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Zwischen Faszination und Entsetzen

von Angela, 22. 03. 2019

Man braucht nur einmal das Fensehen anzumachen: Katastrophen über Katastrophen!  Außer Finanz- und Wirtschaftskrisen, Hunger-und Armutskatstrophen, Erdbeben, Dürren, Überschwemmungen, Tsunamis, Wirbelstürmen, Vulkanausbrüchen gab es vor einigen Jahren auch noch die angekündigten Mega-Sonneneruption mit globaler Grusel-Vorstellung vom weltweiten Zusammenbruch der Stromversorgung.

Katastrophen begleiten die Menschheit seit Angedenken und nur wenige können sich ihrer Faszination entziehen. In heutiger Zeit schüren Presse und Medien dieses Gefühl , welches ihnen hohe Auflagen und viele  Kommentare beschert.

Wir sind ständig hin-und hergerissen zwischen Entsetzen und Faszination, einerseits haben wir Angst, andererseits lieben viele Menschen die Berichterstattung über möglichst weit entfernte Katastrophen.

Hierzu hat Eugen Roth ein treffendes Gedicht geschrieben:

Ein Mensch verspürt, meist unbewusst,
Geheime Katastrophenlust:
Mit Gruseln liest er in der Zeitung,
Dass wo geplatzt die Hauptrohrleitung,
Ein Riesenwald verbrannt durch Funken,
Ein Schiff mit Mann und Maus gesunken,
Ein Flugzeug im Gebirg’ zerschellt –
Kurz, was so vorkommt auf der Welt.
Der Mensch liest dabei umso gerner,
Je grausiger es ist – doch ferner.
Und schon ein Unmensch wär er, säh er
So schlimme Dinge lieber näher.
Doch Mensch und Unmensch sind sich gleich:
„Nur nicht im eigenen Bereich!“
Da hemmt schon ein verrußter Ofen
Jedwede Lust an Katastrophen.

aus Eugen Roth: Ansichten und Einsichten

Viele Menschen interessieren sich ganz besonders für die Aspekte, vor denen sie sich unbewusst besonders fürchten.

Viele Menschen leiden an einer Apokalypse-Sucht! Es gibt z.B. eine Flut von Büchern und Filmen über den Weltuntergang. Warum verlangen wir ständig nach Vorhersagen? Nostradamus, Irlmaier, Baba Wanga….  Die Katastrophen-Szenarien wechseln sich in rasantem Tempo ab. Erderwärmung, c/O 2 Aussstoß, Luftverschmutzung , Vogel/Schweinegrippe, Ehec, Euro/Wirtschaftszusammenbruch , Ebola, Seuchen,  3.Weltkrieg  und noch vieles mehr. Das Sensationelle, das Bedrohliche, nicht Abwendbare und Schicksalhafte zieht uns magisch an. Und ganz besonders betrifft diese Aussage Menschen, die sich in einem relativ sicheren Alltag bewegen und sich eher  langweilen.

Die Idee, dass die Zukunft schlechter wird als die Gegenwart, ist allgemein verbreitet. Indem wir in Filmen oder Berichten davon lesen und uns damit beschäftigen, haben wir das Gefühl, für das, was uns evtl. erwartet, schon vorbereitet zu sein.

Das Leben ist seit jeher unsicher, doch wir haben das Bedürfnis nach totaler Sicherheit. Da es im Moment nicht nach Erfüllung dieses Traumes aussieht, verstärken Berichte über Katastrophen noch den Pessimismus vieler Leute in Bezug auf die Zukunft.

Katastrophale Zustände wirken auch deshalb so anziehend auf viele Menschen, weil sie Grenzerfahrungen, Bewährungsproben herausfordern. Der eine oder andere spirituell Interessierte denkt vielleicht darüber nach, wie er sich im Falle einer solchen Erfahrung verhalten würde. Würde das eigene SEIN ausreichen, um die Herausforderung zu bestehen? Wie würde man reagieren: mutig, selbstlos, hilfsbereit oder panisch, resigniert oder ängstlich? Das allerdings halte ich für einen sinnvollen Umgang mit solcherlei Berichten. 

Wir leben heute in einer Zeit, in der wir überall Katastrophen am Horizont sehen. Obwohl es genügend Ideen gibt, wie manche Katastrophen abgewendet werden könnten, tun wir aus lauter Bequemlichkeit zu wenig. Wenn ich da nur an die Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikmüll denke! Das ist eine wirkliche Katastrophe und es betrifft uns ALLE, nicht zuletzt auch alle Meeres-Tiere.

