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Wollen befreit (Friedrich Nietzsche)

von Angela, 27.11.2020

Die Freiheit ist nicht etwas, das in den äußeren Verhältnissen liegt. Sie liegt in den Menschen. Wer frei sein will, der ist frei. ( Paul Ernst )

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Es war einmal ein Wanderer, der mitten in den Bergen zu einer Herberge kam, um dort auf seiner Wanderung Rast zu machen.

Nachdem er sich mit einem guten Essen gestärkt hatte, trat er vor die Tür, um herauszufinden, warum dort irgend jemand immerzu „Freiheit, Freiheit“ rief.

Er traf auf einen Käfig mit einem wunderschönen Papagei, der gerade aufgewacht war und ohne Unterlaß „Freiheit, Freiheit“ schrie. Der Besitzer stand daneben und gab zu, dass er den Papagei trainiert hatte, diese Worte zu sprechen. Er hatte einfach einen etwas seltsamen Humor.

In der Nacht konnte der Mann der Versuchung nicht widerstehen. Er wachte auf, öffnete die Tür des Papageien-Käfigs und sagte zu ihm: “ Jetzt ist die Tür offen und der ganze Himmel gehört dir, raus mit dir….“

Der Papagei hielt sich am Käfig fest und schrie immer noch lautstark nach „Freiheit, Freiheit“ . Der Mann sagte: „Das ist doch sehr komisch. Die Tür ist offen, warum hältst du dich am Käfig fest? Er schob seine Hand in den Käfig und holte den Papagei heraus. Dieser wollte nicht, kämpfte gegen ihn und verletzte seine Hand. Doch der Mann nahm den Papagei heraus und warf ihn in den Himmel. Dann ging er zutiefst befriedigt ins Bett und schlief.

Das erste, was er am Morgen hörte, war „FREIHEIT“! Er schaute hinaus und der Papagei war wieder in seinem Käfig. Die Tür stand immer noch offen.

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Die Leute reden immer von der Freiheit , aber sie wollen nicht wirklich frei -, sie wollen die Verantwortung für ihr eigenes Leben los sein. Sie fordern Freiheit, meinen aber unbewusst Hemmungslosigkeit. Freiheit ist Reife, während Hemmungslosigkeit sehr kindisch ist. Freiheit ist erst dann möglich, wenn der Mensch fähig ist, das größere Ganze zu erkennen, bereit , seine unbewussten Hintergründe zu erforschen  und die Verantwortung für sein Leben  zu übernehmen.

Die Welt ist nicht frei, weil die Menschen noch nicht reif dafür sind. Revolutionäre haben über die Jahrhhunderte vieles versucht, gekämpft, getötet aber alles ist gescheitert. Utopisten haben darüber nachgedacht, wie man den Menschen befreien kann, aber niemand bemüht sich wirklich darum. Im Gegenteil, jeder hat im Geheimen Angst davor. Außerhalb des Käfigs ist das Leben unberechenbar und  davor fürchtet man sich. Dort warten Feinde…. Man hat sich daran gewöhnt, in einem Käfig zu leben, von Freiheit wird viel geredet , doch im Grunde wird sie als gefährlich angesehen, denn wirkliche Freiheit geht immer mit Verantwortung einher. Sie bedeutet nicht nur die eigene, sondern auch immer die Freiheit der anderen; derjenigen, die vielleicht andere Ansichten vertreten. Das ist anstrengend und so bleibt man lieber bei Anklagen und fühlt sich klein- und hilflos.

Wenn jemand die volle Verantwortung für sein Leben übernimmt, verschwindet die Opferhaltung , das Gefühl, den „Mächtigen“ ausgeliefert zu sein und damit die Machtlosigkeit aus seinem Leben. Ein solcher Mensch stellt sich bei jeder Begebenheit die Frage: “ Was bekomme ich hier gespiegelt? Von welcher Ebene meines Ichs kommt das? Wie kann ich es verändern? Was wähle ich stattdessen und bin ich auch bereit, dafür einzustehen?  Immer fragt er nach dem Sinn und der Bedeutung von Geschehnissen und fällt keine vorschnellen Urteile.

