bumi bahagia / Glückliche Erde

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Steuern wir wirklich das Holodeck?

von Angela, 03.09.2019

Wünsche, Sehnsüchte und Leidenschaften treiben die Evolution voran. In spirituellen Kreisen jedoch haben Wünsche und Verlangen einen schlechen Ruf. Fast hat es den Anschein, als sei man der Erleuchtung nahe, wenn man das eigene Wesen frei von Wünschen und Verlangen hält.

Darauf scheint bei oberflächlichem Lesen auch Gautama Buddhas zweite der „Vier edlen Wahrheiten “ hinzuweisen.

„…………Die Gründe für Leiden sind Verlangen, Leidenschaft, Begeisterung, das Streben nach Reichtum und Ansehen, das Trachten nach Ruhm und Beliebtheit , kurz gesagt: Begehren und Festhalten…….. “ 

Und so meinen viele, dass ihre Wünsche „die Schuldigen“ seien. Doch um die Wünsche geht es nicht, sondern nur um das VERHAFTETSEIN mit ihnen, was uns im Rad von Leben, Tod und Wiedergeburt festhält und die Sucht nach Emotionen ankurbelt. Und durch dieses Verhaftetsein bleibt man in alten Mustern stecken, man denkt die gleichen Gedanken wieder und wieder und nichts Neues entsteht.

Wünsche , ob nun persönlicher, politischer oder gesellschaftlicher Art zu haben ist nicht per se schlecht, sie können sogar zu einer sehr positiven Selbsterkenntnis führen. Durch den jeweiligen drängenden Wunsch, den wir verspüren, können wir prüfen, warum wir ihn haben.

Wir könnten uns folgende Fragen stellen:

—Wonach sehne ich mich zutiefst und was wünsche ich mir in vielen Bereichen?

—Warum sehne ich mich danach? Woher kommt dieser Wunsch?

—Wie würde sich mein Leben verändern, wenn sich dieser  Wunsch erfüllt?

—-Würde sich auch meine Weltsicht ändern?

—Was müsste ich aufgeben, um meinen Wunsch zu erfüllen?

—Welcher Mangel in mir wird ausgefüllt, wenn ich diesen Wunsch befriedige?

—Verhilft es mir zu einer neuen Erfahrung oder erlebe ich nur eine alte  Erfahrung erneut?

Um einen vorhandenen Wunsch zu analysieren, ist es nötig, ihn nicht zu bewerten und ehrlich versuchen herauszufinden, was man wirklich will. Ein Wunsch lässt sich nur unvoreingenommen betrachten, indem man ihn nicht verurteilt. Wenn er als schlecht etikettiert, als negativ angesehen wird, unterdrückt man ihn nur und neue Wünsche entstehen.

Eventuell verbirgt sich hinter einem  Wunsch nach einem öffentlichen Amt, einem politisch hochgestellten Posten, eine geheime Sucht nach Macht .  Die entsprechende Person stimmt jedoch die alte Leier an, dass sie den Mitbürgern helfen und aufklären  will, während sie in Wirklichkeit das Gefühl von Macht und Einfluss erleben möchte, aus welchen Gründen auch immer.  Dieses beschönigende Verhalten ,- ob bewusst oder unbewusst- kann man überall beobachten, auch in Foren tritt es häufig auf.

Am Anfang eines Wunsches nach Veränderung, sei es politischer, wirtschaftlicher oder privater Natur stehen immer „Gedanke und Traum“ und am liebsten würden wir, wie in einem Holodeck dafür sorgen, dass sich alles Erträumte sofort erfüllt.  Doch das geschieht nur in den seltensten Fällen schnell und ohne Umwege.

Warum ist das so, wenn wir uns doch als großartige Schöpferwesen empfinden? Hauptsächlich auf Grund von mangelndem Fokus. Wir können uns nicht lange konzentrieren, der Verstand wandert ständig  hierhin und dorthin und wir sind zu stark auf die Schwingungen dieser materiellen Welt eingestimmt. Wir urteilen, verurteilen , regen uns auf ,-machen vielleicht noch gutgemeinte Vorschläge,-   und darin erschöpft sich häufig unser Wille zur Veränderung.

