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Wo ist meine Mitte?

Es gibt einige Anregungen, sich mit diesem wichtigen Thema zu befassen – als Vorschlag dazu nachfolgend eine Betrachtung, die zum eigenen Über- und Weiterdenken und zum Mittun anregen will.

Wir hören oft, daß der Mensch sich am wohlsten fühlt, wenn er in seiner Mitte ist. Das klingt erstmal gut und viele sind geneigt, das zu akzeptieren. Da dieser Begriff Mitte allerdings von den herrschenden Ideologien in der Vergangenheit, vor allem aber in der letzten Zeit systematisch mißbraucht und verwässert worden ist, wollen wir betrachten, wie man zu einer sinnvollen Verortung dieser Mitte kommt, also: wo ist nun diese meine Mitte?
Und vor allem: wie komme ich dahin?

Wir leben in einer vielschichtigen Welt, welche nicht nur die unseren Sinnen zugänglichen vier Dimensionen von Raum und Zeit der grobstofflichen Materie und Energie beinhaltet, sondern auch eine uns noch nicht genau bekannte Anzahl feinstofflicher Energien, die ebenfalls materieller Natur sind, sowie verschiedenste geistige Einflüsse, welche aus Dimensionen, die weniger durch Energie als vielmehr durch die Information bestimmt sind, stammen.

Sich darin zurechtzufinden, gelingt meist nur unvollkommen, zum einen weil wir durch verschiedene religiöse, ideologische und auch wissenschaftliche Irrlehren von der wahren Erkenntnis abgehalten werden – dies ist den Unterdrückern und Ausbeutern der Menschheit von Vorteil, weil sich die Menschen so besser steuern lassen -, und zum anderen weil unsere physischen Sinne mit derselben Zielstellung weitgehend auf das Grobstoffliche reduziert worden sind und somit eine umfassende direkte Erfahrung dieser Welt uns gegenwärtig nicht möglich ist.

Zu unseren Sinnen und deren Funktion sowie unserer Wahrnehmung wurde hier ja schon öfter einiges gesagt, und wir können davon ausgehen, daß sich jeder Mensch in einer eigenen Welt wahrnimmt, die in sehr vielen mehr oder weniger kleinen Details sich von der seines Nebenmenschen unterscheidet.
So wird auch jeder Mensch „seine Mitte“ an einer ganz spezifischen Stelle wahrnehmen. Wie finden wir nun diesen ominösen Ort?

Es gibt einige Kriterien, die uns bei der Navigation helfen können.
Da ist erstmal das allgemeine Gefühl der Ruhe und Ausgeglichenheit, das wir zu mancher Zeit verspüren: Herz, Bauch und Hirn befinden sich im Gleichgewicht, und auch die Außenwelt, die uns unser Inneres mit seinen Regungen und Bewegungen spiegelt, hat sich momentan ein wenig zurückgezogen.

Dieses Gefühl kann man auch selbst dadurch hervorrufen und unterstützen, indem man sich von allen äußeren Einflüssen abkoppelt und sich bewußt körperlich entspannt.
Und zwar Glied für Glied, beginnend mit dem kleinen Zeh auf jeder Seite, fortsetzend über die anderen Zehen, die Finger einer nach dem anderen „erfühlen“ und entspannen, und immer die vorher entspannten Glieder in diesem Zustand beizubehalten.
Das erfordert ein wenig Übung, ist aber sehr leicht zu erlernen – es kann im Sitzen oder Liegen ausgeführt werden, wichtig ist ein bewußtes Abkoppeln von allen äußeren Einflüssen.

Dann geht man weiter, über die einzelnen Mittelfußknochen und Mittelhandknochen zu den Gelenken, den Unterschenkel- und Unterarmknochen, und so weiter – Stück für Stück, Körperglied für Körperglied, bis man beim Leib angelangt ist.
Und dort setzt man fort, Organ für Organ zu erfühlen und zu entspannen, bis tatsächlich der ganze Körper sich in einem Zustand der wohligen Ruhe befindet.
Dabei atmen wir ganz ruhig und entspannt weiter, ohne die Luft anzuhalten – möglichst mit der Bauchatmung. Wer diese noch nicht beherrscht, kann sich gern vorher mal gesondert damit befassen, es gibt im Netz dazu Anleitungen.

