bumi bahagia / Glückliche Erde

Widerstands-Krampf

Da bei uns hier nach Meinung mancher zuviel Eso-Geschmuse produziert wird, soll heute mal knallhart ein richtiger Widerstandskämpfer zu Wort kommen – einer aus der „alten Garde“: Klaus-Peter der Unverwüstliche.
Und er nimmt kein Blatt vor den Mund…
Luckyhans, 31.1.2016
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„Apropos Leukefeld, Karin

Liebe Widerstandskämpfer von Attac!
Unser Jens-Martin Rode befürchtete unlängst , dass die Assad-Freundin KARIN LEUKEFELD Attac-Berlin mit List umgarnen und für sich einnehmen könnte:

Ich habe Frau Leukefeld kürzlich auf einer Veranstaltung erleben dürfen und bin über diesen Vorschlag gelinde gesagt irritiert. Frau Leukefeld ist Korrespondentin in Damaskus und schreibt insbesondere viel für die “junge welt”. Sie wird von entsprechender Seite gern als eine der wenigen Journalist*innen überhaupt gehandelt, die aus dem Land selbst berichten und akkreditiert sind. Wenn man Texte von Ihr liest oder sie auf dem Podium hört, dann merkt man auch schnell warum: Sie schreibt und spricht genau das, was das syrische Regime von sich berichtet wissen möchte. Was sie betreibt ist Hofberichterstattung und ein hervorragendes Beispiel für eingebetteten Journalismus. Sie bedient das Bild von der heilen Welt der Diktatur:
Das integrativste Element in Syrien sei die syrische Armee, da sie all die verschiedenen Bevölkerungsteile Syriens in sich vereine. Die sichersten Gebiete in Syrien seien diejenigen, die unter Kontrolle des Regimes stünden, da nur das Regime für Sicherheit der Bevölkerung sorgen könne. Die meisten Flüchtlinge seien Binnenflüchtlinge und würden vor der Gewalt der Aufständischen in die Gebiete des Regimes fliehen. Das Regime hingegen würde umfassende innersyrische Aussöhnungsprogramme betreiben und ehemaligen Angehörigen der Freien Syrischen Armee nicht etwa die Waffen abnehmen, sondern sie zu Lokalverantwortlichen für bestimmte Gebiete machen und ihnen damit eine Rückkehr in die Gesellschaft ermöglichen etc.
Wenn man die Syrer nur unter sich sein ließe und sich nicht von außen einmische, dann werde es von allein Frieden geben, denn die arabische Kultur habe eine jahrhundertealte Tradition der Gesprächskultur mit deren Hilfe sich Konflikte lösen lassen. Das war zusammengefasst der Inhalt ihres Referats.

Ihr hattet Gottseidank der Versuchung widerstehen können. Das zeichnet eben echte Widerstandskämpfer wie Euch aus. Damit Ihr eine Ahnung von dem bekommt, was damals in puncto vorgetragener Hetze gegen die tapfere US geführte Koalition der Flüchtlingsmacher glücklicherweise an Euch vorbeigegangen ist, sende ich Euch aus dieser roten Revoluzzerzeitung „Junge Welt“ einen ihrer üblichen Hetzartikel zur Kenntnisnahme. Ich zitiere:

Im Genfer Nebel
Unübersichtliche Lage vor Beginn der Syrien-Gespräche
Von Karin Leukefeld, Genf
Einen Tag vor dem Beginn der innersyrischen Gespräche in Genf am heutigen Freitag stellte sich die Lage unübersichtlich dar.

Ursprünglich sollten sie am vergangenen Montag starten. Die syrische Regierung hatte frühzeitig ihre Teilnahme bestätigt. Doch weil die oppositionelle »Riad-Delegation« ihre Anreise von immer neuen Vorbedingungen abhängig machte, konnte der Termin nicht eingehalten werden. Die syrische Regierung sollte zuerst Gefangene freilassen und die Belagerung von Orten in Syrien aufheben. Russland müsse zudem seine Luftangriffe einstellen und aufhören, sich in die Angelegenheiten der Opposition einzumischen.

Russland hatte – in Absprache mit Syrien, Iran und Ägypten – die Teilnahme weiterer, als unabhängig geltender Oppositioneller vorgeschlagen. Sollte die »Riad-Delegation« nicht bereit sein, weitere 15 Personen, darunter auch Vertreter der syrischen Kurden, zu integrieren, sollten weitere Oppositionsvertreter nach Genf eingeladen werden. Die Absage der »Riad-Delegation« folgte prompt.

Der UN-Sondervermittler für Syrien, Staffan De Mistura, ging an die Öffentlichkeit. Auf einer Pressekonferenz am vergangenen Montag verwies er auf die UN-Sicherheitsratsresolution 2254, die Vorbedingungen für den Beginn der Gespräche nicht zulässt. Dann legte er den heutigen Freitag als neuen Termin fest und verschickte Einladungen an die bisher genannten Oppositionellen.

Die »Riad-Delegation« hatte erklärt, sich bis zum vergangenen Mittwoch abend festlegen zu wollen. Bis Redaktionsschluss am gestrigen Donnerstag lag keine Entscheidung vor. Aus Damaskus war derweil zu erfahren, dass »starke Gerüchte« kursierten, wonach die Regierungsabordnung erst am kommenden Montag nach Genf kommen könne, wie ein syrischer Kollege gegenüber jW in Genf am Donnerstag berichtete.

