bumi bahagia / Glückliche Erde

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Märchenstunde

(Ludwig der Träumer) Nach dem die Zeit während des wunderbaren kleinen Treffen im Mühlen-Café mit bb-Freunden geradezu davonsauste und daher zum Schluß die Märchenstunde vom Herbert dem letzten Müller ausfallen mußte, hole ich hier eines meiner Märchen das ich vor fünf Jahren schrieb nochmal rauf. Ich möchte nicht behaupten daß es der Erzählkunst von Herbert nahe kommt aber vlt. gefällt es euch. Keinesfalls dürft ihr es ernst nehmen und schon gar nicht mit der menschlichen Entwicklung in der Neuzeit in Verbindung bringen. Es ist alles erstunken und erlogen – ein Märchen eben.

Es war einmal und kommt bald wieder – vielleicht

Es gab ein Dorf, das keinen Namen brauchte um ausfindig gemacht zu werden. Es war ein Dorf wie jedes andere auch. Der Mensch fühlte sich in jedem Dorf zu Hause. Wozu dann Unterscheidung durch Namen wie Niederwohlfühl- oder Oberwohlfühlbach? Alle Dörfer waren irgendwie gleich. Irgendwie? Nicht ganz. Sie hatten eine der wunderbaren Landschaft und dem Wetter angepaßte Architektur. Aber eines hatten sie alle gemeinsam, große Häuser, die so groß wie ihre Seele und die Herzen waren.

Es gab keine Wohnklos mit Kochnische, Altersheime, Banken, Suppenküchen- und märkte, Arbeitsämter, die alles andere tun als arbeiten, keine verhungernden Menschen mit todkranken Hunden vor dem Juwelierladen, wie heute in den Großdörfern, die wir Städte nennen.

Die Menschen waren umtriebig spielerisch mit dem Bau ihrer großen Häuser und den Ackerbau. Es war keine Mühsal für sie. Im Gegenteil. Sie sangen und erfanden während dem Bauen neue Lieder. Große Häuser waren ihnen wichtig, da sie wußten, daß von Zeit zu Zeit Wanderer vorbeikamen, die Schlimmes erlebten hatten, welche hungerten oder froren.

Nur, wer ein großes Haus hat – so groß wie das Herz, kann jeden Wanderer mit Freude aufnehmen, der des Weges kam. Jeden. Außerdem machte es Spaß, die Häuser so kunstvoll zu verzieren, so als wären sie eine perfekte in Stein gemeißelte Fuge von Johann Sebastian Bach. Schule brauchte es keine. Es mußte niemand lernen. Das bißchen Lebensnotwendige hatten sie spielerisch von den Alten entdeckt. Keiner mußte einen Beruf erlernen um zu überleben. Jeder war für jeden da. Jeder machte was ihm seine innere Stimme voller sprudelnder Lebensfreude einflüsterte. Die Berufung zum Ackerbauer, Künstler, Handwerker oder Denker, ja sogar zum Dorftrottel wurde nur durch die eigene innere Stimme bestimmt. Selbst krank werden war kein Problem für die Dorfgemeinschaft. Alle waren Teil des Dorfes, einer festen zueinanderhaltenden Gemeinschaft, die wir ab sofort gesunde Seele nennen wollen.

Man kannte weder Tauschhandel noch Geld. Allein Geben und Nehmen nach seinen Möglichkeiten hielt das Wohl der Dorfgemeinschaft aufrecht. Vorherrschaftskämpfe, wie sie bei den Tieren sahen, um die beste Brut hervorzubringen, waren ihnen wohlbekannt. Sie respektierten diese für die Tiere, weil das die beste Möglichkeit für diese war, ihre Art zu erhalten und dachten nicht weiter darüber nach. Ein Vergleich wäre ohnehin nicht in Frage gekommen. Deren Seele hat einen anderen Lebensplan, der für das Dorf nichts taugt. Das war in Ordnung so. Sie wären auch nie auf die Idee gekommen, Tiere (Pecunia, Pesos) als Tausch für eigene Leistung zu mißbrauchen. Die Tiere hatten ihre eigene Welt, die respektiert wurde. Das Wunder der Schöpfung sahen sie in allem Lebendigen und hatten ihre Freude daran. Vor allem, im dem sie ihre eigene Seele wahrnahmen.

Die Menschen haben dieses Dorf verlassen, aus welchem Grund auch immer. Das herauszufinden, mögen wir den Märchenerzählern, den Philosophen oder Ludwig dem Träumer überlassen.

Das namenlose Dorf, das die ganze Welt umspannte, bekam Besuch von einem Wanderer, der lustige bunte Kleider trug. Sie nahmen ihn so herzlich auf, wie jeden anderen auch, war er doch ein guter witziger Erzähler von den Gepflogenheiten in seiner Heimat, die sie so noch nie gehört hatten. Er erzählte von einer kommenden Zeit, aus der er kommt. Da die Menschen im namenlosen Dorf nur das Jetzt kannten, wurden sie aufmerksam. Das hatten sie dem Dorftrottel zu verdanken. War er doch  der Einzige, der das unvermeidlich kommende sah.

„Da mud du durch“, sagte er.

Dem Wanderer zu Ehren versammelten sich alle auf dem großen Platz inmitten ihrer großen Häuser. Sie sangen ihre Lieder, brachten Früchte, eine wunderbarer und schmackhafter als die andere, die  ihnen die Natur schenkte. Alle wurden satt und etwas müde. Nach dem Essen waren sie es gewohnt, sich etwas auszuruhen, da der Magen jetzt beschäftigt war. Sie wußten, Umtrieb und neue Lebenskraft tanken gleichzeitig geht nicht.

Der Wanderer jedoch war putzmunter, obwohl er die die Früchte geradezu in sich hineinstopfte, bis der Magen bald platzte und sein Darm mehr sprach als sein voller Mund. Er wurde nicht müde bei seinen Geschichten aus seiner Heimat. Mit vollem Mund waren seine Worte etwas unverständlich, er atmete dabei auch etwas schwer. Man verstand nur ‚Vecrekrrrurks meck donald schmatz wurks muß her‘. Er war der erste Wanderer, der nicht verstanden wurde. Da die Menschen alles liebten, war das auch kein Problem für sie.

Es begann zu regnen. Ein Segen für die Natur, aber naß werden wollten die Dorfbewohner dennoch nicht. Die Katzen, die wahren Souveräns, verkrümelten sich als erstes. Eine nasse Katze mag selbst der trockenste Kater nicht.  So schlugen sie vor, sich in die großen Häuser zurückzuziehen. Dem Wanderer überließen sie die Wahl, bei wem er nächtigen will. Er suchte sich das wunderschöne Haus des Dorftrottels aus.

Am nächsten Morgen beklagte der Wanderer die wunderschöne Zusammenkunft auf dem Dorfplatz, die durch den Regen unterbrochen worden war. Wenn ihr auf dem Dorfplatz ein noch größeres Haus hättet, in dem alle auch bei Regen Platz haben, so hättet ihr bis zum frühen Morgen meine Geschichten aus meiner Heimat lauschen können. Man muß wissen, daß der Dorftrottel die wichtigste Stimme im Dorf war, frei aller Ängste, nur mit Liebe behaftet für Harmonie und alles danach Kommende. Da er durch Beobachtung wußte, wie man schöne Häuser baut, machte er sich selbst an die Arbeit – die Arbeit wurde mit ihm erfunden. Es fiel ihm schwer. Aber der Wanderer hatte ihn dazu ermutigt und ihm einen Titel gegeben – Architekt. Das schmeichelte. Nicht mehr Dorftrottel, sondern Architekt.

Unermüdlich besessen von der Idee des Wanderers, das größte Haus im Dorf zu bauen, damit die harmonische Zusammenkunft künftig nicht mehr durch Regen unterbrochen wird, entwarf er ein riesiges Haus inmitten des Dorfplatzes. Da harmonische Elemente  wie der Goldene Schnitt und in Stein gemeißelte Fugen der göttlichen Musik nicht fehlten, stimmten die Dorfbewohner dem Bau zu. Lustig fanden sie den dreihundert Ellen hohen Turm über dem Dach. Manche dachten, es ist der Schornstein. Wieder andere machten Witze über die seltsamen Tiere und Köpfe an der Fassade, die sie noch nie in der Natur gesehen hatten. Da gab es welche mit… aber lassen wir Bilder sprechen. Mit Worten kann man diese Wesen ohnehin nicht beschreiben.

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Bildquelle: Wikipedia
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Bildquelle: Wikipedia

Der hier überm Eingang verwunderte doch so manchen. Als hochentwickeltes Völkchen hätten sie den hier eher auf dem stillen Örtchen vermutet. Einer meinte sogar: Der scheißt auf euch, wenn ihr da rein geht. Die Bedeutung dieses Satzes sollten sie jedoch erst viele tausend Jahre später erkennen.

Wenn wir schon beim Thema sind, werfen wir doch einen Blick ins Innere des ganz großen Hauses inmitten des Marktplatzes, der bald keiner mehr ist. Dort gibt es seitlich einen Holzverschlag mit zwei Türen. Wenn es hier ein stilles Örtchen gibt, warum muß der sich dann an die Fassade hängen zum scheißen, meinte der neue Dorftrottel. Ein neuer Dorftrottel? Was ist mit dem alten? Der verschwand urplötzlich nachdem er das größte aller Häuser auf dem Marktplatz gebaut hatte. Rätselraten und Fassungslosigkeit im ganzen Dorf.
Dem neuen Dorftrottel frohren die Adern ein; hatte er doch einen Verdacht daß es irgend etwas mit dem Wanderer zu tun hat. Es verschwand nämlich bisher noch nie ein Bewohner urplötzlich. Der neue Dorftrottel hatte auch als Einziger im Dorf Falten auf der Stirn und schaute oft in die Sterne wenn die anderen feierten. Sie wußten noch nicht, daß Denken Falten auf der Stirn verursacht. Es reichte aber, ihn als neuen Dorftrottel und Seher auszuzeichnen.

