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Sich selbst treu bleiben

 

von Angela 26.01. 07

  • Woran erkennt man einen Menschen, der Integrität ausstrahlt? An der Tatsache, dass der Betreffende seine innere Realität ehrlich zum Ausdruck bringt. Es erfordert viel Mut und Offenheit, der Welt zu zeigen: So bin ich, ob es euch nun gefällt oder nicht, und diese Wahrheit dann zu leben. „Authentisch sein“ bedeutet, seinem eigenen Wesen treu zu bleiben, sich nicht von anderen manipulieren und kontrollieren zu lassen und auf seine innere Stimme zu hören.

Kennt Ihr Menschen, die in vollendeter Weise so leben? Sie sind höchst selten.

Ich habe das Glück, einen solchen (Indigo)Sohn, der inzwischen längst erwachsen ist, zu haben und von ihm lernen zu können. Von frühester Jugend an ist er immer nur seinen eigenen Weg gegangen, hat nur das gesagt und getan, was er sagen und tun wollte und sich niemals verbogen.

Das war für uns Eltern oft nicht einfach, für alle Beteiligten bedeutete es einen Entwicklungsprozess. Auch unser Sohn musste erst lernen, dass noch nicht alle Menschen reif sind, immer sofort mit der Wahrheit konfrontiert zu werden. In solchen Fällen schweigt er heute- würde aber nie etwas , was er nicht voll und ganz vertreten kann, zum Trost oder ähnlichem sagen. Das würde dem Betreffenden ja keine Entwicklung ermöglichen.

Sein Leben ist insgesamt und in seiner beruflichen Selbständigkeit sehr erfolgreich und für mich ist es immer wieder erfrischend, mich mit seinen unkonventionellen und tief durchdachten Ansichten auseinanderzusetzen.

„Authentisch sein“ bedingt, dass wir uns selbst vertrauen. Wir müssen nur „echt“ sein, nichts anderes. Überall in der Natur finden wir diese Echtheit, nur wir Menschen verzögern oder verhindern unsere Entfaltung, indem wir anderen ein Urteil über uns selbst zugestehen. Auch neigen wir dazu, zu beschwichtigen, oft aus einem falsch verstandenen Mitleid, oder aus Angst, die Zuneigung zu verlieren. Damit ist aber niemandem gedient.

Wie groß ist unser Selbstwertgefühl? Können wir auch unsere Fehler als Lernschritte akzeptieren?

Je mehr wir uns selbst annehmen, desto eher werden auch die anderen uns annehmen. Sobald wir uns nach den Vorstellungen anderer ausrichten, werden wir zu einer Kopie und verlieren unsere innere Kraft.

Wir alle haben ein natürliches Bedürfnis, Anerkennung zu gewinnen und Kritik zu vermeiden, der eine schwächer, der andere stärker. Doch alle Anerkennung von außen lässt uns nicht wirklich wachsen. In der Todesstunde wird es nicht darauf ankommen, ob wir als Heilige gelebt haben, sondern ob wir ganz und gar wir selber waren und unsere Gaben zum Ausdruck brachten.

Dazu müssen wir uns aber erst einmal selbst durchforschen. Es ist wichtig, unsere inneren Triebe, Wertvorstellungen und Motive zu kennen, sich derer bewusst zu werden. Unsere Motive spielen im Umgang mit Menschen und Situationen die wesentlichste Rolle. Der eine beschenkt die Armen aus Mitgefühl, ein anderer vielleicht nur aus Schuldgefühlen oder Imponiergehabe.

Es gibt sicherlich vieles im eigenen Wesen zu verändern, doch sind das nur die schroffsten und aggressivsten Seiten des eigenen Charakters. Wir sollten unserer Natur wieder folgen und ihr vertrauen; uns selbst akzeptieren, so wie wir wirklich sind und nicht an der Vorstellung hängen, wie wir gerne sein wollten. Letzteres wäre keine wahre Selbstliebe.

Wenn wir ein spirituelles Gesetz brechen, werden wir ohnehin auf natürliche Weise vom Universum korrigiert , was letztendlich zu mehr Reife in unserem Leben führt.

Sobald wir unsere Menschlichkeit akzeptiert haben, gibt es in dieser Hinsicht kein Problem mehr. Wir alle machen Fehler und können nur aus unseren Irrtümern lernen, um es später besser zu machen. Es geht nicht darum, perfekt zu werden , denn wir wurden schon als ein perfekter, göttlicher Ausdruck geboren.

Unsere Realität erschaffen wir aus unserem inneren Sein. Wenn wir etwas über unser inneres Sein erfahren wollen, brauchen wir uns nur zu fragen: Habe ich vorwiegend Schönheit und Fülle um mich? Falls die Antwort Ja lautet, ist unser inneres Sein schön und sein Strahlen kann nach außen dringen und ein Segen für die Welt sein. Im entgegengesetzten Fall verkörpert das innere Sein ein gewisses Maß an Negativität.