Der stellvertretende russische Außenminister Michail Bogdanow machte laut Russia Today den Vorschlag, dass die »Internationale Unterstützungsgruppe für Syrien« (ISSG) sich am 11. Februar vor Beginn der »Münchner Sicherheitskonferenz« in Bayerns Landeshauptstadt treffen könne. Der ISSG gehören 17 Staaten, die UN, EU und die Arabische Liga an.“
Ende des Zitats.

Ich beglückwünsche Attac, diesen und gleichgeschalteten Lügengespinsten entgangen zu sein. Allerdings, das mit den Fassbomben, dem Giftgas und dem Zwangsverhungern „. . . dem Einsatz von Giftgas gegen die eigene Bevölkerung und das gezielte Aushungern ganzer Stadteile. . .“ (Jens-Martin Rode)

– wie unser Jens-Martin uns informierte waren rein irrtümliche Meldungen unseres Staatsfernsehens und das abgebildete kleine verhungernde Mädchen ein Bild aus Indien.

– Assad hatte triumphierend erklärt, dass seine zu Hauf herumliegenden russischen Splitterbomben die Wirkung irgendwelcher lieblos zusammengeschusterter „Fassbomben“ bei weitem übertreffen würden. Die einen müsste er ja sogar aus eigener Tasche bezahlen, während ihm die russischen anderen geradezu aufgedrängt würden, Verschrottungskosten einzusparen.

– Amerikanische Experten wiesen nach, dass die Giftgasgranaten nicht von der ASSAD-Armee abgefeuert wurden, die Ur-Information von Amnesty International fehlerhaft gewesen sei:Laut des ehemaligen UN-Waffeninspekteurs Richard Lloyd und Theodore A. Postol, Professor für Wissenschaft, Technologie und nationaler Sicherheitspolitik, konnten die verwendeten Raketen maximal 2 Kilometer fliegen. Diese Analyse deckt sich mit der Aussage von Ake Sellström, dem Leiter der UN-Waffen-Inspekteure. Sein Team traf am 18. August in Damaskus ein und untersuchte die Raketenteile. Er sagte:

“Wir haben Probleme gehabt, wie Du sie bei egal welchen Studien über diese Raketen hast und wir haben uns mit Experten getroffen, und wenn Du die Flugbahn nachvollziehst, (…) vielleicht angedeutet im Bericht, kannst Du als Ergebnis annehmen, dass zwei Kilometer eine faire Schätzung sind.”
(Quelle: ebd)

Folgende Karte zeigt den Frontverlauf am 21. August.

assad-entlastet-giftgas

Die rosa gefärbten Gebiete waren kontrolliert vom Assad-Regime, die grau gefärbten von der Opposition. Der Kreis wurde von Postol und Lloyd eingefügt und zeigt einen 2-Kilometer Radius um die Einschlagskrater bei Zamalka.

Daraus geht schlüssig hervor, dass die Raketen aus Gebieten der Opposition abgefeuert wurden. Hier nochmal die falsche Darstellung von “Human Rights Watch”.

HRWRocketBearingMap_v1b

Quelle: jazeera

Aber ausgenommen einiger weiterer kleiner Patzer hatte Jens-Martin mit seiner fürsorglichen Strrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrreitschrift beinahe Recht. Liebe Attac-Berliner, weiterhin ein so glückliches Händchen im Widerstandskampf wünscht Euch von ganzem Herzen,

Euer begeisterter Fan
Klaus-Peter Kostag

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Nachtrag:

Liebe Berliner Attac-Widerständler,
in einem heutigen Artikel bei
http://spiegelkabinett-blog.blogspot.fr/2016/01/die-ard-tagesschau-steigt-herab-vom.html
machen die dort die Leukefeld-Hexe noch mal so richtig nackich.

Aber ich las darin von einer ausgezeichneten Quelle:
„Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ (Syrian Observatory for Human Rights, SOHR)
Das ist nicht nur eine Quelle, nein.
Das ist eine ganze Springflut von Wahrheit, die unsere gut informierten Freunde wie der Jens-Martin täglich konsultieren sollte. ie kennen sich allerbestens aus mit Fassbomben, Giftgas und dem Aushungern ganzer Stadtteile. Oder über die zahlreich von Russen zerbombten Krankenhäuser, Schulen, Moscheen, Hochzeitsgesellschaften, Wüstenpilzsammlern und was die so alles zu beobachten geruhen. Oblektiv, unabhängig, aussagestark.
Das wären echt unparteiische Fachleute, die sich ins Haus der Demokratie sehr gut zu Euren nächsten Vorträgen einzuladen lohnte.
O.K. ich will nicht so sehr übertreiben, ein Fachmann.

Mit den herzlichsten Grüßen, ich liebe Euch,
Klaus-Peter Kostag

 


2 Kommentare

  1. Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

    Liken

  2. Senatssekretär Freistaat Danzig sagt:

    Hat dies auf behindertvertriebentessarzblog rebloggt.

    Liken

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