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Ich bin , was ich bin

von Angela, 16.04.2019

Wir  alle sind miteinander verbunden. Das ist eine Wahrheit und doch sind wir auch Individuen auf unserem eigenen Lebensweg, der ganz anders verlaufen kann als bei den meisten Menschen, die wir kennen und mit denen wir innerlich verbunden sind.

Unser Ego hat die Aufgabe, das Überleben der Identität zu sichern. Um nicht in die Gefahr der Ablehnung zu geraten, sucht es Anerkennung und Zuspruch von möglichst vielen Menschen. Eventuell zeigt es ein falsches Bild von sich, spielt eine Rolle, macht sich kleiner, schutzbedürftiger und angepasster, denn es weiß, dass Andere sich dann in seiner Gegenwart besser und weniger bedroht fühlen.

Je mehr sich ein Mensch in geistiger Weise entwickelt, desto mehr wird er sich vom Denkstandard und den Gefühlen der Gesellschaft distanzieren. Die Gesellschaft will uns glauben machen, wir seien ihr irgendwie verpflichtet. Und so versuchen wir zumeist das zu tun, was man von uns erwartet, wir passen uns an. Nicht nur das, auch wir selbst beginnen zu manipulieren und werden dementsprechend ebenfalls manipuliert.

Wenn wir nur einmal an die Feste, die in unserer Gesellschaft gefeiert werden, denken. Weihnachten, Ostern …. Gehört es sich nicht, dass längst erwachsene Kinder ins Haus ihrer Eltern zurückkehren und dort Weihnachten feiern? Ist es nicht „Das Fest der Familie“ ? Erwarten nicht sämtliche Angehörigen, Freunde, Nachbarn diesbezügliche Zusammenkünfte? Geht man Weihnachten nicht „endlich mal wieder“ in die Kirche ?

Und dann beginnt unter Umständen der Streit, niemand ist glücklich, aber der Tradition wurde Folge geleistet.

Wer Freude an Familienritualen hat, für den ist es wunderbar, sich daran zu beteiligen, aber ich halte es für wichtig, sich die Freiheit zu nehmen, davon wegzubleiben, wenn es einem nicht passt. Ebenso das Recht zu haben, Geburtstage nicht mehr zu feiern, was in meiner Erfahrung kaum jemand zu akzeptieren imstande ist.

Natürlich werden zuerst die Funken fliegen, denn die Menschen reagieren im allgemeinen sehr leidenschaftlich, wenn wir auf ihre Manipulationen nicht ansprechen. Viele setzen auch Emotionen ein, um das zu bekommen, was sie wollen. Das war schon immer ein Mittel zur seelischen Erpressung.

In dem Maße, indem wir uns von dem Verlangen nach Anerkennung lösen können, werden wir frei. Was andere Leute oder die Familie über einen denkt, ist Teil ihrer Entwicklung und stimmt in den seltensten Fällen mit unserer eigenen Entwicklung überein.

Das Paradoxe ist: Wenn wir einmal diese Unabhängigkeit friedlich, bestimmt und in freundlicher Weise zum Ausdruck bringen, sprechen die Menschen automatisch darauf an. Sie nehmen die Stärke, die dahintersteht wahr und begreifen, dass wir für uns selbst stehen können.

Wenn wir zu unseren eigenen Überzeugungen stehen, mögen sie anderen Menschen auch noch so verrückt erscheinen, befreien wir uns aus Konventionen und Tausenden von Jahren kindischer Traditionen.Wir geben unserer Individualität Ausdruck – und werden frei !

Wer sich soweit entwickelt hat, keine Anpassung an andere Menschen mehr benötigt, um sich geliebt und sicher zu fühlen, kann damit beginnen , seine Entscheidungen selbständig und souverän abzuwägen. Die Hilfe, die er dann anderen zukommen lässt, stammt nicht aus einer moralisch empfundenen Verpflichtung, sondern strömt freiwillig aus einem liebevollen Herzen.