Damit eine Absicht etwas bewirkt, muss sie stark fokussiert sein, doch die Welt, in der wir leben, fesselt ständig unsere Aufmerksamkeit. Die Werbeindustrie inverstiert Millionen , um unseren Fokus auf das zu lenken, was sie will.  Das Universum reagiert durchaus auf unsere Wünsche, doch der Durchschnittsmensch schweift mit seiner Aufmerksamkeit alle 6-10 Sekunden ab. Wie kann das Universum auf jemanden reagieren, der nicht einmal in der Lage ist, sich zu konzentrieren?

Wir westlichen Menschen sind einfach faul. Wir leben in einer Welt der Annehmlichkeiten und des Komforts. Wenn wir nicht umgehend eine schnelle Lösung für unser Problem oder unseren Mangel finden, werden wir ungeduldig und geben  schnell wieder auf.

Eine Veränderung lässt sich nicht mit der gleichen Denkweise, die uns in die Zwickmühle gebracht hat, herbeidenken.  Es ist nötig, aus sich selbst „herauszutreten“, seinen Wunsch nach einer Veränderung gleichsam von oben zu betrachten, um eine umfassendere Sichtweise zu entwickeln.

Mit dem eigentlichen Wunsch, der  sich dann herauskristallisiert, in den Fokus zu gehen, der Veränderung eine Chance zu geben, indem wir unserem Wunsch entsprechend auch handeln,  kann – zumindest im persönlichen Bereich-  all die Wunder herbeirufen, die wir uns erträumen.

Angela

 


9 Kommentare

  1. Mujo sagt:

    Gehabt haben befreit von haben wollen.

    Darum ist es sogar Wichtig sich seine Wünsche zu Erfüllen damit man die nächst höhere Stufe des seins erreicht.
    Denn solange noch ein Begehren da ist was man möchte, hält es ein wie ein Gummiband fest sich weiter zu Entwickeln.

    Darum sind mit ganz wenigen Ausnahmen alle weisen diese Welt erst dann zu Spirituellen Erleuchtung gelangt nachdem
    sie viele Dinge erreicht haben. Auch Buddha war als Königssohn Privilegiert und mit allen versorgt bevor er seinen Weg ging.

    Schöne Aufschlüsselung zur Wunscherfüllung Angela, kann dem nur zustimmen.

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  2. Angela sagt:

    Lieber Mujo,

    ich stimme Dir weitgehend zu, aber Zitat: „…. Gehabt haben befreit vom haben wollen….“ , stimmt meiner Ansicht nach nicht unbedingt immer und in jedem Fall.

    Gerade Leute, die sich vielleicht wohlhabend nennen konnten, dann alles verloren haben, waren oftmals nicht imstande, dieses „Verhaftetsein“ abschütteln.

    Ich denke da z.B. an Großgrundbesitzer im ehemaligen Ostpreußen, die noch jahrelang klagten, oder an Behinderte, die sich nach ihrer Unversehrtheit zurücksehnten. Alles sehr verständlich, doch ihr Lebensplan verlangte eben nach einer Herausforderung. Um das zu erkennen, wird Weisheit benötigt.

    Angela

    Gefällt 2 Personen

  3. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  4. Hilke sagt:

    Der Satz „—Was müsste ich aufgeben, um meinen Wunsch zu erfüllen?“- impliziert, daß man etwas aufgeben müsse. Ist ein Glaubenssatz, der untergründig aus dem Prinzip ‚opfern‘ kommt, m.M.n. Wenn es in vielen Fällen so aussieht, als sei dieser Satz berechtigt, wäre die Frage: was war zuerst da, der Glaubenssatz der sich in der Gesellschaft verfestigt hat, und sich wahlweise manifestiert od. nicht? Oder ist es wirklich so, daß man was aufgeben muß, um etwas anderes zu bekommen? Den einen Partner müßte man aufgeben um sich neu zu orientieren, klar.
    Wie kann das noch eruiert werden, wenn dieses Opfer-Prinzip seit Äonen befolgt wird. Meiner ganz persönlichen Meinung nach könnte das mal beleuchtet werden.
    Das Opfer-Prinzip aufzugeben, macht vielleicht startklar für ein neues Denken:
    „Eine Veränderung lässt sich nicht mit der gleichen Denkweise, die uns in die Zwickmühle gebracht hat, herbeidenken.“

    Was auch m.M.n. die Manifestation eines Wunsches beschleunigt ist, wenn dieser für das Größere Ganze zuträglich ist, also nicht aus dem Ego herrührt, sondern aus der anderen Quelle.

