also los. Worum geht es? Was ist unabdingbare Voraussetzung für die Gesundung der Menschheit und damit automatisch parallel laufend die Gesundung der gesamten Natur?

 

Unsere Zukunft ist in erster, zweiter und dritter Linie davon abhängig,

wie wir mit unseren Kindern umgehen.

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Ich nenne zuerst Umgangsformen, welche gute Entwickelungen verunmöglichen.

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Man bumst, und blöderweise macht man dabei auch mal ein Kind.

Das Kind ist nicht gewollt.

Die Mutter trägt während der Schwangerschaft weder Sorge zu ihrem Körper noch zu ihrem Geiste.

Das Kind wird unmittelbar nach der Geburt abgenabelt, kopfüber gehalten, geschlagen, und dies in gleissendem Lichte.

Das Kind wird sofort von der Mutter entfernt und alleine gestellt.

Das Kind bekommt Nestlé anstelle von Muttermilch.

Die Erwachsenen streiten während der Schwangerschaft.

Die Erwachsenen streiten während der Kindheit des Heranwachsenden.

Das Kind wird gefüttert, weiter bekommt es nichts.

Das Kind bekommt alles, was es will.

Das Kind wird überbehütet.

Das Kind geht ab zwei Jahren zur Schule.

Das Kind erhält frühsexuelle Erziehung.

Das Kind hat unendlich lange Schulzeiten. Es muss auswendig lernen und wiederkäuen.

Das Kind spielt 6h/Tag virtuelle Mordszenen.

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Wachsen die Kinder unter solchen Umständen auf, können wir das verheissene goldene Zeitalter getrost vergessen. Wir ziehen mit genannten Methoden Leute heran, denen es an allem mangelt: Es ermangelt ihnen gesundes Selbstvertrauen, es ermangelt ihnen Liebesfähigkeit, es ermangelt ihnen Empathie, es ermangelt ihnen Kreativität, es ermangelt ihnen Lebensfreude.

Die Menschheit versinkt in Lüge, Betrug, Diebstahl, Missgunst, Habgier, Lustbesessenheit und Zerstörungswut. Sie geht unter.

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Ich benenne nun das, was Kinder zwingend benötigen, damit sie sich zu selbstbewussten, frohen, kreativen, freundlichen, humorvollen, gescheiten, klugen Menschen entwickeln.

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Die Verantwortlichen besprechen, ob es sinnvoll ist, ein Kind zu zeugen.

Ein Kind wird gezeugt, wenn gewährleistet ist, dass es körperlich und seelisch wohl betreut werden kann.

Ein Kind wird gezeugt von einem Manne und einer Frau, welche sich liebend vereinigen.

Die Verantwortlichen bitten den Kosmos, die best passende Seele zu schicken.

Die Verantwortlichen sind sich bewusst, dass im Moment, da die Zeugung stattfindet, eine Seele herbeigezogen wird, welche vom ersten Moment an untrennbar mit dem heranwachsenden Körper verbunden ist.

Die Verantwortlichen wissen, dass die Seele dann erstmalig in den Körper eintritt, wenn das Kind im dritten Monat sich zu bewegen beginnt.

Die Verantwortlichen gehen mit der Seele täglich in Kontakt und bekunden ihre Liebe.

Die Mutter achtet während der Schwangerschaft besonders bewusst darauf, in jeder Hinsicht gesund zu leben.

Das Kind kommt zuhause, im Kreise der Verantwortlichen zur Welt. Eine Hebamme steht zur Seite.

Es wird sanft aufgenommen.

Es wird abgenabelt, wenn es selber zu atmen beginnt.

Während des ersten Lebensjahres ist das Kind meistens an der Brust der Mama, gelegentlich an der Brust der Mitverantwortlichen.

Das Kind bekommt so lange wie möglich Muttermilch.

Auch während des zweiten Lebensjahres ist das Kind nie alleine, wird körperlich getragen und geistig begleitet von Mama und den Mitverantwortlichen.

In den ersten sieben Lebensjahren ist das Kind fast ausschliesslich im Kreise der Verantwortlichen.

Es darf bei allen Werktätigkeiten mit dabei sein, darf Hand anlegen.

Wenn das Kind fragt, antworten die Erwachsenen wahrhaftig.

Den Erwachsenen ist bewusst, dass Kinder grundverschieden sind. Das Eine sagt bis zum dritten Lebensjahr kein einziges Wort, kann aber mit 5 lesen und schreiben und spricht gekonnt. Das Andere schnattert schon mit drei Jahren in ganzen Sätzen. Die Erwachsenen betrachten die natürliche Entwickelung mit Wohlgefallen.