Dann ist es höchste Zeit, an sich zu arbeiten und seine Energie zu erhöhen. Es gibt keine Situation, die wir nicht ändern könnten. Was in unserem Leben geschieht, erschaffen wir allein , es gibt kein Pech oder Glück , es gibt nur hohe und weniger hohe Energie, die wir erzeugen.

Um authentisch zu sein und volle Integrität auszustrahlen, müssen wir uns selbst erkennen. Wofür stehen wir, was ist uns wichtig, wer sind wir? Wenn wir gut zu uns selbst sind, uns anerkennen und wertschätzen, dann wird unser Selbstwertgefühl wachsen.

Das Gesetz der Entsprechung sagt, je weniger wir unser wirkliches Sein ausdrücken, desto mehr Falschheit wird uns begegnen, je authentischer wir sind, umso mehr Ehrlichkeit wird auf uns zurückstrahlen. Wie oben-so unten- wie innen-so außen.

Vielleicht haben wir den Wunsch, eine Beziehung nicht mit unserer wirklichen Meinung zu zerstören, vielleicht haben wir Angst vor Ablehnung oder Liebesentzug? Vielleicht sind wir auf der Jagd nach Komplimenten? Aber wir sind nicht weniger wert als die anderen, wir brauchen den anderen unseren Wert nicht zu beweisen. Es ist besser, ein wenig Unannehmlichkeiten zu erleiden wegen eines konsequenten Verhaltens, als sich immer wieder zu verfälschen .

Dabei ist es aber wichtig, sanft mit seinen Mitmenschen umzugehen, denn deren Negativität entspring oft nur ihrer Angst. Ein wirklich gütiger und weiser Mensch ist imstande, alles in seiner Umgebung in positiver Weise zu verändern. Wir können unseren Mitmenschen ein großes Geschenk machen, indem wir ihnen auf mitfühlende Weise die Wahrheit sagen – und zwar dann, wenn wir das Gefühl haben, dass unsere Mitteilung dem Anderen förderlich sein kann. Andernfalls ist es besser, zu schweigen.

Liebevoller Umgang mit sich selbst bedeutet auch immer liebevollen Umgang mit allen anderen Wesen.

Folgen wir also unser Natur, unserem Wesen, unserer inneren Stimme und unseren wirklichen Wünschen, dann werden wir uns ganz natürlich entfalten, höher entwickeln und ein Segen für die Menschheit sein.

Angela


9 Kommentare

  1. Jürgen sagt:

    Auch ich habe einen Sohn (der Älteste von vier Söhnen), der sich von je her treu geblieben ist, sich nicht verbiegen lassen wollte.
    In seinem Fall war es nicht immer leicht. So verließ er recht früh das Gymnasium, weil er sich dort völlig fehl am Platze fühlte. Schon im Vorschulalter fühlte er sich der Kunst verpflichtet.
    In der Grundschule bekam er vom Lehrer sein Stiftemäpchen ins Gesicht geschlagen, weil er in sein Heft gemalt und gezeichnet hatte.
    Später dann auf Fragen von Schülern und Lehrern, was er denn mal werden wolle, antwortete er, Künstler, und wurde ausgelacht.
    Mit 18 oder 19 Jahren bewarb er sich mehrfach (also einmal pro Jahr) in der Kunstakademie Düsseldorf und wurde nach der vierten Bewerbung aufgrund seines besonderen Talents angenommen. So ging sein Traum in Erfüllung und er studierte Kunst.
    Dann als freischaffender Künstler machte er natürlich SEINE Kunst, ohne sich verbiegen zu lassen. Das brachte ihm zwar einen guten Ruf ein aber er konnte nicht davon leben. Im Gegensatz zu einigen seiner Künstlerkollegen, die genau das an Kunst gemacht hatten, was „ankam“ mit dem entsprechenden Erfolg.
    Mein Sohn konnte sich nicht dazu durchringen nicht authentisch zu sein und so kann er bis heute, trotz mehrfacher Ausstellungen in Deutschland, Japan und den USA, nicht von seinen Arbeiten leben.
    Auch konnte er nicht einsehen, sich bei einer Krankenkasse anzumelden, da er den Zwang dazu nicht akzeptierte. Das brachte ihm bis jetzt einen Schuldenberg von mittlerweile 75.000,- € nebst Offenbarungseid ein. Natürlich bekommt er in seiner Situation kein Konto bei einer Bank und natürlich kann er keine Wohnung mieten. So ist er darauf angewiesen, bei Freunden zu übernachten.
    Gezwungenermaßen und glücklicherweise macht er einen Job bei dem er seinen Lohn in Bar ausbezahlt bekommt.
    Nun, so kann das „sich selbst treu bleiben“ auch ziemlich hart ausfallen.

