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Was lange gärt, wird endlich Wut

von Angela, 24.05.2021

Was können wir uns aufregen! Über unsere Mitmenschen, über das Weltgeschehen, über Politiker, Banken, Ärzte, über Missachtung und Ungerechtigkeit!

Vielleicht inszenieren wir gerade jetzt wieder eine Krise, ein Drama, haben Wutgefühle auf alles, was uns umgibt und fühlen uns ständig gereizt.
Das ist einfach menschlich und gehört zu unserem Lebensweg dazu. Aber bringt es uns weiter, verändert es auch nur einen Bruchteil des ärgerlichen Zustandes?

Ein bekannter Spruch lautet: „Wer wütend ist, verliert seine Intelligenz“ . Und gerade die braucht man, um den Zustand, der die Wut hervorgerufen hat, klar zu analysieren.

Aus welchem Grunde werden wir wütend? Wird ein wunder Punkt berührt, fühlen wir uns „getriggert“ ? Sind wir sauer, dass der andere unsere Ansicht nicht teilt?  Sind wir wütend, weil die ganze Welt im Moment verrückt spielt?

Ändert unsere Wut etwas? Oder vergiften wir nur unser eigenes Leben damit?

Die Wut herunterzuschlucken ist ganz falsch, aber andere damit zu bewerfen , ebenfalls. Viele Dinge können wir einfach im Moment nicht ändern, wir müssen sie IM MOMENT annehmen. Aber annehmen bedeutet nicht resignieren. Wenn es  etwas zu tun gibt, sollte man es tun, aber aus einer inneren Notwendigkeit heraus, ohne Hass und Wut. 

Dann kann uns durchaus ein „Heiliger Zorn“ erfüllen, unseren Andrenalin-Spiegel erhöhen und uns zur „Explosion“  bringen. Die Handlung, die daraus entspringt, wirkt authentisch und wird vom Gegenüber – zumindest auf einer tieferen Ebene- auch verstanden.

Im Gegensatz dazu kultivieren viele Menschen ihren Ärger und schmücken die Angelegenheit, über die sie sich ärgern, mit immer neuen Attributen aus, sie kramen vergangene Verletzungen hervor, sie baden geradezu in ihren Emotionen und wollen damit andere unbewusst auf ihre energetische Ebene herabziehen.

Von diesen Menschen sollte man sich einfach trennen und sie meiden, sofern man keinen Heilberuf ausübt. Es gibt keinen Grund, sich in eine Situation zu begeben, in der man sich missachtet, ungeliebt oder unterschätzt fühlt und die eigenen Energien heruntergezogen oder ausgenutzt werden.

Das bedeutet nicht, ein negatives Urteil über diese Menschen abzugeben. Aber es ist sinnlos, sich in Wortgefechte zu stürzen, um zu beweisen, dass man „recht“ hat. Wenn die anderen uns nicht wirklich einen Schaden zufügen, dann wäre es gut, sie so nehmen wie sie sind, denn unser Glück hängt nicht von anderen ab, sondern von unserer eigenen Fähigkeit, uns weiter zu entwickeln, das Schöne in allen Dingen zu sehen, zu verstehen, sich zu freuen , zu lieben und Wut und Ärger loszulassen.

Eckhart Tolle hat in seinem Buch „Eine neue Erde“ eine hübsche Parabel zu diesem Thema geschrieben:

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„…. <strong> Die Ente mit dem Menschenverstand </strong>

“ In meinem Buch „Jetzt, die Kraft der Gegenwart“ habe ich beschrieben, wie sich zwei Enten nach einer Auseinandersetzung, die nie lange dauert, trennen und in verschiedene Richtungen davonschwimmen. Jede für sich schlägt ein paarmal kräftig mit den Flügeln, um die überschüssige Energie freizusetzen, die sich während des Kampfes aufgebaut hat. Nach dem Flügelschlagen schwimmen sie wieder friedlich umher, als ob nichts geschehen wäre.