Dann brauchen wir uns auch nicht mehr den anderen anzupassen, nicht uns zu bemühen, nett, lieb, langmütig oder begütigend zu sein . Wir werden ECHT, wir sind, was wir sind und stehen zu unserer eigenen Entwicklung.

Angela


10 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  2. Wenn wir dieses Thema nicht nur auf die politische sowie Umweltverträgliche Ebene katapultieren ,
    erkennen wir eindeutig das Resultat unseres individuellen „geistigen Dilemmas“
    und ihrer damit verbundenen „Freiheit“ inklusive des gesamten“ Evolution -Prozess“ wohin uns das
    geführt hat:

    Wenn wir zu unseren eigenen Überzeugungen stehen, mögen sie anderen Menschen auch noch so verrückt erscheinen, befreien wir uns aus Konventionen und Tausenden von Jahren kindischer Traditionen.Wir geben unserer Individualität Ausdruck – und werden frei !

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  3. Vollidiot sagt:

    Wer ein Suff (esjuwieh) fährt gibt seiner Individualität Ausdruck.
    Außerdem erwächst dies der Tatsache ein Diplom erworben zu haben und dem Gefühl Freidenker zu sein.
    Die Überzeugung erwächst aus der Prägung und Sozialisation und den Bedürfnissen des Unbewußtren und dem Erreichten, das wiederum durch diese Prägung und Sozialisation oft gefügt wird und ist.
    Ich kenne nicht wenige, die eine eigene Überzeugung haben und ich verstehe das und halte sie nicht vür verrückt, denn wie sagt Papa Goethe: Eine falsche Überzeugung kann man nicht widerlegen………
    Und nun?
    Welche Konventionen, welcher Glaube?
    Das ist die Freiheit der irdischen Konfigurationen.
    Noch nicht einmal auf wesentliche Begriffe kann man sich einigen.
    Und Überzeugungen sind ÜBERzeugungen.
    Und derer gibt es unendlich viele.
    Wir soltten von unserem Selbst zeugen, nicht ÜBERzeugen.
    Und seien sie. noch so „individuell“.
    Ein nicht unwesentlicher Punkt in der Entwicklung des Selbstes, des Ich ist das Fühlen, besser Wissen, auch ein Geistiges zu haben.
    Aber auch das kann für andere eine bescheuerte Überzeugung sein.
    Der unbewußt Lebende, der Imegoverharrende, der mit dem Froschbewußtsein hat das gleiche Recht hier zu sein, auch der sich selbst kastrierende Wachtürmer oder Rosenkränzer.
    Dazu sind sie alle da, damit wir am DU lernen können und unser Bewußtsein schulen, unsere Überzeugungen relativiern und reformieren.
    Denn Freiheit ist ein Üben, um sie zu erreichen, ein geistiges Konstrukt, das so der Geistablehnende auf die Welt übertägt und sich einen Suff kauft und eine Jacht und dufte Miezen zum Spielen hält und deshalb Geld benötigt.
    Auch der ist einer von den armen Wichten, die unsere Fürsorge brauchen – ist er nicht einer von den Geringsten die der Hilfe beötigen?
    Wenn wir am Du lernen, lernt das Du auch von uns.
    Das ist unsere einzige, menschliche Schangse, hier auf dem Weg zum Ziel.
    Was widerum ander für Kirchenscheißdreck halten.
    Überall Verwirrungen, vor allem im Prozeß von Wahrnehmen bis zum Denken – auch hier lebt Verwirrung, begriffliche Unschärfe und Vermeidungsüberzeugungen.
    Ganz individuell geprägt außerdem.
    Und so stehen wir vor dem Rätsel Mensch – in sich die rätselhafte Dualität wirkend.

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  4. Angela sagt:

    @ Vollidiot

    Zitat: „… Dazu sind sie alle da, damit wir am DU lernen können und unser Bewußtsein schulen, unsere Überzeugungen relativiern und reformieren.