    LG Jürgen

    Gefällt 2 Personen

  2. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  3. Thom Ram sagt:

    Jürgen 21:45

    Ich bitte dich, deinem Sohn einen Gruss von mir auszurichten.
    Bitte sage ihm, dass ich, bald Steinalter, auf Grund deines kurzen Berichtes einen Mann sehe, der seinen eigenen Weg geht…und somit den allerbesten Weg im Sinne von: Ich bleibe mir treu…was hinwiederum zur Folge hat, dass er trotz äusserer Mühsal in sich selbst frei ist und in sich selbst im Frieden ist – im Gegensatz zu erfolgreichen Anpassern, welche suchen müssen und Süchten fröhnen, heimlich stöhnen, und wenig glücklich auf dem Lebenswege.

    Wenn dein Sohn ein Dach in Regenzeit braucht und auf harter Unterlage schlafen kann, so ist er bei mir willkommen.

    Gefällt 1 Person

  4. Jürgen sagt:

    Hallo Thom,

    so in etwa hatte ich es ihm auch schon mehrfach gesagt. Und ja, er lässt sich auch nicht davon abbringen. Bin auch recht stolz auf ihn, dass er das so durchzieht. Weiß nicht, ob ich das so tun könnte. Aber ich denke, da hat er was von mir mitbekommen, denn so ganz untreu war und bin ich mir auch nicht gewesen 🙂
    Dein Angebot wird ihn freuen. Ich werde es ihm ausrichten. Danke.

    Gruß Jürgen

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  5. Angela sagt:

    @ Jürgen

    …“ Nun, so kann das „sich selbst treu bleiben“ auch ziemlich hart ausfallen.

    Das ist etwas, was so vielen Künstlern so ging, denk nur an van Gogh. Und doch glaube ich, dass Dein Sohn letztendlich ein viel erfüllteres Leben führen wird, als ein angepasster Mensch es vermag.

    Für Dich als Vater wird es, so denke ich nach Deinem Bericht, schwerer sein, das alles zu akzeptieren. Und manches ist auch nur ein Übergangsstadium, bevor sich eine neue Tür öffnet. Doch wichtig ist, dass er nicht in Bitterkeit versinkt.

    Lg von A n g e l a

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  6. arno energieheiler sagt:

    Jeder Mensch bekommt eine andere Aufagbe auf der Erde ,die er erfüllen muß , wenn er Sie nicht erfüllt , wird er sie wohl im nächsten leben erfüllen , ich hoffe das ich mein Aufagbe erfülle um nicht wieder auf die Erde zu kommen , denn ich bin auch das Schwaze Schaf in der Famile und von 5 Brüder der Jüngste , ich habe als kleines Kind schon immer den 7 Sinn gehabt , jetzt habe ich den mut dazu das zu sagen was ich wirklich denke .,
    denn ich bin nur 6 Jahre in die Schule gegangen aber aus der 8 Klasse entlassen worden ,an ein Lehrgang 1990 hat mir der Lehrgangsleiter gesagt das ich mit den Augen Heilen kann , oft schenke ich Menschen Energie ohne das Sie es merken , wenn ich jetzt zurück denke ist mein leben ganz gut , viele meine kleine Wünsch sind erfüllung gegangen . Natürlich habe ich auch fehler in mein leben gemacht , aber dadurch viel gelernt .

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  7. Johann sagt:

    Authentisch sein und sich selbst treu bleiben ist in Prinzip sehr einfach für einen Erwachsenen. Bei Kinder bedarf es schon eine gute Führung weil sie sonst immer anecken und leicht ausgegrenzt werden. Der Spielerische Umgang damit ist sehr Wichtig. Und natürlich die Eltern die es Vorleben und wie sie damit umgehen. Die Wahrheit zu sagen ohne jemanden zu Verletzen ist eine Kunst die viel Achtsamkeit verlangt. Auch mir gelingt es nicht immer die Richtigen Worte zu sagen. Weil manchmal schnell und unüberlegt das Ego gerade wieder Jubelnd die Oberhand inne hat.

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  8. Norbert Fuchs sagt:

    Auch Vincent van Gogh Holländischer Maler hatte seine Probleme,im Tinnituswahn schnitt er sich die Ohren ab.
    Heute könnte er gut davon leben.Künstler haben es in der Regel schwer.Ich habe Van Gogh gewählt,weil meine Tochter in Holland lebt
    Und meine Schwiegermutter Holländerin ist.

    Mittlerweile gibt es einen anderen Grund. (das liebe Geld)

    Drücke die Daumen für die Zukunft Norbert Fuchs

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