Freiheit geschieht dann, wenn der Mensch bewusst geworden ist. Solange ein Mensch unbewusst ist, braucht er den Staat, braucht die Regierung, die Polizei und die Gerichte. Dann muss die Freiheit von allen Seiten beschnitten werden. Dann gibt es Freiheit nur dem Namen nach, in Wirklichkeit existiert sie gar nicht.

Wie kann es Freiheit geben, solange es unbewusste Menschen gibt , die so dahinleben und nicht nach dem Sinn ihres Lebens fragen, nach dem Teil, den sie selbst zu verantworten haben, ihren Süchten und Wünschen ausgeliefert?  Das ist unmöglich und das Resultat einer solchen Lebensweise können wir besonders in der heutigen Zeit wahrnehmen. Da nützt auch kein Schrei nach „Freiheit“, denn es fehlt außer dem Mut, das Bekannte für das Unbekannte auf´s Spiel zu setzen auch die Einsicht in die Zusammenhänge und Abhängigkeiten des eigenen Lebens.

Zu akzeptieren, dass wir uns unsere eigene Realität erschaffen, ist weder leicht, noch besonders erhebend. Wenn wir das betrachten, was wir ein Leben lang angerichtet haben, wo wir uns glücklich in unserem „Käfig“ fühlten und noch fühlen, kann uns schon Angst und Bange werden . Doch aus der Tatsache, dass wir das einmal erschaffen haben, können wir auch entnehmen, dass es uns genauso gut möglich ist, etwas anderes zu erschaffen.

Die einzige Freiheit ist die Freiheit des Geistes, und sie ist individuell. Doch wenn sich Millionen von Individuen ändern, wird sich in der Folge auch die Gesellschaft verändern und eines Tages wird  es keine Käfige mehr geben…………………….

Angela


22 Kommentare

  1. n00ne sagt:

    Das mit der Freiheit ist so eine Sache und Nein!, „wollen“ befreit meiner Beobachtung und Erfahrung nach nicht, sondern bindet einen an ein Ereignis, sollte es auch „Freiheit“ heißen. So paradox es klingen mag, Freiheit scheint mir dadurch zu entstehen, indem man akzeptiert und respektiert, dass man unfrei ist, gesteuert und beeinflusst durch biologische Programme als eine existierende lebendige krEAtur denkt so ein dahergelaufener depperter Depp vor sich hin, der immer wieder mal nur einen ultrakurzen Moment lang nICHts will…..

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  2. Angela sagt:

    @ nOOne

    „Wollen“ ist erst der Anfang, aber UNABDINGLICH. um Freiheit zu leben.

    Du hast recht, wir sind in gewisser Weise auch gesteuert und beeinflusst durch biologische Programme und doch müssen wir nicht auf der animalischen Ebene stehenbleiben, sondern können darüber hinaus gehen. Das ist das Privileg der Menschheit.

    Angela

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  3. Thom Ram sagt:

    noone 13:41

    Richtig. Die Unfreiheit (Ursache-Wirkung-Mechanismus) zu erkennen ist eine der Voraussetzungen um Freiheit zu erspüren und in ihr zu leben.

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  4. Vollidiot sagt:

    Der unbewußt Lebende ist so frei wie ein Tier.
    Der bewußt Lebende hat die Freiheit, die ihm sein Bewußtsein gibt.
    Alle zusammen sind Menschen, die ans Menschsein gebunden sind, also von Tier bis Gautama ist alles möglich.
    Und dazu gibt es den Weg des Menschen, der Freiheit ermöglicht.
    Wie steht geschrieben: .und wandre ich im finsteren Tal…………….dein Stecken und Stab tröstet mich.
    Bis zum Ende des Menschseins, denn ….des Menschen Seele ist wie Wasser…………
    Wasser hat ja ein Gedächtnis.
    Auch davon, was an Freiheit bereits errungen wurde.

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  5. Webmax sagt:

    Ein seltsamer Beitrag. Wie kann er ohne Definition des Begriffs auskommen?

    „Die meisten Menschen lieben die Freiheit, schätzen aber die geregelten Mahlzeiten m Käfig sehr“, hat ein schlauer Mann einmal gesagt..Zwischendießen beiden Punkten ist das Besagte wohl einzuordnen, denn….
    Absolute Freiheit gibt es nicht, dann ich kann weder fliegen noch aufhören zu atmen, unterliege also physikalischen Gesetzen..