Wenn die Ente Menschenverstand hätte, würde sie die Auseinandersetzung im Geiste lebendig erhalten, indem sie die Geschichte weiterspinnt.So würde die Entengeschichte dann wahrscheinlich gehen:

„Ich glaub´s einfach nicht, was er da gerade gemacht hat. Er ist bis auf 15 cm an mich herangeschwommen. Er denkt wohl, der Teich gehört ihm! Meine Privatsphäre ist ihm völlig schnurz. Ich werde ihm nie mehr vertrauen. Nächstes Mal probiert er wahrscheinlich etwas anderes aus. Bestimmt führt er schon etwas im Schilde. Aber ich lasse das nicht mit mir machen. Ich werde ihm eine Lektion erteilen, die er nie mehr vergessen wird….“

In Gedanken geht die Geschichte also immer weiter, und noch Tage, Monate oder sogar Jahre später wird weiter daran gedacht und davon geredet. Was den Körper betrifft, ist der Kampf noch in vollem Gange, und die Energie, die der Körper in Reaktion auf all die Gedanken erzeugt, sind Empfindungen, die wiederum das Denken neu beflügeln. Daraus wird das emotionale Denken des Ego. Man sieht gleich, wie problematisch sich das Entenleben gestalten würde, wenn die Ente Menschenverstand hätte. Den meisten Menschen geht es aber die ganze Zeit über so. Keine Situation und kein Ereignis ist je wirklich beendet. Dafür sorgen der Verstand und das erdachte Ich mit seiner Geschichte……..

…. Die Entengeschichte lehrt uns Folgendes: Schlag mit den Flügeln, – was im übertragenen Sinne heißt: Hör auf, die Geschichte weiterzuspinnen, und kehre zum einzigen Ort der Kraft zurück – zum gegenwärtigen Augenblick.“

Eckhart Tolle, Eine neue Erde , Kamphausen Verlag  S. 147

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Es gibt viele Methoden, seinen Ärger, seine Wut und sein Verletztsein erst einmal zu stoppen. Wir können z. B: auf ein Kissen einschlagen, wir können auch einen langen Spaziergang machen, Joggen oder sonst etwas Aktives tun. Wir können unseren Ärger in unsere Computertasten hämmern und ein langes Email an uns selbst schreiben – sollten aber nicht vergessen, es dann wieder zu löschen!  🙂
Und schon werden wir spüren, wie Wut sich auflöst und einem größeren Verstehen Platz macht.

Wenn jemand anderer auf uns wütend ist, drückt das häufig nur seinen eigenen Schmerz aus. Die Versuchung, selbst wütend zu werden, sich zu verteidigen oder zum Gegenschlag auszuholen ist natürlich groß. Das Beschuldigen Anderer ist für viele Menschen die einzige Möglichkeit, ihren Schmerz loszuwerden. Wenn wir in einer solchen Situation unser Gleichgewicht bewahren, werden wir uns später viel besser fühlen und alle Wege zu einem friedlichen Miteinander stehen uns offen.

Zum Schluss noch den Link zu einem kurzen Video ( 11 Minuten) von Savannah Nobel, welches ich außerordentlich gut finde. Ein Kommentator , der sich „g“ nennt, hat ihn vor kurzem geschickt.  

https://www.brighteon.com/077646c2-2e32-41bb-9524-88a89a8b06fa

Sie spricht dort über den „mittleren Weg“,  fern von Emotionen und Meinungen. 

Angela


15 Kommentare

  1. Eckehard Arnold Hilf sagt:

    Eine im Russischen einst verbreitete Redensart war: Jupiter, wie(so) bist du wütend, bedeutet es, dass du im Unrecht bist?

    Gefällt 3 Personen

  2. Reiner Ernst sagt:

    @ Eckehard Arnold
    Meinem Vater antwortete ich mal mit „Lautstärke überzeugt nicht“ nachdem er im „Kasernenton“ mit seinem Buben redete.
    Die Antwort war eine Backpfeife. Er hat mir einfach eine geschmiert!

    Gefällt 1 Person

  3. ...ter sagt:

    Reiner Ernst
    24/05/2021 UM 18:22
    Da hast Du ja noch Glück gehabt. Du wusstest wenigstens warum (mehr oder weniger)
    Ich bekam des öfteren eine geschmiert und hatte keine Ahnung weshalb jetzt. Bei einer Nachfrage gleich noch eine. 😦

    Gefällt 1 Person

  4. eckehardnyk sagt:

    Verhaltensforschung (Fritz Jansen) lehrt: Eine Backpfeife innert 20 Sekunden, wird rein physisch dem Ereignis zugeordnet, das dafür vorher verantwortlich war. Jede spätere Reaktion trifft nur „die Seele“, oder was die heute dafür halten, und wirkt deshalb nur demontierend, allgemein erniedrigend. Entsprechend verrückt ist der ganze Strafvollzug.