    Dann ist mir noch folgendes aufgefallen, du sprichst von Verhaftetsein: – „Und durch dieses Verhaftetsein bleibt man in alten Mustern stecken, man denkt die gleichen Gedanken wieder und wieder und nichts Neues entsteht.“ – und später:
    „werden wir ungeduldig und geben schnell wieder auf.“
    Wie passt das zusammen?

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  5. Angela sagt:

    Zu meinen Fragen habe ich mir das Beispiel „Bumi Bahagia/ Glückliche Welt ausgedacht:

    Wir könnten uns demnach folgende Fragen stellen:

    —Wonach sehne ich mich zutiefst und was wünsche ich mir in vielen Bereichen?

    Sehne ich mich wirklich nach einer Bumi Bahagia? Fühle ich mich einer Welt gewachsen, die auf Liebe und Freude und Respekt aufgebaut ist? Was geschieht mit all den mir innewohnenden Aggressionen? Sind sie dann schwuppdiwupp verschwunden? Warum arbeite ich nicht jetzt schon daran?

    —Warum sehne ich mich danach? Woher kommt dieser Wunsch?

    Fühle ich mich hier nicht wohl , will ich meiner Lebensaufgabe entrinnen?

    —Wie würde sich mein Leben verändern, wenn sich dieser Wunsch erfüllt?

    Grrundlegend, z.B. beim Schreiben in einem Blog oder innerhalb der Familie.All die „Aufreger“ würden wegfallen.

    —-Würde sich auch meine Weltsicht ändern?

    Mit Sicherheit.

    —Was müsste ich aufgeben, um meinen Wunsch zu erfüllen?

    Wut, Kritiksucht, Selbstbeweihräucherung, Neid und Missgunst, den Wunsch, immer zu siegen, recht zu behalten und dergleichen mehr.

    —Welcher Mangel in mir wird ausgefüllt, wenn ich diesen Wunsch befriedige?

    Wunsch und Tat am Vorhandensein einer „Glücklichen Welt“ mitzuwirken, füllt den Mangel, der mich das Gegenteil fühlen lässt, aus.

    —Verhilft es mir zu einer neuen Erfahrung oder erlebe ich nur eine alte Erfahrung erneut?

    Ich denke, damit erschaffe ich eine neue Erfahrung.

    Angela

    Gefällt 1 Person

  6. Angela sagt:

    @ Hilke

    Unsere Kommentare haben sich überschnitten. Zum Thema „Aufgeben“ habe ich eben etwas geschrieben. Mit der Vorstellung „Opfer“ verbinde ich das nicht. Mit dem Aufgeben meinte ich all die geschilderten negativen Eingenschaften, das muss ja kein Opfer sein, ich halte es eher für eine Befreiung.

    Zitat: „… Dann ist mir noch folgendes aufgefallen, du sprichst von Verhaftetsein: – „Und durch dieses Verhaftetsein bleibt man in alten Mustern stecken, man denkt die gleichen Gedanken wieder und wieder und nichts Neues entsteht.“ – und später:
    „werden wir ungeduldig und geben schnell wieder auf.“
    Wie passt das zusammen?

    Wir geben unsere Bemühungen, z.B. den Fokus auf dem Gewünschten zu halten, schnell wieder auf…. Das hat ja mit „Verhaftetsein“ eigentlich nichts zu tun. Vielleicht eher mit mangelnder Einsicht in die Notwendigkeiten und fehlender Tatkraft.

    Angela

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  7. Mujo sagt:

    @Angela

    „ich stimme Dir weitgehend zu, aber Zitat: „…. Gehabt haben befreit vom haben wollen….“ , stimmt meiner Ansicht nach nicht unbedingt immer und in jedem Fall.“

    Und doch ist es so. Nur darf man nicht das alleinige Bild haben von großen Reichtümer, den der ist eventuell wo anders Arm. Hat sein ganzes Streben in Macht und Geld gelegt, und keine Zeit gehabt um eine Familie zu Gründen. Oder einmal eine Weltreise zu machen.
    Solange noch Sehnsüchte da sind warten die auf ihre Erfüllung.

    Vor kurzen laß ich von einen Älteren Buddhistischen Mönch in Thailand der ein Verhältnis mit einer Jüngeren Frau einging und Vater wurde. Er war sehr angesehen und die Menschen waren Entsetzt über sein Verhalten. In meinen Augen ging er nur dem nach was ihm fehlte. Vielleicht, wenn er wieder später in sein Orden zurückgehen kann wäre er noch ein bessere Mönch als zuvor.

