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Eine alte Zen-Geschichte

von Angela, 07.03. 2019

Eine alte Zen-Geschichte:

Einmal lebte ein großer Krieger. Obwohl er schon etwas in die Jahre gekommen war, konnte er dennoch jeden Herausforderer besiegen. Dies war überall im Land bekannt, und viele Schüler hatten sich bei ihm eingefunden.

Eines Tages kam ein junger Schwertkämpfer von zweifelhaftem Ruf ins Dorf. Er war fest entschlossen, der erste zu sein, der den großen Meister bezwingen würde. Neben seiner Stärke besaß er die abschreckende Fähigkeit, jede Schwäche seines Gegners zu erkennen und auszunutzen. Er würde den ersten Schlag seines Gegners abwarten, und sobald dieser sich eine Blöße gab, ihm mit gnadenloser Kraft und blitzartiger Schnelligkeit einen Stoß versetzen.

Bisher war noch keiner bei einem Duell mit ihm über den ersten Schlag hinausgekommen. Ohne auf den Rat seiner besorgten Schüler zu hören, akzeptierte der alte Meister die Herausforderung zum Kampf. Als die beiden in Stellung gingen, begann der junge Krieger dem Meister wüste Beschimpfungen an den Kopf zu werfen. Er schmiss Dreck und spuckte ihm ins Gesicht. Stundenlang ereiferte er sich an den schlimmsten Flüchen und Beleidigungen, die damals der Menschheit bekannt waren.

Doch der Meister stand einfach bewegungslos und ruhig da. Schließlich hatte sich der junge Krieger verausgabt. Er sah ein, dass er geschlagen war, und zog beschämt von dannen. Etwas enttäuscht darüber, dass ihr Meister den überheblichen Herausforderer nicht zurechtgewiesen hatte, versammelten sich seine Schüler um ihn und baten um eine Erklärung.

„Wie konntet Ihr solch eine Schmach über Euch ergehen lassen? Wie kam es, dass er ohne zu kämpfen von dannen zog?”

„Wenn jemand kommt um dir ein Geschenk zu geben und du nimmst es nicht an”, antwortete der Meister, “wem gehört dann das Geschenk?

gefunden bei  http://www.kleine-spirituelle-seite.de/tl_files/template/pdf/zen-geschichten.pdf

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Erinnert diese Geschichte nicht ein wenig an die Jesus Empfehlung: “ Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn. Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin…..“

Nicht reagieren, denn alle Reaktion ist konditioniert, ist emotional. Wie ich schon mal schrieb, kann man durchaus jemanden zurechtweisen oder eine Forderung ablehnen, wenn es angebracht erscheint, doch im Inneren sollte Widerstandslosigkeit gegen DAS, was in diesem Augenblick geschieht, herrschen und keine Negativität entstehen.

Der große Krieger, der wohl auch ein Zen-Meister war, ging noch darüber hinaus. Er war zutiefst von der Sinnhaftigkeit und dem letztendlichen Ausgleich allen Geschehens überzeugt. Doch auch der junge Schwertkämpfer hatte in gewisser Weise schon etwas verstanden, sonst hätte er nicht so schnell erkannt, „geschlagen“ zu sein.

A n g e l a


17 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

    Gefällt 1 Person

  2. Hawey sagt:

    @Angela,
    solche Geschichten, liebe ich. Danke das Du sie mit uns geteilt hast.

    LG Hawey

    Gefällt 2 Personen

  3. Mujo sagt:

    Diese Geschichte ist die Vollendung der höchsten bewusstheit. Sein Ego so zurücknehmen das er nicht darauf reagiert hat seinen inneren Meister schon Gefunden.

    Gefällt 2 Personen

  4. Mujo

    07/03/2019 um 21:50

    Mujo, ja da sind wir wieder wo wir beim anderen Thread waren, 🙂 er nimmt sein Ego nicht zurück, weil er wahrscheinlich sowieso so gut wie nie durch sein Ego lebt aber das Entscheidende ist, das er seinen Herausforderer durch und durch kannte, er weiß um ihn um seine Intension und um seinen Ehrgeiz und Antrieb, er weiß eben allen von ihm, der Meister ist dem Herausforderer ein paar Leben voraus, der Meister machte das Gleiche durch was der Herausforderer gerade durchmacht, der Meister weiß das der Herausforderer ein Feuer in sich hat das noch durch sein Ego beherrscht wird, der Meister weiß, das der Herausforderer noch ein Lernender ist, ein Kind.