Dabei ist der Verstand voll bei der Sache, d.h. wir konzentrieren uns vollständig darauf, diesen Zustand der allgemeinen Entspannung und Ruhe zu erreichen und zu halten.
Das klingt wie ein Widerspruch, und wir dürfen auch tatsächlich nicht verkrampfen dabei.
Aber wer das mal probiert hat, der merkt, daß es ganz leicht geht.

Sodann kommen wir in die Lage, unseren Blutkreislauf zu spüren – wie das Blut von der Lunge zum Herzen und von dort durch den ganzen Körper strömt. Und zwar nicht „gepumpt“ vom Herzen, sondern in einem gleichmäßigen rhythmischen Kreislauf.
Und zusammen mit dem Atem verspüren wir dann manchmal eine Anbindung an das All, an alles was es gibt.
In diesem Zustand kann man ein paar Minuten verweilen.

Das Heraustreten aus dieser vollständigen Entspannung sollte ruhig langsam im Verlaufe von mehreren Minuten geschehen, ohne Bedauern, denn man kann ja später wieder erneut dorthin gelangen.
Es kann auch gern ein wenig meditiert werden, es kann ein autogenes Training angeschlossen werden oder, wenn man recht erschöpft war, kann man auch in den Schlaf hinübergleiten.

Das Ganze dauert anfangs länger, aber wenn man es ab und zu mal macht und ein wenig Übung darin hat, weniger als eine halbe Stunde. Danach fühlt man sich erholt und zeigt eine ruhige Gelassenheit, die man auf diese Weise leicht herstellen kann, wenn sie benötigt wird.
Wichtig ist, nicht hektisch zu werden oder ungeduldig, sondern wirklich alle Körperglieder separat zu erfühlen und zu entspannen. Einziges Kriterium für die „Richtigkeit“ ist: sich wohlfühlen.

Ebenso kann ich bewußt mein Unterbewußtsein zur Steuerung einsetzen – klingt auch wieder etwas widersinnig, ist aber möglich und oft hilfreich.
Hier geht es darum, die bewußte Steuerung soweit zurückzunehmen, daß alles wieder natürlich-“automatisch“ abläuft. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn man emotional stark erregt ist oder der Verstand vor lauter hektischer Denkarbeit kaum noch zum ruhigen Überlegen kommt.

Es beginnt damit, daß man seine Emotionen, seine Erregung bewußt herunterfährt, sich beruhigt und entspannt, mit tiefen Atemzügen in Bauchatmung, wobei besonders auf das tiefe Ausatmen zu achten ist – ggf. bis zum Hustenreiz.
Und darauf, nicht die Luft anzuhalten, sondern gleichmäßig tief und rhythmisch beide Phasen des Atmens als einheitlichen Vorgang zu gestalten.

Dabei an etwas Schönes, Beruhigendes denken, damit der Ratterkasten zwischen den Ohren auch langsam zur Ruhe kommt.
Weiter sich bewußt gedanklich nur auf das Atmen konzentrieren, keine Probleme wälzen oder Lösungen suchen – nur konzentriert ruhig und tief atmen. Denkapparat herunterfahren und möglichst abschalten, vielleicht seine Lieblingsmelodie innerlich summen, sich auf die Betrachtung irgendeiner „unwichtigen“ Kleinigkeit, auf die gerade der Blick fällt, konzentrieren und an nichts anderes denken.