    Also möge jeder seine Abhängigkeit für sich definieren, das ist für mich „Freiheit“ Diese für andere festlegen zu wollen, ist bereits Zwang.
    Wenn man Menschen frei bzw. Liberal ausbildet, darf man sich über das Ergebnis doch nicht wundern.
    Der Islam beschreibt genau den gegenteiligen Weg mit all diesen negativen Folgen die den Faschismus begründen.. weshalb er auch nicht Religion genannt werden sollte.

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  6. Angela sagt:

    @ webmax

    Zitat: „… Ein seltsamer Beitrag. Wie kann er ohne Definition des Begriffs auskommen?

    Für den Begriff „Freiheit“ gibt es unzählige Definitionen. Eine Art philosophische „Doktorarbeit“ wollte ich nicht schreiben, übersteigt auch meine Fähigkeiten, wie ich ehrlich zugebe…. 😀

    „Dazu kommt noch, dass man sich sowieso nie auf eine einheitliche Angabe einigen können wird, da die Vorstellung von Freiheit von Person zu Person individuell definiert wird.“ https://www.grin.com/document/465810 ( ein sehr guter Beitrag unter diesem Link)

    Es ging mir um die „persönliche Freiheit“, die Gegenüberstellung von Sicherheit und Freiheit in Anlehnung an die Parabel.

    Angela

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  7. Stephanus sagt:

    Freiheit läßt sich meiner Ansicht nach nicht definieren!
    Das steckt ja schon im Begriff „De-finition“ drin, was nichts anderes als „Eingrenzung“ bedeutet – irgendwo widerspricht sich das…

    Mein weiser Opa hat mir zu seinen Lebzeiten mal gesagt:
    „Sei dir immer klar drüber – die Gleichung im Leben heißt (…in erster Näherung…) Freiheit + Sicherheit = 1 “
    Ein jeder wähle, bei welcher Mischung er sich wohl fühlt und was er bereit und fähig ist, zu leben!
    Über die Folge der Inkarnationen muß das Gewicht immer mehr zur Freiheit hin laufen.

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  8. Thom Ram sagt:

    „Freiheit“ entzieht sich der Definition. Definitionen bewegen sich im ja/nein-Bereich. Freiheit ist jenseits davon.

    Sie lässt sich auch nicht mittels Ausschlussverfahren festmachen. „Frei ist, wer sich von Ursache-Wirkung gelöst hat“, trifft nichts. Denn, Ursache-Wirkung ist eine der unendlich vielen möglichen Spielformen von Freiheit.

    Im Moment grad möchte ich „Freiheit“ als kleine Schwester der Liebe bezeichnen. Also doch Definition? Meinetwegen….doch…komme einer und definiere „Liebe“. Geht nicht.

    Danke für die Anregungen, Leute.

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  9. n00ne sagt:

    Hmmmm, Mannooooooooooooooomann, die Freiheit ist ein seltenes Tier und es gibt viel zu wenige von ihr, textet ein Individuum namens Georg Danzer.

    Hier könnt ihr den ganzen Text von ihm hören >

    :https://www.youtube.com/watch?v=Oo0koPAJJnM

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  10. ***From A Distance Lyrics Übersetzung***

    Aus der Entfernung sieht unsere Erde blau und grün aus,
    und die schneebedeckten Berge leuchten weiß.
    Aus der Entfernung vereinigt sich das Meer mit dem Strom,
    und der Adler hebt zum Flug ab.

    Aus der Entfernung herrscht offenbar Harmonie,
    und die findet weltweiten Widerhall.
    Es ist die Stimme der Hoffnung und des Friedens,
    und die ganze Menschheit stimmt ein.

    Aus der Entfernung haben alle genug,
    keiner ist bedürftig.
    Es gibt weder Waffen, noch Bomben, noch Seuchen,
    auch keine Hungersnöte.

    Aus der Entfernung betrachtet sind wir Instrumente,
    die sich in einer Band zusammenfinden und gemeinsam Lieder der Hoffnung und des Friedens im Namen der Menschheit spielen.
    Gott beobachtet uns – aus der Entfernung.