Seltsam empfanden sie die neue Sitzordnung im Innern dieses Hauses. Waren sie es bisher gewohnt, alle im Kreis zu sitzen, damit jeder jeden sehen konnte. Jetzt sollen sie auf einmal und für immer diese Tradition brechen und in Reih und Glied alle nur noch in eine Richtung starren. Da kann man doch nicht mehr miteinander reden und gemeinsam lachen. Da vorne gibt’s doch nur ein leerer Stuhl und noch etwas, das so manchen das erste Mal in seinem Leben ein mulmiges Gefühl bescherte. Es war ja nicht so, daß sie keine Verletzten kannten. Wenn, was äußert selten vorkam, sich einmal einer verletze, dann hatten sie ihn liebevoll auf einem flauschigem Bett aus wunderbar duftendem Moos gelegt, damit er sich gesunden kann und nicht  zum Trocknen der Wunden an die Wand gehängt.

Der Bau war in vollem Gange. Viele bauten in Freude und mit viel Liebe mit. So, wie sie es bisher gewohnt waren. Der Bau geriet jedoch bald ins Stocken, da zwar alle Baumaterialien für die großen Häuser der Dorfbewohner in der Region vorhanden waren, aber nicht für ein noch Größeres.

Der Wanderer hatte eine Idee. Ich bringe euch das Material. Während dieser Zeit kann ich jedoch nicht für mich selbst sorgen. Gebt mir ein paar eurer Früchte, damit ich nicht hungere während meiner Tat. Gesagt, getan. Er brachte Baumaterial. Unwirsches Material, untauglich um ein Haus zu bauen. Das hatten sie bisher nicht gekannt. Ihr bisherigen Steine aus der Umgebung konnten  dem Menschen für ihre großen Häuser ohne Verletzung durch Behauen dienlich sein. Dafür waren die Steine dankbar und erzählten in stiller Stunde wunderbare Geschichten von der glücklichen Erde. Die Steine, die der Wanderer herbeibrachte, waren schon halbtot von der langen Reise und wurden durch mühevolles Behauen ganz tot geschlagen um dem Bauplan gerecht zu werden. Oder habt ihr schon mal Steine in den größten aller großen Häuser fröhliche Geschichten erzählen gehört? Nun, es war nicht der Wanderer selbst, der die Steine herbeischleifte. Es waren abgemagerte, ausgemerkelte Männer mit düsterem Blick, alle mit Ketten verbunden, damit sie sich auf dem gemeinsamen Weg zum Glücklichsein nicht verlieren und eine große Gemeinschaft für alle Zeiten bleiben konnten – so wurde ihnen vom Wanderer erzählt.  Die Steine auf ihrem Buckel tragend, dem Wanderer folgend, der ihnen den Weg zeigte, sangen sie sogar noch ein lustiges Lied:

Morgen! Morgen Kinder wird’s was geben
Etwas auf die Nuß, wenn nicht folgst eben

Das Paradies kennt nur der große Wagen
Folge ihm bis zum Ende aller Erdentagen

Er weiß, wo Gottes Pforte uns empfängt
Folge ihm, sonst wirst du gleich erhängt

Fröhlich! Fröhlich weiter seines Weges
Alles andere dir zu Schaden, vergiß es

Im Himmel dann wir singen von dem großen Herrn
Er ist des Weltenführers edler großer Kern

Die Müh sich lohnt, die Liebe ist nur dort zu finden
und so müssen wir uns hier vor Schmerz noch winden.

Der Wanderer ging nicht etwa zu Fuß, wie die Steinträger, sondern saß in einem prächtigen goldenen Wagen, gezogen von sechs Rössern, in dem auch noch alle Steine der Träger Platz gehabt hätten. Die Menschen waren so mit dem Bau beschäftigt, daß sie das Elend der Steineträger nicht sahen. Sie hätten es ohnehin nicht sehen können, da sie nicht wußten, was Elend ist – noch nicht. Einzig das Fesseln der Rösser an den großen Wagen betrübte manche etwas. Das waren die, welche noch mit den Tieren sprechen konnten.

Das Totschlagen der Steine wurde immer mühevoller. Eine Mühe, die sie bisher nicht kannten. In ihrer unendlichen Liebe zu allem was ist, schafften sie es dennoch. Nur ihr Lachen und ihre wunderschönen Lieder wurden während dem Bau immer weniger.

Da war die Zeit des Wanderers gekommen. Er füllte ihre Leere mit den Gesängen aus dem großen Latrinum und erzählte ihnen Geschichte vom großen gütigen Bruder und dem Herrn, der komme und ihnen noch lustigere Geschichten erzählen könne als er selber.

Sie bauten und bauten.

Vergaßen dabei ihre eigene Geschichte.

Geselliges Miteinander auf dem großen Platz inmitten ihrer großen Häuser gab es nicht mehr.

Der war ja inzwischen zugebaut.

Der Blick auf Nachbars Haus war fortan auch versperrt.

Nun, der große Tag nahte. Das größte aller großen Häuser sollte eingeweiht werden. Aber wie? Einweihung wie bisher war nicht mehr möglich. Sie hatten sich den großen Platz dafür selbst zugebaut. Es geschah das erste Mal, daß sie ein ungutes Gefühl von Traurigkeit verspürten. Der Wanderer versprach ihnen, daß dieses Gefühl mit der Einweihung des größten aller Häuser sofort wieder verschwinde und dass dank des neuen Hauses grössere Freude ihrer harren als jemals zuvor sie gekannt.

Sie saßen auf den harten Bänken in Reih und Glied, jeder nur das Hinterteil des anderen sehend, mit mulmigem Gefühl den zum Trocknen seiner Wunden an der Wand Aufgehängten betrachtend und warteten auf die versprochene Freude aller Freuden. Plötzlich vibrierte das ganze größte aller großen Häuser und es machte einen entsetzlichen Lärm. Der kam aus den blitzeblanken Rohren, die auch an der Wand hingen. Andere Rohre, aus denen noch mehr Lärm kommt, sollten sie erst später kennenlernen. Die Ohren schmerzten ob dem disharmonischen Lärm. Als plötzlich der Lärm verstummte, kam der Wanderer und setze sich auf den wunderschönen Stuhl über dem, der zum Trocknen an der Wand an zwei Holzbalken hing. Was für ein Anblick.

War der Wanderer noch lustiger und bunter gekleidet als je zuvor. Auf seinem Kopf hatte er ein rundes Blech. Ein Hut konnte es nicht sein, da der Deckel fehlte. Dafür war es mit vielen bunten glitzernden Steinen verziert, die sie zwar kannten, aber nichts mit anzufangen wußten. Diese gehörten zur Erde und sollten auch da bleiben. Zuerst hob er den rechten Arm schräg nach oben, dann den linken und danach alle beide. Sie waren etwas verwirrt. Solche Gesten wußten sie nicht einzuordnen. Was das mit Freude zu tun haben soll, blieb auch ein Rätsel. Seiner Einweihungsrede konnten sie ebenfalls nicht folgen. Er hielt sie in einer Sprache, die keiner verstand. Danach wieder dieser ohrenbetäubende Lärm aus vollen Rohren, bevor er sie alle der Reihe nach zu sich rief um sich die großen Fußzehen ablecken zu lassen. Was für ein fauliger Geschmack. Dabei bespritze er sie mit Wasser. Ja, ihr habt richtig gehört – mit Wasser.

Der einzige, der das nicht mitmachte, war der neue Dorftrottel. Er verließ fluchtartig das größte aller großen Häuser. Erinnern wir uns noch, warum das große Haus gebaut werden sollte? Ja, damit niemand naß werde, wenn es bei den fröhlichen Zusammenkünften einmal regnen sollte. Und jetzt das. In ihrer unermüdlichen Liebe für alles was ist, konnten sie nicht mal murren und hofften, daß es nur ein Alptraum ist der bald vorbei ist – das mit dem größten aller Häuser auf dem Marktplatz. Damit war die Hoffnung geboren, die sie bisher nicht benötigt hatten, da sie nur im Hier und Jetzt gelebt hatten. Andere waren nur noch traurig.

Der Wanderer war mit sich zufrieden. Hatte er doch ihnen gleich mehrere neue Gefühle beibringen können. Die Trarigkeit, das Mulmig sein als Vorstufe zur Angst und die Hoffnung. Und noch etwas war ihm gelungen. Die Menschen freiwillig dazu bringen, etwas zu bauen, das sie beim Feste Feiern in Reih und Glied zwingt.
Wenigstens in ihrer Sprache vertröstete sie der Wanderer auf den nächsten Sonntag. Bisher kannten sie das Wort noch nicht. Es gab ja nur das Jetzt. Dann soll die richtig große Einweihung stattfinden und er versprach ihnen ihre alte Fröhlichkeit zurückzugeben. Sie gingen wieder frohgemut nach Hause und fieberten dem nächsten Sonntag entgegen.

Die alten Feste feiern vergaßen sie hiermit für alle Zeiten und somit sich selbst.

Wirklich für alle Zeiten?

Wäre da nicht der neue Dorftrottel, der alles Ursprüngliche in sich durch die Flucht aus dem Tempel (so wurden die größten aller großen Häuser künftig benannt) bis heute bewahrt, könnten wir die Geschichte an dieser Stelle abbrechen.

Der weitere Verlauf der Geschichte bis zur heutigen freiwilligen Knechtschaft und Versklavung mit großem Elend ist hinreichend bekannt.

Wir wollen uns nicht länger damit beschäftigen.

Das würde nur die Gedanken daran fesseln und die Tragödie weiter festigen.

Es war hier nur aufzuzeigen, wie es zu der menschlichen Tragödie kam.

Ein paar Regentropfen und ein einziger Wanderer, der nichts Gutes im Schilde führte, genügten, um den Menschen aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Ein einziger Wanderer unter allen Menschen, die selbst Wanderer sind, wurde der Menschheit zum Verhängnis.

Warum sollen dann nicht auch ein paar Geistestropfen des Dorftrottels,

dem der wahre Grund unseres Daseins noch bekannt ist,

das Gleichgewicht wieder herstellen können?

Er ist bereits in der heutigen Welt angekommen.

Es braucht nicht viel,

eigentlich garnix

um zu fühlen,

was es ist,

das alle sich ersehnen.

Hören wir des Dorftrottels Erinnerungen, so wissen wir, wo der Mensch einmal war und dass er sich wieder finden kann.