    Wir sehen IMMER nur uns selbst in jedem DU, und wenn wir das erkennen, sind wir einen großen Schritt weiter…..

    Lg.A n g e l a

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  5. Mujo sagt:

    „Ich bin, was ich bin“.

    In Bayern heißt es „Mir sam mir“.

    Drückt in etwa das selbe aus.

    Selbst-bewusst-sein, ein wenig Stolz mit eine Prise Gelassenheit. Ein Lebensgefühl dem man viel abgewinnen kann.

    Gefällt 2 Personen

  6. Eines meiner alten Lieblingslieder von Rosenstolz……

    Ich bin ich.

    (https://www.youtube.com/watch?v=n1aSGRd0hg0)

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  7. Zusammen gefasst zum Zitat von Angela „… Dazu sind sie alle da, damit wir am DU lernen können und unser Bewusstsein schulen, unsere Überzeugungen relativieren und reformieren.

    Wir sehen IMMER nur uns selbst in jedem DU, und wenn wir das erkennen, sind wir einen großen Schritt weiter…..

    Daraus ziehe ich die Erkenntnis ,dass Global gesehen im Physikalischen Dasein in allem ein
    gigantischer Lernprozess im Gange ist welcher unabhängig vom jetzigen Ausgang
    nur dem zweck dient auf einer höheren Daseins-ebene den eigentlichen und wahren Evolution Prozess fortzusetzen.
    Die materielle Natur besteht aus drei Erscheinungsweisen,
    Tugend, Leidenschaft und Unwissenheit. Wenn das ewige
    Lebewesen mit der materiellen Natur in Berührung kommt,
    wird es durch diese Erscheinungsweisen bedingt.
    (Bhagavad Gita S.639)

    oder anders ausgedrückt :
    Ich bin mir eines Stuhls bewusst, also bin ich nicht der Stuhl.
    Ich bin mir meines Körpers bewusst, also bin ich nicht mein Körper.
    Ich bin mir meiner Gedanken bewusst, also bin ich nicht meine Gedanken.
    Ich bin mir meiner Wünsche bewusst, also bin ich nicht meine Wünsche.
    Ich bin mir meiner Gefühle bewusst, also bin ich nicht meine Gefühle.
    Ich bin reines Bewusstsein und dieses ist das Symptom der SEELE !
    Es ist Anti-materiell und unzerstörbar und ewig,

    Gefällt 3 Personen

  8. Vollidiot sagt:

    Angel

    „Wir sehen IMMER nur uns selbst in jedem DU, und wenn wir das erkennen, sind wir einen großen Schritt weiter….. “

    Mal wieder eine Allaussage.
    Du verdrehst meine Aussage in Deinem Weltverständnis.
    Das ist nicht zulässig und entbehrt nicht einer gewissen Hässlichkeit.

    Denn ich sagte: Dazu sind sie alle da, damit wir am DU lernen können und unser Bewußtsein schulen, unsere Überzeugungen relativiern und reformieren.

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  9. Angela sagt:

    @ Vollidiot

    Zitat: „… Das ist nicht zulässig und entbehrt nicht einer gewissen Hässlichkeit….“

    Ja, das hast DU gesagt, aber ich sage eben etwas anderes! Wieso verdrehe ich dann Deine Aussage ? Ist eben DEINE Ansicht , meine aber nicht !

    Zitat: „… Ich kenne nicht wenige, die eine eigene Überzeugung haben und ich verstehe das und halte sie nicht vür verrückt, denn wie sagt Papa Goethe: Eine falsche Überzeugung kann man nicht widerlegen……… “

    Was ist eine richtige , was eine falsche Überzeugung ? Liegt diese Bestimmung in DEINEM Ermessen?

    Angela

    Gefällt mir

  10. zum Thema Bewusstsein und Logik :

    https://1drv.ms/b/s!Ar5e6HXHfk-Uj7RUtHaC9fdzuXeHHw

    in Bezug zur Argumentation Interpretation und Auslegung Gedanklicher Wortspielereien…..

    Gefällt mir

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