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Zeit- oder Taktumstellung?

(Ludwig der Träumer) Wer die Zeit umstellen kann, ist sicher in der Lage, in ihr nach Gutdünken zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hin- und herzuschaukeln. Ein Menschheitstraum wäre dann war. Das größte Paradoxon wäre Wirklichkeit. Ich setze das als bekannt voraus. Wenn nicht, eine kleine Hilfe zum Thema.

Angenommen, mein Großvater war ein richtiger Drecksack, der erheblichen Schaden an der Menschheit  verursachte und ich beschließe ihn zu ermorden, um diesen zu korrigieren / rückgängig zu machen, bevor er weiter blöde Sau spielen kann. Was muß, muß. Habe ja schließlich Verantwortung nicht nur für mich selbst, soweit ich noch die geringste Empathie für meine Mitmenschen aufbringen kann.

Also beschließe ich, ihn umzubringen – wohlgemerkt  in einer Zeit, bevor er seinen Sohn einfi*** äh einzeugen konnte. Und – damit wäre ich als sein Enkel auch nicht existent. Wenn Vati nicht geboren, dann ich nix Ludwig. Somit ist meine Zeitreise in die Vergangenheit zur Korrektur einer menschlichen Tragödie nicht möglich. Wer könnte dann meine Stellvertreterrolle einnehmen? Natürlich jeder andere außerhalb der eigenen nicht mehr vorhandenen Blutlinie. Das würde dieses Paradoxon vermutlich noch toppen, da der Stellvertreter durch diese Korrektur im Jetzt gar nicht das Bedürfnis / Bewußtsein dazu hätte. D. h., die Gründe für eine solche Tat wären gar nicht vorhanden und erforderlich. Ein Zirkelbezug, den zumindest ich nicht auflösen kann.  Dieser Gedanken nur, weil ich mich an dem Wort „Zeitumstellung“ kratze. Die Zeit läßt sich nicht umstellen. Die läßt sich nicht durch Menschen manipulieren. Sie zementiert gnadenlos unwiderruflich das Geschehene, nachlesbar evtl. in der Akasha-Chronik.

Die Geschichte der sog. Zeitumstellung  beginnt mit der Moderne. „Zeit ist Geld“. So wird die Zeit seither zur Manipulierung der Menschen für monetäre Zwecke mißbraucht. In früheren Zeiten war es üblich, den Takt  also die Synchronisation zwischen menschlichen Handels und der Natur regional herzustellen, bzw. – er war einfach naturmäßig gegeben und nie in Frage gestellt. . (Ein Takt (oder eine Taktung) dient dem Aufprägen einer Periodizität auf einen Ablauf oder der Synchronisation von Vorgängen. / WiKi)  Der tägliche Ablauf des Wirkens der Menschen war von den Jahreszeiten, Sonnenauf- und untergang sowie vom Wetter abhängig und von sonst nichts. Sie bestimmten den täglichen Takt von Mensch und Tier.

Bild: LdT

Sehen wir uns dazu dieses Video von Michael Wieden an:

Wie fatal sich die Austaktung aus dem biologischen Rhythmus / Tag-Nacht-Zyklus auswirkt, wird auf der Seite hier  dargestellt. Es lohnt sich, diese durchzuarbeiten.

„Chronobiologie ist ein Bereich der Biologie, der untersucht, auf welche Weise die natürlichen Zyklen unseres Körpers — geistige, körperliche und emotionale — von Sonnen- und Mondrhythmen beeinflusst werden. So ist beispielsweise der circadiane Rhythmus, ein 24-Stunden Zyklus von physiologischen Vorgängen, die im gesamten Körper ablaufen, ein wichtiger Zyklus in der Studie der Chronobiologie.“ (aus chronobiology)

Bildquelle: cronobiology.com

Es sollte eigentlich jeder kapieren, warum Sommerzeit eingeführt wurde. Später müde sein, heißt diese „Zeit“ irgendwie zu nutzen. Wie wird sie genutzt? Das brauche ich sicher dem aufgeklärten Leser nicht erklären. Für die anderen 98 % heißt es, kaufen, kaufen und – Zeit totschlagen und kaufen. Egal ob er in einen Medien Markt rennt, eine Talk-Show  oder H. Fischers Titten anguckt. Er kauft die Stunde bitter, die er der Natur seiner Selbst abgerungen hat. Zunehmende Krankheiten, Burn-outs sind der Brandbeschleuniger für seinen eigenen Untergang. Und – den finanziert er selbst mit seiner freiwilligen Austaktung.