Mehr ist gar nicht zu tun, denn das Unterbewußtsein „übernimmt“ dann von ganz allein die Steuerung. Eigentlich sind wir dauerhaft vom Unterbewußtsein gesteuert, sonst könnten wir nicht eine Sekunde überleben, aber hier geht es darum, sich bewußt von der „hirnigen“ Selbststeuerung, die eh vorwiegend eingebildet ist, sich zu lösen.
Mit etwas Übung gelingt dieser emotionale und geistige „Reset“ innerhalb weniger Minuten, er kann also auch außerhalb der eigenen vier Wände eingesetzt werden, wenn man in Situationen kommt, da man sich emotional oder geistig überfordert fühlt – dann geht man einfach „kurz mal raus“ (das geht auch in geschäftlichen Meetings: „können wir bitte eine kurze Pause machen?“) oder „schnell mal eine rauchen“ – letztere Begründung ist auch heute noch, so sonderbar das klingt, eher akzeptiert als erstere.

Eine weitere Methode, sich wieder ins Gleichgewicht zu bringen, ist das bewußte Konzentrieren auf die einfache äußere Wahrnehmung. Man geht zum Beispiel einfach ein paar Treppen runter und dann wieder hoch, wobei man sich voll auf den Vorgang des Treppensteigens konzentriert und sich von allen anderen Gedanken und Gefühlen bewußt abkoppelt. Auch das langweiligste Treppenhaus ist voller interessanter Formen und Farben, die man gewöhnlich „übersieht“ und auf die man sich vollständig konzentrieren kann.
Oder ein kurzer Spaziergang „übern Hof“, bei dem man wirklich nur darauf achtet, was einem an Äußerlichem „begegnet“ (Wolken, Pflanzen, Vögel usw.), und dieses ganz aufmerksam betrachtet, kann auch sehr hilfreich sein. Denn es gibt überall etwas zu entdecken, was man gewöhnlich nicht wahrnimmt.
Wenn man dann gedanklich kurz bei seinen Entdeckungen verweilt, genügen meist wenige Minuten für den geistigen und emotionalen „Neustart“.

Vorletzte Möglichkeit, sich vor allem emotional wieder etwas ins Gleichgewicht zu bringen, ist es, einen kräftigen Schluck möglichst kaltes Wasser zu trinken und danach zur Toilette zu gehen – mit dem Herauslassen („Durchspülen des Wassers“) suggeriert man sich selbst unbewußt eine „innere Reinigung“ von allen Unannehmlichkeiten.
Danach ausgiebig die Hände waschen („saubere Hände“), das Gesicht kalt abwaschen („kühler Kopf“), abtrocknen, sich selbst kurz im Spiegel ansehen und innerlich zu sich sagen: „bist ein guter Mensch“ – das alles sehr aufmerksam und voll konzentriert.
Dies ist ein erprobtes Ritual, das jeder gern nach eigenem Gutdünken variieren kann.

Und abschließend noch ein Hinweis, wie wir ganz physisch uns entladen können: indem wir uns erden, d.h. mit Mutter Erde in direkten Kontakt treten.
Bekanntlich ist die Erdoberfläche mit Elektronen angereichert, d.h. negativ aufgeladen. Dies können wir nutzen, indem wir unsere (meist positiven, durch Ionen und Strahlung hervorgerufenen) Aufladungen ableiten bzw. ausgleichen.
Dazu ist es ausreichend, sich mit nackten Füßen ein paar Minuten durch möglichst feuchtes Gras, durch einen Bach oder über feuchten Boden zu gehen und sich dabei auch gedanklich mit Mutter Erde zu verbinden, d.h. ihr seine Aufladungen zu übertragen und innerlich wieder „ausgeglichen“ geladen zu werden.

Besonders gut funktioniert das, wenn man ganz leicht alkoholisiert ist: Alkohol erhöht auch in kleinen Mengen deutlich die Leitfähigkeit des Blutes und kann so aus dem ganzen Körper Ionen und Ladungen ableiten, wenn man sich erdet.
Das ist kein Quatsch: nach dem Unglück in Tschernobyl bekamen alle Einsatzkräfte mehrmals täglich ein Glas Wein oder ein Gläschen Wodka zugeteilt, um genau diese Ableitung der durch die ionisierende Strahlung ständig im Körper entstehenden Ionen und Aufladungen zu gewährleisten – saufen für die Gesundheit, nein: fürs Überleben. 😉
Durch einen ähnlichen Ladungsausgleich bzw. das Abführen von störenden Ladungen ist auch der Erfrischungseffekt einer kurzen Dusche zu erklären.