Es war einmal und kommt wieder.

Es geht das Gerücht um, wonach sich Einzelne des Dorfes wieder erinnern und es still und heimlich wieder bezogen haben. Man sagt, vor allem die Möglichkeit des Austausches über eine neue Erfindung, Internet genannt, bringe es mit sich, dass sich die Kunde vom Dorf leise breit zu machen beginne. So das Gerücht zutrifft, dann gibt es nur noch einen Namen für das Dorf. Neu umspannt es die ganze Welt. Sein Name ist Wohlfühlbach.

Eine pfaffenfreie Zone ohne Geldhändler und VerFührer. So stellt sich Ludwig der Träumer das Dorf vor. Das ging doch schon mal. Warum nicht auch nochmal.

Teil 2

Es war einmal und kommt wieder. So endet der erste Teil der Geschichte von Wohlfühlbach. Dem Erzähler wurde geflüstert, daß es dort noch richtig turbulent wird, bis die Menschen sich wieder auf ihre gemeinsamen Wurzeln ohne Gier, Neid und Mißgunst und ohne Hauen und Stechen besinnen.

Hatten sich die Bewohner von Wohlfühlbach doch schnell an das neue Leben gewöhnt, das von dem großen Haus inmitten des Dorfplatzes fortan bestimmt wurde. Ihr erinnert euch sicher noch an den ersten Wanderer, der mit den wunderschönen bunten Kleidern und dem runden Blech mit den vielen bunten Steinen auf dem Kopf. Hatte der nicht schon genügend Unruhe ins Dorf gebracht, auch das noch. Aber der Reihe nach. Wohlfühlbach erlebte etwas, das wir heute als Landflucht bezeichnen und das auf sonderliche Weise.

Der Rübenbauer war ein schlaues Kerlchen, saß in der ersten Reihe bei der Einweihung des ganz großen neuem Hauses – Tempel und neuerdings Kirche genannt und verstand gar nichts von der Einweihungsrede in der fremden Sprache, so wie alle anderen Bauern und die Dorfbewohner. Er wollte jedoch verstehen, was der 1. Wanderer, den wir ja inzwischen Oberpfaffe nennen, so von sich gab. Hatte er doch schon lange gespürt, daß es noch was anderes gibt als nur ackern und die eigene Brut pflegen. Vielleicht gibt es noch eine andere Brut, die es zu pflegen gilt. Weswegen sonst ist der Pfaffe hierhergekommen. Obwohl die ganze Kirche voll war, ist dem Pfaffen der fragende Blick des Rübenbauern aufgefallen. Nachdem Füßelecken und dem ohrenbetäubenden Lärm aus den Rohren an der Wand war die Versammlung beendet und der Pfaffe begrüßte den Rübenbauer persönlich. Was für eine Ehre. Nun mein Sohn, du scheinst für Höheres bestimmt, ich will mich deiner annehmen. ‚Mein Sohn‘ hatte er bisher zwar nur von seinem Vater gehört, aber dieses liebvolle Wort von einem Fremden zu hören ist sicher eine besondere Ehre. Ich werde dir unsere Sprache lehren und zeigen, welche wunderbaren Dinge es noch zwischen Himmel und Erde gibt. Da ich wenig Zeit habe, werde ich dir einen Lehrer schicken, der dir nebenbei auf deinem Hof zuerst unsere Sprache beibringt. Was ist Zeit? Was ist Lehrer? Genau das wird der dir erklären, mein Sohn.

Es verging kein Mond, das Feld stand in voller Blüte – es versprach ein gutes Erntejahr zu werden, kam der versprochene Lehrer mit brauner Kutte und Kapuze verhüllt auf den Hof des Rübenbauern. Was für ein Anblick bei diesem Wetter.  Der Bekuttete verhüllt wie im Winter, der Bauer wegen der großen Hitze nur mit einem Lederschurz bekleidet. Gerade auf dem Weg zur Heuernte, weil ein Gewitter nahte, mahnte ihn der Lehrer an: Es gibt jetzt wichtigeres. Beginnen wir sofort mit der Schule. Gesagt, getan. Gott ist groß, wurde ihm gelehrt. Da er das nicht begriffen hatte, einigten sich beide auf einen weiteren Schultag. Inzwischen kam was zu erwarten war – das Gewitter, das die Heuernte vernichtete. Seine Viecher verhungerten im kommenden Winter oder platzten an Blähungen ob des nassen faulen Futters, da er in seiner Verzweiflung denen fütterte. Alle Viecher verreckten – nur wegen einem Tagwerk Schule. Der Rübenbauer war am Ende, seine geliebte Frau, die ihn bisher in allen Problemen unterstützte ging in eine der Städte, die in dieser Zeit wie Wildwuchs entstanden. Was Stadt ist, wird erst später klar, wenn fast alle Bauern dort sind. Möchte der Geschichte nicht vorgreifen. Wartet es ab. Sein Sohn, der einmal den Hof übernehmen sollte, fand die braune Kutte toll, zog sofort eine an und weg war er. Der Rübenbauer wollte seinem Leben das Ende bereiten. Der Strick, mit dem der Ochse früher den Pflug zog, sollte seinen finalen Zweck erfüllen. Ich möchte euch den Anblick des Rübenbauers ersparen, der sich selbst sein Leben ausgehaucht hat. Von nun an zählte Wohlfühlbach ein Bauer weniger.
Der Sohn des toten Bäuerleins vermachte sein Erbe sofort der Gemeinschaft der Braunkutten, denen er viel zu verdanken hatte. Nicht nur schreiben und lesen, sondern und vor allem, daß nur ein Leben ohne Besitztümer ein ehrenwertes Leben ist, hat er bei denen im Kloster gelernt. Über die Herkunft des Wortes Kloster gibt es keine sichere Quelle. Gerüchten zufolge soll es mit der Klosterküche zu tun haben. Ludwig der Gnadenlose, der hier einmal verköstigt wurde, schreibt man den Ausspruch zu: Das schmeckt hier wie dünne Klosbrühe aus dem Klosett. Lassen wir uns nicht ablenken durch solche Wortklauberei. Es war hier darzustellen, wie die Braunkutten zu ihren ersten Ländereien kamen- und es sollten noch viel mehr werden.

Die Jahreszeiten vergingen und wiederholten sich, ohne daß sich viel regte in Wohlfühlbach. Jeder ging seinem Tagwerk nach wie er es schon immer gewohnt war. Aber irgendwie war es doch anders als früher, wo man noch gemeinsam auf dem Marktplatz im Kreis sitzend, fröhlich den Tag liedersingend  mit Selbstgebrautem ausklingen lassen konnte. Seit dort die große Kirche steht, beschränkt sich die gemeinsame Zusammenkunft auf den Tag des Herrn, wie ihn der Pfaffe nennt. Erinnern wir uns noch an die Einweihungsfeier der Kirche? Jeder durfte fortan nur noch den Arsch des Vordermanns betrachten, in Reih und Glied. Viel später sollten sie kennenlernen, daß es noch ein anderes Reih und Glied gibt, das ihnen zum Verhängnis wird – auch mit großen lärmerzeugenden Rohren – nur diesmal nicht an der Wand hängend, wie der mit dem zum Trocknen seiner Wunden, sondern bewegliche Rohre, die noch mehr Lärm machen und dazu auch noch rauchen.

Die restlichen Bauern guckten nun öfter in den Himmel als früher. Da genügte frühmorgens ein Blick und man wußte wie das Wetter heute wird. Fortan schauten sie weniger nach dem Wetter als nach dem Herrn, der da bald absteigen wird um die Welt zu retten, die vorher nicht zu retten notwendig war, weil sie gut war wie sie war. Dabei vergaßen sie manchmal nach dem Wetter zu gucken mit verheerenden Folgen.

Es war wieder ein Tag des Herrn, den wir ab sofort Sonntag nennen wollen, an den sich die Bauern und die Handwerker gewöhnt hatten. Sie versammelten sich alle in der Kirche. Brauche nicht erwähnen, daß sie Frau, Kind und Kegel mitschleiften, obwohl die sich anfänglich wehrten. Den Kindern war dabei am Unwohlsten. Sie mußten förmlich an den Ohren in die Kirche geschleift werden. Ob die noch eine gesunde Abwehr gegen das kommende Unheil hatten, überlasse ich dem Leser einzuschätzen. (Anm. des Erzählers: Wir werden viel später, etwa im Jahre 1845 nach der Erfindung des Befreiers unserer Sünden nachlesen können, was mit ‚Unheil‘ gemeint ist. Otto von Corvin hat es in seinem Pfaffenspiegel offengelegt.  http://www.humanist.de/religion/pfaffe.html )
Muß auch dazu sagen, daß Kegel kein Problem waren, jedenfalls vor dem Eintreffen der Pfaffen. Sie waren so willkommen in der Gemeinschaft wie die Dorftrottel. Jedes Leben war willkommen. Wirklich? Ja, zumindest bis der Pfaffe kam. Der mahnte Enthaltsamkeit an, verteufelte die Lust, während er unter seiner Kutte ein wohliges entspannendes Gefühl hatte beim Anblick der vielen Kinder, die die Bewohner in die Kirche mitschleiften. Bastarde, Dorftrottel und Krüppel, früher wohlversorgt, waren ab sofort aus Pfaffens Munde die Ausgeburt des Teufels. Was der Teufel und das Fegefeuer ist, hatte der Weinbauer und die anderen bereits bei den vergangenen sonntäglichen Predigten gelernt. Hatte es doch so einen Bastard des Teufels auf seinem Hof, den die ganze Familie früher liebevoll pflegte. Nun endlich wurde er aufgeklärt, daß der Bastard die Ausgeburt des Teufels ist. Davon muß er sich sofort trennen um nicht noch größeres Unheil nachzuziehen. Kaum zu Hause fühlte sich der Weinbauer  elend wie noch nie im Leben zuvor und faßte einen folgeschweren Entschluß. Das Teufels Werk muß vernichtet und ins Fegefeuer geschickt werden. Was liegt näher als das Feuer selbst zu entfachen – er hatte doch eine Wurzel der Selbstverantwortung inne, wie ihm der Pfaffe erklärte –  zum Zeichen der Gottestreue. Diese sollte sein Lebenswerk beenden. Es ist gar nicht so einfach, die eigene Brut zu vernichten. Dazu bedurfte es einer weiteren Vorbereitung, zumindest in der damaligen Zeit. Die Gehirnwäsche war noch nicht soweit, wie heute, daß Pfaffens oder Politikers Geschwurbel ausreichte, um sich und die eigene Brut zu zerstören. Es gab noch keine modernen Medien, die das bewerkstellen konnten. Da erinnerte sich der Weinbauer an den alten Weingeist, der früher manchmal gute Dienste leistete und bei manchen Problemen aus der Patsche half. Gut, manchmal erst am nächsten Tag, frühmorgens kurz vor dem Sonnenuntergang, aber immerhin. Den hatte er befragt. Aber von dem kam keine Antwort oder ein Rat mehr, so wie er es früher gewohnt war, obwohl er ihn intensiv befragte. Wenn selbst der Weingeist mich verlassen hat, will ich dem Hier ein Ende bereiten. Nachdem er aus zwei Flaschen den Weingeist entlassen hatte, zündete Haus und Hof an. Mit ihm verbrannten die bisher alle von ihm so geliebten Lebewesen. Am nächsten Sonntag wetterte der Pfaffe: Seht her, was die Wollust für verehrende Folgen hat. Gottes Zorn hat die ausgelöscht. Des Pfaffen Sprache war etwas undeutlich. Manch einer der restlichen Dorfbewohner erinnerte das an den Weingeist als er die Worte des Pfaffen hörte. Wie dem auch sei. Der Hofooff desschwegge Wolluschdd unn Baschdaaard – rülps rülps istsch  middd Fluch ttt belegt. Alleiii mir kenne den vom Fluchhh befreieee. Dabei verfärbte sich seine Kutte wieder in der Mitte als er die vielen Kinderlein sah.  Er hielt die rechte Hand schräg nach oben zu Gottes Gruß. Die andere hielt das Gleichgewicht zitternd in der Kutte. Niemand traute sich fortan mehr auf das Grundstück des Weinbauers, aus verständlichen Gründen.  Lag doch ein Fluch darauf in Gottes Namen. So kam die Kirche zu ihrem nächsten Grundstück. Niemand sonst wollte es haben, da es mit einem Fluch verhaftet war, den allein die Kirche entfernen kann.