Vom siebenten bis zum vierzehnten Altersjahr erweitert das Kind aus eigenem Antrieb sein Beobachtungs- und Wirkungsfeld. Auch dies wird von den Erwachsenen mit Genuss miterlebt.

Alle Verantwortlichen bieten dem Kinde nach bestem Können Räume. Der Eine erzählt dem Kinde Geschichten, der Andere macht zusammen mit ihm eine Puppenstube. Der Eine turnt, und das Kind darf mitturnen, der Andere spielt Gitarre, und das Kind darf Griffe, Melodien und Rhythmen nachahmen und selber Weiteres ausprobieren.

Das Kind darf zur Schule gehen, so es das will. Die Schule bietet Kurse an. Die Klassen sind altersdurchmischt. Beispiel Schetinin Sehr empfehlenswert und aufbauend, von Schetinin zu lesen.

In der Phase 7 bis 14 benötigen die Jungs für ihre freie Entwickelung mehr und mehr Männer, die Mädchen mehr und mehr Frauen. Sie brauchen die Orientierung an vorbildlichen Männern und Frauen. Sie saugen alle Qualitäten ihrer Vorbilder auf, integrieren sie und lassen sich beflügeln und stärken.

Der kleine Kreis der Hauptverantwortlichen ist dem Kinde in dieser Phase als sicherer Hort immer noch wichtig, doch bewegt es sich mehr und mehr ausserhalb desselben. Die Verantwortlichen erleben das mit und freuen sich über die rasch und natürlich stattfindende zunehmende Selbständigkeit des Kindes.

Wo das Kind auch immer ist, stets darf es fragen, stets darf es bei allen Tätigkeiten Hand mitanlegen.

Im Alter von 14 bis 21 wird das Kind sich mehr und mehr Gebieten widmen, an denen es besonders interessiert ist. Es wird sich auf diese Gebiete in Denken und Handeln spezialisieren, seine Nase aber, von Neugierde geführt, immer auch mal in andere Gebiete stecken.

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Meine Beschreibung erhebt keinen Anspruch auf Perfektion. Doch du, guter Leser, kennst den Grundsatz, den ich aufgefächert habe:

Das Kind benötigt Liebe von allen Seiten und es benötigt Räume, von denen es Anregung erfährt und in denen es seine Tätigkeiten entfalten kann.

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Wächst eine genügend grosse Anzahl Kinder im beschriebenen Sinne auf, so wird die Menschheit und die gesamte Kreatur aufblühen. Mutter Erde wird sich königlich freuen.

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Die Art der Menschheitsorganisation erscheint in der Fortsetzung.

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Thom Ram, 01.10.7

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Nachtrag

Ich erinnere an das afrikanische Sprichwort.

Was benötigt ein Kind, damit es froh und frei aufwachsen kann?

Es benötigt ein Dorf.

Natürlich nicht ein Schlafdorf, sondern ein Dorf, da das Kind Menschen sieht und bei und mit ihnen sein kann, da es zuschauen und palavern und mitwirken kann.

Jaja, schnell gesagt. Ich weiss. Wie soll man das innem Schlafdorf oder inner Grossstadt handhaben? Nun…da braucht es Phantasie, Köpfchen, Ideenreichtum und zusätzliche Tatkraft. Es erfordert Schulterschluss mit Gleichgesinnten. Es erfordert den Willen, dass die Erwachsenen kleine Teile eines gesunden Dorfes entweder finden oder selber gestalten. Wenn die Leute mit ihren Kindern nur in ihren vier Wänden hocken, ist nichts gewonnen. Nein. Es sind keine Kurse nötig. Ja, sich mit Gleichgesinnten organisieren, das muss man wollen. Wöchentlicher Ausflug an den Bach. Bei jeder Witterung. Jederzeit beim Nachbarn Müller klingeln dürfen, zwecks Beiwohnen seiner ……. Lieblingstätigkeit. Und so weiter. Ja, wir haben es nicht leicht, denn…wo ist das Dorf? Nochmal: Ideenreichtum ist gefragt.

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ELTERN, KIND UND KINDERSTUBE: Wer ist die mächtigste Person auf der Welt? Du! Wann?

 

17. von 144 – Im Silbernen und bronzenen (ehernen) Zeitalter deines Kindes

Von Eckehard

Neinsagen gerät ziemlich bald in den Wortschatz, wenn Kinder sprechen können. Das Goldene Zeitalter ist dann äußerlich vorüber. Du wirst Begrenzungen setzen müssen und Widerspruch bekommen. Die Erinnerungen eines Kindes bekommen schärfere Konturen und beginnen auch an schmerzlichen Ereignissen haften zu bleiben. Jetzt ist es wichtig, daß die goldene Zeit (siehe 16. von 144) und das Paradies weiterhin im inneren Erleben andauern. In die neuen Erfahrungen mischen sich auf diese Weise unerschütterliche Elemente von Lebensmut.