    Gefällt 4 Personen

  5. ...ter sagt:

    eckehardnyk
    24/05/2021 UM 19:06
    Ich habs nie vergessen können und bei jeder Erinnerung daran, so gerade eben, überfällt mich eine ganze Reihe negativer Gefühle.
    Ob ichs verziehen habe ? Ich habe keine Ahnung

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  6. Guido sagt:

    …ter
    24/05/2021 um 19:13

    Zum Vergessen würde ich auch nicht raten. Schliesslich war es auch eine wichtige Erfahrung. Lieber annehmen als verdrängen.

    Könnte die xte Ruhe vor dem Sturm sein. Hab mal was von Juli gehört. Und spätestens im 2022 müsse die Veränderung geschehen sein. Nun, Solchiges hört man nun seit Jahren… 😉 Wird die Karotte einfach weiter nach vorne gehängt?

    Hab mal versucht, es in ein Gedicht zu kleiden. Ist mir aber schwer gefallen. Denn beides will seinen Platz, die düstere Stimmung und der positive Ausblick. Wobei es eigentlich um das Dritte geht, nämlich den Weg der Mitte. Sich neutral verhalten kann der Betrachter am Besten. Wer sich in den Strudel ziehen lässt, wird sich um heiligen Zorn nicht kümmern müssen…

    In der ersten Strophe wird’s Thema von Irlmeier und Angela aufgegriffen. Dem Reim geschuldete Anpassungen waren natürlich nicht zu vermeiden, auch wenn es holpert. Dann in den zwei letzten Strophen Gedanken von Angela und Savannah.

    Die Ruhe vor dem Sturm?

    Alles ruft Friede, Shalom,
    da wird’s passieren!
    Zu lange gärte es schon,
    Wut wird nun bald grassieren!

    Das Leuchten über Hebron.
    Das war das erste Zeichen.
    Bald wird gerechter Lohn,
    die Verblendeten erreichen.

    Die Schrift, geschrieben an der Wand,
    hätt‘ ich gern nie gelesen.
    Denn was dort geschrieben stand.
    war nicht angenehm gewesen.

    Doch was soll ich nun tun?
    Mich etwa echauffieren?
    So wie ein dummes Huhn,
    ganz kurz vor dem Sezieren?

    „Es ist des Schicksals Lauf!
    Seh‘ es doch endlich ein!
    Und höre endlich damit auf,
    dafür oder dagegen zu sein!

    Du sollst in deiner Mitte ruh’n!
    Denn da bist du geborgen!
    Sonst musst Du nämlich gar nichts tun
    und mach‘ dir keine Sorgen!“

    Gefällt 4 Personen

  7. Mujo sagt:

    Bei Wut geht es nie um den anderen sondern immer um sich selbst.

    Es braucht am Anfang etwas Übung, aber mit der Zeit erkennt man es immer schneller wenn die Knöpfe gedrückt werden und man kurz davor ist wie ein Vulkan auszubrechen. Dann erinnern mich diese Worte wieder was es den wirklich ist was mich so antreibt. Das lässt in mir zumindest sehr schnell innere ruhe einkehren und das Stürmische Gewitter geht in einen sanften Regen über bis die Sonne wieder heraus kommt 😉

    Aber Wut ist per se nicht schlecht, es sollte nur nicht zum Schaden anderer Eingesetzt werden. Das schafft sonst wieder neue Probleme die man nicht haben möchte.

    Gefällt 1 Person

  8. Eckehard Arnold Hilf sagt:

    „Das Gegenteil einer trivialen Wahrheit ist falsch, das Gegenteil einer großen Wahrheit ist auch wahr.“ (Nils Bohr?) Beispiel für mich: Mit heiligem Zorn wehre ich mich gegen Impfung gegen „Corona“ – triviale Wahrheit: konkrete Gefahr. Mit Gelassenheit sehe ich auf die Großwahrheit: die Corona Krise ist ein großer Schaden. Denn jeder kann das Gegenteil als auch wahr einsehen.

    Gefällt 1 Person

  9. Texmex sagt:

    ??? Das Gegenteil einer großen Wahrheit sei wahr???
    Und jeder könne das einsehen???
    Wenn richtig ist, dass eine halbe Wahrheit- eine ganze Lüge ist, dann gibt es nur die EINE – vollständige Wahrheit.
    Dann kann das Gegenteil nicht auch wahr sein.