    „Ich denke da z.B. an Großgrundbesitzer im ehemaligen Ostpreußen, die noch jahrelang klagten, oder an Behinderte, die sich nach ihrer Unversehrtheit zurücksehnten. Alles sehr verständlich, doch ihr Lebensplan verlangte eben nach einer Herausforderung. Um das zu erkennen, wird Weisheit benötigt.“

    Ja Absolut, das sind die herausvorderungen des Lebens die uns was sagen möchten. Das braucht viel Erkenntnis und Einsicht in sein innerstes.
    Wer das schafft hat seinen eigenen Meister gefunden.

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  8. mkarazzipuzz sagt:

    Liebe Angela,
    normalerweise höre ich in Maßen zu und halte ich die Klappe, wenn es um Esoterik geht. Ich bin eher stofflicher Natur habe aber mindestens akzeptiert, das der Körper stofflicher Natur, das ICH (oder der Geist) aber nicht stofflicher Natur sein muß. So viel zum Verständnis meiner Befindlichkeit.
    Jeder Mensch, also auch ich, strebt nach Anerkennung. Bei mir geschieht das jedoch nicht um jeden Preis. Wenn mich jemand lobt, der mir bisher nichts Gutes wollte, wache ich auf. Dennoch bleibt der Mensch ein Herdentier, auch wenn er lange Zeit ohne Kontakt zu Seinesgleichen sein kann.
    Es kann dann sein, dass er in seiner Selbstkonversation mehrere Rollen übernimmt…
    Friedrich der II soll in einem Kinderexperiment danach und mehr „geforscht“ haben, freilich zu Lasten der Kinder, die allesamt gestorben sein sollen.

    Ich mag Deine Aufzählung von Ursache und Wirkung nicht nachvollziehen. Die Einzelpunkte sind mir viel zu willkürlich gewählt und bei weitem nicht vollzählig.

    Wünsche. Was ist denn das überhaupt? Es gibt zumindest 2 Grundkategorien von Wünschen:
    Die in den Genen enthaltenen und
    die gelernten (also die zivilisationsbedingten Wünsche)

    Erstere sind beim Neugeborenen Zuneigung und Wärme (der Herzschlag der Mutter), sowie Nahrung (Muttermilch)
    Zweiteres zeigt sich, wenn das Neugeborene die „Gesellschaft“ kennen lernt. Bis dahin war es mit der Mutter (ich lasse mal den Vater außen vor) allein. Es war ihm unbewusst klar, dass er all das bekommt und mit niemanden teilen muss (Ausnahme Mehrlingsgeburten). Aber bereits da beginnt bei anderen Säugetieren ein erbarmungsloser Kampf um Ressourcen (die Zitzen) oder bei Vögeln das aus dem Nest werfen, bei der nicht wenige auf der Strecke bleiben. Nun kommt gewiss der schlaue Satz: „Ja, aber wir sind doch Menschen“. Stimmt oft, es kommt aber darauf an (auch darauf, welches Menschenbild wir meinen; Bush und Konsorten sind auch Menschen.
    Worauf also kommt es an? Na auf die Zivilisation! Naturvölker haben da eine ganz andere Auffassung, als mancher „Zivilisierte“. Der ist ob der Pragmatik häufig entsetzt.

    Aber zurück zu den Wünschen.
    Ich denke, an erster Stelle will jedes Wesen, also auch der Mensch, ausreichende Nahrung. Wenn er satt ist, merkt er, das Wind und Wetter nicht immer seine Freunde sind (auch hier auf Bali).
    Danach möchte er nicht mehr so viel laufen und jagen. Er versucht also Tiere zu domestizieren und einen Garten anzulegen. Zwischendurch hat er bemerkt, dass sich zwischen den Lenden etwas bewegt, worauf er sich einem Weibe näherte um mit Ihr Nachwuchs zu zeugen, sie zu lieben und zu ehren…
    Der Eine kann dies alles ganz gut, hat ein hübsches Weib und liebe Kinder. Die Tierchen im Gehege vermehren sich und im Garten grünt und blüht es. Der Andere ist weniger erfolgreich und schaut auf des Nachbars Hab und Gut. Er fragt: Warum hat der so viel und ich nicht?