    Aus der Entfernung siehst du aus wie mein Freunt,
    auch wen wir im Krieg sind.
    Aus der Entfernung kann ich nicht begreifen,
    wofür der ganze Krieg ist.

    Aus der Entfernung herrscht Harmonie,
    deren Echo die ganze Welt erfüllt.
    Es ist die Hoffnung schlechthin, die höchste Form der Liebe überhaupt,
    das vereinigte Herz der gesamten Menschheit.
    Gott beobachtet uns – aus der Entfernung.

    (songtexte com)

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  11. Kraeuterhexe sagt:

    Ich habe den Eindruck, daß die Freiheit, die viele Menschen sich vorstellen, ganz einfach ist. In Freiheit und dennoch in einer Gemeinde zu leben und allgemeine Basis-Regeln zu respektieren ist eines, womit auch die meisten zufrieden sind. Was ist also die Freiheit, die sich Menschen wünschen? Versklavung beginnt ganz schlicht und einfach, wenn wir einen Teil unseres erwirtschafteten Lebensunterhalts in Form von Steuern abgeben müssen. Steuern waren früher einmal der „Zehnte“ von dem was man erwirtschaftet hat, also 10%. Dazwischen gab es Regionen und Länder, in welchen nur 3-5% ab einem bestimmten Einkommen abgeführt werden sollte. Was zahlen wir heute? An wen? Warum? Nun, wir zahlen an ein Firmengebilde, was die meiste Bevölkerung im Glauben läßt, das „Volk zu vertreten“; vertreten gegenüber wem? und dem Glauben, für das Volk zu sorgen. Das dies alles eine Lüge ist, wissen wir ja. Wohin also gehen alle die mit quasi Gewalt erzwungenen von den arbeitenden Menschen „gestohlenen“ Steuergelder? Keiner kann uns dies schwarz auf weiß zeigen und erklären!
    Freiheit beginnt dort, wo man über seinen, mit seinen eigenen Händen und kreativem Kopf erarbeiteten, Lebensunterhalt selbst nach eigenem Ermessen verfügen kann, ohne einen Großteil davon an eine „Firma“, genannt „Re-Gier-ung“, abgeben zu müssen. Wenn man einen Service benötigt, wie Telefon, Wohnung / Haus, Strom, Internet, Sprit, sauberes Wasser etc., dann bezahlt man eben für diesen Service. Wer will schon für irgendwelchen angeblichen Service bezahlen, von dem man offensichtlich nichts zurück erhält? Das ist die Unfreiheit. (Ich nehme mir diese Freiheit so gut es geht und ich fühle mich fast frei! Fast deshalb, weil ich noch nicht ganz aus dieser FA-Klaue raus bin und noch den für mich richtigen Weg suche).

    Dann kommt der zweite wichtige Punkt der Unfreiheit: Das ganze Gesundheitswesen! bzw. die ganze Krankmach-Industrie! Wer es mit Gesundheit wirklich ernst meint und wirklich frei sein möchte, der sollte zunächst einmal seinen eigenen Körper studieren und nicht all die erfundenen Krankheiten! Dann wird man ganz schnell feststellen, daß man die meisten Ärzte, Krankenhäuser und Pharmaprodukte gar nicht benötigt. Die Natur gibt uns alles, was wir brauchen! – Ich rede hier nicht von Unfall-Notfall-Situationen -. Aber was machen die Menschen? Sie lernen täglich die von der Pharma eingetrichterten möglichen Erkrankungen, die jemand haben könnte, lassen sich mit unnötigen Medikamenten vollstopfen mit Nebenwirkungen, die dem Körper dann tatsächlich schaden und akzeptieren eine Firma (Versicherung), die ihnen monatlich ebenso einen großen Teil des erwirtschafteten Lebensunterhalts abzockt, um sie im Glauben zu lassen, daß sie gesundheitlich in sicheren Händen sind vor diesen möglichen Erkrankungen! Daß sie davor erst krank gemacht wurden und werden, erkennen sie nicht. Eine echte Gesundheits-Vorsorgekasse für eine Gemeinschaft dürfte pro Mensch keine 100 € pro Monat kosten, wenn denn jemand so eine Vorsorge benötigt. Man kann einen Betrag auch für sich selbst auf die Seite legen. Freie Ärzte und Gemeinde-Spitäler würden nur einen Bruchteil kosten, von dem was heute verlangt wird, wenn man sie mal benötigt.