    Gefällt mir

  10. helmutwalch sagt:

    Hast du die Betriebsanleitung gelesen ?

    Für jedes noch so ………… Ding das wir uns
    Kaufen,gibt es eine Betriebsanleitung!
    Von Nutzen,um schneller zu begreifen ,sie zu lesen,
    Wichtig ist !
    Die komplizierteste ,schwierigste,hochwertigste,intelligenteste,
    Wunderbarste Maschine aber,ohne Betriebsanleitung!
    Von uns benutzt wird !
    Sie zu lesen ,zu begreifen,wieviel einfacher das Leben wäre!

    Was ist Inner Engineering?

    Gefällt mir

  11. mario hilgenfeld sagt:

    Wut ziellos
    Zorn gezielt..z.B.in Richtung Übel

    Wahrheit des Einzelnen
    Wahrkeit-Wirklichkeit…

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  12. Rudi sagt:

    Ich bin ein Targeted Individium und Erzeugung von Wut ist Teil meines Lebens weil das Programm MKULTRA Mind Control das Ziel hat mich ganze Zeit durch Strahlung DEW Waffen, begleitet mit gangstalkig und ständige Sabotage in mein Leben mich auf wir zu triggern. Ich versuche immer die Ruhe zu bewahren, Bet es klappt nicht immer? Leider!

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  13. Thom Ram sagt:

    Helmut 02:44

    Wenn Du im Kommentarstrang jemanden ansprechen willst, dann bitte nenne dessen Nick. Mir ist nicht klar, auf wessen Worte du Bezug genommen hast.
    Danke.

    Zum Sadhguru.

    Ich hielt den lange Zeit für redlich. Lauschte seiner Stimme gerne. Heute filtere ich sorfältig, wenn ich ihm zuhöre. Der ist nicht koscher. Er sagt Vieles, was ich überzeugt unterschreibe. Doch da ist hie und da was eingeflochten, konkret kann ich mich nicht erinnern, vergesse Details Zeit meines Lebens zuverläßig, doch ich erinnere genau, daß ich bei seiner Rede gelegentlich ins Stolpern geriet.

    Ma horchen, was er hier geäußert hat. Bitte um einen Moment Geduld.

    Vier Minuten habe ich mir angehört. Lange Einleitung, Loblied, nicht notwändend, doch kein Problem….accepté.

    Sadhguru moniert, daß alles, was ich tue, sich um mein Wohlbefinden drehe, es fördern möchte.

    Das trifft zu, immer.

    Ist aber lediglich ein Teil der Wahrheit. Mein Tun und Lassen dreht sich auch um andere Motivationen. Er blendet sie aus, das ist nicht koscher.

    Welch weitere Motivationen sind denn da? Jeder wird mehrere aufzählen können. Und ich sehe wohl das Argument, daß anderen Motivationen immer die Motivation zugrunde liegt, als Hauptmotivation zu Grunde liegt mein Bestreben nach Wohlbefinden.

    Ist so, und ist nicht so.

    Wer löst das Rätsel?

    Sadhguru ist aus meiner heutigen Sicht ein kongenialer, kongenialer!!! Schlangenzüngler, äh Rattenfänger von Hameln.

    Nein, ich wünsche ihm nichts Böses. Ich mag den Kerl, würde gerne einen mit ihm saufen, vermute gar, er würde auf mein Angebot, Alk zu konsumieren, eingehen. Und er wäre wohl imstande, mich von seiner guten Gesinnung zu überzeugen…..da er kongenial ist.

    Ich bitte sämtliche Götter und Allahs und Tuhans um Verzeihung, sollte ich dem lustigen Bärtigen Unrecht tun.

    Zum Beispiel 15:55 erzählt er eine saumäßig träfe Geschichte, kurz, knackig, wahr. Und gewinnt damit sein Pubelikum.

    Gefällt 1 Person

  14. Thom Ram sagt:

    Rudi 06:29

    „Mich auf wir triggern“…….es werde versucht, „dich auf wir“ zu triggern.

    Ich stolpere. Kannst du mir mit anderen Worten sagen, was du damit meinst?

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  15. eckehardnyk sagt:

    Texmex
    24/05/2021 um 23:15 Nimm doch die größte aller Wahrheiten: Tod ist irreversibel, endgültig, SO SIEHST DU DAS GEGENTEIL ALS EBENSO WAHR (ASSUNCION)

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