Kommen wir zurück zum Wetter, das dem  Birnbauer die Aufgabe seines Hofes  erleichterte. Der hieß nicht so, weil er übermäßig Birnen geerntet hätte, sondern weil er einen birnenförmigen Kopf hatte, nur etwas größer, etwa wie eine Melone. Wir werden später erfahren, daß ein großes Hirn nix zum Menschensein beiträgt. Es war ein angenehmer Sommerabend. Er genoß den wunderbaren Sonnenuntergang mit einem Gläschen Weingeist und einer Zigarre auf seiner Terrasse als sich ein Wanderer frohgemut näherte. Gastfreundlich wie die Bauern in Wohlfühlbach nun mal sind, lud es den Fremden zu einem Gläschen Weingeist ein. Es wurde bis spät in die Nacht, bis zum Morgengrauen  geplaudert, wobei der Fremde eigentlich nur plauderte. Er erzählte von seiner fernen Heimat, wo Honig und Milch fließen ohne sich anstrengen zu müssen. Er kannte sogar die Frau des Rübenbauers, die sich inzwischen dort besonders wohl fühlt. Die freut sich den ganzen Tag und manchmal die ganze Nacht, daß sie den Schritt gewagt hat, das Bäuerleinleben verlassen zu haben. Nicht, daß man dort nicht arbeiten muß, aber die Arbeit ist dort das reinste Vergnügen ohne sich krummbuckeln zu müssen. Na ja, manchmal macht man dort auch einen Krummbuckel, wenn gewünscht – aber nur zum Vergnügen. Es gibt in der Stadt inzwischen viele Häuser der Freude und solche, in denen überhaupt nicht mehr gearbeitet werden muß. Man muß den ganzen Tag nur dort drin sitzen und warten, bis Honig und Milch hereingetragen werden. Durch ihre Vorbildung fiel ihre neue Aufgabe nicht besonders schwer. Hatte sie doch auf dem Hof früher Hengste gepflegt und die Schwänze gebürstet. Aber diese neue Tätigkeit wollen wir nicht weiter beschreiben. Sie ist der frühkindlichen Erziehung nicht würdig, wenn auch die Pfaffen damit die Kinder gerne auf das spätere ernste Leben vorbereiten wollen und die Grünen heute solche befürworten. Während der Birnbauer immer neugieriger wurde, braute sich ohne daß beide es bemerkten ein großes Unwetter heran. Innerhalb Minuten war der Himmel mit pechschwarzen Wolken behangen, die sich trichterförmig auftürmten. So was hatten beide noch nie gesehen und bestaunten dieses Schauspiel, jedoch nicht lange. Ein schwarzer Wolkentrichter kam mit unheimlicher Eile daher gefegt, riß Haus und Stall in Fetzen, zerstreute Wände, Dächer, Möbel und Vieh auf dem ganzen Acker. Haus und Hof kaputt, Vieh tot und Ernte platt, so die Bestandsaufnahme am nächsten Morgen. Was den Birnbauer besonders verwunderte, war, daß einzig und allein die Terrasse auf der beide saßen unbehelligt blieb. War das nicht ein Zeichen Gottes? Wäre der Fremde mit der braunen Kutte nicht gekommen, hätte er sich frühzeitig aufs Ohr im Haus gelegt und mit dem Sturm bereits tot, weggefegt, irgendwo auf seinem Acker liegend. Er sah keinen Sinn mehr, hier noch weiter zu verweilen. Zumal seine zwei besten Freunde in Wohlfühlbach bereits tot sind. So ging er schweren Herzens mit dem Fremden in die Stadt. Bevor wir die Geschichte des Birnbauers weitererzählen, wollen wir sehen, was aus dem nächsten wurde. Nur so viel sei vorerst verraten, er ist heute verhartzt und das gleich viermal.

Dem Schweinebauer wollen wir eine besondere Aufmerksamkeit widmen. Er wird uns später in der Stadt noch einmal begegnen. Muß den empfindlichen Leser jetzt warnen, weiterzulesen, wenn er sich weiterhin in der schönen Welt der Vergangenheit tummeln will. Der möge sich besser die Rosamunde Pilcher einlullen.

Nun, es war nicht mehr alles so rosig für ihn in Wohlfühlbach nach dem Erscheinen der Fremden. Wie kam es dazu: Er hatte auf seinen Hof einigen der Bauarbeiter, die nach der Vollendung des größten aller Häuser durchgehalten hatten und noch lebten, Brot und Unterkunft gewährt. Verkohlt,  verschrödert,  ausgemerkelt und ausgeschäufelt , wie sie waren, hatte der Schweinebauer durchaus noch ein Mitgefühl für diese Kreaturen, die Helfer, die in Ketten ankamen, damit sie sich nicht verlieren beim Bauen der Kirche. Der Schweinebauer hatte ein Herz für diese Sklaven, wie wir sie ab sofort nennen wollen und viel später das kleine Arschloch.

Seit er sah, wie die sich in seiner Obhut benahmen, kamen ihm neue Gedanken. Übertrafen sie sich gegenseitig an Arbeitseifer aus Dankbarkeit für einen Teller Klosbrühe am Tag. Die Klosbrühe hatte er kennengelernt als er das erste zerlegte Schwein in das Kloster liefern durfte, das inzwischen auf dem ehemaligen Hof des Rübenbauers steht. Für das fette zerlegte Schwein bot man ihm einen Teller Klosbrühe und ein ‚Vergelts Gott‘ an. Man mag ja Schweinebauern zu den geistigen Existenzminimalisten zählen, aber das ließ ihn seine Stirn runzeln. War es bisher nicht so in Wohlfühlbach, daß jeder sein Bestes gab und im Tauschhandel zufrieden leben konnte. Nun das hier: Vergelts Gott.

Hat der vergeltende Gott jemals Schweine gefüttert, mein Haus gedeckt oder mir Schuhe genäht? kam ihm in den Sinn. Soll ich von nun an Vergelts Gott an meine Füße schnallen? Er ahnte noch lange nicht, daß mit Vergelts Gott die erste Steuer eingeführt wurde um ihn vor Gottes Zorn zu schützen. Zunächst war der Schweinebauer etwas verwirrt. Er hatte das nicht erwartet, da er bisher gewohnt war, seinen Hof selbst zu bearbeiten. Aber wenn die sich sogar um die Arbeit auf dem Hof für einen Teller Klosbrühe prügeln, warum dem nicht so geschehen lassen. Er hätte sie gerne an den üppigen Mahlzeiten teilhaben lassen, die auf den Bauernhöfen üblich waren. Aber diese wollten gar nichts mehr als Klosbrühe. Jeder soll bekommen was er braucht, war die Einstellung der Menschen bisher in Wohlfühlbach. Daher gewöhnte sich der Schweinebauer schnell an die Bedürfnisse dieser kleinen Arschlöcher. Zumal die Nachfrage nach seinen landwirtschaftlichen Erzeugnissen immer größer wurde. Das konnte er eh bald nicht mehr allein stemmen. War er bis zum Erscheinen der Pfaffen und er Sklaven ein redlicher Schweinebauer, so wie jeder andere Landwirt oder Handwerker in Wohlfühlbach, so kamen ihm ganz neue Gedanken in den Sinn, zumal die Nachfrage an Schweinen immer größer wurde und er im Tauschhandel gar nicht mehr so viel Gegenleistung annehmen wollte, die zudem noch unnütz waren. Mit den Pfaffen wurde er bald einig. Sie hatten ihm an jedem Tag des Herrn, am Sonntag, an dem jeder in der Kirche zu erscheinen hatte, erklärt, daß ihn der Blitz erschlagen würde, wenn er nicht weiterhin Schweine für Gottes Vergeltung liefern würde. Hatten sie ihm nicht für den irdischen Ausgleich die Sklaven geschickt. Nun, ihm fuhr das bis in die Knochen. Erinnerte er sich doch an den Zorn Gottes, wenn man seinen Gesetzen widerlebt. Das Drama des Weinbauers reichte um ihn in die Wirklichkeit zurückzuholen.

