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Angela / Ärger und Wut

Ärger und Wut

Autorin: Angela

Wir nennen uns „spirituell“ und sind doch nicht immer liebevoll, friedlich und voller Dankbarkeit an das Universum! Oftmals haben wir viel Ärger und Wut in uns. Wir regen uns über unsere Mitmenschen auf, über bestimmte Situationen, über eine gefühlte Missachtung, über das Weltgeschehen, die Banken und die Politiker. Über so vieles- und manchmal haben wir hinterher ein schlechtes Gewissen!

Vielleicht inszenieren wir gerade jetzt wieder eine Krise, ein Drama, haben Wutgefühle auf alles, was uns umgibt und fühlen uns ständig gereizt.
Das ist einfach menschlich und gehört zu unserem Lebensweg dazu. Es in uns abzulehnen ist der falsche Weg, denn alles, was man ablehnt, verstärkt sich nur noch mehr.
Doch wie kommen wir aus diesem Teufelskreis heraus? Nur durch Akzeptanz unseres inneren Zustands!

Wir dürfen unsere Wut weder herunterschlucken, noch uns dazu hinreißen lassen, andere damit zu bewerfen.
Alle Revolutionen, in denen die Menschen ihre angestaute Wut an der Gegenseite ausgelassen haben, sind gescheitert.

Annehmen bedeutet nicht, zu resignieren! Es gibt viele Dinge, die wir einfach im Moment nicht ändern können. Doch bei allen anderen wäre es wichtig, die Gefühle als solche zu akzeptieren, neue Kraft zu schöpfen und zu versuchen, alles, was möglich ist, nach eigenem Wissen und Gewissen zu verändern. Das wird nicht immer leicht sein, doch nur so kommen wir weiter.

Falls Ärger aufflammt und die Wut in uns aufsteigt, gilt es, schnell zu handeln, damit wir sie wieder los werden. Jede Art von aktiven Tätigkeiten ist da angebracht und ebenso hilfreich ist es, Abstand zu halten vom Objekt unseres Ärgers.

Manchmal, wenn unser Ego sich nicht vordrängt, überkommt uns ein „Heiliger Zorn“ , wir explodieren und in dem Fall äußert sich unsere Wut in einer total authentischen Weise und wird vom Gegenüber,- zumindest auf einer tieferen Ebene- verstanden.

Im Gegensatz dazu kultivieren viele Menschen ihren Ärger und schmücken die Angelegenheit, über die sie sich ärgern, mit immer neuen Attributen aus, sie kramen vergangene Verletzungen hervor, sie baden geradezu in ihren Emotionen und wollen damit andere unbewusst auf ihre energetische Ebene herabziehen.

Von diesen Menschen sollte man sich einfach trennen und sie meiden, sofern man keinen Heilberuf ausübt. Es gibt keinen Grund, sich in eine Situation zu begeben, in der man sich missachtet, ungeliebt oder unterschätzt fühlt und die eigenen Energien heruntergezogen oder ausgenutzt werden.

Das bedeutet nicht, ein negatives Urteil über diese Menschen abzugeben. Aber es ist sinnlos, sich in Wortgefechte zu stürzen, um zu beweisen, dass man „recht“ hat. Wenn die anderen uns nicht wirklich einen Schaden zufügen, dann wäre es gut, sie so nehmen wie sie sind, denn unser Glück hängt nicht von anderen ab. sondern von unserer eigenen Fähigkeit, uns weiter zu entwickeln, das Schöne in allen Dingen zu sehen, zu verstehen, sich zu freuen , zu lieben und Wut und Ärger loszulassen.

Es ist also durchaus wichtig, seine Wut zu fühlen und auch auf zivilisierte Weise auszudrücken, allerdings wäre es uns dienlicher, das mit uns selbst auszumachen und nicht gegenüber anderen. Die Wut ist schnell wieder verraucht, aber indem wir verletzende Worte aussprechen, können wir sie nie total loswerden. Unsere eigenen Sätze und unsere Unbeherrschtheit würden uns verfolgen.

Es gibt viele Methoden, seinen Ärger, seine Wut und sein Verletztsein erst einmal zu stoppen. Wir können z. B: auf ein Kissen einschlagen, wir können auch einen langen Spaziergang machen, Joggen oder sonst etwas Aktives tun. Wir können unseren Ärger in unsere Computertasten hämmern und ein langes Email an uns selbst schreiben – sollten aber nicht vergessen, es dann wieder zu löschen!
Und schon werden wir spüren, wie Wut sich auflöst und einem größeren Verstehen Platz macht.

Wenn die Wut dann verraucht ist, geht es an die Aufarbeitung. Warum werden wir so wütend? Was will uns das sagen? Verteidigen wir nur unser Ego? Vielleicht missachten wir uns auf eine gewisse Weise?