Doch die meisten Menschen werden durch nichts richtig aufgerüttelt. Die Berichte dringen gar nicht in ihr Inneres. Sie warten einfach ab, bis etwas geschieht und hoffen- als Beispiel, –  dass wir statt der sehr wahrscheinlichen Wirtschaftskatastrophe nur eine mäßige Inflation bekommen, die sie nur wenig  stört.

Sie haben kaum eine Vorstellung davon, wie eine bessere Zukunft möglich wäre, und dass sie immer aus der Gegenwart erwächst. 

Dabei könnten wir vielen Szenarien entgegenwirken, denn – und das ist das Neue, kommende dramatische Ereignisse betreffen die gesamte Lebensgrundlage aller Menschen.

Die Berichte über Katastrophen sollten uns nicht vor dem Fernseher oder im Internet wohlig gruseln lassen, sondern dazu aufrufen, einen Weg zur radikalen Umkehr, geistig, seelisch und ganz pragmatisch zu suchen und dann auch umzusetzen.

Denn es gibt sie schon, die verantwortungsvollen Unternehmer, die Forscher, die Naturschutzorganisationen – viel zu wenig wird über sie berichtet…

Wie heißt es im „Kurs in Wundern“ : „…… Es gibt keine Welt getrennt von dem, was du wünschst, und hierin liegt deine endgültige Befreiung. Ändere nur deinen Geist darüber, was du sehen willst, und die gesamte Welt muss sich entsprechend verändern. Ideen verlassen nicht ihre Quelle….“

Ändern wir unsere Blickrichtung , konzentrieren wir uns auf das Machbare, das Positive, das Aufbauende,  dann wird das eigene Leben ganz ohne Lust an Katastrophen zu einem Abenteuer.

A n g e l a


9 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  2. palina sagt:

    „Ändern wir unsere Blickrichtung , konzentrieren wir uns auf das Machbare, das Positive, das Aufbauende, dann wird das eigene Leben ganz ohne Lust an Katastrophen zu einem Abenteuer.“

    Empfehle Ken Jebsen mit seiner Sendung
    „Die Macher“ oder das neue Format „Three TV“.

    Die Macher: Waldviertler – Schuhe aus Österreich
    https://kenfm.de/die-macher-waldviertler/

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  3. palina sagt:

    Beispiel aus dem Ausland – Kolumbien
    In Kolumbiens zweitgrößter Stadt Medellin bauen Musiker Gemüse an und rappen mit Anwohnern, um Erinnerungen an Gewalt zu verarbeiten. Dadurch soll nachhaltiger Frieden entstehen.
    https://www.dw.com/de/hier-w%C3%A4chst-frieden-und-nachwuchs-hip-hop/a-38800022?maca=de-newsletter_de_themen-2076-html-newsletter

    Gefällt 1 Person

  4. palina sagt:

    Gerald Hüther
    Wir brauchen Gemeinschaften, deren Mitglieder einander einladen, ermutigen und inspirieren, über sich hinauszuwachsen.“
    https://www.akademiefuerpotentialentfaltung.org/

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  5. palina sagt:

    „…dann wird das eigene Leben ganz ohne Lust an Katastrophen zu einem Abenteuer.“
    Veto euer Ehren – dann wird das Leben nicht zu einem Abenteuer, sondern bekommt Sinn.
    Hätte noch mehr Beispiele, aber ich denke das reicht erstmal.
    Es gibt genug bei dem man sich einbringen kann.

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  6. Angela sagt:

    @ Palina !

    Danke, ganz toll! Gucke ich nach und nach an….

    Lg. A n g e l a

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  7. stine113blog sagt:

    Hat dies auf Die Eulenfrau rebloggt.

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  8. wahrheitssucher777 sagt:

    Diese schwarzmagischen Prophezeiungen ziehen wir als Karmafäden hinter uns her, bis sie uns einhüllen und wir in Resonanz mit dieser Sche**e gehen, dann haben sie uns.
    Aufwärts streben und in Resonanz mit edlen Mitsuchenden gehen, durch einen abrupten Haken im Streben nach dem Höheren, kann man den Karmaknoten dann abfallen lassen, er folgt dann allmählich nicht mehr. Die stärkste Hilfe gibts im Urquell, wer dann schon paranoid vor Angriffen ist.
    Meine Prophezeiung ist, der politische Umschwung zum Guten, je mehr fest dran arbeiten, umso eher.

    g

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