    Nun kommt etwas Drittes, sehr Ungutes hinzu: Der Neid. Wissenschaftler nennen das anders, aber sie meinen das selbe.
    Dem Menschen ist das „selbst haben wollen“ (Prof. Precht hat dazu einen sehr interessanten Vortrag) angeboren, das Teilen muss ihm anerzogen werden. Wenn das nicht statt findet, ist der Weg zum gierigen Monster offen und die Chance wieder auszubrechen, gering.
    Das sind übrigens die Alphatiere und Ganoven der Upperclass. Die Briten dieser Chargen trainieren ihren Kindern das an.
    Ein Kind solcher Eltern nimmt anderen Kindern ihr Spielzeug weg, auch wenn es ihm nicht mal gefällt. Auf die Frage „why are you doing this?“ antwortet dieses Das dann „All the world is mine!“ und es meint es ernst.

    Man kann die Prägung auf sich selbst bei zwei Kindern oft sehr gut beobachten. Das Eine hat einen Bauklotz und spielt damit innig. Das Zweite kommt hinzu mit einem Bärchen. Das erste wirft den Bauklotz weg und grabscht nach dem Bärchen. Dieser Zwist muss geschlichtet werden und erzeugt nicht immer Einsicht bei den(m) Delinquenten. Das muss geübt werden.

    Weiter: Wünsche wachsen.
    Beispiel: Wir waren in der DDR rein wirtschaftlich eigentlich ganz zufrieden (ich verkenne die politischen Umstände hier nicht). Es gab zu meiner Zeit ausreichend Nahrung, die Wohnung war fast umsonst, wenn auch nicht luxuriös und der Zusammenhalt in der Gemeinschaft der allesamt „Unbefriedigten“, wie uns später das Westfernsehen klar machte, ganz anders, als heutzutage.
    Volker Pispers schilderte es viele Jahre später mal ungefähr so:
    „die DDR das waren dunkle Städte, dampfende Gullideckel, Suppenküchen und arme Verzweifelte hungernde.“, “ ach nein, Entschuldigung, das sind ja die USA, die DDR war ja ohne Apfelsinen und Bananen“. Ein bischen untertrieben, aber nicht schlecht.

    Wir (die, die nicht die soziale Leiter hinab gefallen sind und eine gut bezahlte Arbeit hatten oder haben) sollten ja eigentlich alle unsere Wünsche in diesem freiesten und besten Land aller Zeiten befriedigt haben, seien sie auch noch so unsinnig gewesen.
    Ist das der Fall? Natürlich nicht alle! Ich bin es rein wirtschaftlich schon.

    Doch zu welchem Preis habe ich mir das erkauft?

    Konklusion: der Mensch wird ausschließlich mit Eigennutz geboren und sein soziales Umfeld lehrt ihn, wenn es diesen Namen verdient, das das Teilen für Alle eine gute Sache ist, für den Abgebenden genau so wie für den Nehmenden.

    So, ich mache jetzt Schluss,
    krazzi

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  9. Angela sagt:

    Lieber Krazzi!

    Danke für Deine ausführliche Erläuterung. Du empfindest meine Darstellung der Wünsche als nicht vollständig? Das kann gut sein und ich stimme Dir vollkommen zu.

    Im Grunde sehe ich den Sinn eines Forums darin, sich mit seinen Ansichten zu ergänzen oder sie aus seiner eigenen Erfahrung heraus abzulehnen und das möglichst zu begründen.

    Meiner Ansicht nach sprichst Du hauptsächlich über BEDÜRFNISSE: Nahrung, Wasser, ein Heim und auch Liebe, Geborgenheit, Anerkennung . Diese Bedürfnisse , an denen jeder „Bedarf“ hat müsssen befriedigt sein, erst dann tauchen WÜNSCHE auf.

    Wünsche können kurzfristig befriedigt werden, treten aber immer wieder neu auf. Ein Wunsch ist ein „imaginiertes Bedürfnis“, man stellt sich vor, was wäre, WENN ich dieses oder jenes besitzen- oder erreichen würde. Würde ich mich dann besser fühlen? Ja, das meint man ….. Aber ein Wunsch gebiert schon den nächsten, eine endlose Geschichte…..

    Zum Neid habe ich vor kurzem schon mal meine Gedanken mitgeteilt: https://bumibahagia.com/2019/08/29/neid-und-missgunst/

    Angela

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