Soweit einige Hinweise, was man alles tun kann, um in seine Mitte zu kommen, d.h. zu innerer Ruhe und Ausgeglichenheit.
Wo ein jeder „seine“ Mitte hat, darf bitte jeder selbst herausfinden = erfühlen.
Viel Spaß dabei wünscht euer Luckyhans.
7. Februar 2016.


4 Kommentare

  1. Angela sagt:

    Ein schöner Beitrag, lieber Luckyhans nach all dem Politikgeschimpfe , 😀 !

    Das Ritual mit dem Wasser kannte ich gar nicht, werde ich aber bald mal ausprobieren.
    Danke, AL von Angela

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  2. Männer, selbst so auffällig schöne wie ich, sind hin und wieder nicht 100% vollkommen. Auf einer langweiligen Autotour zurück nach Berlin störte mich beispielsweise ein vorwitziges Nasenhärchen derart permanent, dass ich es auszureißen beschloss. Schon beim 8. Versuch gelang es mir. Außer einem Gefühl unglaublichen Wiederhergestelltseins überkam mich zugleich ein winzig aber nichtsdestotrotz beachtlich stark startender Niesreiz. Gemessen an der Winzigkeit des Corpus Delilkti. Ein befreiender Nieser war, ist und wird mir, Klaus-Peter, stets so willkommen sein, wie dieses Unglaubliche Danach beim Enden eines Schmerzes von 100 auf Null.
    Prozent.
    Glücklicherweise war da noch ein zuvor unbemerktes weiteres Härchen und der erhoffte Nies-Reiz zum Zweiten steigerte sich bis zum Fast-Erfolg. Aber statt aller guter Dinge derer drei waren die Härchen nun wirklich aus.
    Alle.
    Game over!

    Game over? Und da fiel mir wieder ein, wie oft im Leben ich schon auf meinen eigenen Optimismus reingefallen war. Im rechten Moment. Erfolg- und folgenreich. Schritt zur Tat.
    So intensiv ich nur konnte, locker aus Leibeskräften, stellte ich es mir nun bildlich vor:
    Das dritte goldene Haar.
    Wie ich es erfasste.
    Wie ich es zupfte.
    wie sich dieser Reiz zum wahren Nies-Org . . . erhöbe und?
    Ich kam.
    Erfolg!

    Lucky, das mit dem Finden, Treffen der Mitte, fühlt sich das ähnlich an? Ich las von Yogis, die ihren Herzschlag willkürlich steuern können, von erwiesener Selbsthypnose eines Arztes, damit er sich notgedrungen selbst operieren konnte, erinnere mich an Sportler, die sich unglaublich konzentrieren können, den Basketball fehlerlos zu versenken. Bin mir fast sicher, dass Menschen, die sich zutiefst bewußt, ja gläubig, zu konzentrieren versuchen Vieles möglich wird. Und? Wenn nicht?
    Dann hätten sie es aber wenigstens v e r s u c h t !

    Gute Götter nehmen die Absicht für die Tat.

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  3. luckyhans sagt:

    @ KPK:
    Versuch macht klug, spach der Teufel – und setzte sich in die heiße Bratpfanne… 😉

    Gefällt 1 Person

  4. Garten-Amselina sagt:

    Ein GeH-Nuß-Volles An-Spannen/Sich-Recken, mit langsam ansteigender Höchst-Spannung,einen Moment haltend, um dann in eine wohlige Ent-Spannung zu sinken und diese genießend wahr-zu-nehmen, ist auch sehr Mitte-findend-wohl-tuend… 😉

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