Nun, bisher ging es ohne das ab, was wir heute Geld nennen. In Wohlfühlbach war alles dem natürlichen Fluß  in Liebe von Geben und Nehmen vorhanden. Das änderte sich nicht nur durch die Eindringlinge von Pfaffen von jetzt auf nachher, sondern auch für lange Zeit als drei Pferdefuhrwerken mit in feinem Zwirn bekleideten Herren vorfuhren. Sie wollten Schweine, Gemüse und Obst für die Stadt einkaufen und boten ihm dafür ein paar kleine runde Blechscheiben, die sie Moneta nannten. Zuerst schüttelte er sich vor Lachen bei dem Anblick dieser putzigen kleinen Blechdinger, mit denen man nicht einmal einen Pferdefuß beschlagen kann. Er wurde aber bald eines besseren belehrt, welche wunderbaren Sachen man mit diesen Moneta machen kann. Er erinnerte sich jetzt auch daran, im Klosterhof einmal eine ganze Karre voll davon gesehen zu haben, ohne daß er dem eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt hätte. Nachdem er sich bockig stellte, Schweine für ein paar dieser Moneta zu tauschen, luden sie ihn für zwei Tage in die Stadt ein, von der er bisher nur Gerüchteweise gehört hatte. Nach der Rückkehr war die Welt für ihn wie verzaubert. Öffnete ihm die Moneta Tür und Tor in der Stadt. Fressen, saufen und rumhuren, kleine Arschlöcher schikanieren – all die Freuden, die er bisher nicht vermißt hatte, weckten in ihm ein neues Lebensgefühl. Fortan war er nicht mehr der redliche Schweinebauer. Das bekamen auch bald die kleinen Arschlöcher zu spüren, die sich für einen Teller Klosbrühe am Tag auf seinem Hof – diesmal freiwillig abrackerten.  (Anm. d. Erzählers: Ludwig der Träumer nennt diese Freiwilligen heute das kleine Arschloch.)

Es muß ein besonderer Zauber auf den kleinen runden Scheiben liegen, damit sie einen redlichen anständigen Schweinebauer bis zum Investmentbanker verbiegen können. Ich habe euch jetzt die Zukunft des Schweinebauern in der Stadt verraten. Er hat seinen Hof an einen Investor für eine Karre voll Moneta getauscht, den er im Haus der Freude in der Stadt kennenlernte. Der lehrte ihn auch, wie man aus einer Karre voll Moneta ohne Mühe ganz viele machen kann – er wurde Investmentbanker. Während sich der Monetaspeicher des Investors und des Investmentbankers von Tag zu Tag verdoppelte, halbierte sich die Tagesration Klosbrühe auf dem Schweinehof. Zum Ausgleich durften die kleinen Arschlöcher das Doppelte schuften. Sie nahmen es ohne Murren hin, bis heute, hat sich der Erzähler sagen lassen. Erfanden sogar allerlei Dinge, die sie nach Feierabend für die die Mühsal auf dem Schweinehof belohnen sollten. Wir brauchen die hier nicht erwähnen. Sie sind heute aus Rundfunk, Fernsehen und Briefkastenwerbung, sowie aus dem Stau auf den Autobahnen  wohlbekannt.

Während der ehemalige Schweinewirt, der Pfaffe und der Investor so fett wurden wie die Schweine, die das kleine A durch liebevolles Füttern pflegt mit Monsanto-Kekse, die der Erzähler Soilent Green nennen will, verhartzt sich das kleine A gleich viermal. Liebt sogar die ehemaligen Schweinehirten und – vor allem, den ehemaligen Wanderer, der sie vor dem Regen schützen wollte. Wählt sie alle paar Jahre als ihre Führer. Ja, bleibt ihnen sogar über Jahrtausende treu.

In stiller Stunde kannst du lieber Zuhörer des neuen Dorftrottels Stimme vernehmen:

Hoffst auf Besserung, du Sklave – du kleines A, daß dir irgendwann jemand deine Ketten wegnimmt? Merkst du überhaupt noch, daß du Fesseln anhast? Fühlst dich bereits zur Elite, wenn du in der Waffenfabrik nicht mehr am Band malochen mußt, sondern in dem Käfig frei herumlaufen kannst.

Andro Meda No 70

Eckehardnyk

°

Wie mich umfasst das Elend,

Das auf der Wurzel ruht.

Verloren keimt im Schneeland

Der unterdrückte Schuh.

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Was nicht gut ist, das muss nicht schlecht sein

von Angela. 29.07.2020

Aus den Erzählungen über Zen-Meister:
Buch: Nicht bevor Du stirbst.

Im alten China zur Zeit des Laotse trug sich folgende Geschichte zu:

Ein alter Mann wohnte in einem Dorf, er war sehr arm, aber selbst Könige waren neidisch auf ihn, denn er besaß ein wunderschönes weißes Pferd… Könige boten ihm phantastische Summen für das Pferd, aber der Mann sagte dann: „Dieses Pferd ist für mich kein Pferd, sondern ein Freund. Und wie könnte man einen Freund verkaufen?“  (mehr …)

Die Spinne verfängt sich im eigenen Netz

von Angela, 14.07.2020

Eine Zen-Geschichte, ein berühmtes Gleichnis aus alter Zeit:

Einst begab sich ein Mann auf Reisen und gelangte rein zufällig ins Paradies. In alten Vorstellungen vom Paradies gibt es Bäume, die Wünsche erfüllen. (mehr …)

Vergebliche Suche

Angela, 06.06.2020

Intelligenz….

Eines Abends sahen die Leute Rabiya auf der Straße vor ihrer Hütte nach etwas suchen. Sie versammelten sich – die arme alte Frau…
Sie fragten: „Was ist los? Wonach suchst Du?“

Und sie antwortete: „Ich habe meine Nadel verloren.“ Also fingen sie an, ihr zu helfen.
Dann fiel es jemandem ein zu fragen: „Rabiya, die Straße ist groß, und die Nacht bricht an, es wird bald dunkel sein, und eine Nadel ist etwas so kleines – kannst Du uns genau beschreiben, wo sie hingefallen ist?“ (mehr …)

ELTERN, KIND UND KINDERSTUBE 47. von 144 – Die Sonne tönt

Gesprächskultur willkommen

Eckehardnyk

1

Es gibt Theorien, die sagen, daß unsere Sonne in ihrem Innern gewaltig töne. In unvorstellbaren Bässen dringe aus ihrer Mitte ein Konzert an ihre Oberfläche, gegen das unsere höchsten Wasserfälle, verkehrsreichsten Straßen und phonstärksten Tiefflüge nur ein Säuseln von Blättern im Sommerwind seien; wovon wir nur deshalb nichts mitbekommen, weil dazwischen rund 150 Millionen Kilometer leeres All liegen, die keinen Mucks übertragen.

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ELTERN, KIND UND KINDERSTUBE 46. von 144 – Licht für die Welt

 

Was hat Frau Holle mit Lernbereitschaft zu tun?

Eckehardnyk

1

Lasst uns noch etwas  bei den „frommen Bereichen“ verweilen. Es geht ja um unser Inneres, und bei dem haben ja mehrheitlich die Geistlichen dieser Welt mitzureden. Freilich gibt es auch Menschen, die zu Psychotherapeuten ein besseres Verhältnis haben und sich dort von ihrer noch vermeintlichen Kindergläubigkeit wegholen lassen. Doch die Mehrheit der gesamten Menschheit ist wohl bei inneren Dingen eher bereit auf einen Priester, Mufti, Rabbi oder Schamanen zu hören. Nur in Nationen, die man als „westlich“ bezeichnet, tragen viele ihre Gewissens- oder inneren Nöte lieber einem unabhängigen, psychologisch geschulten Berater vor, wenn nicht bereits der Hausarzt sich über Zusatzausbildung für die Krankheit bewirkenden Umstände seiner Patienten sensibilisiert und als „Droge Arzt“ mit seinem Deutungsvermögen bewährt.

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Osteralmanach

Eckehardnyk

Karsamstag 11. April

Versperrter Blick auf schöne Osterziele, der Frühling kommt auch ohne Angstgefühle. Bis wir uns einmal sehn ist diese Sicht reifenden Laubs geschlossen. Noch kann dem Leben keiner widerstehn – Bleibt frohgemut und unverdrossen. Das höchste Blut bleibt uns nicht unvergossen.

Tulpenbaums frisches Grün verdeckt Schloss Eberstein
Unter Schloss Eberstein Murgfluss, Straße 462 und Kartonfabriken von Obertsrot

Ostersonntag 12. April

Wer hatte seine Hand im Spiel, dass unser Blick dem Moos verfiel? Es blieb im Winterzimmer grün. Im Osterwald die Glocken blühn. Es strandete verwelkt die Zeit; du, Mensch, mach dich im Herz bereit, das einfach alles neu beginnt und lieben, was wir taten, kann. Die schlimmen Tage werden enden.

Im Wald bei der Stourdza Kapelle

Ich mag dir schöneres nicht senden. Der Mai kam früher als bekannt, und segne unser Haus und Land. Es türmten Wolken sich mit Gift, wer sowas wendet, hat den Stift – genommen, die Rechnung aufgemacht und die beklommen Fragenden angelacht – habt ihr nicht je das Heil gewollt? Es sei, die ihr den Geist gefunden, sollt in die Welt hinaus. – Die Stunden werden gefeiert, wobei sich das Leben der Menschen erneuert. Wer ohne Angst die Zeit verbringt, wird mit des Fischers Schmuck beringt. Es halte treu zum Stamm das Laub. Das Moos wächst über alten Raub. Gelingt in Freiheit dir das Wahre, geht nur dein Totes auf die Bahre. Verklungen ist das alte Leiden, in Frühlingslieder lässt’s euch kleiden. Fisch, der Schlittschuh läuft, ruft an!