Wer hat den größten Nutzen davon?

Will man uns absichtlich krank machen, fragt einer:


8 Kommentare

  1. Oh ja, es freut besonders diejenigen die jetzt von dem Sommer in den Winterrhythmus wechseln müssen und nebenbei noch Nachtdienst haben…..das heisst man freut sich, dass es bald drei Uhr ist, weil dann hat man nur noch 3 3/4 Stunden zu tun bis Feierabend.

    Doch dann oh Schreck und Graus, bleibt der Zeiger auf der 3 stehen…..ist wie festgewachsen.
    Unser Arbeitspensum sonst so angelegt, dass wir fast permanent unter Zeitplan arbeiten erfährt jetzt eine Stunde Freiraum, könnte man denken……aber nein, in Anbetracht der Zeitumstellung hat man mal so gearbeitet wie das früher der Fall war, hat sich Zeit gelassen einige Worte mit den Patienten zu plaudern, die sich sehr darüber gefreut haben. Dementsprechend kommt auch unser straff gespannter Zeitrahmen ins Ungleichgewicht.
    In einer freien Stunde kommen auch mehr Zugänge ins Haus, wenn dann noch Betten frei sind.
    Zudem merkt man die eigene Müdigkeit, die schon bei 10 1/2 Stunden Dienst aufkommt, jetzt noch mehr……11 1/2 Stunden zehren schon.

    Aber es ist nur einmal im Jahr sagt man sich und quält sich da durch, auch die nächsten zwei Wochen die der Körper braucht um sich wieder einzupendeln.

    Im Frühjahr fehlte genau diese Stunde, was auch Probleme machte.

    Und, wie jedes Mal denke ich mir „Mei, lasst es doch wie es ist, es nervt langsam ! „

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  2. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  3. NORBERT FUCHS sagt:

    Die Pharma verdient wieder.

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  4. Hawey sagt:

    Ach Ludwig, schimpfe doch nicht aufs Titten gucken. Ich schaue da schon hin, bin ja nicht Blind. Ich kann mir nicht denken, dass Du wegschaust. Dann stimmt mit Dir was nicht😄 Solltest mal meinen Artikel Gedanken, Gedanken, Gedanken lesen. Da steht es drin warum man da hinschaut. Manchmal frage ich auch was ihr BH gekostet hat manchmal sagen sie, dass geht dich nichts an, ich bohre aber weiter komm schon kannste ruhig sagen dann rücken sie damit heraus. Mal kostet er 40 mal kostet er 60 und manchmal 80 – 120€ Ich sage dann immer siehste Mädchen, ich hätte sie dir für die Hälfte gehalten.😇 Ja und wenn Du diese lieblichen Früchte in der Hand hältst dann geht Dein Zeiger ganz von allein auf Sommerzeit. 😜 Ja man muss das nur mit Humor sehen. LG Hawey

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  5. Hihihi, ich hätte da ein schönes Bild, gestern bei VK gesehen…..da geht es um das das Gegenteil, nämlich wie man als ewig potenter Mann von seiner Krankheit geheilt wird…..leider kann ich Bild nicht einstellen hier. Ich schicke es mal dem guten Thom zur Begutachtung. 🙂

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  6. Ishani Diana sagt:

