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Klaus J. Stöhlker / Eine Wirtschaftselite kontrolliert die Schweiz

Grad gestern bin ich auf eine hübsche Illustration vorliegenden Themas gestossen, nämlich wie die B-Schweizer  dummidiotenblöd gehalten werden. Die Chefredaktorin vom „Sonntagsblick“, Frau Christine Maier, gibt eine „good news“ durch. Ich kopiere: 

Nach sieben dürren Jahren gehts der Grossbank UBS richtig gut, und sie kann wieder Steuern zahlen. Ein Betrag im dreistelligen Millionenbereich wird es dieses Jahr sein, für 2016 rechnet sie dann mit einer halben Milliarde Franken. UBS-Schweiz-Chef Lukas Gähwiler sagt im Gespräch mit SonntagsBlick, warum er froh ist, wieder Steuern zu zahlen. Wie wichtig es ist, dass die Banker nun auf dem Boden bleiben.

Hat man zu solch Schwachsinn noch Worte?

Nun, Klaus J. Stöhlker geht es nicht nur um das Thema der Falschinformationen. Er zeigt in seinem Buch auf, wie die Schere aufgeht, wie sich in der  Schweiz zwei Hauptgruppierungen gebildet haben; eine kleine Gruppe, die materiell profitiert und eine grosse Gruppe, welche dafür zu sorgen hat, dass die kleine Gruppe profitiert und selber für immer mehr Arbeit sich immer weniger leisten kann. Ich weise auf zwei Extreme hin:

Manager / Krankenschwester. Vom Manager sage ich nichts, von der Krankenschwester schon. Krankenschwestern sind heute dauernd überbelastet bei bescheidenem Lohn. Heute kommt es vor, dass eine Person das erledigen sollte, was früher deren dreie in Ruhe und Ordnung erledigt haben. Nicht genug damit. Krankenschwestern werden heute gezwungen, einen irren Apparat an Buchführung – im Komputer natürlich – zu bedienen. Der macht die Patienten nicht gesünder, den Betrieb nicht besser, aber die Krankenschwestern macht er fertig.

Ich bin abgeschweift, hin zum Buch!

Ich danke für die Präsentation in infosperber.ch

thom ram, 14.12.2015

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«Eine Wirtschaftselite kontrolliert die Schweiz»

Urs P. Gasche / 14. Dez 2015 – 

Das Gros der Bevölkerung wisse nicht, was ihr geschieht und lebe von TV-Krimis, Jassen und Fussball, bilanziert Klaus J. Stöhlker.

«Die Schweiz im Herbst» heisst das neuste Buch des PR-Beraters Klaus J. Stöhlker. Die «alte» Schweiz sei in den letzten Jahrzehnten «systematisch zerstört» worden. Es sei «ein neuer Superstaat im Entstehen, wo Konzerne und Pauschalbesteuerte wie im Paradies leben, während das Schweizer Volk von einer wachsenden Steuer- und Abgabelast erdrückt wird», heisst es auf dem Buchumschlag.

«Land der globalen Konzerne»

Seit dem Fall der Berliner Mauer und dem Zusammenbruch der Sowjetunion herrsche «für das grosse Kapital eine dauerhafte Föhnlage», welche die Schweiz «erheblich und für alle Zeiten verändert». Das Bauernland mit starken Industriefirmen und Finanzdienstleistern sei zum «Land der globalen Konzerne» mutiert.

Schweizer Besitzer von Unternehmen hätten ihre Aktien verkauft und «beim Verkauf an ausländische Aktionäre Bestpreise erzielt, sei es an Pensionsfonds, Hedge Funds oder noch grössere und reichere Familien». Zu den Käufern gehörten die schwedischen Wallenbergs oder Milliardäre aus Hongkong und den arabischen Emiraten. Die Eliten der Schweiz seien übergelaufen zu den neuen Eliten aus dem Ausland und seien mit hohen Entschädigungen, Positionen in Verwaltungsräten und Renten dafür belohnt worden.

Als Folge davon habe die Schweiz «die Kontrolle über viele ihrer wichtigen Firmen verloren». Stöhlker zitiert alt Bundesrat Kaspar Villiger: «Die hundert grössten Schweizer Firmen sind unter ausländischer Kontrolle.» Dies gelte auch für viele kleinere Firmen: «Wo Schweiz drauf stand, war immer weniger Schweiz drin.»

Weiterlesen —> hier

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Zum Buch von Klaus J. Stöhlker: «Die Schweiz im Herbst», 2015, 24 CHF.

 


3 Kommentare

  1. Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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  2. Vollidiot sagt:

    Wer solche Leute hoffiert wie Vekselberg, Glasenberg, Mick Davis, zum Teil Strohleute von Rothschild, und ähnliche, Firmen wie Xtrata/Glencore, in Zug z.B. kumuliert ist halt net nur selber blöd, sondern is selbert schuld.
    Wie das Merkel die armen Flüchtlinge reinläßt so lassen die Schwiizer die reichen Gauner ins Land.
    Das Ergebnis dürfte ähnlich sein.
    Bürgerkrieg.

    Wie schrieb Heinrich Mann 1945:
    Vielmehr waren es gewöhnliche Geldmacher, geschäftlich überall verfilzt, ………………., nur an ihrem Weltgeschäft interessiert…………………………….
    Vor allem bedankt euch bei seinen Geldgebern (Hitlers), die ihn und seinen entsetzlichen Unfug über euch gebracht haben! Ruht nicht, bis der letzte von ihnen verschwunden und unschädlich ist, ……………………..”

    Das wäre jetzt ein Aufruf, von H. Mann, Schädliches zu beseitigen.
    Keinen Schaden mehr anrichten können, das wäre eine soziale Tat, dem guten Zusammenleben entsprechend – ein echter Fortschritt.
    Die meisten sog. Bürger möchten aber offenbar Schädliches; Schadenbringer sind akzeptiert und werden geachtet.
    Weil sie Geld haben und obwohl Blut an Kleidern und Händen klebt.
    Das ist Verhalten von Koalkoholikern, man unterstützt/fördert schädliches Verhalten.
    Schlimmer noch weil dieses Krebsgeschwür wuchert und zersetzt und tötet.

    Karl Barth:
    „Wo nicht der Mensch sondern das zinstragende Kapital der Gegenstand ist, dessen Erhaltung und Mehrung der Sinn und das Ziel der politischen Ordnung ist, da ist der Automatismus schon in Gang, der eines Tages die Menschen zum Töten und Getötetwerden auf die Jagd schicken wird.“

    Da sind wir schon geraume Zeit.

    Was für Fetischisten.

    H.Heine:
    Es ist still wie in einer verschneiten Winternacht;
    nur ein leiser, monotoner Tropfenfall.
    Das sind die Zinsen, die fortlaufend hinabträufeln
    in die Kapitalien, welche beständig anschwellen;
    man hört ordentlich, wie sie wachsen, die Reichtümer
    der Reichen. Dazwischen das leise Schluchzen der der
    Armut. Manchmal klirrt etwas, wie ein Messer, das gewetzt wird.

    So lange läuft das schon – soll ich jetzt Namen nennen?
    Nee, selber denken.
    Und dann………………………..?

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  3. Vollidiot sagt:

    Wie war das noch mit den knurrenden oder schwanzwedelnden Hunden in einem Saal mit 1000 Spiegeln?
    Die Schweiz ist ein solcher Tempel auf dem Mythen.
    Und die Schwiizer haben sich fürs Schwanzwedeln entschieden.

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