Ostermontag 13. April 2020

Hernborger Schießkonane

Es war einmal ein Königssohn, sein Vater schwerkrank von der Kron. Er hatte drei Söhn, befahl ihnen rasch ihm Wasser des Lebens zu bringen. Der erste Sohn sucht in Wald und Gebirg, der zweite in der Fabrik. Doch keines hilft und die Krankheit wird schlimmer. Da schickt der König seinen jüngsten Sohn, der galt als der Dümmste immer. Der setzt sich kurz auf die Stufen vorm Schloss. Ein graues Männlein kommt heimlich herbei und spricht: „Ich höre dich denken, du willst dem König das Leben neu schenken?“ „Ja“, spricht der Jüngling, „doch weiß ich nicht wie“. „Ich schon“, sagt der Alte und erklärt ihm, was zu tun sein werde. Der Andere reist bis ans Ende der Erde. Da liegt ein Zettel im Gras. Dort war nicht viel los und er las: „Kehr zurück über den großen Teich, am Strand findest du Gut, doch hab auf ein Eimerchen acht, es füllt sich mit Wasser des Lebens, das aus dem Atem des Wales sinkt, den du als Boot benutzest. Der Walfisch bringt Reisende auf seinem Rücken ans Ziel, doch rede mit ihm kein Wort. Er kennt jeden Heimatort.“

Da lang! (auf Usedom)

Der Jüngling macht sich sogleich auf den Weg, er findet den Strand das Gefäß und den Steg und steigt auf den Rücken des Wals. Der streift durch das Meer so schnell wie der Wind, an der Rückenflosse hält sich das Königskind und passt auf sein Eimerchen auf. Die Fontäne des Wals enthält jenen Tau, nachdem ihn der Vater gesendet. Und als dann die Überfahrt endet, schützt er das kostbare Nass im Gefäß und gleitet von dem Wal herab aufs Gesäß. Da spricht ihn das Ungetüm an: Warum nur bin ich dazu verdammt, Leute wie dich herzuführen? Sein geretteter Gast nickt nur freundlich „Bis dann!“ und erreicht das sichere Gelände. Ihn durchzuckt eine Antwort und er ruft: „Du würdest als frei eingestuft, hättest du Menschen gefressen. Statt bis an dein Ende zu schuften, verbirgst du dich schlau in den Gruften und lässt deine Beute dir schmecken!“ Der Wal peitscht wütend die See. Doch was half’s? Der nächste muss ihm verrecken. Die Flut von der tobenden Flosse verrinnt in natürlicher Gosse. Und zum Könige eilt der Knabe geschwind und bringt ihm die heilende Labe, doch des Kindes Mut war die Gabe. Sie teilen das Reich in der Mitte. Graumännlein lacht als der Dritte.

Stettin, Hauptstadt eines neuen Reichs?

Nach einem slowakischen Märchen, heute neu gefasst von Eckehard Hilf

In die Zukunft schauen

von Angela, 26.03.2020

Es war einmal ein weiser, alter Mönch, von dem erzählt wurde, er könne in die Zukunft sehen.
Er wohnte in einem kleinen Kloster auf einem abgelegenen Berg.  (mehr …)

Putin zu Erdogan

Das ist reine Spinnerei.

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„Mein lieber Amtsbruder, gesegnet seist du und gesegnet sei dein türkisches Volk.

Lass Syrien in Frieden. Du verstehst, was ich meine? (mehr …)

Leben ist immer lebensgefährlich

von Angela 14.02.2020

Eine Schlagzeile jagt die andere….    :

Mehr als 500 Infektionen außerhalb Chinas….

Antibiotika-Lieferengpass wegen Coronavirus erwartet – so abhängig ist Deutschland von China ……
(mehr …)

Das Gute im Menschen sehen

von Angela, 23.12.  2019

Einst wollte ein Kaiser die Weisheit seiner Untertanen prüfen. Er ließ einen Fürsten, der für seine Grausamkeit, Gier und Habsucht bekannt war, zu sich rufen und sagte ihm: »Ich möchte, dass du dich auf Reisen begibst, um einen wahrhaft guten Menschen zu finden. Bringe diesen umgehend zu mir!«  (mehr …)

Eine japanische Legende

von Angela, 09.11.2019

Der Unterschied von Himmel und Hölle

Ein sehr mächtiger und kriegerischer Samurai forderte einst einen Zenpriester auf, ihm zu erklären, was der Unterschied zwischen dem Himmel und der Hölle sei.

Der weise Priester erwiderte verächtlich: »Du bist ein ungehobelter Rüpel mit einem verrosteten Schwert. Du stinkst und besitzt weder Anstand noch Benehmen! Du bist dumm und einfältig. Mit deinesgleichen
vergeude ich nicht meine Zeit!«    (mehr …)

Zwei kleine Geschichten ….

von Angela, 01.10.2019

Es ist so still hier, da will ich mal wieder zwei kleine Geschichten einschieben:

Das versilberte Glas

Ein junger Mann verbrachte einige Zeit im Ausland. Nach seiner Rückkehr fragte er seinen Vater, ob es sein könne, dass arme Menschen oft aufgeschlossener und hilfsbereiter seien als reiche Menschen.

»Ja, das hat einen einfachen Grund«, meinte der Vater, »Schau mal aus dem Fenster und sage mir, was du siehst.«

Der Sohn sagte: »Ich sehe den Himmel, Wolken, Bäume, Autos, den Park gegenüber, Männer, Frauen, spielende Kinder …«  . (mehr …)

Zwischendurch mal eine kleine Geschichte

Die Geschichte der Menschheit

Es war einmal ein König, der sein Reich stets zum Wohle seiner Untertanen regierte. Seine Fürsorge und Liebe galt allen Menschen. Daher wollte er mehr über die Menschheit in Erfahrung bringen und ließ alle
weisen Männer des Landes zu sich rufen. Er erteilte ihnen den Auftrag, die Geschichten aller Völker aufzuschreiben. Die Aufzeichnungen sollten kurz, verständlich und wahrhaftig sein.

Die Weisen machten sich in alle Himmelsrichtungen auf den Weg, um die gewünschten Nachforschungen anzustellen.
Nach Jahren kehrten sie mit hunderten vollgeschriebener Bücher in den Palast zurück.

Der König begrüßte sie erfreut, besah die unzähligen Schriften und sagte schließlich: »Ich fürchte, ich brauche Jahre, um all das Geschriebene zu lesen. Bitte fasst eure wertvolle Arbeit in Kürze zusammen. Ich danke euch.«

Wieder verging über ein Jahr, bis die Zusammenfassung vollendet war. Die Weisen überbrachten dem König die krönenden zwölf Bände. Der König begrüßte sie freundlich:

»Es tut mir um euer Bemühen leid.
Mein Augenlicht schwindet. So bin ich nicht mehr in der Lage, all das Geschriebene noch zu lesen. Da jedoch mein Geist hell und klar ist, möchte ich eure Erkenntnisse erfahren. Sagt mir in wenigen Worten, was in euren Büchern über die Geschichten unserer Völker und Vorfahren steht.«

Der älteste Weise trat vor den König und sprach:

»Majestät! Jeder Mensch wird geboren und muss irgendwann diese Erde wieder verlassen.

Die Menschen aller Völker unterscheiden sich lediglich in ihrer Hautfarbe und anderen Äußerlichkeiten.

Die Geschichte eines Hauses ist die Geschichte der Familie. Die Geschichte einer Stadt ist die Geschichte ihrer Einwohner.

Die Menschen aller Völker sind sich ähnlich:

Überall gibt es Unmenschlichkeit, Kriege, Dummheit, Irrtümer und Sünde.

Überall gibt es Erziehung, guten Willen, Hilfsbereitschaft, Weisheit, Verstand und Güte. Überall gibt es Dankbarkeit, Freundlichkeit, Glück und Liebe.«

Da lächelte der König und sagte: »Dann gibt es Hoffnung.«

© Aus dem Buch von Gisela Rieger: „Inspirationen für`s Herz“  Mit freundlicher Genehmigung der Autorin

Angela

Jeder trägt die Last, der er gewachsen ist

Von Angela ,17.08.2019

Du musst keine Wunder vollbringen

In einem fernen Land war seit langer Zeit kein Regen mehr gefallen. Wegen der großen Hitze erwachte der Morgen ohne die Erfrischung des Taus.

Eine große Dürre kam über das Land. Zuerst trocknete das Gras aus, es folgten die Büsche und die kleineren Bäume. Viele Tiere, die nicht mehr die Kraft fanden zu fliehen, verdursteten. In der anhaltenden Trockenheit verloren selbst die stärksten und ältesten Bäume ihre Blätter. Sämtliche Brunnen und Quellen, wie auch Flüsse und Bäche trockneten aus. (mehr …)

Der Tod und die Angst

von Angela 15.07.2019

Pressemeldung von heute,  04.08.2019:

„Bei einem Erdbeben auf der indonesischen Insel Java sind fünf Menschen ums Leben gekommen und einige weitere verletzt worden. Wie der Katastrophenschutz am Samstag mitteilte, erlitten am Freitag aus Angst vor dem Beben der Stärke 6,9 mehrere Menschen tödliche Herzanfälle. Drei Menschen seien wegen des Erdbebens an Herzanfällen gestorben, sagte ein Katastrophenschutz-Sprecher. ein weiterer Mensch stürzte demnach auf der Flucht aus seinem Haus in den Tod. Das fünfte Opfer habe eine tödliche Panikattacke erlitten.“ . (mehr …)

Geh deinen eigenen Weg

von Angela, 31.07.2019

Angeregt durch Mujos Kommentarabschnitt :

Zitat: „…Viel schlimmer als die Ablehnung ist das Jammertal, das Menschen verbreiten, weil sie ihr eigenes Wohlbefinden von der Unreife anderer abhängig machen. Dieser Virus ist leider immer wieder auch auf bb zu sehen.“

https://bumibahagia.com/2019/07/29/eigene-gedanken-oeffentlich-aeussern-sinnlos/

habe ich hier eine alte Zen-Geschichte neu erzählt: (mehr …)

Mal eine Denkaufgabe…..

von Angela, 13.06.2019

Der fiese König

Vor langer Zeit herrschte ein König, der stets alle Gefangenen hinrichten ließ. Um deren Schuld zu beweisen, hatte er eine kleine Schatulle mit einem weißen Elfenbein-Kügelchen und einem schwarzen Ebenholz-Kügelchen ( in einer getrennten Kammer ) . Jeder Gefangene durfte eines der beiden Kügelchen aus der Schatulle ziehen. War’s das schwarze, so galt er als schuldig und wurde hingerichtet. (mehr …)

Frage dich selbst

von Angela , 24.05.2019

In die Zukunft schauen

Es war einmal ein weiser, alter Mönch, von dem erzählt wurde, er könne in die Zukunft sehen.
Er wohnte in einem kleinen Kloster auf einem abgelegenen Berg.