    Also Mujo, wie sollte sonst der Meister reagieren, er konnte nur so reagieren wie er reagiert hat, ich mein ihm beleidigte ein Kind, hättest du das Kind geschlagen, beschimpft vielleicht sogar getötet? Nein hättest du nicht gemacht, du hättest bestimmt genauso wie der Meister reagiert, oder?

    Gefällt 3 Personen

  5. Mujo sagt:

    @ tulacelinastonebridge

    Jedenfalls war es das weiseste was er machen konnte. Denn ohne sein bewusstes Handeln in dem er nicht handelte hätte am Ende einer das Leben Verloren. Und der Sieger, wäre letztendlich auch der Verlierer seiner bewussten Entwicklung.

    Gefällt 1 Person

  6. jpr65 sagt:

    Dies ist eine sehr wichtige Geschichte für alle Lichtarbeiter, Lichtkrieger und Leuchttürme!

    Wenn ihr eure Energie hoch haltet, so wie der Meister, dann seid ihr unangreifbar.

    Die Dunklen wissen das, und deshalb versuchen sie alles, um Eure Energie zu schwächen. Und sie sind sehr erfinderisch.

    Denn nur, wenn ihr Euch auf ihr Niveau herunterbegebt, dann seid ihr angreifbar. Dann macht ihr euch selbst angreifbar.

    Das wußte der Meister, und er hat alles an sich abprallen lassen.

    Das ist damit gemeint, daß ihr allen ihre finsteren Geschenke lassen oder sie ihnen zurücksenden sollt. Denn dann können sie euch nicht schwächen. Aber euren Gegner in der Auseinandersetzung. Der findet dann einfach keinen Ansatzpunkt.

    Und es ist eine große Leistung, sein Ego so im Zaum zu halten, daß man auf den dunklen Krieger gar nicht reagiert, sondern ihn eher so betrachtet wie ein Kind, daß noch viel lernen muss. Wenn nicht in diesem, dann in einem anderen Leben…

    Und das ist keine blanke Theorie, ich übe das jeden Tag. Und es gelingt mir immer besser. Seitdem sind die Angriffe der dunklen Seite deutlich weniger geworden. Weil ich schnell wieder in meine innere Balance finde.

    Und das allerwichtigste ist eine große Selbstliebe, die einem viel Sicherheit gibt. Denn da greifen sie zuerst an.

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  7. jpr65 sagt:

    Sorry, nur der erste Satz sollte fett sein. Aber das kann man ja vorher nicht ausprobieren…

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  8. Mujo

    07/03/2019 um 22:24

    @ tulacelinastonebridge

    Jedenfalls war es das weiseste was er machen konnte. Denn ohne sein bewusstes Handeln in dem er nicht handelte hätte am Ende einer das Leben Verloren. Und der Sieger, wäre letztendlich auch der Verlierer seiner bewussten Entwicklung.

    ————–

    ja wenn man das ganze weiterspinnen möchte so würde man ´bei Gandhi landen, sprich der gewaltlose Kampf.

    In dieser Geschichte oben ist für mich der weiseste Part, der des jungen Herausforderers, er zog zurück weil er erkannte, vor allen Dingen erkannte er das sein Imponiergehabe nichts brachte, er wusste wahrscheinlich das er in der Kampftechnik dem Meister unterlegen war und zog somit zurück, da schon sein aufplustern nichts brachte.
    Aber wäre er nicht so weise gewesen zu gehen, was wäre geschehen, er hätte den Meister angegriffen, der Meister hätte sich nicht gewehrt, siehe Gandhi usw…….im Prinzip ging es nur um den Schüler bei der ganzen Geschichte, nie um den Meister, der Meister empfand sich selbst wahrscheinlich als so sehr demütig, das er sich am Ende geopfert hätte.

    Auch bei der Erklärung mit dem Geschenk, da geht es auch nur um den Schüler um den Herausforderer.

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  9. Wolf sagt:

    Eine zeitlose Geschichte. Der sogenannte Führer hat sich von den Polen provozieren lassen. Damit hat er Europa ins Unglück gestürzt. Ist Merkel eine Zen-Meisterin oder letztlich nur ein schwaches Weib?