    So gibt es noch einige Beispiele. Solange man sich aus obigem Käfig nicht befreit, wird man nicht frei sein.
    Ist die Freiheit, die wir uns wünschen, nicht ganz einfach zu erklären und vergleichbar mit:
    Arbeiten und die Früchte seiner Arbeit voll und ganz nach eigenem Ermessen genießen zu können? Gesund zu sein, ohne sich von Firmen (Politik, Pharma und Krankenkassen) diktieren zu lassen, wie gesund (oder wie krank) man zu leben hat?

    Viele Menschen können gar nicht mehr „frei“ denken, weil sie es gar nicht gelernt und erfahren haben, wie eben jener Papagei!

    Freiheit ist unter anderem auch, nicht von „unfreien“ Menschen diktiert zu bekommen, daß man nicht frei sein darf und so unfrei zu sein hat, wie die unfreien Menschen.
    Würde jener Papagei einem anderen Vogel diktieren, daß er gefälligst auch in einem Käfig leben soll / muß?

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  12. Jenz sagt:

    @ webmax Etwas sinn-voll! und nachvollziehbar zu ,beschreiben,, wie es durch Angela geschehen ist, ist schon durch das Wesen einer Beschreibung kein Zwang.

    Aber natürlich ist jeder frei, sich dennoch dadurch gezwungen zu sehen.
    Mit anderen Worten: er unterliegt einem inneren Zwang und ist durch diesen unfrei und in eben jenem beschriebenen Käfig seiner anerzogenen Vorstellungswelt gefangen, aus der auszubrechen er sich mit den groteskesten Gedankenonstruktionen wehrt.

    Freiheit ist anders gesprochen, die Gesetze der Natur zu erkennen und nach ihnen zu leben – und damit frei von menschengemachten Gesetzen, die lediglich der Aufrechterhaltung eines Machtsystems dienen, das auf Fiktionen beruht.

    Aber wer es nicht sieht …

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  13. DET sagt:

    Ich denke, dass Freiheit ist über sich selbst bestimmen zu können und nur so viel an Rechten abzugeben,
    wie es zur Aufrechterhaltung einer gewissen gesellschaftlichen Ordnung erforderlich ist.

    Gefällt 1 Person

  14. Webmax sagt:

    @Jenz
    „.Etwas sinn-voll! und nachvollziehbar zu ,beschreiben,, wie es durch Angela geschehen ist, ist schon durch das Wesen einer Beschreibung kein Zwang.“
    Warum sprichst du noch an? Habe ich das je behauptet?
    Eine Beschreibung kann richtig sein oder falsch, vollständig oder unvollständig, umfassend oder partiell. Was soll das Wort Zwang in diesem Zusammenhang?
    ….
    Der Deutsche liebt Definitionen. Auch der Begriff Freiheit ist definierbar, selbstverständlich. Gebt euch mal bißchen Mühe und blickt über den Tellerrand hinaus.

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  15. Wolkenfürst sagt:

    Ein freier Lachs in den Gewässern Kanadas ist frei, das zu tun, was seiner Natur entspricht.
    Einem Lachs ,herangezogen in einer abgezäunten Wasser-Farm wird es kaum möglich sein seiner Natur zu folgen-er weiß nicht einmal etwas davon.

    Diskussionen über Freiheit ,welche die Zwänge und die Normen sowie die sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen einer Gesellschaft ausblenden,gleichen dem Ausblenden der äußeren Lebensbedingungen eines in Freiheit lebenden Lachses und eines solchen in künstlicher Zucht zur Verspeisung.

    Freiheit in meinen Gedanken und Vorstellungen ist das Eine-aber Freiheit als Frei-Sein und mich als Mensch im Tätigsein zu vollenden,-zu offenbaren und zu entfalten ,-darum geht es. Mich als Mensch meiner Schöpferkraft sicher zu sein und diese zu gebrauchen, meine kreativen Kräfte auszuloten und zu entwickeln. Welche Gesellschaft bietet mir dafür die Bedingungen, um mich zu entfalten können!?
    Ist das überhaupt möglich in der modernen Zivilisation, oder finden nur Diejenigen die dafür nötigen Vorraussetzungen, weil sie der höheren Klasse angehören!?