(mehr …)

Im Jetzt die Zukunft ermöglichen

von Angela , 09.05.2019

Die Früchte des Baumes

Ein Unternehmer beobachtete einen alten Mann, der sich in seinem Obstgarten abmühte, Bäume zu setzen. Staunend sprach er den Greis an: »Wenn du in deinem hohen Alter noch Gemüse anpflanzen würdest, könnte ich das verstehen. Aber Bäume zu setzen, die ihre ersten Früchte erst in einigen Jahren tragen, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.« . (mehr …)

Was ist eigentlich das Leben?

von Angela, 23.04.2019

Eines schönen Sommertages, zur Mittagszeit, war im Wald Ruhe eingekehrt und alles schlief.
Da sprang ein junges, keckes Eichhörnchen über die Bäume und rief: »Sagt mir, was ist eigentlich das Leben?«
Alle, die dies hörten, waren betroffen über solch eine schwierige Frage und überlegten. (mehr …)

Der Kreislauf des Geldes

von Angela, 05.04.2019

Vor nicht allzu langer Zeit trug sich in einer Stadt Folgendes zu: Die
Zeiten waren schlecht und beinahe jeder lebte auf Kredit.
Spontan buchte ein Reisender ein Zimmer für eine ganze Woche und
hinterlegte 100 Euro als Kaution. (mehr …)

ExpEvil/11 SPIEGEL Gate / Relotius im Detail / Steinzeit / Redpill

Ulrich S. 7.1.2019

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Das ist ganz süffiger Wein. Ganz Jung! Ganz frisch auf den Tisch kredenzt von NuoViso
in der Person von Robert Stein im Rahmen von REDPILL. Im Text zum YT Video heisst es:

That’s very palatable wine. Very young! Freshly served on the table by NuoViso
in the person of Robert Stein in the context of REDPILL. In the text to the YT video it says:

(mehr …)

Drei unmögliche Verwirklichtkeiten / Neue Zustände

So etwas verdreht der Titel, so etwas verdreht der Inhalt.

Scheint meinem gegenwärtigen Zustande*** geschuldet zu sein. Wandele grad der Tage, leicht erstaunt, zwischen Traum und der mir und uns allen bekannten Tagesrealität.  (mehr …)

PK/8 Prima Klima / Deutsche CO2 Steuer / German CO2 tax

Ulrich S. 01.12.2018

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Da haben wir doch alle drauf gewartet. Die CO2 Steuer! Nun kann der direkte Ablasshandel Herrn und Frau Mueller aufgebürdet werden. Die legendäre Sektsteuer wurde eingeführt, um die Kriegsflotte des Kaiserreichs zu finanzieren. Und sie wird immer noch erhoben! So erbärmlich krank ist das System.

We’ve all been waiting for this. The CO2 tax! Now the direct sale of indulgences can be imposed on Mr and Mrs Mueller. The legendary sparkling wine tax was introduced to finance the war fleet of the Kaiserreich in early 20th century. And it is still being levied! That is how pathetically ill the system is.

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Die wahren Verursacher des Klima Schwindels fordern nun eine Steuer! Da wird der bekannte Bock (hier Klimaprofessor) zum Gärtner und fordert täglich mehr junge knackige Pflanzen (hier endlose Geldmittel). Professoren simulieren einen Klimawandel und fordern dann eine Steuer für diese Simulation. Diese sogenannten Regierungsberater entblöden sich nicht, genau das vor zu schlagen. Und die SED Nachfolgemerkelregierung wird das gerne aufgreifen. Und die Nachfolger der SED Nachfolgemerkelregierung wird sicher in einer totalitären Koalition mit den größenwahnsinnigen Grünen regieren und den Schwindel bis in die kommende Mini Eiszeit retten. Und die kommt so sicher wie das Amen in der Kirche. Und danach kommt dann passend die biblische Sintflut.

The real perpetrators of climate dizziness are now demanding a tax! There the well-known billy goat (here climate professor) becomes a gardener and demands daily more young crunchy plants (here endless funds). Professors simulate a climate change and then demand a tax for this simulation. These so-called government advisors do not hesitate to propose exactly that. And the SED successor Merkelgovernment will gladly take up this idea. And the successors of the SED’s successor Merkelgovernment will surely rule in a totalitarian coalition with the megalomaniac Greens and save the vertigo until the coming Mini Ice Age. And that comes as surely as the Amen in the Church. And then comes the biblical Flood.

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Und so lasset uns freie Geister beten:  Herr Gott schicke uns sibirische Winter und erlöse uns von den CO2 Wahnsinnigen! Hole sie und lasse sie im ewigen Eis der CO2 Hölle frieren.

And so let us free spirits pray:  Lord God send us Siberian winters and free us from the CO2 madmen! Take them home into the endless freezing of the CO2 hell.

Amen!

(mehr …)

Plauderplauder / Gespräch mit Mister John

Mister John ist gross, bärtig und Australier. Und heute ist er mein Aufsteller des Tages.

Mister John ist mein Nachbar, und heute haben wir erstmal ausgiebig gequatscht zusammen. Irgendwann landeten wir bei nein iih lewen.

Da liess er seinem Ffferd die Zügel, gab ihm die Sporen und in lauten Schwällen kam’s.

9/11? Aahahahahahahaaa. Damned Bulshit. Er sei Ingenieur, mit drei Abschlüssen, wobei sein Spezialgebiet Materialkunde, darinne Spezialgebiet Metalle seien. Da sei er eine damnishd Koryphäe.  Als er die Flugzeuge in den Twins verschwinden sah, habe er ausgerufen wie ein Wald voll Affen, das sei absolut idiotischer Fake, completely crasy, eine Aluröhre durchschlägt mehrere cm dicke Stahlträger, um ein Haar hätte er den TV ausm Fenster geschmissen, als er das sah und in Form von „Nachrichten“ „verseriösisiert“ bekommen habe.

Und er legte weiter auf laut, in sonem australier Englisch: (mehr …)

MM1 magic moments

MM1 magic moments

24.10.2018 Ulrich S.

Ihr lieben Leser von BB Bumi Bahagia kennt mich bisher als Ulrich S. und meine bilingualen Artikel zum abgründigen Tun der kriminellen Kabal bzw Kabalen bestehend aus mächtigen superreichen Gruppen, Familienclans, Adeligen, Blutlinien etc.

Heute gibts was komplett Anderes. Und damit zeige ich auch erstmals meine andere Seite.

(mehr …)

Trump und Putin / Etwas Saudummes

Als freier Gratisunternehmer – ich bezahle meinen Blog aus meiner Tasche, Gewinn also konstant im Minus – leiste ich mir wiedea ma, etwas zu sagen von dem gesagt werden darf, es sei saudumm, ohne dass ich widerreden werde.

 

Wladimir und Donald, das sind zwei Musikstücke, so weit auseinander wie Jackson und Bach. Da hin geht meine kleine Reise nicht.  (mehr …)

Anneke Lucas / Weltweite Kindesfolter

Sexueller Kindesmissbrauch bereits ist Folter, körperlich und seelisch. Wenn ich von Kindesfolter spreche, dann vom Erstgenannten in dritter Potenz.

Kindesfolter umfasst jede denkbare Art der Zufügung von Schmerz, körperlich und seelisch. „Rein“ sexueller Missbrauch ist „nur“ Bestandteil davon. Tüchtige Kindesfolterer quälen das Kind die Ware so erlesen, so ausgiebig und so lange wie möglich, um das Kind die Ware, wenn sie erschlafft und zu nichts mehr taugt, zu ermorden. Dann gibt es noch die, welche die Körperteile oral inkorporieren.

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Die registrierte Anzahl der jährlich weltweit verschwundenen Kinder beträgt 1Mio. (eine Million). Gezüchtete und verkaufte Kinder sind darin logischerweise nicht mitgerechnet. Ich gehe von jährlich drei Millionen aus.

Rechne ich das auf ein Dorf mit 4000 Einwohnern runter, so ergibt das einen Schnitt von etwa einem Kind / Jahr.

Klingt nicht so schlimm?

Bitte zuerst die Vorstellungskraft einschalten. In jedem viertausender-Dorf. Dies weltweit.

In Zürich also über 150 Kinder. In Berlin 1000. In Zürich alle zwei Tage, in Berlin täglich drei Kinder. Täglich.

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Gott sei es getrommelt und gepfiffen, dass eine immer breitere Oeffentlichkeit darüber Bescheid weiss, dass es nicht „nur“ paedophilen Missbrauch gibt,

sondern dass Kindesfolter praktiziert wird – nicht vom Nachbarn, nicht vom Onkel, nicht vom Opa verübt, sondern von Leuten in sozial gehobener Stellung, von Leuten mit Rang und Namen, von Leuten in verantwortungsvollen Stellungen, von Leuten, die „man“ für ehrenhaft hält, die Mercedes fahren und per Mercedes chauffiert werden, vom Aka dem iker, poli Ticker, you Risten, die Reck Tor, Verwaltungsrat, Wohltätigkeitsorganisation Vorsitzendem, vo Leuts also, welche sich nicht bücken müssen, um die Möhre und Kartoffel für das Mittagessen zu gewinnen.

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Was die so weit informierte Oeffentlich aber noch nicht kennt, ist das Ausmass.

Es handelt sich nicht um Einzelfälle, „vielleicht die Clintons und ein paar Freunde und so“, von denen Präsident Trump öffentlich spricht.

Es handelt sich um ein weltweit gesponnenes Netz. Millionen sind involviert, vom Verkäufer der Kinder der Ware(meist der Not gehorchend und falschen Versprechungen vertrauend) über den Käufer, den Chauffeur, den Gefängnisknecht, den Folterpsychologen bis hin zum Ende der Kette, zum Fresser der Wade.

Das Beste dabei ist, (mehr …)

A 380 / Treibstoff / Verarschung / Freie Energie

A 380? Verarschung? Freie Energie?