Wir erkennen, dass Ärger immer dann auftritt, wenn besonders „wunde Punkte“ in uns selbst berührt werden, was man auch als „auf die Knöpfe drücken“ oder als „triggern“ bezeichnet. Das ist eine große Chance , um sich dieser Dinge bewusst zu werden. Nur wenn sie ans Tageslicht kommen, können wir sie auch verändern.
Die äußere Situation ist da gar nicht so entscheidend, unsere inneren Gefühle führen uns auf den Weg der Erkenntnis. Je schneller wir die Botschaft einer bestimmten Situation verstehen, desto schneller können wir sie hinter uns lassen und wieder zu unserer eigenen Mitte und zum inneren Frieden zurückkehren.

Wenn jemand anderer auf uns wütend ist, drückt das häufig nur seinen eigenen Schmerz aus. Die Versuchung, selbst wütend zu werden, sich zu verteidigen oder zum Gegenschlag auszuholen ist natürlich groß. Das Beschuldigen Anderer ist für viele Menschen die einzige Möglichkeit, ihren Schmerz loszuwerden. Wenn wir in einer solchen Situation unser Gleichgewicht bewahren, werden wir uns später viel besser fühlen und alle Wege zu einem friedlichen Miteinander stehen uns offen.

Wir sind mehr als unsere Leidenschaften, mehr als unsere Emotionen und Ängste und müssen nicht von ihnen beherrscht werden. Wir können uns entscheiden, welche Facette unseres Wesens wir leben – und welche wir in Liebe gehen lassen wollen. Es ist – wie immer unsere Wahl.

Angela

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Danke, Angela!

thom ram, 19.09.05

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6 Kommentare

  1. Der Kelte sagt:

    Wer loslässt hat viel erreicht: Zitat: „Wenn du ein bisschen loslässt, dann gewinnst du ein bisschen Frieden. Wenn du mehr loslässt, gewinnst du mehr Frieden. Immer wenn du etwas festhältst, lass es los und kehre zu dem einen Sitz zurück. Bleibe offen und gelassen.“

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  2. Besucherin sagt:

    Wir leben halt in einer Zeit des Umbruchs, ich für meinen Teil bin inzwischen relativ allergisch gegen Ratgeber aller Art, was ich denken, fühlen, oder was ich mit meinem Geld machen soll, und etc.
    Das ist jetzt nicht persönlich gemeint, aber ich hab diese Wald- & Wiesen – Psychologisierei satt bis obenhin, und das richtet sich jetzt nicht gegen die Autorin, ich möchte bloß meine Meinung ausdrücken, dass die vielleicht wohlgemeinte Überflutung einem dann doch irgendwann nur mehr am Wecker geht, wie die Werbung im Postkastl.

    Ich meine, im Rat – Schlag erteilen liegt immer eine gehörige Portion eigene Überlegenheit zu suggerieren, schön verpackt in „helfen – wollen“, weiß nicht, obs verstanden wird, was ich meine, wenn nicht, auch oki. 🙂

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  3. luckyhans sagt:

    zu Besucherin um 1:11
    „im Rat – Schlag erteilen liegt immer eine gehörige Portion eigene Überlegenheit“ –
    richtig – wie schon oft gesagt: Ratschläge sind auch Schläge.

    Daher kann es nur darum gehen, anderen einen kleinen Denkstupser zu geben, auf daß er oder sie sich mal mit einem „andersartigen“ oder „abweichenden“ Gedanken befasse.
    Die Tür zeigen – nicht aufmachen oder ihn „nachdrücklich“ auffordern, nun endlich mal hindurchzutreten – das funktioniert nicht.

    Denn jeder Mensch kann sich immer nur selbst von der Richtigkeit (oder nicht) einer Sache überzeugen – niemand kann einen anderen „überzeugen“…

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  4. Ishani Diana sagt:

    Danke liebe Angela
    Ich sehe das genau so 🙂
    In Liebe zu allem was Ist
    Ishani Diana

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  5. Angela sagt:

    Liebe Diana, das freut mich…. 😀

    Alles Liebe von A n g e l a

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  6. Vollidiot sagt:

    Angela

    „Wir sind mehr als unsere Leidenschaften, mehr als unsere Emotionen und Ängste und müssen nicht von ihnen beherrscht werden. Wir können uns entscheiden, welche Facette unseres Wesens wir leben – und welche wir in Liebe gehen lassen wollen.“

    In dieser Betrachtung fehlt ein Verbindungsglied.
    Wie entledige ich mich der Beherrschung meines Wesens durch mehr oder weniger niedere Wesenheiten, die mich verführen in meinen Leidenschaften, Emotionen, Ängsten?
    Einfach nur Schalter umlegen auf die Schrift Liebe?
    Da machts dann Zuum und alles ist gut?

    Oder fehlt da etwas, das nur dem Menschen gegeben wurde um eben gegen diese mehr oder weniger niederen Wesenheiten, die mich verführen in meinen Leidenschaften, Emotionen, Ängsten anzugehen?

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