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ELTERN, KIND UND KINDERSTUBE – Die Erde mit allem gehört allen, wo?

15. von 144 Im Paradies oder in der Wiege der Menschheit

Von Eckehard

Ob das Paradies im Zweistromland, dem heutigen Irak, in Innerasien oder bei den Hesperiden gelegen war, ob der Garten Eden vor oder nach der Eiszeit angelegt worden ist, mag zwar Mythologen und Bibelforscher beschäftigen. Wir ahnen wohl schon, daß es viel näher bei uns in der Gegenwart zu finden ist. Wir alle werden ganz einfach und schlicht im Paradies geboren. Mit jedem Kind entsteht die Menschheit neu. Wenn ihr ein Kind bekommt, steht seine Wiege der Menschheit in eurem Haus.

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ELTERN, KIND UND KINDERSTUBE

16. von 144  Im goldenen Zeitalter

von Eckehard

Alten Zeiten haftet ein Nimbus an, ein Glanz, der sagen soll: Früher war alles besser! Da hat ein Wort noch was gegolten, da war die Mark noch was wert, die Musik schön, da gab es noch den Kaiser und Kavaliere, dahat man hat sich um  Werte gekümmert und sich nicht nur nach der Mode gerichtet. Was bedeutet solcher Glaube?

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ELTERN KIND UND KINDERSTUBE: EIN KIND GEHT NIEMALS IN DEN RUHESTAND

 

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14. von 144: Was haben wir gelernt?

Von Eckehard

Bis hier und heute haben wir einige Gedanken ausgetauscht und neue Gefühle dabei kennen gelernt. Damit sind wir nicht mehr die gleichen Menschen wie vorher, wenn auch dieselben. Wir haben uns verändert. Auch dein Kind verändert sich ständig, es bleibt nicht das gleiche, ist aber durch all die Zeit seines Lebens derselbe Mensch, dasselbe Individuum mit seiner unergründlichen Eigenart: Voller Fragen, aber auch voller Antworten und – voller Befehle!

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Eltern, Kind und Kinderstube: Selbständig sein

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12. von 144  Hat es das alles von mir?

von Eckehard

„Hat es das von mir?“ fragst du dich immer dann, wenn du bestimmte Eigenschaften an deinem Kind entdeckst. Dir fällt auf, daß du dich in deinem Kind wiederfindest. Ein weiterer Gedanke kommt rasch dazu: Es soll es besser haben als ich! Ich mache es anders als meine Mutter, Eltern, Erzieher. – Wozu brauchen wir diese Einstellung?

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ELTERN KIND UND KINDERSTUBE: AN ALLE ELTERN

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Was heißt eigentlich „warum“?

 13. von 144

Von Eckehard

Das kleine Kind hat herausgefunden, dass mit Warum eine längere Antwort zusammenhängt, die etwas erklärt von dem, was ihm draußen in der Welt aufgefallen ist. Auf die Frage: Was ist das? bekommt es in der Regel nur ein Wort entweder „Eier leicht“ oder „Sack schwer“ an den Kopf geschmissen. – Indem auf das Warum eines Kleinkindes mit einer brauchbaren Aussage geantwortet wir, erwacht im Kind die Lust, sich damit zu identifizieren, es auszuprobieren und dadurch diesen Teil seiner Welt hinzuzufügen.

Mit diesem Wort „warum“ hebt ein Kind die Welt aus den Angeln. (mehr …)

Eltern, Kind und Kinderstube: Wie reagierst du auf Unzumutbares?

11. von 144  Mächtig sein[1]

Von Eckehard

Unzumutbar kann vieles sein, es hängt von der Situation ab. Jirina Prekop in ihrem Buch[2] etwa so: Ein Kind verlangt nach etwas, das man ihm bringt, und dann will es das doch nicht haben, und bleibt weiter quengelig. Das passiert bereits beim Säugling, der dauerhaft schreit und sich mit nichts beruhigen lässt (außer es geschieht akribisch so, wie er oder sie es haben will). (mehr …)

8. von 144 / Wie wird man etwas?

 

Heute schickete ich zuerst die Nummer Neun raus, weil ich die Nummer acht versifft hatte. Nun aber habe ich Nummer acht nochmal erhalten, vom Autor Ecky natürlich. Danke!

Thom Ram, 10.10.7 (mehr …)

9. von 144 / Was wünschen vermag.

Es ist mir ein Vergnügen, Auszüge aus der Schrift Eckehards veröffentlichen zu dürfen.

Sie erscheinen in loser Folge.

Thom Ram, 10.10.7 (mehr …)

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