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  10. Mujo sagt:

    @ tulacelinastonebridge

    „Aber wäre er nicht so weise gewesen zu gehen, was wäre geschehen, er hätte den Meister angegriffen, der Meister hätte sich nicht gewehrt, siehe Gandhi usw…….im Prinzip ging es nur um den Schüler bei der ganzen Geschichte, nie um den Meister, der Meister empfand sich selbst wahrscheinlich als so sehr demütig, das er sich am Ende geopfert hätte.“

    Hmm, ….da wäre ich mich nicht so sicher. Eher hätte er den Hitzkopf eine Lektion fürs Leben erteilt. Wenn er soweit ginge das er ihn Angreift. Denn mit der Opferung hätte er genau das erreicht was der Hitzkopf wollte und würde damit ein Zeichen hinterlassen das es genau so im Leben Funktioniert. Hängt viel vom Meister ab ob er bereit ist dafür zu gehen.
    Und den letzten bedeutenden Satz hätte er seinen Schülern nicht mehr mitteilen können.

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  11. Mujo sagt:

    @ tulacelinastonebridge

    Korrigiere, der letzte bedeutende Satz wäre nicht nicht mehr gültig, käme es zu einen Kampf.

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  12. @Mujo
    5 Stunden

    Was für eine Lektion, bitte?

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  13. Angela sagt:

    @ Mujo

    Zitat: „… . Eher hätte er den Hitzkopf eine Lektion fürs Leben erteilt. Wenn er soweit ginge das er ihn Angreift. Denn mit der Opferung hätte er genau das erreicht was der Hitzkopf wollte und würde damit ein Zeichen hinterlassen das es genau so im Leben Funktioniert…..“

    Die Lektion HAT er ihm schon erteilt, indem er nicht auf die Provokation reagierte. Es ist ja nur eine Parabel, aber ich denke, da spielt sehr viel die asiatische Haltung mit hinein. Nicht Aug um Auge- Zahn um Zahn, sondern eher Laotse : „“Das Weiche besiegt das Harte, das Schwache triumphiert über das Starke. Das Geschmeidige ist stets dem Unbeweglichen überlegen. Das ist das Prinzip der Beherrschung der Dinge: Meisterschaft durch Harmonie.“

    Lg. von A n g e l a

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  14. Mujo sagt:

    @ tulacelinastonebridge

    Mit Lektion meine ich sich zu Verteidigen wenn sein gegenüber neben Verbale äusserungen weiter geht und mit seinen Schwert angreift. Die Erfahrung die dieser alte Krieger hat würde den unerfahrenen relativ schnell Kampfunfähig machen, auch wenn die Gefahr bestand das er dabei umkommt. Sich zu Opfern wenn sein gegenüber das Schwert auf ihn niederstreckt hängt davon ab ob er bereit ist für diesen moment zu gehen.

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  15. Mujo sagt:

    @Angela

    „Laotse : „“Das Weiche besiegt das Harte, das Schwache triumphiert über das Starke. Das Geschmeidige ist stets dem Unbeweglichen überlegen. Das ist das Prinzip der Beherrschung der Dinge: Meisterschaft durch Harmonie.“

    Ja, das ist Richtig, diese Worte werden aber auch in der Asiatischen Kampfkunst verwendet die immer das Spirituelle und den Körper als ganzes sehen.

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  16. Luckyhans sagt:

    zu Mujo 08/03/2019 um 19:47
    Wir sollten vielleicht doch unterscheiden zwischen einem fairen „sportlichen“ Wett-Kampf, der mit dem Zweikampf mit Waffen geschehen wäre – und natürlich wäre der Meister dabei NICHT passiv gebleiben -, und dem untauglichen Versuch des Herausforderers, den Meister durch seine Beschimpfungen zu einer unüberlegten Handlung zu reizen, damit er ihn doch besiegen kann. Denn bekanntlich ist Wut ein sehr schlechter Ratgeber…

    Damit hat sich der Herausforderer von selbst aus dem „Wett-Kampf“ herausbegeben.
    Und auf dieser „unteren“ Ebene hat der Meister nicht reagiert.
    Hätte der Herausforderer dennoch angegriffen, dann hätte der Meister ihn gewiß besiegt (was nicht zwangsläufig heißt „getötet“).

    Für uns und unser Leben bedeutet das: jeder sollte auf jeden Fall weiter nach seiner Vervollkommnung streben und dabei die auftauchenden Schwierigkeiten überwinden – das Leben stellt uns Prüfungen, damit wir an deren Überwindung reifen.

    Nur wenn man versucht, uns auf eine „untere Ebene“ hinabzuziehen und dort auf meist sehr hinterhältige Weise uns zu „belangen“ – unser Ego zu reizen oder uns zu erniedrigen -, dann sollten wir, wie jpr auch empfiehlt, bei uns selbst bleiben und unsere innere Schwingung hoch halten.
    Dann prallt alles an uns ab und keiner kann uns so richtig etwas anhaben… 😉

    Gefällt 1 Person

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