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Mozart KV 488 / Zur Erinnerung

nein, nicht zur Erinnerung an Vergangenes, ja, zur Erinnerung an Aktuelles.

Unser Einer ist gedanklich und empfindungsmässig durch Höllen der Vergangenheit geschritten, und unser Einer weiss vom teils offensichtlichen, teils geheim gehaltenen Elend auf der Erde der heutigen Zeit.

Es ist angesagt, dass ich mich erinnere. Erinnere und verinnere das Andere. Das Gute, Schöne, Produktive, in meinem Sinne Zukunftsweisende.

Ich erinnere und verinnere: Das passierte vor 30 Tagen. Vor dreissig Tagen spielte der 24 jährige Amerikaner

Mackenzie Melemed zusammen mit chinesischem Orchester das A-Dur Klavierkonzert, geschrieben vom Salzburgischen Wolfgang Amadeus Mozart.

Ich möchte das erläutern.

Der Amerikaner sagte zu den Chinesen nicht: „Das mit euren Exporten, das geht so nicht. Zudem stelle ich klar, dass das Gebäude hier mir gehört.“ Und weder erschoss er Mozart noch bombardierte er Salzburg, sondern er spielte Mozarts Musik.

Die Chinesen, kulturell nun mal anders geprägt, sie erfühlen Mozarts Welt und ziehen sie auf, wunderschön, meinen nicht, damit etwas von ihrer eigenen Kultur zu verlieren, sondern sie erleben die Musik des Salzburgers als Gewinn.

Das geschah an einem Tage, da zu gleicher Zeit Leute Verrat begingen, Bomben warfen, vergifteten, betrogen, Regenwälder zerstörten, Unzähliges mehr, allesamt in der Meinung, etwas Gutes zu tun. Sie taten nichts Gutes, sie taten Schlechtes, und sie haben es getan.

Weil sie es getan haben, muss es so weitergehen? Muss es nicht und wird es nicht, denn ich erinnere und verinnere mit Vergnügen etwas Weiteres.

Das Konzert in China ist nicht einmalig, vielmehr Zeichen der Zeit. In jeder Ecke auf der Erde sind Menschen, welche des Menschen Natur gemäss handeln, so, wie die Männer und Frauen in diesem Konzert: Sie tun Gutes, und sie tun es gemeinsam.

Die Konstruktiven wirken leise. Man könnte fälschlicherweise meinen, es gebe sie nicht. Und ob es sie gibt. Augen und Ohren auf, achtsam sein, und wir entdecken sie auf Schritt und Tritt.

Thom Ram, 18.06.07

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P.S. Das Orchester spielt fabelhaft, in meinen Holzohren besonders das Holz.

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Ist hier das zentrale Thema nicht, doch kann ich es nicht lassen…

mein derzeitiger Klavierspitzenliebling spielt einen Zacken musikantischer.


11 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  2. Johannes Anunad sagt:

    Fein! Breites Grinsen… 🙂 🙂 🙂

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  3. Piet sagt:

    Ja, besonders die Querflöte läßt er sehr fein er klingen.

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  4. Angela sagt:

    Wir haben uns eben beide Teile angehört. Wundervoll! Alexander Malofeev ist wirklich noch ausdrucksstärker.
    LgA n g e l a

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  5. Mujo sagt:

    Schöner einleitender Kommentar von dir Thom.

    Wäre die Welt ein Orchester das zusammen harmoniert, um wieviel schöner wäre sie noch als jetzt.
    Und genau jetzt, als ich das Musik Esemble höre ist es wieder mal am schönsten.

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  6. Mujo sagt:

    Ich komm nicht umhin nochmal was dazu zu sagen noch wärend ich höre.

    Einfach Magie ist das mit welcher Hingabe beide die Tastatur bedienen.

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  7. Thom Ram sagt:

    Mujo

    Erst wählte ich den Amerikaner, ohne sein Spiel eingehender mir angehört zu haben. Danach horchte ich richtig hinein und verglich mit dem Alexander. Für mich sind da, was die feinen Details anbelangt, Welten dazwischen. Und da konnte ich, am Thema vorbei, mir nicht verkneifen, das Schönere zu zeigen.

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  8. Mujo sagt:

    Da bist du der größere Experte. Ich finde beide schön, schon Unterschiedlich jeder auf seine Art. Würde mir aber nicht anmassen wer der bessere ist.

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  9. Mujo sagt:

    Wenn ein Russischer Geiger und ein Süd-Koreanischer Klavierspieler “ I will survive“ auf Klassik machen,
    kommt sowas dabei raus.

    PS.: Jetzt weis ich auch zu was ein Milchschäumer noch gut sein kann 😉

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  10. Thom Ram sagt:

    Mujo 06:07

    Zwei Genies.

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  11. Mujo sagt:

    @Thom

    Ja das sind sie, hab mir so einiges von den beiden inzwischen angeschaut.

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