Mooment, schön eines nach dem Anderen. Nimm bitte erst mal ein paar Daten und Beobachtungen zur Kenntnis.

Du wirst so verblüfft sein wie Pieter, der mir das Video rübergereicht hat und ich, der ich Ueberraschungen wie auch Schätzungen liebe.

Los geht’s.

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Der Autor nimmt Gewicht und Materialbeschaffung als Anlass für seine Zweifel.

Ich gehe jetzt mal über die Raumgeometrie….wo werden die famosen 200 Tonnen Treibstoff untergebracht? (mehr …)

Wolf / Eine brandaktuelle Botschaft unserer Ahnen / Rumpelstilzchen

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Beitrag von Leser Wolf. Danke, Wolf!

thom ram, 29.09. im Jahre 5 des beginnenden Neuen Zeitalters, da Wölfe Rumpelstilzchens zu verstehen begannen 😉

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Ein zeitgemäßes Märchen über die Geldwirtschaft und die Rolle der Frau

Märchen gleichen Blumen. Wir erfreuen uns daran, lassen uns von ihrer Schönheit ergreifen und mittragen. Kunst will erlebt sein. Auch die Märchen sind Kunst, hohe Kunst des Volkes: jenes ersten, der sie einst schuf aus einem erschütternden Erleben; jenes, der das Alte aufnahm und es weiter erlebt sein ließ; all jener die es als Kinder erlebten und das Erbe weiterreichten als Märchenträger, als Väter und Mütter.

Das Märchen Rumpelstilzchen zeigt deutlich Züge unserer Zeit mitverwoben. Es erzählt uns die Geschichte vom Goldwahn, Goldbetrug und Papiergeldschwindel sowie von der Verwendung der Frau als Arbeitssklavin, der man den eigenen Nachwuchs wegnehmen will, um ihn für fremde Zwecke einzusetzen. Auch die entartete, gierige Führerschicht wird uns vor Augen geführt. Aber am Ende erfolgt die Befreiung. Die Herrschaft der Geldspinner zerfällt, sobald man sie beim rechten Namen nennt. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.
(mehr …)

Luckys Märchenstunde / Zeitalter der Versuchung

Es war einmal, vor langer langer Zeit – genauer: es ist schon über 50 Jahrhunderte her – da versammelte sich der Rat der Weisen des Planeten GA zu seiner turnusmäßigen Beratung.

Die Weise TI und der Weise BE äußerten sich gemeinsam:
„Ihr alle wißt es – das Zeitalter des ungetrübten Glücks für uns Menschen geht zur Neige – wir treten in das Zeitalter der Versuchung ein. Laßt uns Wege der Gestaltung finden.“

(mehr …)

Hindernisse zur Menschwerdung…Märchen und Prognosen

Dank an den Autor Ludwig der Träumer!

thom ram, 03.10.2014

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Hindernisse zur Menschwerdung – Märchen und Prognosen.

Wer sich intensiv mit Märchen beschäftigt – mit dem ‚Es war einmal‘, wird sich auch mit der Frage beschäftigen müssen:

Gab es wirklich einmal eine bessere Zeit, wo stets das Gute über das Böse siegte oder das Böse keinen Zugang hatte?

Warum haben die Menschen diese wunderbare Zeit verlassen? (mehr …)

Es war einmal und ist immer noch. Wo? / 2

Und weiter freut sich bumi bahagia über die Kunde vom entseelten Dorf, welches durch die Geistestropfen des sich erinnernden Dorftrottels wiederbelebt wird. Hier. Jetzt. In unserer Zeit.

thom ram, 23.09.2014

Autor: Ludwig der Träumer

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Es war einmal und ist immer noch. Wo?

Fortsetzung. Teil 1 hier

Das namenlose Dorf, das die ganze Welt umspannte, bekam Besuch von einem Wanderer, der lustige bunte Kleider trug. Sie nahmen ihn so herzlich auf, wie jeden anderen auch, war er doch ein guter witziger Erzähler von den Gepflogenheiten in seiner Heimat, die sie so noch nie gehört hatten. Er erzählte von einer kommenden Zeit, aus der er kommt. Da die Menschen im namenlosen Dorf nur das Jetzt kannten, wurden sie aufmerksam. Das hatten sie dem Dorftrottel zu verdanken. War er doch  der Einzige, der das unvermeidlich kommende sah.

„Da mud du durch“, sagte er. (mehr …)

Es war einmal und ist immer noch. Wo? / 1

bumi bahagia lächelt Wohlfühlbach zu und flüstert: Dank sei dir!

thom ram, 23.09.2014

Autor: Ludwig der Träumer

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Es war einmal und ist immer noch. Wo?

Es gab ein Dorf, das keinen Namen brauchte um ausfindig gemacht zu werden. Es war ein Dorf wie jedes andere auch. Der Mensch fühlte sich in jedem Dorf zu Hause. Wozu dann Unterscheidung durch Namen wie Niederwohlfühl- oder Oberwohlfühlbach? Alle Dörfer waren irgendwie gleich. Irgendwie? (mehr …)

Das Märchen von den Bohnen ohne System

Erzählung von ohnweg, sprachlich umgestaltet von thom ram.

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Es war einmal ein Land, da ging es den Menschen schlecht. Da fasste ein Mann einen Entschluss, stand auf und sagt sich: „Leckt mich am Arsch, ich gehe jetzt Bohnen anpflanzen“!

Und dann pflanzte er Bohnen und noch anderes Gemüse an. Keiner half ihm. Doch er liess es sich nicht verdriessen und verrichtete sein Tagwerk mit ruhiger Hand.

Er tauschte von seinem Gemüse gegen ein paar Hühner, dann gegen eine Ziege für die Milch und ein Schaf, um mit der Wolle sein Bett gemütlich weich und warm herzurichten. Er setzt ein Bienenstock in das Land, das ihm zwar nicht gehörte, das er aber billig pachten konnte und genoss herrlichen Honigs.

Zuerst hauste er in einer Schilfhütte. Dann machte er sich sein Haus aus Lehm. Das Dach bedeckte er immer noch mit Schilf. Er hatte ein gemütliches Heim und genug zu essen. Geld hatte er wenig, doch es ermangelte ihm an nichts und er war es zufrieden. Und wenn er nicht gestorben ist, so lebt er heute noch.

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Nachtrag.

Ringsum die Hölle und eine kleine, zufriedene und glückliche Insel mittendrin.

Das System?

Der Glückliche kümmerte sich nicht drum. Er tat das, was zu tun war. Das ist alles.

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Märchen Numero 3 / Von den gar nicht blöden Bürgern in Bulgarien

Es war einmal ein Dorf. In diesem Dorf stand ein besonderes Haus. Das Haus hatte Kühlfächer. Menschen des Dorfes benutzten diese Kühlfächer für ein kleines Entgelt zur Aufbewahrung von Lebensmitteln. (Das gab es in der Schweiz vor 50 Jahren real)
Nun ging die Kunde durch das Dorf, dass der Verwalter dieses Hauses dortselbst eingelagerte Lebensmittel veruntreue, das heisst, dass er sie an Dritte verkaufe und dass die Dorfbewohner, vernünftig überlegt, nicht unbedingt darauf zählen konnten, ihre im Haus eingelagerten Lebensmittel vorzufinden dann, wenn sie sie benötigten.

Was hättest du im Märchen gemacht?

Richtig.
Vernünftigerweise wärest du schnell hingeeilt, um deine Lebensmittel zu sichern.

Doch hören wir weiter, was im Märchen geschah.

Alle Dorfbewohner, welche von ihrem Eigentum im besonderen Haus gelagert hatten, eilten schnellen Schrittes zu dem Haus und forderten die Herausgabe ihres rechtmässigen Besitzes. (mehr …)

Die Mär vom Marionettenland

Es ist schon viele, viele Jahre her, und manch einer mag sich schon gar nicht mehr daran erinnern, da begab es sich, daß in einem kleinen Land am Rande eines großen Imperiums eine Regierung aus Marionetten eingesetzt wurde, um dieses Ländchen schön friedlich, untertänig und in bleibender Abhängigkeit zu halten. (mehr …)

Märchen Numero 2 / Dorfbewohner werden angeblich abgewiesen

Es war einmal ein grosses Dorf. Die Menschen dort lebten friedlich und sie waren klug und fleissig. Sie waren weit herum im Lande berühmt für ihre Werke. Neid wuchs in den Herzen der Könige anderer Dörfer, und sie überzogen das Dorf zwei Mal mit schrecklichen Kriegen, so dass die Blüte der Bevölkerung umkam.

Als sich das Dorf zu erholen begann, beschlossen die Leute, ein Haus für alle zu bauen, in welchem Vorräte und wichtige Geräte für Notzeiten gesammelt werden mögen. Die ganze Bewohnerschaft brachte danach, jeder nach seinen Kräften, Vorräte und Geräte in dieses Haus für alle, so dass die Menschen auch dann ihre Zuversicht nicht verloren, als furchtbare Heuschreckenplagen das Land des Dorfes zu verwüsten begannen.

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Märchen Numero 1 / Die Air Berlin sprüht angeblich Engelshaar

Es war einmal eine Billigfluggesellschaft. Als sie merkete, dass sie zu billig war, suchete sie Hülf. Sie fand Hülf bei den Königen, welche dafür sorgeten, dass der Himmel der Erde sich verfinstern möge, da dieweil die Erde zu heiss und die Sonne zu stark waren. Die Könige versahen ihre Luftschiffe mit Bäuchen, welche Nahrung für den Himmel enthielten und diese Nahrung dem Himmel darboten und die Erde vor der Ungnade der Sonne schützeten. 

Die Menschen, welche in diesen Luftschiffen von einem Ort zu andern sich transportieren liesseten wussten nicht, dass die Könige falsche Könige waren, welche die Erde zu dem Zwecke verfinsterten, um sie, die Menschen, krank und kirrekire zu machen und starben eines qualvollen Todes.

Und weil sie schon gestorben sind, sind sie schon gestorben.

Die Könige? Die ziehen ihre Lines weiterhin und haben genügend Kinder im Vorrat. Wer nicht schnallt, was ich meine, ist unschuldig.

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