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  16. Mujo sagt:

    Ich zitiere mal den Hellinger was er mal zur Freiheit gesagt hatte und für mich ganz Stimmig ist.

    „Freiheit Existiert immer zwischen zwei Parallelen. Innerhalb dessen gibt es die Freiheit. Eine Absolute Freiheit gibt es nicht, das ist nur eine Illusion.“

    Auf der Körperlichen ebene stimmt es auch. Auf der bewussten ebene jedoch nicht. Da gibt es keine Grenzen.

    Und seine Humorvolle Antwort darauf war die.

    „Die Menschen die immer nur von der Freiheit reden landen am Ende in den Zoo.“

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  17. n00ne 27/11/2020 um 16:28,

    …hinter Gitterstäben geht die Freiheit ein, sagt Georg Danzer. …und hört im Herzen auf zu sein“, stellte Rilke klar.

    Der Mensch hat schon vorher aufgegeben im Herzen zu sein. Nur merkt er es nicht und hamsterradelt weiter.

    https://ludwigdertraeumer.wordpress.com/2019/08/02/der-panther/

    Gefällt 2 Personen

  18. Angela sagt:

    2018 schrieb ich in meinem Artikel : „Freiheit im Innen schafft Freiheit im Außen“ unter anderem:

    Jedes Kind wird frei geboren, voller Entdeckerfreude und Enthusiasmus. Doch dann tritt die Konditionierung durch Elternhaus und Schule ein und plötzlich fühlt sich der Mensch nicht mehr frei, sondern abhängig und gefangen.

    Die Freiheit des PHYSISCHEN, des Körpers kann jederzeit beschnitten werden, und das geschieht auch in großem Umfang. Egal ob Andersdenkende ausgegrenzt, verhaftet werden, oder ob es sich um die mangelnde Gleichwertigkeit aller Lebewesen handelt, um die Verurteilung der Hautfarbe wegen oder des Geschlechts.

    Die PSYCHISCHE Freiheit ist schon etwas subtiler. Niemand ist wirklich frei, wenn er nach den Vorgaben der Eltern, der Gesellschaft lebt, mögen sie auch noch so vernünftig erscheinen. Der eigene Verstand übernimmt so vieles aus der Vergangenheit und macht es sich zu eigen. Aber wo ist die eigene Intelligenz, das eigene Bewusstsein, erst einmal alles Vergangene in Frage zu stellen und selbst nach der Wahrheit zu suchen? Junge Menschen tun es noch, bevor auch sie in das Mühlrad der Gesellschaft geraten. Sobald das Kind oder der junge Mensch Fragen stellt, wird sein Kopf mit Antworten gefüllt, die alle falsch sein können, weil sie nicht auf der eigenen Erfahrung beruhen.

    Die SPIRITUELLE Form von Freiheit besteht darin, zu wissen, dass man weder der Körper noch der Verstand ist, sondern reines, unbegrenztes Bewusstsein. In unserem tiefsten Inneren toben keine Emotionen, da gibt es keine Beschränkungen, alles ist möglich. Aber das bedeutet immer auch VERANTWORTUNG. Man kann seine Verantwortung nicht an ein imaginäres Schicksal oder eine Bestimmung oder so etwas wie „Karma“ abgeben, denn m.E. existiert so etwas gar nicht. Diese Vorstellungen versuchen einen nur darüber hinweg zu trösten, dass man seine Ziele nicht erreichen konnte….“

    https://bumibahagia.com/2018/11/06/freiheit-im-innen-schafft-freiheit-im-aussen/

    Angela

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  19. Angela sagt:

    Was mir noch einfällt:

    In dem Maße, indem wir uns von dem Verlangen nach Anerkennung lösen können, werden wir frei. Was andere Leute oder die Familie über einen denkt, ist Teil ihrer Entwicklung und stimmt in den seltensten Fällen mit unserer eigenen Entwicklung überein. Das ist ein wichtiger Teil der Freiheit !