    Alles Digital
    Wer noch eine analoge, alte Uhr besitzt, weiss das sie immer wieder nachgestellt werden muss.
    Warum läuft sie schneller? Warum muss sie alle paar Wochen zurückgestellt werden?
    Könnte es Sein dass uns die “ Zeit“ abhanden kommt und wir das nicht Sehen sollen?
    Könnte das der Grund sein dass man die Sommer-und Winterzeit eingeführt hat, um uns zu Verwirren, sodass wir nicht Wahrnehmen wie sehr wir Versklavt wurden?
    Ich werde das Gefühl nicht los, das uns 6 Std. pro Tag fehlen, im Gegensatz zu vor 50 Jahren.
    Was denkt Ihr darüber?
    Liebe Grüsse
    Ishani Diana

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  7. Danke Ishani Diana für diese konstruktive Frage. Wenn ich das richtig verstanden habe, meinst Du, es läuft Dir die Zeit davon. Solche Erfahrungen mache ich ab und zu auch. Ich ordne inzwischen diese Erkenntnis – besser als Gefühl der Zeitqualität ein. Unabhängig davon, was Zeit wirklich ist. Über die Zeit als Konstante oder im Geiste Einsteins nachdenken wollen, übersteigt mein Verstand. Vielleicht ist auch gar nicht so kompliziertes dran, das wir nicht verstehen könnten.

    Manchmal vergeht die Zeit wie im Flug, manchmal ödend langsam langweilig vorbei. Das war in Ordnung. Der Mensch lebte nach den von der Natur vorgegebenen Rhythmen. Seit wann tickt der Mensch nach der Uhr? Seit es Pfaffen gibt, die mit der Kirchturmuhr das Geschäftsmodell der Zeit erfanden, mit dem sie die Menschen für ihre Bedürfnisse endlich richtig ausbeuten konnten. Zeit ist Geld. Diese Erkenntnis geht m. E. nicht auf Benjamin Franklin zurück, sondern auf die erste Pfaffenbrut, die mit Glocken regelmäßig zum Gebet, äh zum Klingelbeutel rufen.
    Was wir heute als Desynchronisation schmerzlich empfinden, ist unsere freiwillige Eintaktung in die Fremdbestimmung. „Zeit ist Geld“ hat sich seither als Mantra so in unseren Köpfen festgesetzt, daß wir uns unwohl schlecht fühlen, wenn wir uns da zwischendurch ausklinken. Die Ein Taktung ist inzwischen so perfekt, daß wir kaum noch eine Chance auf Rückbesinnung haben. Diese gar nicht mehr in Betracht ziehen.
    Einen Ausweg aus dieser Fremdtaktung sehe ich in der blauen Stunde, die uns an den ureigenen archaischen Takt erinnert. Gugge hier: https://bumibahagia.com/2017/04/11/die-blaue-stunde/ Wer diese einmal richtig erlebte, schmeißt alle Uhren weg. Das geht sicher nicht von jetzt auf gleich. Eine Empfehlung, wie diese Rückbesinnung beschleunigt korrigiert werden könnte, habe ich nicht. Ich kann nur von eigener Erfahrung berichten, in der Hoffnung, daß sie für andere ein Denkanstoß sind. Die begann mit dem Abschalten des Fernsehers. Das Zeitloch, das da entstand, war kalter Entzug. Was dagegensetzen um nicht verrückt zu werden? Bald mehr dazu.

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  8. Ishani Diana sagt:

    Lieber Ludwig

    Danke für deine ausführliche Antwort auf meine Frage. Ich bestätige deine Aussagen.
    Habe mal was gelesen dass , das Glockengeläut am, 12h Mittags, mit dem Kriegsende Polens zu Tun hat. Mich nerven diese Glocken.
    Seit ich nicht mehr der Sklavenarbeit folge, trage ich auch keine Uhr mehr. Mein Körper und seine Bedürfnisse sind mein Wegweiser was Ruhe oder Wachphasen betrifft.
    Ich bin davon überzeugt, das die Menschen, die wie du in der Natur Leben, auch wieder zum Rhythmus der Natur finden.
    Da braucht es kein „Pantoffel-Kino“ im Breitbild-format, weil die Natur so unendlich viel mehr zu Bieten hat. Was du die blaue Stunde nennst, habe ich auch mehrfach erlebt. Sie ist einzigartig.
    Alles Liebe
    Ishani Diana

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