    Angela

    Gefällt 1 Person

  20. n00ne sagt:

    @ Angela
    27/11/2020 um 13:53 schreibt:

    “ „Wollen“ ist erst der Anfang, aber UNABDINGLICH. um Freiheit zu leben.“

    Da scheint mir ja ein eine paradoxe Vorausetzung zu sein, was du da schreibst, zum Wahn-SINnig ver-rückt werden

    Ich meine, Freiheit ist…. nICHT(s)
    und Leben ist wirklich, doch keine Freiheit.
    Wir befinden uns in Freiheit und denoch sind wir als Existenzen nicht frei, solange wir an der Existenz kleben, bzw. mit ihr verwoben sind.
    Und zu existieren, bzw. eine Existenz zu sein, scheint mir nicht falsch oder verkehrt, nur nicht frei.

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  21. Angela sagt:

    @ nOOne

    Zitat: „…
    ch meine, Freiheit ist…. nICHT(s)
    und Leben ist wirklich, doch keine Freiheit.
    Wir befinden uns in Freiheit und denoch sind wir als Existenzen nicht frei, solange wir an der Existenz kleben, bzw. mit ihr verwoben sind.
    Und zu existieren, bzw. eine Existenz zu sein, scheint mir nicht falsch oder verkehrt, nur nicht frei….“

    Dein Kommentar erinnert mich an Karl Renz und Advaita von dem Nitya so begeistert ist.

    Zitat Karl Renz: “ So wie ich das sehe, und ich sage nicht, dass das die Wahrheit ist, ist dieses Selbst ohne Ursache und kann niemals die Ursache von etwas sein. Wäre es das, dann könnte es nicht die Freiheit sein, die Freiheit an sich ist. Das Selbst braucht keine Antwort vom Verstand oder irgendwelchen Umständen. “

    Da bekomme ich einen Knoten im Gehirn, haha…. Wenn ich da an Eckhart Tolle denke, wie klar er dieselben Inhalte darstellt.

    Wer an etwas „klebt“ ist natürlich niemals frei. Aber meiner Ansicht nach gibt es eine Freiheit des Geistes, des Bewusstseins, der Gedanken und so können selbst Menschen, die im Gefängnis sitzen, innerlich doch völlig frei sein.

    Angela

    .

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  22. Wolkenfürst sagt:

    Was ich ausdrücken wollte sagt dieses Zitat von Erich Fromm aus dem Buch „Die Furcht vor der Freiheit“ gut:

    „Um dies noch deutlicher zu machen, scheint mir eine kurze Diskussion der Begriffe „neurotisch“ und „normal“ oder „gesund“ angebracht. Man kann den Begriff „normal“ oder „gesund“ auf zweierlei Weise definieren. Erstens kann man vom Standpunkt einer funktionierenden Gesellschaft aus den als normal oder gesund bezeichnen, der imstande ist, die ihm zufallende Rolle in der betreffenden Gesellschaft zu erfüllen. Konkreter ausgedrückt bedeutet das, daß er in der Lage ist, so zu arbeiten, wie es in der betreffenden Gesellschaft erforderlich ist, und daß er außerdem an ihrem Fortbestand mitwirken, das heißt, eine Familie gründen kann. Zweitens verstehen wir vom Standpunkt des Individuums aus unter Gesundheit und Normalität ein Optimum an Wachstum und Glück.

    Wenn eine bestimmte Gesellschaft so strukturiert wäre, daß sie dem einzelnen eine optimale Möglichkeit zu seinem Glück böte, so würden beide Standpunkte sich decken. In den meisten uns bekannten Gesellschaften – einschließlich unserer eigenen – ist dies jedoch nicht der Fall. Wenn sie sich auch hinsichtlich des Grads, in dem sie dem individuellen Wachstum förderlich sind, unterscheiden, so besteht doch immer eine Diskrepanz zwischen den Zielen einer reibungslos funktionierenden Gesellschaft und der vollen Entfaltung des Individuums. Wir müssen daher scharf zwischen beiden Auffassungen von „Gesundheit“ unterscheiden. Die eine Auffassung wird durch die gesellschaftlichen Erfordernisse bestimmt, die andere durch Werte und Normen, welche die Lebensziele des einzelnen Menschen betreffen.“

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